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Die Total-Design Methode

Title: Die Total-Design Methode

Term Paper , 2003 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian Gust (Author)

Sociology - Methodology and Methods
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Summary Excerpt Details

„It would be most unfortunate if surveying of Businesses and other Establishments stays
the same as it has in the last Decades of the 20th Century. It would be equally
unfortunate if we were to declare a new Era for use of only the new Web and IVR
Methods, and forget the Knowledge we already have for obtaining Responses using
traditional mail and telephone Methods. The obvious Implication is that designing and
implementing establishment Surveys is going to become more complex, requiring a
wider Range of methodological Skills and Knowledge than at any Time in our Past.”1
Unlautere Verkaufsmethoden, Angst vor Kriminalität, zunehmender Egoismus und
höhere Mobilität, Freizeitverhalten, Datenschutz - Aspekte die veranschaulichen, wie
durch gesellschaftliche Einflüsse Feldsituationen auf drastische Weise verändert werden
können. Die Folge sind allgemein sinkende Ausschöpfungsraten nicht nur bei
mündlichen Interviews, ebenso bei von Interviewern nicht beeinflussten schriftlichen
Interviews (vgl. Anders 1985, S. 75ff). Forschungs- und Methodenprobleme, wie auch
Institutsprobleme stehen diesen Feldsituationen gegenüber. Beide wirken zusammen
ursächlich, mittel- oder unmittelbar als Komplex auf durchzuführende Umfragen. Das
Resultat ist die Begünstigung von nonresponse oder geringe Teilnahmebereitschaft bei
postalischen Befragungen. „Wer einen Fragebogen samt freundlichem Anschreiben
ohne weitere Maßnahme verschickt, wird selten Rücklaufquoten über 20% erzielen:“
(vgl. Diekmann 2000, S. 441) Als empirischer Beleg dafür dienen zwei postalische
Befragungen (1996 und 1998), die bei der ZUMA2 durchgeführt wurden. Die
Rücksendequote betrug bei vergleichbaren Populationen 13,6% und 13,1%.
Wissenschaftlichen Ansprüchen genügen diese Quoten heute nicht mehr.
Unzulänglichkeiten im Design oder der Befragungsinstrumente sind einige der
Ursachen dafür, dass Personen an schriftlichen Befragungen nicht teilnehmen. Don
Dillman untersuchte dies in Experimenten und erbrachte dafür Nachweise. Die
Gestaltung von Fragebögen und die Ausführung stellt er in seinem Buch „Mail and
Telephone Surveys. The Total Design Method“ (1978) dar. [...]

1 Aus dem Abstract Comparisons of the Total Design Method (TDM), A Traditional Cost-Compensation
Model, and Tailored Design von Don A. Dillman, Washington State University
2 Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen e.V.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Befragungen

1.1 Probleme der mündlichen Befragung

1.2 Die schriftliche Befragung

1.3 Ausschöpfungsquoten

2. Die Total Design Methode nach Dillman

2.1 Die Anwendung in Deutschland

2.2 Die Wirkung der Thematik und materieller Incentives

3. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die von Don A. Dillman entwickelte "Total Design Method" (TDM) als effektives Instrument zur Steigerung der Ausschöpfungs- beziehungsweise Rücksendequoten bei schriftlich-postalischen Befragungen im Kontext der empirischen Sozialforschung.

  • Methodische Analyse der sinkenden Ausschöpfungsraten bei Befragungen
  • Theoretische Grundlagen und Praxisanwendung der Total Design Methode
  • Empirische Übertragbarkeit der TDM auf den deutschen Forschungsraum
  • Einflussfaktoren wie Thematik, Incentives und Follow-Up-Strategien

Auszug aus dem Buch

2. Die Total Design Methode nach Dillman

Dillmans Buch „Mail and Telephone Surveys. The Total Design Method” berichtet von Unzulänglichkeiten der Befragungsinstrumente und des Designs, die Grund dafür sind, dass sich Personen der Befragungsteilnahme entziehen. Ausgangspunkt des Forschers sind Theorien sozialer Austauschprozesse, wie sie von Blau (1964) und Thibaut/Kelly (1959) entwickelt wurden. Menschen nehmen materielle wie immaterielle Kosten in Kauf und verhalten sich aktiv, wenn sie mit einem Nutzen rechnen, ihnen eine Belohnung in Aussicht gestellt wird. Personen versuchen die Aktivität als Wert unter dem Wert des erwarteten Nutzens zu halten. Da sich diese Aktivität nicht unmittelbar bezahlt macht, ist zusätzlich ein Vertauensverhältnis zwischen den Interaktionspartnern notwendig. Dillman überträgt diese Handlungstheorie auf die Methode der schriftlichen Befragung.

Die Kosten für den Befragten sind zu minimieren während der Nutzen, den der Befragte aus der Teilnahme zieht, groß erscheinen soll. Abhängig davon ist die Konstruktion des Fragebogens, dessen Länge sowie die Form des Anschreibens. Gut strukturierte, kurze Fragebögen, die nicht mehr als 12 Seiten umfassen sollten (vgl. Hippler 1988, S. 245), die Vertrauensgarantie der Daten, die Unterlassung von Fragen, die als heikel gelten und vorfrankierte Rückumschläge sind Punkte, die erkennbar machen, dass dem Befragten keine Unannehmlichkeiten entstehen sollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Befragungen: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Befragung als Standardinstrument der empirischen Sozialforschung sowie die daraus resultierenden Herausforderungen.

1.1 Probleme der mündlichen Befragung: Hier werden die sinkenden Ausschöpfungsquoten und die damit verbundenen Risiken für die Repräsentativität bei persönlichen Interviews analysiert.

1.2 Die schriftliche Befragung: Dieser Abschnitt betrachtet das Verfahren der postalischen Befragung als kostengünstige, aber methodisch anspruchsvolle Alternative.

1.3 Ausschöpfungsquoten: Das Kapitel definiert die Ausschöpfungsquote als zentrales Qualitätsmerkmal und Erfolgsmaßstab bei Befragungen.

2. Die Total Design Methode nach Dillman: Hier wird der theoretische Ansatz Dillmans vorgestellt, der auf Austauschtheorien basiert und eine Optimierung des gesamten Erhebungsprozesses zum Ziel hat.

2.1 Die Anwendung in Deutschland: Dieses Kapitel prüft die Anwendbarkeit der TDM durch ein Methodenexperiment in Mannheim und bewertet deren Erfolg im deutschen Kontext.

2.2 Die Wirkung der Thematik und materieller Incentives: Hier wird analysiert, wie die Gestaltung des Themas und der Einsatz von Anreizen das Antwortverhalten der Probanden beeinflussen.

3. Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die Bedeutung der TDM für die aktuelle Forschung zusammen und weist auf die Notwendigkeit stetiger Weiterentwicklungen hin.

Schlüsselwörter

Total Design Method, Ausschöpfungsquote, Empirische Sozialforschung, Befragung, Rücklaufquote, Datenerhebung, Fragebogendesign, Sozialer Austausch, Incentive, Feldstudie, Methodenprobleme, Interviewereinfluss, Repräsentativität, Mail Surveys, Antwortbereitschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung von Ausschöpfungsquoten bei postalischen Befragungen im Rahmen der empirischen Sozialforschung unter Anwendung der "Total Design Method" nach Don A. Dillman.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören die Problematiken verschiedener Befragungsmethoden, die theoretischen Hintergründe des Antwortverhaltens sowie die praktische Gestaltung von Instrumenten zur Steigerung der Teilnahmebereitschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch methodisch fundierte Gestaltungsprozesse, wie sie Dillman vorschlägt, die Rücksendequoten bei schriftlichen Befragungen maximiert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse und vergleicht verschiedene empirische Studien und Methodenexperimente zur Effektivitätssteigerung von Erhebungsverfahren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Schwächen konventioneller Befragungsmethoden, erläutert die TDM als Antwort auf diese Probleme und untersucht Faktoren wie Incentives, Fragebogengestaltung und die Anwendbarkeit in Deutschland.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Total Design Method, Ausschöpfungsquote, Befragungsdesign und empirische Sozialforschung charakterisiert.

Warum ist die Wahl des Themas bei einer Befragung entscheidend?

Aktuelle und für die Zielgruppe interessante Themen erhöhen die Motivation zur Bearbeitung des Fragebogens, was maßgeblich zu einer schnelleren und vollständigeren Rücksendung beitragen kann.

Welche Rolle spielen Incentives nach der Reziprozitätshypothese?

Incentives fungieren als vorab geleistete Anerkennung, die beim Befragten ein Gefühl der Leistungsverpflichtung erzeugt, was als "Symbol of Trust" die soziale Austauschbeziehung zwischen Forscher und Teilnehmer stärkt.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Die Total-Design Methode
College
Dresden Technical University  (Soziologie)
Course
Vorlesung: Methoden der Empirischen Sozialforschung I
Grade
1,3
Author
Christian Gust (Author)
Publication Year
2003
Pages
15
Catalog Number
V17519
ISBN (eBook)
9783638220767
Language
German
Tags
Total-Design Methode Vorlesung Methoden Empirischen Sozialforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Gust (Author), 2003, Die Total-Design Methode, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17519
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