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Das Verhältnis von Friedrich Barbarossa zu Heinrich dem Löwen nach der Absetzung

Título: Das Verhältnis von Friedrich Barbarossa zu Heinrich dem Löwen nach der Absetzung

Trabajo Escrito , 2011 , 21 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Stefan Voßen (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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Beschäftigt man sich mit der mitteleuropäischen Politik des 12. Jahrhunderts, stolpert man zwangsläufig über die beiden Namen Friedrich Barbarossa und Heinrich der Löwe. Beide Herrscher zählen zu den wohl mächtigsten Männern jener Zeit; Barbarossa wurde 1152 zum König gekrönt und war von 1155 bis 1190 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, während Heinrich eine lange Zeit über die großen Herzogtümer Bayern und Sachsen regierte. Die Beziehung der beiden hatte für die politischen Entwicklungen des 12. Jahrhunderts einen enormen Stellenwert und ist somit für die historischen Forscher von großem Interesse. Die beiden Vettern, Barbarossa und Heinrich der Löwe, stammten aus den unterschiedlichen Adelsgeschlechtern der Welfen bzw. der Staufer. Allein diese angeborene Situation einer engen Blutsverwandtschaft im Kontrast zur Herkunft aus vermeintlich verfeindeten, konkurrieren-den Dynastien wecken ein hohes Interesse am Verhältnis zwischen Barbarossa und Heinrich. Aber besonders der politische Werdegang Heinrichs des Löwen, der sich selbst in seiner höchsten Amtszeit einem König gleichsetzte, und Barbarossas, der als Kaiser eigentlich einen höheren Rang innehatte, prägten das Verhältnis stark.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Herkunft Friedrich Barbarossas und Heinrichs des Löwen

2.1 Die verwandtschaftlichen Verhältnisse

2.2 Der Staufer-Welfen-Konflikt

3 Die Gründe für den Fall Heinrichs des Löwen 1180

4 Die Zeit nach der Absetzung

5 Das erste Exil

5.1 Die Zeit des ersten Exils

5.2 Das Mainzer Hoffest 1184

5.3 Rückkehr ins Reich

6 Die Zeit nach dem ersten Exil bis zum Tod Barbarossas

6.1 Heinrichs Aufenthalt im Reich

6.2 Das zweite Exil – nur ein Vorwand?

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Hausarbeit untersucht die komplexe Beziehung zwischen Kaiser Friedrich Barbarossa und seinem Vetter Heinrich dem Löwen im Zeitraum nach dessen Absetzung im Jahr 1180. Ziel der Arbeit ist es, die persönlichen und politischen Dynamiken hinter diesem Machtkampf zu beleuchten, die Umstände der Entmachtung und Exilierung Heinrichs zu analysieren und die Frage zu klären, inwieweit das Verhalten beider Akteure durch die dynastische Herkunft oder individuelle Ambitionen geprägt war.

  • Abstammung und familiärer Hintergrund der Dynastien Staufer und Welfen.
  • Die Ursachen und der rechtliche Verlauf der Absetzung Heinrichs des Löwen (1180).
  • Die Analyse der Exilzeit Heinrichs und die wiederholten Versuche zur Wiedereinsetzung.
  • Die Rolle des Mainzer Hoffestes 1184 als Instrument kaiserlicher Machtdemonstration.
  • Die Spannungsfelder zwischen Treueeid, Machtgier und kaiserlicher Autorität.

Auszug aus dem Buch

5.2 Das Mainzer Hoffest 1184

Während Heinrich der Löwe Anfang des Jahres 1184 weitestgehend aus den politischen Geschehnissen zwangsläufig entbunden war und zurückgezogen im englischen Exil lebte, hatte Friedrich Barbarossa Schwierigkeiten, seine kaiserliche Präsenz und Autorität aufrecht zu halten. Seine beiden primären Ziele, die Beseitigung des Papstes Alexander III. sowie der Sieg über die Lombarden, waren ihm nicht gelungen, wie bereits die Schlacht von Legnano und der Frieden von Venedig hatten erkennen lassen. Auch der Sturz Heinrichs des Löwen brachte für Friedrich auf der einen Seite zwar einen gewissen Gewinn, nicht zuletzt durch die neu erworbenen Besitzungen Welfs VI.; die wirklichen Sieger der Entmachtung des Herzogs waren allerdings jene Fürsten, die selbst durch den Prozess ihre Territorien erweitern konnten. Für den Kaiser jedoch verminderte sich der politische Handlungsspielraum. Die Hofbesuche der Fürsten wurden seltener und auch seine Verhandlungen mit dem seit dem Tod Alexanders amtierenden Papst Lucius III. zeigten nicht den Erfolg, den sich Friedrich wohl gewünscht hatte.

Diese Machtverschiebung hatte sich schon während des Prozesses von Heinrich dem Löwen herauskristallisiert, in dessen späterem Verlauf die Fürsten die eigentlichen Koordinatoren gewesen waren und dem Kaiser starke Schranken aufgezeigt hatten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die politische Konstellation zwischen Friedrich Barbarossa und Heinrich dem Löwen ein und benennt den Fokus der Arbeit auf die Zeit nach 1180 sowie die verwendete Quellenlage.

2 Die Herkunft Friedrich Barbarossas und Heinrichs des Löwen: Das Kapitel beleuchtet die familiäre Verwandtschaft beider Herrscher und hinterfragt die These eines fundamentalen, dynastisch begründeten Staufer-Welfen-Konflikts.

3 Die Gründe für den Fall Heinrichs des Löwen 1180: Hier werden die Ereignisse rund um den Kniefall von Chiavenna und der anschließende juristische Prozess gegen Heinrich bis hin zur Urteilsverkündung in Gelnhausen analysiert.

4 Die Zeit nach der Absetzung: Das Kapitel behandelt die Phase der territorialen Aufteilung Sachsens und Bayerns sowie Heinrichs militärische Gegenwehr, die letztlich in der Kapitulation endete.

5 Das erste Exil: Diese Ausführungen fokussieren auf Heinrichs erste Verbannung, das Mainzer Hoffest 1184 als machtpolitisches Ereignis und die diplomatischen Bemühungen um eine Rückkehr ins Reich.

6 Die Zeit nach dem ersten Exil bis zum Tod Barbarossas: Hier wird Heinrichs Aufenthalt im Reich, die Entstehung des zweiten Exils nach 1189 und die Rolle seiner Gattin Mathilde untersucht.

7 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Heinrich auch nach seiner Absetzung eine handlungsstarke politische Figur blieb, deren Machtstreben Barbarossas ständiges Misstrauen rechtfertigte.

Schlüsselwörter

Friedrich Barbarossa, Heinrich der Löwe, Absetzung, Exil, Staufer, Welfen, Gelnhäuser Urkunde, Mainzer Hoffest 1184, Lehnsrecht, Machtpolitik, dynastische Konkurrenz, Mittelalter, Herrschaft, Sachsen, Bayern.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit dem spannungsgeladenen Verhältnis zwischen Kaiser Friedrich Barbarossa und seinem Vetter Heinrich dem Löwen, insbesondere in der Zeit nach der offiziellen Absetzung Heinrichs im Jahr 1180.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Abstammung der beiden Herrscher, der rechtliche Prozess zur Entmachtung Heinrichs, die diplomatischen und politischen Spannungen während Heinrichs Exilzeit sowie Barbarossas Bemühungen um Machterhalt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu ergründen, warum trotz der engen familiären Bindungen eine so tiefe politische Feindseligkeit entstand und wie beide Individuen nach 1180 agierten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich auf eine Analyse zeitgenössischer Quellen, insbesondere Chroniken (z.B. Arnold von Lübeck, Helmold von Bosau), sowie auf die moderne wissenschaftliche Forschung zur mediävistischen Geschichtsschreibung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des familiären Hintergrunds, die Analyse der Gründe für den Fall Heinrichs, die detaillierte Betrachtung der Exiljahre inklusive des Mainzer Hoffestes sowie die Zeit bis zum Tode Barbarossas.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Machtpolitik, Staufer-Welfen-Konflikt, Gelnhäuser Urkunde, Exil, Lehnsrecht und die Biografien von Friedrich Barbarossa und Heinrich dem Löwen beschreiben.

Warum war das Mainzer Hoffest 1184 für den Kaiser von so großer Bedeutung?

Das Hoffest diente als monumentale Machtdemonstration, um die kaiserliche Autorität gegenüber dem Adel zu festigen und Heinrich den Löwen – der dort um Gnade flehte – in seiner politisch schwachen Position zu halten.

Wie bewertet der Autor Heinrichs Verhalten nach seiner Absetzung?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Heinrich keineswegs ein „Statist“ wurde, sondern durch wiederholten Eidbruch und geschickte Kontakte zum englischen Königshaus versuchte, seine Machtbasis aktiv zurückzugewinnen.

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Detalles

Título
Das Verhältnis von Friedrich Barbarossa zu Heinrich dem Löwen nach der Absetzung
Universidad
RWTH Aachen University  (Historisches Institut)
Curso
Seminar „Die Absetzung Heinrichs des Löwen (1180)“
Calificación
2,3
Autor
Stefan Voßen (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
21
No. de catálogo
V175205
ISBN (Ebook)
9783640960644
ISBN (Libro)
9783640961108
Idioma
Alemán
Etiqueta
heinrich löwe friedrich barbarossa absetzung Mainzer Hoftag Staufer Welfe Hoffest
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Stefan Voßen (Autor), 2011, Das Verhältnis von Friedrich Barbarossa zu Heinrich dem Löwen nach der Absetzung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175205
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