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Das Hamburger Modell

Title: Das Hamburger Modell

Term Paper , 2011 , 12 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Belma Gündüz (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Didaktik wird definiert als die Wissenschaft von Lehren und Lernen und als die Methode des Unterrichts. Das Hamburger Modell als lerntheoretische Didaktik wurde 1980 von Wolfgang Schulz im Anschluss an das Berliner Modell entwickelt. Didaktik wird bei Schulz als „die Theorie vom emanzipatorisch relevanten, professionell pädagogischen Handeln begriffen, die Lehrern Grundlagen für eben solches Handeln aufbereiten und in der Lehre vermitteln soll.“
Wolfgang Schulz, der von 1929 bis 1993 lebte, war Erziehungswissenschaftler und Professor für Didaktik an der Universität Hamburg. Nach dem Tod von Paul Heimann, der das Berliner Modell entwickelt hatte, arbeitete Wolfgang Schulz in den späten 60er Jahren an einer Neukonzeption des Berliner Modells, da viele kritische Einwände erhoben wurden, wie beispielsweise gegen die Wertfreiheit des Berliner Modells. Die neue Konzeption des Berliner Modells wurde Hamburger Modell genannt, da Wolfgang Schulz an die Universität Hamburg wechselte.
Das Hamburger Modell weist zwei wesentliche Unterschiede zum Berliner Modell auf. Zu einem ist das Hamburger Modell nicht ein Modell kurzfristiger Planung wie das Berliner Modell, sondern ein Modell für langfristige Unterrichtsplanung. Zum anderen ist das Hamburger Modell im Unterschied zum Entscheidungsmodell des Berliner Modells, ein Handlungsmodell. Kern des Hamburger Modells ist, dass nicht nur die Lehrperson allein über den Unterricht entscheidet, sondern, dass alle Beteiligten, wie beispielsweise die Schüler oder Eltern, gemeinsam den Unterricht planen. Sein Ziel war, ein Entwurf eines didaktischen Modells vorzulegen, welches stark schülerorientiert ist und hohe Ansprüche an die Handlungskompetenz des Lehrers stellt. Es ist die Aufgabe eines Lehrers seine Schüler emanzipatorisch zu fördern. Ziel ist es, dass der Lehrer seinen Unterricht analysiert, plant, durchführt und bei seinen Schülern dabei Kompetenz, Autonomie und Solidarität emanzipatorisch fördert. Die Arbeit soll im Folgenden die Kernpunkte und Ziele des Hamburger Modells thematisieren und erläutern. Darüber hinaus sollen die vier Prinzipien der Planung vorgestellt werden. Schließlich soll das Hamburger Modell kritisch beleuchtet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Grundstruktur und Aufgaben des Hamburger Modells

1.1 Die Perspektivplanung

1.2 Die Umrissplanung

1.3 Die Prozessplanung

1.4 Die Planungskorrektur

2. Vier Prinzipien der Planung

2.1 Prinzip der Interaktion

2.2 Prinzip der Variabilität

2.3 Prinzip der Interdependenz

2.4 Prinzip der Kontrollierbarkeit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Hamburger Modell als lerntheoretisches Didaktik-Konzept, das von Wolfgang Schulz als Weiterentwicklung des Berliner Modells etabliert wurde. Ziel der Untersuchung ist es, die zentralen Planungsebenen und Prinzipien des Modells darzulegen und dessen praktische Anwendbarkeit im heutigen Schulalltag kritisch zu reflektieren.

  • Grundlagen und Aufgaben des Hamburger Modells
  • Die vier zentralen Planungsebenen: Perspektiv-, Umriss-, Prozessplanung und Planungskorrektur
  • Die vier Prinzipien der Planung (Interaktion, Variabilität, Interdependenz, Kontrollierbarkeit)
  • Kritische Gegenüberstellung zum Berliner Modell
  • Bewertung der Umsetzbarkeit im Kontext aktueller schulischer Rahmenbedingungen

Auszug aus dem Buch

1.2 Die Umrissplanung

Die Umrissplanung ist Kern des Hamburger Modells. In der Umrissplanung werden die ausgewählten Unterrichtseinheiten zu Sinneinheiten geordnet und didaktisch-methodisch vorstrukturiert, d.h. die planbaren Dimensionen werden entschieden und ein Umriss wird für den vorstehenden Unterricht geschaffen.In der Umrissplanung sind sowohl Handlungsbereiche des Unterrichts, als auch die Einflüsse auf den Unterricht enthalten.

Diese sind Unterrichtsziele, Ausgangslage, Vermittlungsvariablen und die Erfolgskontrollewie auf der Abbildung 2 des Handlungsmodells zu erkennen ist.

Unterrichtsziele (UZ) sind die Intentionen des Lehrers und Themen des Unterrichts, die auf den Lehrplan bezogen sind. Hier ist die Frage wichtig, was vom Lehrer gelehrt werden und vom Schüler gelernt werden soll. Unterrichtsziele sind inhaltlich konkret auf die Situation abzufassen und in Übereinstimmung mit übergeordneten Perspektiven zu bringen.

Die Ausgangslage (AZ) der lernenden und lehrenden Personen ist auch entscheidend für den Unterricht. Welche Beweggründe, Vorerfahrungen und Kenntnisse besitzt der Lehrer oder ein Schüler?

Die Vermittlungsvariablen (VV) meinen die Methoden und Mittel im Unterricht, die zum Ziel führen sollen. Kommen methodische Modelle wie beispielsweise ein Rollenspiel oder Projektunterricht in Frage? Sind Sozialformen wie Partner- oder Gruppenarbeit zu erörtern? Welche Medien sind auszuwählen?

Die Erfolgskontrolle (EK) bezieht sich auf die Selbstkontrolle von Lernenden und Lehrenden, um ihr jeweiliges Handeln zu korrigieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Grundstruktur und Aufgaben des Hamburger Modells: Dieses Kapitel definiert das Modell als langfristiges Handlungsmodell und stellt die vier Planungsebenen vor.

1.1 Die Perspektivplanung: Erläutert die langfristige Orientierung an Rahmenvorgaben und die Förderung von Kompetenz, Autonomie und Solidarität.

1.2 Die Umrissplanung: Beschreibt den Kern des Modells, in dem Unterrichtseinheiten zu Sinneinheiten strukturiert und Bedingungsbereiche analysiert werden.

1.3 Die Prozessplanung: Fokussiert auf die Umsetzung der Umrissplanung in konkrete Abfolgen und die Zerlegung von Lernzielen.

1.4 Die Planungskorrektur: Behandelt die notwendigen Anpassungen während des laufenden Unterrichtsprozesses.

2. Vier Prinzipien der Planung: Stellt die zentralen methodischen Grundsätze wie Interaktion und Variabilität vor, die das Handlungsgefüge bestimmen.

2.1 Prinzip der Interaktion: Definiert Unterricht als interaktives Handlungsgefüge unter Einbezug der themenzentrierten Interaktion.

2.2 Prinzip der Variabilität: Fordert die Einplanung von Alternativen zur Flexibilisierung des Unterrichts.

2.3 Prinzip der Interdependenz: Erklärt die wechselseitige Abstimmung von Einzelentscheidungen und Lehr-Lernbedingungen.

2.4 Prinzip der Kontrollierbarkeit: Definiert die Überprüfung des gesamten Lern-Lehr-Prozesses als Bestandteil der Planung.

C, Zusammenfassung und Reflexion: Bietet eine kritische Würdigung des Modells und reflektiert die Problematik einer zeitintensiven Planung im realen Schulalltag.

Schlüsselwörter

Hamburger Modell, Wolfgang Schulz, Didaktik, Unterrichtsplanung, Perspektivplanung, Umrissplanung, Prozessplanung, Planungskorrektur, Handlungskompetenz, Interaktion, Emanzipation, Schülerorientierung, Lerntheoretische Didaktik, Unterrichtsanalyse, Reflexion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das von Wolfgang Schulz entwickelte Hamburger Modell, ein lerntheoretisches Didaktik-Konzept für langfristige Unterrichtsplanung.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Strukturen und Prinzipien des Hamburger Modells zu erläutern und dessen Umsetzbarkeit in der modernen Schulpraxis kritisch zu hinterfragen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die vier Planungsebenen, die vier Planungsprinzipien sowie der Vergleich zwischen dem Handlungsmodell von Schulz und dem Entscheidungsmodell von Heimann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse didaktischer Fachliteratur zur Unterrichtsplanung und einer kritischen Reflexion der theoretischen Konzepte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der vier Planungsebenen sowie der vier Planungsprinzipien des Hamburger Modells.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Emanzipation, Kompetenz, Autonomie, Solidarität, Perspektivplanung und Themenzentrierte Interaktion.

Wie unterscheidet sich das Hamburger Modell vom Berliner Modell?

Während das Berliner Modell eher ein kurzfristiges Entscheidungsmodell ist, versteht sich das Hamburger Modell als langfristiges Handlungsmodell, das schülerorientiert und politisch-emanzipatorisch ausgerichtet ist.

Warum wird das Modell in der Schulpraxis oft als schwierig empfunden?

Die Umsetzung erfordert laut der Autorin ein hohes Maß an Zeit und Handlungskompetenz, das unter modernen Bedingungen, wie etwa überfüllten Lehrplänen, kaum noch realistisch zu leisten ist.

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Details

Title
Das Hamburger Modell
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Institut für Pädagogik)
Grade
2,3
Author
Belma Gündüz (Author)
Publication Year
2011
Pages
12
Catalog Number
V175303
ISBN (eBook)
9783640962310
ISBN (Book)
9783640962525
Language
German
Tags
hamburger modell
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Belma Gündüz (Author), 2011, Das Hamburger Modell, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175303
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