Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit

Hildegard von Bingen. Von der Inklusen zur Seherin und Äbtissin

Titel: Hildegard von Bingen. Von der Inklusen zur Seherin und Äbtissin

Hausarbeit , 2011 , 13 Seiten , Note: 3,0

Autor:in: Clemens Wandke (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit versucht herauszuarbeiten, wie sich Hildegard von Bingen in der damaligen von großen Männern dominierten Zeit durchsetzen konnte und ihre Weltanschauung selbst vor Papst und Kaisern vertrat. Betrachtet man die Gegebenheiten, unter denen sie ihre Kindheit und ihr Jugendalter verbrachte, ist es umso erstaunlicher, welches Durchsetzungsvermögen und welche Führungsstärke sie in ihrem späteren Leben an den Tag legte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Leben von Hildegard von Bingen

2.1 Kloster Disibodenberg

2.2 Kloster Rupertsberg

3. Das Klosterleben nach dem benediktinischen Tagesablauf

4. Stellung religiöser Frauen

5. Von der Inklusen zur Seherin und Äbtissin

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Lebensweg und die Entwicklung von Hildegard von Bingen, um aufzuzeigen, wie sie sich in einer von Männern dominierten mittelalterlichen Gesellschaft von einer kränklichen Inklusen zur einflussreichen Seherin und Äbtissin entfalten konnte.

  • Biografische Stationen: Vom Disibodenberg zum eigenen Kloster Rupertsberg.
  • Die religiöse Lebensordnung: Der benediktinische Tagesablauf und seine Bedeutung.
  • Soziale Dynamik: Die Stellung und Wahrnehmung religiöser Frauen im 12. Jahrhundert.
  • Wandlungsprozess: Die Entwicklung von der schüchternen Klausnerin zur selbstbewussten Persönlichkeit.
  • Durchsetzungskraft: Hildegards Wirken als Äbtissin und ihr Umgang mit kirchlichen Autoritäten.

Auszug aus dem Buch

2. Das Leben von Hildegard von Bingen

Hildegard von Bingen wurde im Jahre 1098 in Bermersheim als zehntes Kind ihrer Eltern Hildebert und Mechthild geboren. Ihre Familie, deren Stammsitz in Bermersheim lag, war adliger Abstammung und hatte Verwandte wie die Erzbischöfe von Köln und Trier. Schon als kleines Mädchen von fünf Jahren brachte es seine Umgebung zum Staunen, als es ein noch nicht geborenes Kälbchen exakt beschrieb, wie man nach der Geburt sehen konnte. Da Hildegard noch klein war und merkte, dass nicht jeder sieht wozu sie in der Lage ist, bekam sie Angst und behielt fortan ihre Visionen für sich. Obwohl sie ihre Visionen nicht mehr äußert ist sie sich ihrer inneren Bereitschaft schon von Kindesbeinen an bewusst. „Von Kindheit an, habe in ihrer Seele ein großes Licht geleuchtet, das sie zu keiner Zeit verlassen habe“, schreibt Hildegard später in einem ihrer Briefe an den Papst. Weiterhin ist Hildegards Kindheit vor allem geprägt durch Krankheiten und innerer Unruhe, was aber ihre Sensitivität für die Umwelt nicht einschränkt.

Im Alter von acht Jahren übergeben die Eltern Hildegard in die Obhut der adligen, nur sechs Jahre älteren Jutta von Sponheim, damit diese ihre Tochter religiös erzieht. Die Hinweise auf die ersten Jahre in Juttas Obhut sind gering, allerdings ist davon auszugehen, dass die zwei Frauen nicht, wie oft berichtet, 1106 die Frauenklause auf dem Disibodenberg bezogen haben, da der Grundstein für deren Errichtung erst 1108 gelegt wurde. Vier Jahre später zogen Jutta und Hildegard, gemeinsam mit einer weiteren Nonne, in die neuerrichtete Frauenklause. Als Unterhalt vermachten Hildegards Eltern dem Kloster eine Mitgift und der Vater sprach den benediktinschen Regeln nach die Übergabeformel, so dass Hildegard „für immer und alle Zeit an diesem Ort bleiben möge“. Fortan lebte sie als Inklusen, als Eingeschlossene, da die Zugänge der Klause zugemauert wurden und es nur ein kleines Fenster gab, um Gottesdienste verfolgen zu können oder Nahrung zu erhalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das Leben Hildegard von Bingens in einer patriarchalischen Weltordnung und legt die Zielsetzung dar, ihre Entwicklung zur Äbtissin und Seherin zu untersuchen.

2. Das Leben von Hildegard von Bingen: Das Kapitel zeichnet den Lebensweg Hildegards von ihrer Kindheit und Zeit als Inklusen auf dem Disibodenberg bis zur Gründung ihres eigenen Klosters auf dem Rupertsberg nach.

2.1 Kloster Disibodenberg: Dieser Abschnitt beschreibt die Geschichte und Bedeutung des Klosters Disibodenberg als Ausgangsort für Hildegards frühes klösterliches Wirken.

2.2 Kloster Rupertsberg: Der Text beleuchtet die Herausforderungen und den Erfolg bei der Gründung des Klosters Rupertsberg als eigenständigem Frauenkonvent.

3. Das Klosterleben nach dem benediktinischen Tagesablauf: Hier wird der strukturierte Alltag im Kloster anhand des Gebots "ora et labora" beschrieben, der den Rhythmus für Hildegard und ihre Nonnen bestimmte.

4. Stellung religiöser Frauen: Dieses Kapitel analysiert das gesellschaftliche und kirchliche Rollenverständnis von Frauen und die spezifischen Herausforderungen, denen sie im Mittelalter begegneten.

5. Von der Inklusen zur Seherin und Äbtissin: Diese Sektion untersucht den inneren und äußeren Wandlungsprozess Hildegards sowie ihr gestiegenes Selbstbewusstsein in der Leitung ihrer Konvente.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, wie Hildegard durch ihr Gottvertrauen und ihre visionäre Begabung eine beeindruckende Persönlichkeit wurde, die sich trotz widriger Umstände behaupten konnte.

Schlüsselwörter

Hildegard von Bingen, Mittelalter, Klosterleben, benediktinische Regel, Inklusen, Äbtissin, Seherin, Disibodenberg, Rupertsberg, Frauenkloster, Kirchengeschichte, Mystik, Visionen, Ordensleben, Frauenrolle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert das Leben der mittelalterlichen Mystikerin Hildegard von Bingen und ihre außergewöhnliche Entwicklung von einer jungen Inklusen hin zu einer einflussreichen und durchsetzungsstarken Äbtissin.

Welche Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die klösterliche Lebensordnung des Mittelalters, die Rolle und Stellung von Frauen in religiösen Gemeinschaften sowie die Biografie und das visionäre Wirken von Hildegard von Bingen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Gründe für den Wandel Hildegards von einem schüchternen Mädchen zu einer selbstbewussten Lichtgestalt des zwölften Jahrhunderts in einer männerdominierten Welt zu erarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Publikation verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse geschichtswissenschaftlicher Quellen, ergänzt durch religiöse und anthropologische Perspektiven zur Einordnung der historischen Person.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Stationen ihres Lebens (Disibodenberg und Rupertsberg), die Beschreibung des benediktinischen Tagesablaufs sowie die kritische Auseinandersetzung mit der Stellung religiöser Frauen im Mittelalter.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit beschreiben?

Die zentralen Schlagworte umfassen neben dem Namen der Äbtissin vor allem die Begriffe Klosterleben, Frauenkonvent, Visionen, Ordensführung und die gesellschaftliche Rolle der Frau im Mittelalter.

Warum war der Umzug vom Disibodenberg zum Rupertsberg für Hildegard von so großer Bedeutung?

Der Umzug war ein entscheidender Schritt zur Emanzipation des Frauenkonvents von der männlichen Vorherrschaft des alten Klosters und zur Sicherung der organisatorischen Unabhängigkeit Hildegards.

Wie verhielt sich Hildegard gegenüber kirchlichen Autoritäten in Krisenzeiten?

Hildegard bewies große Standhaftigkeit, etwa im Konflikt um die Beisetzung eines Exkommunizierten, wo sie beharrlich ihre ethische Überzeugung über kirchliche Verbote stellte.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Hildegard von Bingen. Von der Inklusen zur Seherin und Äbtissin
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
3,0
Autor
Clemens Wandke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
13
Katalognummer
V175327
ISBN (eBook)
9783668859173
ISBN (Buch)
9783668859180
Sprache
Deutsch
Schlagworte
hildegard bingen inklusen seherin äbtissin
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Clemens Wandke (Autor:in), 2011, Hildegard von Bingen. Von der Inklusen zur Seherin und Äbtissin, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175327
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  13  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum