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Musik in der DDR der 70er Jahre

Titel: Musik in der DDR der 70er Jahre

Seminararbeit , 2008 , 9 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Elli H. (Autor:in)

Pädagogik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Einleitung

Wenn man sich mit der Geschichte der Deutschen Demokratischen Republik auseinandersetzt, wird deutlich, dass überwältigend viele Bereiche des gesellschaftlichen Lebens auf die eine oder andere Art staatlicher Kontrolle unterlagen, wie auch der Bereich der Kunst, der so genannten Unterhaltungskunst und damit der populären Musik.
In der vorliegenden Arbeit möchte ich mich auf einen Teil der Entwicklung der Rockgeschichte der Deutschen Demokratischen Republik konzentrieren. Die Rockmusik der DDR in den 70´er Jahren inmitten ihrer Gratwanderung zwischen Förderung und Reglement soll aufgezeigt werden.
Dabei wird auf zwei Schwerpunkte Wert gelegt. Zunächst einmal wird es um die Musik an sich – seit den siebziger Jahren in erster Linie Rock- und Popmusik – und ihre Bedeutung im Leben Jugendlicher und die Möglichkeit jugendlicher Identifikation bzw. Integration gehen. Zum anderen verweise ich darauf, wie unter der Einflussnahme der Politik und des Staates Musik gelenkt und überwacht werden sollte.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kultur- und Jugendpolitik

3. Musikszene der siebziger Jahre

3.1. Die bekanntesten Bands

(Renft, Karussell, Puhdys, City)

3.2. Ostrock und Staatsdoktrin

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung der Rockmusik in der Deutschen Demokratischen Republik während der siebziger Jahre und beleuchtet dabei das Spannungsfeld zwischen staatlicher Lenkung, ideologischer Überwachung und dem Bedürfnis der Jugend nach Identifikation und kultureller Abgrenzung.

  • Stellenwert der Kultur- und Jugendpolitik in der DDR
  • Die Rolle der Rockmusik als Identifikationsmedium für Jugendliche
  • Einfluss staatlicher Institutionen und Zensurmechanismen auf Musiker
  • Entwicklung und Bedeutung einflussreicher Bands der Ostrockszene
  • Der Konflikt zwischen staatlichem Anspruch und gelebter Jugendkultur

Auszug aus dem Buch

3.1. Bekannteste/ einflussreichste Bands

In 40 Jahren DDR Musikgeschichte zwischen 1949 und 1990 entwickelten sich, ebenso wie in der Bundesrepublik, zahlreiche Musikströmungen: Rock, Beat, Schnulzen und Volksmusik, Militärmärsche, Orchester- und Vokalmusik und Punk.

Musikalisch gesehen war die DDR ein Land wie jedes andere in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert. Auf den zweiten Blick ist zu erkennen, was die DDR von anderen Ländern dieser Zeit unterschied und warum sie gewissermaßen immer ihren eigenen Weg ging. Der Hörfunk der DDR spielte im Verhältnis von 60:40, politisches Liedgut und war - anders als im Westen - schon von der Kinderkrippe an präsent. Außerdem mussten die Musiker einer Band eine musikalische Ausbildung durchlaufen haben, ehe sie "losrocken" oder professionell musizieren konnten. Wie schon kurz erwähnt, war Ende der Sechziger einiges in Bewegung geraten, sei es gesellschaftlich und kulturell. Eine Jugend – Revolution hatte in der westlichen Welt die kulturellen Grundwerte ins Wanken gebracht. Es war also die 68er Generation, die tatsächlich an den Grundpfeilern der Gesellschaft rüttelte. 4

Im Juni 1967 wurde in Westberlin der Student Benno Ohnesorg erschossen, Rudi Dutschke, ein Studentenführer wurde ebenfalls Opfer eines Attentats. Ein Großteil der antiautoritären Revolutionäre fing an, sich zu radikalisieren, was ebenfalls an der sich stärkenden RAF zu sehen war. In Ostberlin wurden die Musiker der Band „Wurzel aus minus Vier“ und Toni Krahl, der später als Sänger von „City“ bekannt wurde, wegen staatsgefährdender Hetze zu Gefängnisstrafen verurteilt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Spannungsfeld zwischen staatlicher Kontrolle und der Entwicklung der populären Rockmusik in der DDR ein und definiert die Schwerpunkte der Untersuchung.

2. Kultur- und Jugendpolitik: Dieses Kapitel beschreibt den ideologischen Rahmen der DDR-Kulturpolitik und die anfängliche Skepsis des Staates gegenüber westlichen Musikströmungen wie der "Beatwelle".

3. Musikszene der siebziger Jahre: Der Hauptteil analysiert die Entwicklung der Musiklandschaft, die Rolle prägender Bands und die harte Konfrontation zwischen Rockmusikern und der Staatsdoktrin.

3.1. Die bekanntesten Bands (Renft, Karussell, Puhdys, City): Dieses Kapitel beleuchtet spezifische Bands und deren Stellenwert innerhalb der ostdeutschen Rocklandschaft sowie deren Rezeption beim Publikum.

3.2. Ostrock und Staatsdoktrin: Hier wird der Prozess der staatlichen Einstufung, Zensur und Überwachung von Musikern und deren Auswirkung auf das Verhältnis zur Staatsgewalt erläutert.

4. Schluss: Das Fazit resümiert das Scheitern des Versuchs, Jugendkultur staatlich zu planen, und unterstreicht die Rolle der Musik als Ausdruck jugendlicher Identitätsfindung.

Schlüsselwörter

DDR, Rockmusik, Ostrock, Jugendkultur, Kulturpolitik, Staatsdoktrin, Zensur, Puhdys, Karussell, Renft, Sozialismus, Identifikation, Generationenkonflikt, Unterhaltungskunst, DDR-Geschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Geschichte der Rockmusik in der DDR in den 1970er Jahren und untersucht, wie dieses Genre zwischen staatlicher Förderung und politischer Reglementierung existierte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit deckt die Bereiche DDR-Kulturpolitik, die Entwicklung der Rockmusikszene, staatliche Überwachung und Zensur sowie die soziokulturelle Bedeutung der Musik für die Jugend ab.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Rockmusik in der DDR sowohl zur jugendlichen Identitätsbildung beitrug als auch als Medium für politische Spannungen und staatliche Überwachung fungierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Auswertung kulturpolitischer Dokumente sowie zeitgenössischer Quellen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der kulturpolitischen Rahmenbedingungen, die Vorstellung prägender Bands und eine detaillierte Auseinandersetzung mit der staatlichen Einflussnahme auf Rockmusiker.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind DDR-Rock, Staatsdoktrin, Jugendkultur, Zensur und die Transformation von Musik als Ausdruck des Generationenkonflikts.

Warum war das Verhältnis zwischen Staat und Rockmusik so angespannt?

Da Rockmusik westliche Wurzeln hatte und als Ausdruck von Individualität und Opposition verstanden wurde, misstraute der DDR-Staat ihr und fürchtete den Verlust der Kontrolle über die Jugend.

Welche Rolle spielten "systemkonforme" Bands aus Sicht der Jugendlichen?

Jugendliche lehnten Bands ab, die als systemkonform galten, da diese als "künstlich" und als Werkzeuge des Staates zur Profitmaximierung wahrgenommen wurden, anstatt authentische Energie zu vermitteln.

Wie versuchte der Staat, die Musikszene zu kontrollieren?

Durch Kommissionen zur Konzertberechtigung, Lektorate von Liedtexten und durch die Überwachung durch das Ministerium für Staatssicherheit wurden Musiker und Bands bei ideologischen Abweichungen sanktioniert.

Welches Fazit zieht der Autor bezüglich der staatlichen Planung von Jugendkultur?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass das Projekt, die Jugend und ihre Kultur durch staatliche Vorgaben zu steuern, gescheitert ist, da Popularität und Geschmack nicht verordnet werden können.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Musik in der DDR der 70er Jahre
Hochschule
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig
Note
2,0
Autor
Elli H. (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
9
Katalognummer
V175342
ISBN (eBook)
9783640962266
ISBN (Buch)
9783640962556
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Musik DDR Jugend
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Elli H. (Autor:in), 2008, Musik in der DDR der 70er Jahre, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175342
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Leseprobe aus  9  Seiten
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