Die transkulturelle Intelligenz bezeichnet eine Erkenntnis, die das Kulturelle, das im Wege der Sozialisierung und Konditionierung entstanden und im Mentalbereich gespeichert ist und gleichermaßen die Basis unseres Weltbildes und unserer Wahrnehmung bildet, transzendiert. Die interkulturelle Forschung, sowie die Erkenntnis Weiser, wie J. Krishnamurti und Philosophen, wie Heidegger, haben den Mentalbereich und dessen Funktion ähnlich beschrieben. Die diesem Bereich entsprechende Intelligenz könnte man als kulturrelativ bezeichnen. Würde man die Bewusstseinsarchitektur eines global Agierenden kartieren, wie ich es im Transcultural Profiler unternommen habe, so entspräche dies nur einem Teilbereich der „psychologischen Infrastruktur“ des global Agierenden und zwar den Bereichen der physischen und der psychologischen Kultur. Doch das Bewusstsein ist umfassender als dieser Bereich. Siehe die Modellierung inklusive Legende in diesem Buch, die zusätzlich zur physischen und psychologischen Kultur auch den diese transzendierenden potentiellen transkulturellen Bewusstseinsbereich - der eine höhere Bewusstseinsebene ist -, deren Bewusstheit es zu realisieren gilt, einschließt, mit dem Ziel, das transkulturelle Bewusstsein mit seiner dort residierenden transkulturellen Intelligenz als Ressource für die Optimierung der Beherrschung der Multidimensionalität und der Komplexität des globalen Managements zu erschließen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung: Die Raison d’Etre eines ganzheitlichen inter-transkulturellen Paradigmas als sine qua non einer umfassenden kulturellen Potentialität – einer ganzheitlichen inter-transkulturellen Intelligenz höherer Ordnung mit optimierter Performance
Kartierung des globalen Managerbewusstseins
Ein holistisches Intelligenzmodell
Stufen der kulturellen Intelligenz
2. Transkulturelle Evidenz der transkulturellen Intelligenz
Altgriechenland
Südasien
Ostasien
Südostasien
Christentum
Westliche Wissenschaftskultur
3. Transdisziplinäre erkenntnistheoretische Evidenz für die transkulturelle Intelligenz des transkulturellen Bewusstseins
Das Komplementaritätsprinzip Niels Bohrs
Die Heisenbergsche Unschärferelation
Die Doppelhelix der DNA
Das neurophysiologische Prinzip der funktionellen Subordination
Das neurophysiologische Prinzip der strukturellen Integration
Die psychosomatische Dualität
Die ganzheitliche noetisch-psycho-somatische Struktur des Menschen
Das Dao der Kultur
Die quantenkulturelle Axiomatik und der quantenkulturelle Effekt
4. Der Kulturmanagement Impact des transkulturellen Intelligenz des transkulturellen Bewusstseins
Die quantenkulturelle Axiomatik oder die Quantenkultur
Kulturelle Energetik: der Potentialisierungs- Aktualisierungsdynamismus
Die Logik der Bewusstseinsintegration versus der -abspaltung
Die inter-transkulturelle Integration als Refugium und Hort der Freiheit
Phylogenese und Universalkultur
Die kulturelle Lingua Franca des 3. Millenniums
Kulturelle Kybernetik: der „Kulturelle Autopilot“
Die inter-transkulturelle Integration und die psychophysische Integration des Menschen
Die Integration des Bewusstseins als Integration der Welt
360° transkulturelle Synergie
5. Managementinstrumente der inter- und der transkulturellen Intelligenz
Dreißig Management Instrumente
6. Bilinguales Deutsch-Englisches Referenzwörterbuch der inter- und der transkulturellen Intelligenz
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Erschließung des transkulturellen Bewusstseins als innovative globale Managementressource, um die Multidimensionalität und Komplexität im globalen Management besser zu beherrschen. Die Forschungsfrage untersucht dabei, wie durch ein ganzheitliches, transdisziplinäres Paradigma eine „transkulturelle Intelligenz“ entwickelt werden kann, die über das klassische interkulturelle Management hinausgeht und eine hierarchisch-integrative Steuerung des Bewusstseins ermöglicht.
- Entwicklung eines holistischen, 12-dimensionalen Intelligenzmodells (DOME-12D)
- Integration erkenntnistheoretischer Prinzipien aus Quantenphysik und Neurophysiologie in das Kulturmanagement
- Synthese von interkultureller Forschung und Bewusstseinsforschung
- Etablierung eines bilingualen Referenzwörterbuchs für inter- und transkulturelle Intelligenz
Auszug aus dem Buch
Die inter-transkulturelle Integration als Refugium
Wenn das Bewusstsein sich von den Fesseln der sozialen Konditionierung löst, tritt es in einen weiten Raum ein, einen Raum, in dem alles Potentialität ist und von dem die psychischen Aktivitäten ausgehen und durch den sie bedingt sind. Dieser Raum ist transzendent und immanent. Er transzendiert die psychologische Architektur und manifestiert sie.
Das Inter- und Transkulturelle kann als ein energetischer Dynamismus mit den Polen Potentialisierung und Aktualisierung verstanden werden. Es kann mit einer Leinwand vor der Projektion von Szenarien verglichen werden. Es ist nicht Bewusstsein von, sondern Bewusstsein pur, wie es südasiatische Weisheitslehren formuliert haben. In dem Maße, wie es sich involviert, treten die Phänomene in Erscheinung. Folgt der Interkulturalist seinem Bewusstseinsstrom stromaufwärts, der Quelle entgegen, so löst er sich von dem kulturellen Korsett, das ihm Stütze verleiht, aber auch Einengung erzeugt. Auf diesem Weg kann er sich von allen seinen Programmierungen lösen und den denkbar höchsten Grad menschlicher Freiheit erlangen; sein ureigenes Geburtsrecht der Freiheit wiedergewinnen, das unkäuflich und unveräußerlich ist.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Die Raison d’Etre eines ganzheitlichen inter-transkulturellen Paradigmas als sine qua non einer umfassenden kulturellen Potentialität – einer ganzheitlichen inter-transkulturellen Intelligenz höherer Ordnung mit optimierter Performance: Das Kapitel führt in das Konzept der transkulturellen Intelligenz ein und postuliert die Notwendigkeit eines ganzheitlichen, transkulturellen Paradigmas für das globale Management.
2. Transkulturelle Evidenz der transkulturellen Intelligenz: Hier werden historische und philosophische Konzepte aus verschiedenen Hochkulturen zusammengetragen, die eine transkulturelle Intelligenz als komplementäre Ergänzung zum interkulturellen Wissen nahelegen.
3. Transdisziplinäre erkenntnistheoretische Evidenz für die transkulturelle Intelligenz des transkulturellen Bewusstseins: Dieses Kapitel verknüpft Erkenntnisse aus Naturwissenschaften wie Quantenphysik und Neurophysiologie, um die theoretische Basis für ein integratives transkulturelles Bewusstsein zu schaffen.
4. Der Kulturmanagement Impact des transkulturellen Intelligenz des transkulturellen Bewusstseins: Es wird untersucht, wie die transkulturelle Intelligenz konkret im Management eingesetzt werden kann, um kulturelle Prozesse aktiv zu steuern und Synergien zu schaffen.
5. Managementinstrumente der inter- und der transkulturellen Intelligenz: Das Kapitel präsentiert konkrete Instrumente und Strategien, die Managern dabei helfen, transkulturelle Kompetenzen im Arbeitsalltag praktisch anzuwenden.
6. Bilinguales Deutsch-Englisches Referenzwörterbuch der inter- und der transkulturellen Intelligenz: Ein umfassendes Glossar, das die interkulturelle Fachterminologie definiert und ins Deutsche sowie Englische übersetzt.
Schlüsselwörter
Transkulturelle Intelligenz, transkulturelles Bewusstsein, Kulturmanagement, interkulturelle Kompetenz, DOME-12D-Modell, Potentialisierung, Aktualisierungsdynamismus, Noetik, holistisches Management, Kulturrelativismus, transdisziplinäre Forschung, Bewusstseinsarchitektur, globale Führung, Synergiepotentiale.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Systematisierung einer „transkulturellen Intelligenz“, die über rein interkulturelle Ansätze hinausgeht und eine ganzheitliche Steuerung von kulturellen Prozessen im globalen Management ermöglicht.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen Bewusstseinsforschung, Kulturmanagement, neurophysiologische Grundlagen der Steuerung, erkenntnistheoretische Axiome der Quantenphysik und deren Anwendung auf kulturelle Prozesse.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Erschließung des transkulturellen Bewusstseins als Ressource für global Agierende, um Komplexität und kulturelle Herausforderungen durch eine höhere Integrationsleistung des Geistes erfolgreich zu bewältigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor verwendet eine transdisziplinäre Methode, die Konzepte aus den Naturwissenschaften, der Psychologie und verschiedenen Weltphilosophien in Form von Metaphern und Modellen auf das Kulturmanagement überträgt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretische Herleitung der transkulturellen Intelligenz, deren Evidenz in verschiedenen Kulturen sowie deren Auswirkungen auf Managementinstrumente und die Entwicklung von Führungskräften.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Neben transkultureller Intelligenz und Bewusstsein sind Begriffe wie Synergie, DOME-12D-Modell, Potentialisierung und kulturelle Kybernetik zentral.
Was bedeutet das "DOME-12D"-Modell?
Es handelt sich um ein 12-dimensionales Modell, das eine architekturalen Metapher für die Bewusstseinsstruktur eines global agierenden Managers bietet, um alle Ebenen – vom Physischen bis zum Kosmischen – zu integrieren.
Warum ist das "Dao der Kultur" für den Autor wichtig?
Das Dao dient als Metapher für das höchste Prinzip, das die Einheit hinter der Vielfalt symbolisiert und somit den Schlüssel zur Integration verschiedener kultureller Positionen liefert.
Welche Bedeutung haben "360° transkulturelle Synergie"?
Sie beschreiben einen Zustand, in dem ein Manager durch die Integration verschiedener Sichtweisen Konflikte auflösen und kreative Alternativen schaffen kann, die über das bloße Kompromiss-Denken hinausgehen.
- Arbeit zitieren
- D.E.A./UNIV. PARIS I Gebhard Deissler (Autor:in), 2011, Die kulturelle und die transkulturelle Intelligenz - Cultural And Transcultural Intelligence , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175362