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Der Begriff der Integration aus soziologischer Perspektive

Eine beispielhafte Darstellung von Theorien und Problemstellungen

Titel: Der Begriff der Integration aus soziologischer Perspektive

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 24 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Sebastian Kuschel (Autor:in)

Soziologie - Allgemeines und Theorierichtungen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit soll dazu dienen, aufzuzeigen, mit welchen theoretischen Ansätzen sich die Soziologie mit dem Thema der Integration insbesondere in Bezug auf Migranten und ethnische Minderheiten auseinandergesetzt hat und dies weiterhin tut.

Mit dem Verweis auf klassische Vertreter der Soziologie sollen die modernen wissenschaftlichen Integrationsdebatten erläutert werden.
Dabei ist prioritär, dass zunächst die wichtigsten Begrifflichkeiten definiert werden. Es sollen zudem sowohl Chancen als auch mögliche Probleme bei der Aufnahme von Fremden in eine bestehende funktional differenzierte Gesellschaft aufgezeigt werden.

Zum Schluss wird dabei vor allem auf den modernen Nationalstaat (wie z.B. die Bundesrepublik Deutschland) und auf die Rolle der Europäischen Union als ein Primärziel aktueller Migrationsbewegungen eingegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A Integration als Zankapfel im gesellschaftlichen Diskurs und in der Politik

B Theoretische Grundlagen und Definition der Begriffe

1. Die Auseinandersetzung mit „dem Fremden“

2. Der soziologische Begriff der Integration

C Möglichkeiten und Gefahren bei der Aufnahme von Fremden

1. Chancen

2. Gefahren

D Integration im modernen Nationalstaat

1. Ausgrenzung von Fremden in der Moderne

2. Geteilte Werte als Basis des Zusammenhalts?

- Die Frage nach der Leitkultur

E Die integrative Rolle der Europäischen Union

1. Wahrung der Werte trotz Flüchtlingsstrom?

2. Anerkennung Europas als Einwanderungskontinent

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit analysiert den soziologischen Integrationsbegriff und beleuchtet die damit verbundenen gesellschaftlichen Chancen und Herausforderungen in modernen Nationalstaaten. Im Fokus steht dabei die Untersuchung, wie eine funktional differenzierte Gesellschaft mit dem Phänomen der Fremdheit umgeht und welche Rolle der Nationalstaat sowie die Europäische Union in diesen Prozessen spielen.

  • Theoretische Fundierung des soziologischen Integrationsbegriffs (Simmel, Park, Esser).
  • Analyse der Chancen und Gefahren bei der Aufnahme von Fremden in Aufnahmegesellschaften.
  • Diskussion über Identität, geteilte Werte und die Debatte um eine deutsche Leitkultur.
  • Bewertung der Rolle der Europäischen Union in Bezug auf Migrationsbewegungen und Wertevermittlung.

Auszug aus dem Buch

1. Die Auseinandersetzung mit „dem Fremden“

Obwohl schon seit Jahrzehnten wissenschaftliche Debatten über Integration geführt werden, ist keine einheitliche Definition auszumachen. Zu erwähnen ist zunächst die Auseinandersetzung mit „dem Fremden“ an sich, den Simmel als den „der heute kommt und morgen bleibt“4 bezeichnet. Bedeutend ist vor allem Simmels Erkenntnis, dass uns der Fremde zu einem bestimmten Grad nah sein muss, um ihn überhaupt wahrnehmen zu können; er ist also „Element der Gruppe selbst“.5 Für ihn ist der Fremde zu einem bestimmten Grad objektiv und besitzt eine gewisse Freiheit, da er in sich „Ferne und Nähe, Gleichgültigkeit und Engagiertheit“6 vereint. Insofern kann uns der Fremde auf bestimmten Ebenen nah sein, insofern wir Gleichheiten „sozialer, berufsmäßiger oder allgemein menschlicher Art zwischen ihm und uns“7 ausmachen können. Wenn dies wiederum nicht der Fall ist, bleibt uns der Fremde fern. Als Glied der Gruppe selbst ist er „zugleich nah und fern“8, wobei aber gerade das Nicht-Gemeinsame betont wird. Deswegen werden Fremde „eigentlich nicht als Individuen, sondern als die Fremden eines bestimmten Typus überhaupt empfunden“9, was relativ einleuchtend ist, da auch heute Individuen häufig undifferenziert „den Türken“ oder „den Russen“ zugeordnet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

A Integration als Zankapfel im gesellschaftlichen Diskurs und in der Politik: Einleitende Darstellung der aktuellen, oft emotionalen Integrationsdebatte in Deutschland, geprägt durch politische Zitate und die Problematik gesellschaftlicher Tabus.

B Theoretische Grundlagen und Definition der Begriffe: Auseinandersetzung mit soziologischen Klassikern wie Simmel, Park und Schütz, um das Konzept des "Fremden" sowie den modernen Integrationsbegriff nach Esser zu definieren.

C Möglichkeiten und Gefahren bei der Aufnahme von Fremden: Untersuchung der ökonomischen und sozialen Potenziale (Chancen) sowie der Risiken wie Parallelgesellschaften, Akkulturationsstress und Diskriminierung.

D Integration im modernen Nationalstaat: Analyse der Rolle des Nationalstaats bei der Ausgrenzung von Fremden und kritische Auseinandersetzung mit dem Konzept der "Leitkultur" und des Wertenormensystems.

E Die integrative Rolle der Europäischen Union: Reflexion über die EU als Akteurin in der Flüchtlingspolitik, die Ambivalenz zwischen propagierten Werten und restriktiver Migrationspolitik sowie die Vision eines "Weltbürgertums".

Schlüsselwörter

Integration, soziologische Perspektive, Fremdheit, Nationalstaat, Europäische Union, Migration, Sozialintegration, Systemintegration, Leitkultur, Akkulturation, Assimilation, Diskriminierung, Identität, Wertekanon, Flüchtlingspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Begriff der Integration aus soziologischer Sicht und beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Einwanderung und dem gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland sowie Europa.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit befasst sich mit theoretischen Definitionen von Integration, den Chancen und Risiken durch Zuwanderung, der Rolle von Werten und Leitkultur sowie der Migrationspolitik der EU.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Soziologie den Prozess der Integration konzeptualisiert und welche strukturellen Probleme bei der Inklusion von Migranten in bestehende Gesellschaftssysteme entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse soziologischer Klassiker und moderner Diskursbeiträge zu Integration und Migration.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Nutzen-Risiko-Abwägung der Zuwanderung, die Analyse nationalstaatlicher Integrationsansätze und die Rolle der EU bei der Wertevermittlung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere der soziologische Integrationsbegriff, das Konzept des Fremden, System- und Sozialintegration sowie die Debatte um die europäische Einwanderungspolitik.

Wie bewertet der Autor den Begriff der „Leitkultur“?

Der Autor stützt sich auf Hartmut Esser und lehnt den Begriff der Leitkultur als Anachronismus ab, da moderne Gesellschaften eher auf abstrakten Werten wie Liberalität und Individualität basieren sollten.

Welche Rolle spielt die Europäische Union bei der Flüchtlingsproblematik?

Der Autor kritisiert die Tendenz der EU zur „Festung Europa“, die den eigenen Werten von Menschenrechten und Solidarität durch restriktive Abschottung gegenüber Flüchtlingen entgegensteht.

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Details

Titel
Der Begriff der Integration aus soziologischer Perspektive
Untertitel
Eine beispielhafte Darstellung von Theorien und Problemstellungen
Hochschule
Universität Passau
Veranstaltung
HS Bürgerrechte und soziale Inklusion
Note
1,0
Autor
Sebastian Kuschel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
24
Katalognummer
V175417
ISBN (eBook)
9783640963553
ISBN (Buch)
9783640963652
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziologie Integration Europa europäische Integration Asyl Flüchtlinge Flüchtlingsproblem Integrationspolitik Migration der Fremde internationale Migration Sozialintegration Systemintegration Neo-Rassismus Kulturrassismus Balibar Waldenfels Simmel Rassismus ohne Rassen politische Integration Ausgrenzung Integration im modernen Nationalstaat Leitkultur Multikulti Multikulturalismus offene Republik Europäische Union EU Flüchtlingsstrom Eurozentrismus Bauman Europa als Einwanderungskontinent EU-Erweiterung Weltbürgertum Elias Bach Esser Hahn Nunner-Winkler Park Schütz Sombart Zolberg
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Arbeit zitieren
Sebastian Kuschel (Autor:in), 2011, Der Begriff der Integration aus soziologischer Perspektive, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175417
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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