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Chancen und Risiken einer auf Großprojekte gestützten Strategie der Stadtentwicklung

Title: Chancen und Risiken einer auf Großprojekte gestützten Strategie der Stadtentwicklung

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 18 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Andrea Reinbold (Author)

Geography / Earth Science - Demographics, Urban Management, Planning
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Städtebauliche Großvorhaben sind zu einem beliebten Instrument der jüngeren Stadtpolitik geworden. Hierzu zählen bauliche Großprojekte aber auch die Veranstaltung von Großereignissen, die zu temporären oder oftmals auch dauerhaften Änderungen im Stadtgefüge führen. Mag seit jeher ein Zusammenhang zwischen Großereignissen und Stadtentwicklung bestehen, hat sich dieser jedoch angesichts des Strukturwandels von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft in den letzten beiden Jahrzehnten zunehmend vertieft...
Eine auf Großprojekte gestützte Strategie der Stadtentwicklung bietet zum einen die Möglichkeit, Entwicklung zu forcieren und voranzutreiben, birgt zum anderen aber neben vielen Chancen auch zahlreiche Risiken. Diese gilt es in der folgenden Arbeit anhand bestehender Diskussionen innerhalb der wissenschaftlichen Forschungsdisziplin zu filtern und einander gegenüberzustellen.

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Inhaltsverzeichnis

1 Projektorientierung in der Stadtentwicklungspolitik

2 Chancen einer auf Großprojekte gestützten Planungsstrategie

2.1 Außenwirkung

2.2 Mobilisierungswirkung

2.3 Innenwirkung

3 Risiken einer auf Großprojekte gestützten Planungsstrategie

3.1 Legitimation und Partizipation

3.2 Polarisierung und Interessenkonflikte

3.3 Haushalt und weitere Vorhaben

3.4 Zukunftsprognostik

4 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht das ambivalente Spannungsfeld zwischen den Chancen und Risiken, die sich aus einer gezielten Strategie der Stadtentwicklung durch Großprojekte und Großereignisse ergeben, und analysiert dabei die Auswirkungen auf städtebauliche Strukturen sowie demokratische Planungsprozesse.

  • Stellenwert von Großprojekten in der modernen Stadtentwicklungspolitik
  • Chancen durch Außen- und Innenwirkung sowie Mobilisierung stadtpolitischer Ressourcen
  • Risiken in den Bereichen Legitimation, Partizipation und Interessenkonflikte
  • Finanzielle Haushaltsrisiken und Auswirkungen auf andere Stadtentwicklungsvorhaben
  • Die Notwendigkeit einer kritischen Reflektion und Einbettung in Gesamtstrategien

Auszug aus dem Buch

2.1 Außenwirkung

Es kommt nicht von ungefähr, dass städtebauliche Großprojekte der Öffentlichkeit gemeinhin als „Flaggschiffe“ und „Leuchtturmprojekte“ (SIMONS 2003a, S. 14) der Stadtentwicklung verkauft werden. Sie sind zumeist Prestigeprojekte, die als politisches Instrumentarium dazu genutzt werden, gewinnorientierte Entwicklung in stadtentwicklungspolitisch bedeutsamen Arealen zu forcieren (DZIOMBA 2006, S. 68f). Die Projekte sollen dazu beitragen, das Image einer Stadt nachhaltig zu prägen, in eine neue Richtung zu lenken oder als Alleinstellungsmerkmal aus der Masse der Konkurrenz herauszuheben. Großprojekte versprechen also eine Steigerung des Bekanntheitsgrades, erhöhte Anerkennung und damit verbundene eine Verbesserung der Position in der Hierarchie der Städte und Regionen. Denn nach wie vor herrscht im regionalen wie internationalen Standortwettbewerb die beliebte Strategie vor, erfolgversprechende expandierende Unternehmen oder Organisationen mittels attraktiver Flächenangebote anzulocken und somit mittel- bis längerfristig an die Stadt zu binden.

Spektakuläre und imagewirksame Großprojekte sind dabei von Vorteil (DZIOMBA 2007, S. 17), erzeugen diese doch ohne Frage mediale Aufmerksamkeit und Bilder, die sich positiv aufladen lassen und zur Schaffung positiver Assoziationen beitragen (ALTROCK 2007, S. 719).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Projektorientierung in der Stadtentwicklungspolitik: Dieses Kapitel führt in die zunehmende Bedeutung von Großvorhaben ein, die durch den Strukturwandel verstärkt als Instrument der modernen Stadtpolitik eingesetzt werden.

2 Chancen einer auf Großprojekte gestützten Planungsstrategie: Hier werden die positiven Potenziale beleuchtet, insbesondere die Imageaufwertung, die Mobilisierung von Ressourcen und die beschleunigende Wirkung auf städtebauliche Modernisierungen.

2.1 Außenwirkung: Der Fokus liegt auf der Rolle der Projekte als „Leuchttürme“ zur Imagebildung und zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Standortwettbewerb.

2.2 Mobilisierungswirkung: Dieses Unterkapitel beschreibt die Bedeutung kooperativer Planungsformen und wie Großprojekte Investitionsanreize sowie privates Kapital in die Stadtentwicklung lenken können.

2.3 Innenwirkung: Hier wird untersucht, wie Großprojekte als Katalysatoren für den funktionalen Wandel und die Revitalisierung städtischer Flächen fungieren.

3 Risiken einer auf Großprojekte gestützten Planungsstrategie: Es wird dargelegt, dass mit den ambitionierten Zielen auch komplexe Risiken einhergehen, die bei der Planung oftmals unterschätzt werden.

3.1 Legitimation und Partizipation: Analysiert wird das Spannungsfeld zwischen geschlossenen Planungszirkeln und der notwendigen demokratischen Einbindung der Bevölkerung.

3.2 Polarisierung und Interessenkonflikte: Dieses Kapitel thematisiert die Gefahr der sozialen Ausgrenzung und die einseitige Ausrichtung auf wirtschaftlich starke Zielgruppen.

3.3 Haushalt und weitere Vorhaben: Es werden die finanziellen Risiken sowie die Verdrängungseffekte kleinerer, möglicherweise wichtigerer Stadtentwicklungsvorhaben erläutert.

3.4 Zukunftsprognostik: Abschließend werden die Schwierigkeiten bei der Vorhersehbarkeit langfristiger Projektfolgen sowie die Problematik des „Point of no Return“ diskutiert.

4 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung, die für eine sorgfältigere Planung und eine stärkere Einbettung in gesamtstädtische Konzepte plädiert.

Schlüsselwörter

Stadtentwicklung, Großprojekte, Großereignisse, Stadtpolitik, Planungsstrategie, Standortwettbewerb, Imagebildung, Governance, Bürgerbeteiligung, Legitimationsdefizit, Urban Renaissance, Infrastruktur, Stadtstruktur, Risikomanagement, Investitionspolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Strategie der Stadtentwicklung durch den Einsatz von großflächigen baulichen Projekten und Ereignissen und beleuchtet deren Ambivalenz zwischen positiven städtebaulichen Impulsen und gesellschaftspolitischen sowie finanziellen Risiken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Chancen durch Imageaufwertung und Ressourcenmobilisierung sowie die damit verbundenen Gefahren, wie Legitimationsdefizite, soziale Polarisierung und Haushaltsrisiken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die positiven Potenziale und die kritischen Aspekte von Großvorhaben aus dem wissenschaftlichen Diskurs zusammenzutragen und einander gegenüberzustellen, um Handlungsbedarfe für die zukünftige Planung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung bestehender stadtplanungsgeographischer Diskurse und Forschungsbeiträge zu den genannten Themenkomplexen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Chancen (Außen-, Innen- und Mobilisierungswirkung) und der Risiken (Legitimation, Polarisierung, Haushalt, Zukunftsprognose) von Großprojekten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Stadtentwicklung, Großprojekte, Standortwettbewerb, Bürgerbeteiligung, Risikomanagement und urbane Governance charakterisiert.

Was versteht man in diesem Kontext unter dem "Point of no Return"?

Dieser Begriff beschreibt den Moment in der Entwicklung eines Großprojektes, ab dem aufgrund bereits getätigter Investitionen eine Ausstiegsstrategie kaum noch möglich ist und das Projekt trotz sich ändernder Rahmenbedingungen vollendet werden muss.

Warum wird die Einbindung in eine Gesamtstrategie gefordert?

Die Einbettung in eine integrative Gesamtstrategie ist notwendig, um Großprojekte nicht als isolierte Insellösungen zu realisieren, sondern sie mit den Bedürfnissen der Stadtgesellschaft und anderen infrastrukturellen Notwendigkeiten in Einklang zu bringen.

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Details

Title
Chancen und Risiken einer auf Großprojekte gestützten Strategie der Stadtentwicklung
College
Humboldt-University of Berlin  (Geographisches Institut)
Course
Oberseminar Stadtentwicklung durch Großvorhaben
Grade
1,3
Author
Andrea Reinbold (Author)
Publication Year
2010
Pages
18
Catalog Number
V175434
ISBN (eBook)
9783640963829
ISBN (Book)
9783640963997
Language
German
Tags
chancen risiken großprojekte strategie stadtentwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Reinbold (Author), 2010, Chancen und Risiken einer auf Großprojekte gestützten Strategie der Stadtentwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175434
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