Entstehung und Eigenschaften Sozialer Netzwerke: Von Facebook über Myspace bis Google+

Untersuchung inklusive Fragebogen mit Auswertung


Projektarbeit, 2011
40 Seiten, Note: 2-3

Leseprobe

1. Entstehung sozialer Netzwerke

Das erste Netzwerk, besser gesagt die erste Online Community, wurde bereits 1985 unter dem Namen „The Well“ (T he W hole E arth L ectronic L ink) entwickelt.

Es wurde in San Francisco konstruiert und war die erste Online Community (Netzgemeinschaft). The Well diente als Email-, Chat- und Forendienst.

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Das erste mit heute vergleichbare soziale Netzwerk wurde von Randy Conrads 1995, also 10 Jahre später, entwickelt. Es wurde „Classmates.com“ genannt und war eine US-amerikanische Schulfreunde-Community.

Anfangs galt dieses als Community. Heute zählt es zu den sozialen Netzwerken. Es gehört zu den erfolgreichsten amerikanischen Netzwerken mit über 40 Millionen Mitgliedern (Stand 2008). Weltweit gesehen ist es jedoch wenig bekannt.

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Im Jahre 1997 wurde die Seite „SixDegrees.com“ in Betrieb genommen. Sie gilt als das erste soziale Netzwerk. Es verdankt seinen Namen dem „Six degrees of separation Prinzip“. Das bedeutet, dass jede Person im Durchschnitt sechs Schritte von jeder anderen Person auf der Erde entfernt ist.

Man konnte damals mit Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern Nachrichten schreiben, ihnen etwas mitteilen und die Verbindungen zu anderen Mitgliedern einsehen. Jedoch blieb es nur 4 Jahre online und wurde 2001 wieder vom Netz genommen.

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Das in unserem Kreis bekannte soziale Netzwerk und Community „KWICK!“ wurde 2001 als Studienprojekt von Jens Kammerer in Stuttgart gegründet.

Den Namen „KWICK!“ verdankt es der amerikanischen Serie „Die Simpsons“, genannt nach einem Supermarkt mit dem Namen „Kwik-E-Markt“.

„KWICK!“ entwickelte sich mit schnellem Tempo und durfte sich im Jahre 2004 über mehr als 100.000 Mitglieder freuen. 2 Jahre später waren es schon eine halbe Million Menschen.

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Man kann mit seinen Bekannten, Freunden und Familienmitglieder chatten, Nachrichten, bzw. etwas in ihr Gästebuch schreiben, ein Bild posten und seinen aktuellen Status mitteilen.

Im Juli 2003 wurde das Unternehmen „MySpace“ gegründet. 2005 konnte es sich über 230.000 Mitglieder pro Tag!!! erfreuen. Am 9. August 2006 durchbrachen sie die 100 Millionen Mitgliedergrenze und im Jahre 2009 erreichte die Seite eine Zahl von mehr als 267.000.00 Mitgliedern. Heute ist es eher bekannt als Musiknetzwerk und dient der Verbreitung und dem kostenlosen Anhören von Musik. Unbekannte Künstler haben dort eine Chance, auf sich aufmerksam zu machen. Auch von berühmten Künstlern kann man Lieder anhören und manchmal sogar downloaden.

Seit 2008 jedoch geht die Mitgliederzahl langsam zurück, da das Netzwerk „Facebook“ die Macht unter den Netzwerken übernommen hat.

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Das heutzutage bekannteste Netzwerk „Facebook“ wurde 2004 von Mark Zuckerberg an der Harvard Universität gegründet. Der Vorläufer davon war facemash.com. Die Seite ging im Oktober 2003 online und diente dazu, Personenfotos zu bewerten, ob „Hot or Not“. Somit wurde zu allen Bildern ein Bewertungssystem aufgebaut, das jeder einsehen konnte. Die Bilder dazu holte Mark Zuckerberg sich von anderen Webseiten ohne deren Erlaubnis. Die Besucher der Seite konnten dann die Attraktivität von 2 zufälligen Bildern bewerten. Da natürlich die Personen, die nicht so attraktiv waren, etwas gegen die Seite hatten, wurde sie schnell wieder abgeschaltet.

Mark Zuckerberg gründete am 4. Februar 2004 ein Unternehmen und entwickelte mit 3 Studenten (Eduardo Saverin, Dustin Moskovitz und Chris Hughes) die Seite „facebook.com“.

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Anfangs war sie eigentlich nur für die Harvard Universität gedacht. Jedoch durfte sie sich über schnell zunehmende Beliebtheit erfreuen. Daher wurde sie für alle Staaten der USA freigegeben. Am Anfang des Jahres 2004 wurde „facebook.com“ in andere Sprachen übersetzt (Deutsch, Spanisch und Französisch) und angeboten.

Heute sind es über 80 Sprachen. Facebook ist heute weltweit im Einsatz. Seine Vielseitigkeit macht Facebook so beliebt: Chatten, Nachrichten, Pinnwandeinträge, jemanden „anstupsen“ (virtuelles anstupsen), Applikationen, Fotoalben, Foto Verlinkungen, Spiele, Orte an denen man gerade ist, Veranstaltungen und Gruppen.

Facebook versucht auf die Interessen vieler einzugehen. 2010 hatte Facebook über 500 Millionen Mitglieder. 2011 bereits 600 Millionen. Und weiter steigt die Zahl der Mitglieder monatlich um circa 22 Millionen.

Der Anteil der Männer und Frauen ist in etwa derselbe. Die Frauen haben einen Accountanteil von 48,7 Prozent und die Männer 51,3 Prozent.

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In Deutschland sind schon über 20 Millionen Nutzer angemeldet und die Zahl steigt täglich. Seit August 2009 haben sich die Nutzer bis 2010 mehr als verdoppelt. Im Mai 2011 waren es noch 17 Millionen Mitglieder, im April 2011 waren es dann schon 20 Millionen Mitglieder. Von den weltweit angemeldeten Nutzern loggen sich die Hälfte täglich in ihren Account ein. Die meisten Nutzer sind zwischen 14 und 40 Jahren alt. Es ist also nicht nur ein Netzwerk für junge Leute sondern auch für ältere Menschen.

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Im Oktober 2005 wurde das in Deutschland weit verbreitete Studenten-Netzwerk in Berlin gestartet. Es wird „studiVZ“ genannt und ähnelt Facebook sehr, sowohl inhaltlich als auch optisch. Das einzige was betont anders ist, ist die rote Farbe. Ein besonderes Merkmal von „studiVZ“ ist das „Gruscheln“.

Die Funktion „Gruscheln“ ist nicht genau definierbar. Man kann mit dieser Funktion mit anderen Benutzern Kontakt aufnehmen. Übersetzen lässt es sich mit „grüßen“, „anstubsen“ oder „kuscheln“. Heute hat StudiVZ über 17 Millionen Mitglieder (Stand 2010).

Aufgrund des großen Erfolges wurden 2 weitere Netzwerke von den Entwicklern von 2studiVZ“ online gestellt. „schülerVZ“ (2007) und „meinVZ“ (2008) waren geboren. Wie schon „studiVZ“ konzentrierten sich die beiden Netzwerke auf den deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich und Schweiz). „schülerVZ“ besitzt 5,8 Mitglieder (Stand 2010) und „meinVZ“ 6 Millionen (Stand 2010).

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Die Funktionen der 3 Netzwerke sind im Endeffekt die gleichen, wobei „studiVZ“ mehr auf Studenten und „schülerVZ“ mehr auf Schüler spezialisiert ist. „meinVZ“ ist allgemein für jeden verfügbar, also auch für Eltern um mit ihren Kindern in Kontakt zu sein. In „schülerVZ können sich nur Schüler und in „studiVZ“ nur Studenten anmelden. Die besonderen Funktionen sind „Gruscheln“ und „Buschfunk“ (ein Twitter-ähnlicher Dienst mit 140 Zeichen, der bei allen Freunden auf der Startseite angezeigt wird).

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Zukunft:

Noch in der Entwicklung befindet sich das Netzwerk Diaspora. Es soll die gleichen Spielereien wie Facebook beinhalten, jedoch soll der Nutzer eine vollständige Kontrolle über seine Daten haben, welche er mit anderen Nutzern teilen will. Dazu werden die Daten auf persönlichen Webservern gespeichert.

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Gerade in der Beta- Version gibt es das soziale Netzwerk von Google. Es nennt sich „Google+“ Bislang konnten nur ausgewählte Nutzer das Netzwerk testen, jedoch gibt es bis jetzt nur positive Berichte. Es soll der größte Konkurrent von Facebook werden.

Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen sollen in „Circles“ (Kreise) eingeteilt werden, um entscheiden zu können, wer welche Fotos und Mitteilungen sieht.

Eine weitere neue Funktion ist „Sparks“ (Funken). Sie besteht darin, dass man immer Nachrichten zu bestimmten Themen mittgeteilt bekommt, und die Funktion des Gruppenchats. Diese Funktion gibt es in Facebook zwar schon, ist aber sehr umständlich zu erstellen. Viel Lob erhält das Netzwerk für seine graphische Gestaltung der neuen Dienste. Für die Nutzung auf Handys ist auch schon vorgesorgt. Die Google+ Applikation für Android Handys ist bereits verfügbar. Die Iphone Applikation befindet sie noch in dem Zulassungsprozess von Apple.

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2. Meist genutzte Soziale Netzwerke

Halb Deutschland ist heutzutage in sozialen Netzwerken aktiv.

Besonders in der jüngeren Generation ist die Mitgliedschaft in Communities selbstverständlich. Fast alle zwischen 14 und 40 Jahren sind Mitglied. Für sie ist ein Profil in einem sozialen Netzwerk so normal wie früher der Eintrag im Telefonbuch.

Es sind insgesamt 76 % der Internetnutzer, das sind 40 Millionen Bundesbürger, in sozialen Netzwerken angemeldet. Doch der Trend liegt dabei sich in mehreren Netzwerken anzumelden, im Schnitt 2,4.

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Weltweit sind 750 Millionen Menschen in sozialen Netzwerken angemeldet.

In Deutschland sind 47% der Internetnutzer, rund 18 Millionen und damit die meisten, auf Facebook angemeldet. Die VZ-Netzwerke ergeben zusammen rund 27% sowie das Portal Stayfriends. Danach kommt Wer-kennt-wen mit 24% der Internetnutzer.

3. Nutzung sozialer Netzwerke

Facebook bietet Zugang zu einer vielen bis vor kurzem noch unbekannten Welt namens Social Media. In dieser Welt trifft man seine Freunde nicht mehr im Café, sondern auf einer Internetseite. Hier informieren Facebook-Mitglieder ihre Freunde über ihr momentanes Leben.

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Die häufigste Nutzung der User sozialer Netzwerke sind der Austausch von Persönlichen Nachrichten, Freunde oder Bekannte suchen und Profile durchlesen, über Neuigkeiten informieren und Bilder und Videos ansehen (Umfrage). Die häufigsten Tätigkeiten bei denen die User selbst Inhalte erstellen müssen sind Diskussionen über bestimmte Themen, öffentliche Postings schreiben und seine Statusmeldungen aktualisieren und selbst Bilder oder Videos hochladen. Aber es tummeln sich hier auch immer mehr Firmen, um auf moderne Weise mit Kunden zu kommunizieren und für ihre Produkte zu werben.

Zum Beispiel BMW füttert seine Facebook-Fangemeinde mit so vielen Informationen zu neuen Modellen, dass immer mehr User Kommentare zur Marke schreiben und mit ihr befreundet sein wollen.

Oder auch Telekom setzt Facebook erfolgreich im Kundendienst ein und lässt Anfragen schnellstmöglich von Mitarbeitern beantworten.

Experten bedauern, dass viele Firmen diesem Beispiel noch nicht gefolgt sind.

US-Konzerne zeigen, dass ein intelligenter Auftritt in sozialen Netzwerken nicht nur Image fördernd sondern auch Umsatz und Gewinn fördernd sein kann. Bei der Kaffeehauskette Starbucks etwa geben bereits 31 Millionen Menschen auf Facebook an, dass sie die Firma mögen („gefällt mir“ Button). Die Kunden lieben die Marke und wollen dies mitteilen, das erzeugt eine Art Sogwirkung. Nicht zuletzt wegen des Erfolgs in den sozialen Netzen konnte Starbucks seinen Gewinn im vergangenen Jahr auf 946 Millionen Dollar mehr als verdoppeln.

In Amerika ist es sogar richtig angesagt sein Unternehmen auf Facebook zu präsentieren. Ein Drittel der US-Firmen sind auf Facebook präsent, manche Unternehmen erregen sogar International aufsehen mit der Folge, dass sich die Kunden intensiv mit dem Produkt beschäftigen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die inzwischen gestoppte „Whopper Sacrifice“ Aktion der Fast-Food-Kette Burger King. Das Prinzip war folgendes: kündige zehn Freunden die Freundschaft und du bekommst einen gratis Whopper. Ziemlich Banal aber wirkungsvoll, zigtausende haben ihre Kontaktlisten entleert, bis Facebook selbst das Ganze beendete.

Es gibt sogar diverse Seiten auf denen man sich Tipps holen kann wie man Facebook für sein Unternehmen nutzen kann.

Sogar die Polizei in Hamburg und in Nordrhein-Westfahlen nutzt Facebook und andere soziale Netzwerke für Fahndungen. Immer mehr Menschen streiten ab auf dem Bild eines Blitzers wegen zu schnellem Fahren abgebildet zu sein. Statt mühselig diese Personen vorzuladen oder Beamte zum Wohnort des Täters zwecks optischem Abgleich zu schicken, nutzt die Polizei das, was öffentlich zugänglich und über Facebook & Co im Internet verfügbar ist. Diese Nutzung ist auch keineswegs illegal oder datenschutzrechtlich bedenklich und mit sicherer Wahrscheinlichkeit dürfte der Facebook-Abgleich auch in anderen Bundesländern eine gängige Fahndungsmethode sein. Erst vor wenigen Tagen wurde darüber berichtet, dass Facebook außerdem eine Gesichtserkennung aktualisiert hat. Damit lassen sich auf hoch geladenen Bildern Personen erkennen, die in anderen Bildern ebenfalls auftauchen. So werden beispielsweise von einem Bild mit drei Personen, die jeweils eigene Nutzerprofile bei Facebook haben, automatisch Links zu diesen Profilen erstellt und das obwohl nur einer dieses Bild hoch geladen hat. So wäre es möglich, dass die Polizei sogar von Leuten die nicht angemeldet sind Profile erstellen kann. Diese Art der Fahndung ist zwar gut um Straftäter einer Ordnungswidrigkeit oder einer Straftat zu überführen aber will man wirklich so leicht gefunden werden?

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Ende der Leseprobe aus 40 Seiten

Details

Titel
Entstehung und Eigenschaften Sozialer Netzwerke: Von Facebook über Myspace bis Google+
Untertitel
Untersuchung inklusive Fragebogen mit Auswertung
Note
2-3
Autoren
Jahr
2011
Seiten
40
Katalognummer
V175496
ISBN (eBook)
9783640964673
ISBN (Buch)
9783640964932
Dateigröße
1903 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Entstehung von vielen Netzwerken, ihre Eigenschaften, Vorteile, Nachteile, Gefahren... Fragebogen: 160 befragte Schüler mit Auswertung
Schlagworte
soziale, netzwerke, entstehung, eigenschaften, fragebogen, auswertung, facebook, myspace, google+
Arbeit zitieren
Fabian Kuschke (Autor)Fabian Hoss (Autor), 2011, Entstehung und Eigenschaften Sozialer Netzwerke: Von Facebook über Myspace bis Google+, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175496

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