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Die Gemeinwesenarbeit (GWA)

Exemplarische Theorieansätze der Sozialen Arbeit

Title: Die Gemeinwesenarbeit (GWA)

Term Paper , 2009 , 18 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Florian Gotthardt (Author)

Social Work
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1. Einleitung
Was ist unter gemeinwesenorientierter bzw. sozialraumorientierter Sozialer Arbeit, abgekürzt
Gemeinwesenarbeit (GWA), zu verstehen? Mit welchen Begriffen ist diese untrennbar verbunden und welche Formen existierten früher auch und finden heute keine Anwendung mehr? Warum werden die Methoden der damaligen GWA heute teilweise eher kritisch betrachtet? Was beinhaltet die Gemeinwesenarbeit und welche Bedeutung hat sie für die Soziale Arbeit und für die Gesellschaft? Die vorliegende Hausarbeit soll versuchen, eine Antwort auf diese Fragen zu geben unter Zuhilfenahme verschiedener Quellen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Entstehung und Entwicklung der Gemeinwesenarbeit

2.1 Entstehung der Sozialen Frage

2.2 Settlement-Bewegung

2.3 Dritte Methode der Sozialarbeit

3. Formen der Gemeinwesenarbeit

3.1 Wohlfahrtsstaatliche Gemeinwesenarbeit

3.2 Integrative Gemeinwesenarbeit

3.3 Aggressive Gemeinwesenarbeit

3.4 Katalytisch-aktivierende Gemeinwesenarbeit

3.5 Integrative, lebensweltliche Gemeinwesenarbeit als Netzwerk

4. Heutige Gemeinwesenarbeit

4.1 Gemeinwesenarbeit als Gemeinwesennetzwerk

4.2 Intermediarität

4.2.1 Direkter Kontakt mit Klient (Mikroebene)

4.2.2 Bearbeitungsebene in der Verwaltung (Mesoebene)

4.2.3 Entscheidungsebene der Politik (Makroebene)

4.3 Sozialraumentwicklung

4.4 Stadtteilmanagement

4.4.1 Die gesellschaftspolitische Herausforderung.

4.4.2 Die politische Annäherung an das Quartier

4.4.3 Stadtteilmanagement als Qualitätsbegriff

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Definition, der historischen Entwicklung sowie den verschiedenen Ausprägungen der Gemeinwesenarbeit (GWA) in Deutschland. Ziel ist es, die Bedeutung dieser Methode für die Soziale Arbeit und die Gesellschaft zu beleuchten, aktuelle Ansätze wie das Stadtteilmanagement kritisch zu hinterfragen und die Herausforderungen durch neoliberale Sparpolitik im Kontext sozialer Brennpunkte aufzuzeigen.

  • Historische Herleitung der GWA aus der Settlement-Bewegung
  • Differenzierung verschiedener GWA-Formen (von wohlfahrtsstaatlich bis aggressiv/aktivierend)
  • Die Rolle der Intermediarität und Vernetzung auf Mikro-, Meso- und Makroebene
  • Sozialraumentwicklung als Ansatz zur Bekämpfung von Segregation und Armut
  • Kritische Reflexion über die heutige Praxis im Spannungsfeld von Aktivierung und Sparzwängen

Auszug aus dem Buch

3.3 Aggressive Gemeinwesenarbeit

Die aggressive GWA wartet im Gegensatz zur Integrativen GWA nicht darauf, daß eine Mehrheit der BewohnerInnen im Einzugsgebiet selbstständig die Notwendigkeit einer sozialen oder politschen Aktion erkannt hat. Sie zielt sowohl auf eine Veränderung von Kräfteverhältnissen und Machtstrukturen innerhalb eines Wohnquartiers durch solidarischen Zusammenschluß von Minderheiten als auch auf gerechte Verteilung von Macht und Herrschaft und sich daraus ergebende Veränderungen des gesellschaftlichen Systems. Erreicht werden sollen diese Ziele durch die Organisation der Arbeiterklasse. Es wird davon ausgegangen, daß diese am ehesten für Veränderung zu mobilisieren ist, da sie am fühlbarsten an bestimmten sozialen Bedingungen leidet. Die Aktionsformen der aggressiven GWA inkludieren- im Gegensatz zu den vorherigen- auch sogenannte disruptive Taktiken. Damit ist gemeint, daß das System an seiner üblichen kontinuierlichen Arbeit gehindert werden soll. Es gehört zu den Methoden, die Verletzung der Verkehrssitten oder sogar der gesetzlichen Norm in Form von Demonstrationen, Steuerstreik oder öffentlichem Ungehorsam zu organisieren.

Kritisiert wird an diesem Ansatz, daß er die politische Apathie der Bevölkerung unter- und die Möglichkeiten, Minderheiten in Stadtteilen so zu organisieren, daß sie sich auf breiter Basis strategisch geschickt für Ihre Interessen einsetzen, überschätzt. Die aggressive Gemeinwesenarbeit war linksextremistisch und antikapitalistisch ausgerichtet und hatte kein großes Interesse an der Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen wie Ämtern und Behörden. Die Erkenntnis, daß man ohne regen Kontakt zu den übergeordneten Instanzen nicht weit kommt, führte im Laufe der Jahre dazu, daß diese extreme Form der Gemeinwesenarbeit heute nicht mehr existiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit stellt die grundlegende Forschungsfrage nach dem Wesen, der Bedeutung und der kritischen Betrachtung der Methoden der Gemeinwesenarbeit innerhalb der Sozialen Arbeit.

2. Entstehung und Entwicklung der Gemeinwesenarbeit: Dieses Kapitel erläutert die Wurzeln der GWA in der "Sozialen Frage" des 19. Jahrhunderts und der Settlement-Bewegung als frühe Antwort auf gesellschaftliche Notstände.

3. Formen der Gemeinwesenarbeit: Es werden verschiedene methodische Ansätze wie die wohlfahrtsstaatliche, integrative, aggressive sowie die katalytisch-aktivierende GWA systematisch dargestellt und in ihrem Kontext beschrieben.

4. Heutige Gemeinwesenarbeit: Der Fokus liegt auf aktuellen Konzepten der Vernetzung, der Intermediarität zwischen Klienten und Behörden sowie der Rolle von Sozialraumentwicklung und Stadtteilmanagement.

5. Fazit: Das Fazit resümiert die Entwicklung der GWA und warnt vor der zunehmenden Aushöhlung durch neoliberale Sparzwänge, die eine effektive soziale Arbeit vor Ort massiv gefährden.

Schlüsselwörter

Gemeinwesenarbeit, GWA, Soziale Arbeit, Settlement-Bewegung, Sozialraumentwicklung, Stadtteilmanagement, Vernetzung, Intermediarität, Armut, Soziale Brennpunkte, Bürgerbeteiligung, Selbsthilfe, Segregation, Neoliberalismus, Aktivierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Einordnung und den praktischen Anwendungsformen der Gemeinwesenarbeit (GWA) in der deutschen Sozialen Arbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Genese der GWA, unterschiedliche methodische Ansätze zur Quartiersarbeit und die aktuelle Bedeutung von Stadtteilmanagement und Bürgerbeteiligung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Entwicklung der GWA nachzuvollziehen, aktuelle Ansätze zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, welchen Herausforderungen Sozialarbeiter heute durch politische Einsparvorgaben gegenüberstehen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Konzepte und Ansätze der Gemeinwesenarbeit miteinander in Beziehung setzt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die Differenzierung verschiedener GWA-Modelle, die heutige Praxis der Vernetzung und die Herausforderungen in modernen sozialen Brennpunkten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Gemeinwesenarbeit, Sozialraumentwicklung, Stadtteilmanagement, Vernetzung, Armut und Bürgerbeteiligung.

Warum existiert die "aggressive GWA" heute nicht mehr?

Der Ansatz scheiterte laut Autor an seiner antikapitalistischen Ausrichtung und der mangelnden Kooperationsbereitschaft mit staatlichen Institutionen, ohne die eine wirksame Arbeit in der Praxis kaum möglich ist.

Welche Rolle spielt die Intermediarität?

Die Intermediarität beschreibt die vermittelnde Rolle des Sozialarbeiters als "Mediator" zwischen den Lebenswelten der Klienten und den Strukturen der Verwaltung und Politik.

Wie bewertet der Autor die Auswirkungen des Neoliberalismus?

Der Autor steht den Einsparungen sehr kritisch gegenüber, da diese seiner Ansicht nach Armut nicht bekämpfen, sondern nur verwalten und die Arbeit an der sozialen Basis durch finanzielle Mittelkürzungen gefährden.

Was ist laut Autor die größte Gefahr für die offene Kinder- und Jugendarbeit?

Die größte Gefahr sind finanzielle Einsparungen, die zur Schließung von Einrichtungen in sozialen Brennpunkten führen und damit die notwendige soziale Integration vor Ort verhindern.

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Details

Title
Die Gemeinwesenarbeit (GWA)
Subtitle
Exemplarische Theorieansätze der Sozialen Arbeit
College
Cologne University of Applied Sciences
Grade
2,3
Author
Florian Gotthardt (Author)
Publication Year
2009
Pages
18
Catalog Number
V175521
ISBN (eBook)
9783640965397
ISBN (Book)
9783640965328
Language
German
Tags
gemeinwesenarbeit exemplarische theorieansätze sozialen arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Gotthardt (Author), 2009, Die Gemeinwesenarbeit (GWA), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175521
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