Profundes Wissen um Kulturen, insbesondere von solchen, die eine erhebliche räumliche Distanz zueinander aufweisen und zwischen denen sich daher die vielschichtige Problematik des Fremdseins in hohem Maße vollzieht, schärft den Blick für unsere eigene Welt. Eine bewusste Auseinandersetzung mit einer Fremd- oder Sekundärkultur, in die man nicht primär hineingewachsen ist und der man nicht angehört, kann Kenntnisse über das fremde und zugleich das eigene Land bereichern: Es sollen dabei z.B. sachbezogene Informationen zur Fremdkultur gegeben, zu einer weiteren Bewusstmachung der Mutterkultur geführt sowie zum kontrastiven Denken, zum Perspektivenwechsel in Einzelfragen und in größeren Zusammenhängen, zum Problembewusstsein und auch zur kritischen Analyse unterschiedlicher Wahrnehmungen befähigt werden.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Begründung der Themenwahl und Zielsetzung der Arbeit
- Aufbau der Arbeit
- Interkulturelles Management
- Definition
- Internationalisierung
- Bedeutung
- Aufgabengebiet
- Kulturelle Überlegungen als Ausgangspunkt des Interkulturellen Managements
- Definition Kultur
- Kultur als managementrelevanter Faktor
- Kulturmodelle
- Kulturdimensionen nach Hofstede
- Machtdistanz
- Unsicherheitsvermeidung
- Individualismus vs. Kollektivismus
- Maskulinität vs. Femininität
- Langfristige vs. Kurzfristige Orientierung
- Kulturelle Unterschiede nach Hall/ Reed-Hall
- Schnelle und langsame Nachrichten
- Hoher und niedriger Kontext
- Raum
- Zeit
- Zeit als Kommunikationsmittel
- Informationsfluss
- Zusätzliche Faktoren
- Kulturelle Kompetenz nach Hampden-Turner/ Trompenaars
- Universalismus vs. Partikularismus
- Individualismus vs. Kollektivismus
- Spezifikation vs. Diffusion
- Erreichter Status vs. Gewährter Status
- Introvertiertheit vs. Extrovertiertheit
- Serielle vs. Parallele Zeitwahrnehmung
- Kulturbedingte Differenzen im thailändisch-deutschen Vergleich
- Prämissen und Eingrenzungen des Kulturvergleiches
- Zeitverständnis
- Hierarchieverständnis
- Sozialverhalten
- Selbstverständnis bzw. Rollenverständnis
- Sozialbeziehungen
- Kommunikationsverhalten
- Sprachlicher (verbaler) Aspekt
- Nichtsprachliche (nonverbale) Aspekte
- Aufgabenbearbeitung
- Besprechungs- und Verhandlungsstil
- Konfliktverhalten
- Kulturelle Unterschiede in Zeitverständnis, Hierarchieverständnis und Sozialverhalten
- Analyse der Kommunikationsstile und des Konfliktverhaltens in beiden Kulturen
- Bedeutung von interkulturellen Kompetenzen für die erfolgreiche Zusammenarbeit
- Entwicklung von Handlungsempfehlungen zur Bewältigung von kulturellen Herausforderungen im interkulturellen Kontext
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit befasst sich mit dem interkulturellen Management und analysiert dessen Bedeutung und Herausforderungen am Beispiel der deutsch-thailändischen Zusammenarbeit in Wirtschaftsunternehmen. Ziel ist es, die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschen und Thailändern zu untersuchen und aufzuzeigen, wie diese das Management von Geschäftsprozessen und die Zusammenarbeit beeinflussen.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Einleitung, die die Themenwahl begründet und die Zielsetzung der Arbeit erläutert. Im zweiten Kapitel wird das Konzept des interkulturellen Managements definiert und dessen Bedeutung im Kontext der Globalisierung hervorgehoben. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit den kulturellen Überlegungen als Ausgangspunkt des interkulturellen Managements. Dabei werden verschiedene Kulturmodelle vorgestellt und die kulturellen Unterschiede zwischen Deutschen und Thailändern anhand der jeweiligen Modelle analysiert. Das vierte Kapitel widmet sich den kulturbedingten Differenzen im thailändisch-deutschen Vergleich. Hier werden Aspekte wie Zeitverständnis, Hierarchieverständnis, Sozialverhalten, Kommunikationsverhalten und Konfliktverhalten analysiert und die Auswirkungen auf die Zusammenarbeit in Wirtschaftsunternehmen untersucht.
Schlüsselwörter
Interkulturelles Management, deutsch-thailändische Zusammenarbeit, Kulturunterschiede, Zeitverständnis, Hierarchieverständnis, Sozialverhalten, Kommunikationsstil, Konfliktverhalten, interkulturelle Kompetenz, Handlungsempfehlungen.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Kernaufgaben des interkulturellen Managements?
Dazu gehört die Sensibilisierung für kulturelle Unterschiede, um Geschäftsprozesse und Zusammenarbeit in internationalen Teams effizient zu gestalten.
Welche Kulturmodelle werden für den Vergleich mit Thailand genutzt?
Die Arbeit nutzt die Dimensionen nach Hofstede, die Zeit- und Kontextmodelle von Hall sowie die Ansätze von Trompenaars.
Was unterscheidet das thailändische vom deutschen Hierarchieverständnis?
Thailand weist tendenziell eine höhere Machtdistanz auf, was sich in einem ausgeprägten Respekt gegenüber Vorgesetzten und formalen Strukturen äußert.
Wie unterscheidet sich das Zeitverständnis in beiden Kulturen?
Während das deutsche Zeitverständnis oft linear und monochron ist, ist das thailändische tendenziell flexibler und polychron orientiert.
Was ist bei Verhandlungen mit thailändischen Partnern zu beachten?
Wichtig sind die Berücksichtigung des „Gesichtswahrens“, ein indirekter Kommunikationsstil sowie die Pflege der sozialen Beziehung vor dem Sachgeschäft.
- Arbeit zitieren
- Sandra Franke (Autor:in), 2011, Interkulterelles Management in Thailand, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175676