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Herrschaft als legitimer Ordnungsmechanismus in den Herrschaftstypologien von Max Weber und James S. Coleman

Title: Herrschaft als legitimer Ordnungsmechanismus in den Herrschaftstypologien von Max Weber und James S. Coleman

Seminar Paper , 2008 , 30 Pages

Autor:in: Andrea Walser (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Mit Hilfe der vorliegenden Arbeit „Herrschaft als legitimer Ordnungsmechanismus in den Herrschaftstypologien von Max Weber und James S. Coleman“ soll ein noch heute allgegenwärtiges und für unser Zusammenleben gewichtiges Phänomen, nämlich das der „Herrschaft“ näher beleuchtet werden. Es ist augenfällig, dass das heute eher ungern verwendete Wort „Herrschaft“ viele Lebensbereiche beeinflusst und eine gewisse Regelung des sozialen Zusammenlebens erst ermöglicht. Egal, ob man sich die betrieblichen Strukturen in großen Wirtschaftsorganisationen und Unternehmen, das familiäre Gefüge im privaten Umfeld oder klassische administrative Institutionen und Staatsformen ansieht, das Vorhandensein gewisser Herrschaftsverhältnisse wird oftmals als so genannte anthropologische Konstante des menschlichen Daseins betrachtet. Hieraus ergibt sich zudem auch der ungebrochene Aktualitätsanspruch der gesamten Herrschaftssoziologie.
Im Folgenden soll der Versuch unternommen werden, „Herrschaft“ besonders im Hinblick auf seine gesellschaftliche Funktion als legitimer Ordnungsmechanismus und deren spezifische Legitimitätsgründe eingehender zu untersuchen. Dabei werden bewusst exemplarisch die herrschaftssoziologischen Überlegungen zweier besonders bedeutsamer Soziologen, einmal in Form von Max Weber als Vertreter eines normativ- institutionellen Herrschaftsbegriffes und James S. Coleman andererseits als Vertreter des Rationalprogrammes näher behandelt. Nach einer kurzen Abgrenzung des Herrschaftsbegriffes von anderen in diesem Kontext soziologisch bedeutsamen Begriffen, wie dem der „Macht“ oder der „Gewalt“, schließt sich jeweils eine Abhandlung über das Leben der obig erwähnten Vertreter sowie deren spezifischen Herrschaftstypologien an. Abschließend folgt eine vergleichende Gegenüberstellung der einzelnen Legitimitätsgründe beider Theorien, in die auch mögliche Ansätze für Kritikpunkte einfließen sollen. Das Ende der Arbeit bildet ein persönliches Resümee mit einer eigenen kritischen Einschätzung der behandelten Thematik.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Der Herrschaftsbegriff in Abgrenzung zu den Begriffen Macht und Gewalt

2.2 Herrschaft nach Max Weber

2.2.1 Biographie Max Webers

2.2.2 Die Herrschaftstypologie Max Webers

2.2.2.1 Die legale Herrschaft

2.2.2.2 Die traditionelle Herrschaft

2.2.2.3 Die charismatische Herrschaft

2.2.3 Der Legitimitätsbegriff nach Max Weber

2.3 Herrschaft nach James S. Coleman

2.3.1 Biographie James S. Colemans

2.3.2 Die Herrschaftsbeziehungen nach Coleman

2.3.2.1 Konjunkte versus disjunkte Herrschaftsbeziehungen

2.3.2.1 Einfache versus komplexe Herrschaftsstrukturen

2.3.3 Der Legitimitätsbegriff nach James S. Coleman

2.4 Vergleich der legitimen Ordnungsmechanismen bei Max Weber und James S. Coleman

3. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der „Herrschaft“ als legitimen Ordnungsmechanismus und analysiert hierzu vergleichend die theoretischen Ansätze von Max Weber und James S. Coleman, um die gesellschaftliche Funktion sowie die jeweils zugrunde liegenden Legitimitätsgründe herauszuarbeiten.

  • Vergleichende Analyse der Herrschaftssoziologie von Max Weber und James S. Coleman
  • Definition und Abgrenzung der Begriffe Herrschaft, Macht und Gewalt
  • Untersuchung der Legitimitätsgründe in verschiedenen Herrschaftstypologien
  • Differenzierung zwischen konjunkten und disjunkten Herrschaftsbeziehungen sowie einfachen und komplexen Herrschaftsstrukturen
  • Kritische Gegenüberstellung der makrosoziologischen (Weber) und mikrosoziologischen (Coleman) Betrachtungsweise

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Die Herrschaftstypologie Max Webers

Max Weber versteht zunächst allgemein unter Herrschaft „die Chance, für einen Befehl bestimmten Inhalts bei angebbaren Personen Gehorsam zu finden“ (Weber: 1980, S. 28). Dabei stellt Weber heraus, dass nicht jede Gelegenheit zu Einfluss und Macht mit Herrschaft gleichzusetzen ist, denn er verbindet mit Herrschaft unweigerlich „ein erfolgreich aufeinander bezogenes Befehlen und Gehorchen, um damit stabile und geregelte Über- und Unterordnungsbeziehungen von zufälligen Formen der Macht- und Gewaltausübung abzugrenzen“ (Maurer: 2004, S. 41).

Neben der hier nicht weiter behandelten nicht-legitimen Herrschaft, also der Gewalt oder Zwangherrschaft, benennt Weber eine legitime Herrschaft, die im Gegensatz zur Zwangsherrschaft Gehorsam aufgrund eines gewissen Legitimitätsanspruches erwarten kann. Die nachfolgende Abbildung verdeutlicht nochmals den Zusammenhang zwischen Macht, Gehorsam und Herrschaft in nicht-legitimer und legitimer Form.

In seiner Herrschaftstypologie unterscheidet Weber die legitime Herrschaft anhand dreier Legitimitätsgründe. Zum einen benennt er die legale Herrschaft, die ihre Legitimität aufgrund einer formalen, korrekt gewillkürten Satzung erhält, zum anderen legt er für die traditionelle Herrschaft den Glauben an die „Heiligkeit der von jeher vorhandenen Ordnungen und Herrengewalten“ (Weber: 1992, S. 154) als Legitimätsgrund fest.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Herrschaft als legitimen Ordnungsmechanismus ein und definiert das Erkenntnisinteresse an den Ansätzen von Weber und Coleman.

2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Abgrenzung von Macht, Gewalt und Herrschaft sowie eine detaillierte Analyse der Herrschaftstypologien von Max Weber und James S. Coleman inklusive ihrer jeweiligen Legitimitätskonzepte.

3. Resümee: Das Resümee bietet eine persönliche kritische Einschätzung der behandelten Theorien und würdigt beide Soziologen als Klassiker der Fachdisziplin.

Schlüsselwörter

Herrschaft, Legitimität, Max Weber, James S. Coleman, Herrschaftssoziologie, Macht, Gewalt, Ordnungsmechanismus, Idealtypus, Rationalität, Konjunkte Herrschaft, Disjunkte Herrschaft, Herrschaftsstruktur, Legitimitätsglaube, Soziale Institutionen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der soziologischen Untersuchung von Herrschaft als legitimen Ordnungsmechanismus unter Rückgriff auf die klassischen Theorien von Max Weber und James S. Coleman.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Definition von Herrschaft, die Herleitung von Legitimität sowie die vergleichende Analyse von weberschen Idealtypen und coleman'schen rationalen Handlungsmodellen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die spezifischen Legitimitätsgründe beider Theorien herauszuarbeiten, kritisch zu beleuchten und deren Eignung zur Erklärung moderner Herrschaftsverhältnisse zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine komparative Literaturanalyse, in der die theoretischen Konzepte beider Autoren systematisch gegenübergestellt und auf ihre analytische Tragweite hin untersucht werden.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte bilden den Hauptteil?

Der Hauptteil behandelt die Abgrenzung von Macht, Herrschaft und Gewalt, die drei Herrschaftstypen bei Weber (legal, traditionell, charismatisch) sowie die Typologie von Coleman (konjunkt/disjunkt, einfach/komplex).

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Charakteristika sind Legitimität, Herrschaftssoziologie, Rationalität, soziale Strukturen und das Spannungsfeld zwischen der makro- und mikrosoziologischen Betrachtungsebene.

Wie unterscheidet sich der Ansatz von Coleman in Bezug auf die Rationalität?

Im Gegensatz zu Weber, der Legitimitätsgründe auch in Tradition oder Charisma verortet, geht Coleman primär von einem nutzenorientierten rationalen Kalkül des einzelnen Akteurs aus.

Was versteht Coleman unter „Innerer Integrität“ eines Herrschaftssystems?

Sie bezeichnet die Fähigkeit eines Systems, bei Legitimitätsentzug durch Untergebene die Entmachtung der Amtsinhaber innerhalb des institutionellen Rahmens zu ermöglichen.

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Details

Title
Herrschaft als legitimer Ordnungsmechanismus in den Herrschaftstypologien von Max Weber und James S. Coleman
College
University of the Federal Armed Forces München
Author
Andrea Walser (Author)
Publication Year
2008
Pages
30
Catalog Number
V175688
ISBN (eBook)
9783640967018
ISBN (Book)
9783640966943
Language
German
Tags
herrschaft ordnungsmechanismus herrschaftstypologien weber james coleman
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andrea Walser (Author), 2008, Herrschaft als legitimer Ordnungsmechanismus in den Herrschaftstypologien von Max Weber und James S. Coleman, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175688
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