Das Argument für einen radikalen linguistic turn bei Jacques Derrida


Bachelorarbeit, 2009
34 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Linguistische Wende
2.1 Literatur als Transportmedium
2.2 Literaturtheorie nach Jonathan Culler
2.3 Strukturalismus
2.4 Poststrukturalismus
2.5 Zwischenresümee

3. Die Differenz zwischen différence und différance
3.1 Der Vorwurf der Unverständlichkeit
3.2 Die Erniedrigung der Schrift
3.3 Dezentralisierung der Struktur
3.4 Die Verzeitlichung des Verstehens
3.5 Aufgeschoben ist nicht Aufgehoben
3.6 Der doppelte Eingriff in den Text

4. Fazit: Dekonstruktion und Alltag

5. Literaturverzeichnis

»Erklärung« nennen wir´s: aber »Beschreibung« ist es, was uns von älteren Stufen der Erkenntniss und Wissenschaft auszeichnet.

(Friedrich Nietzsche)

1. Einleitung

Kaum ein Student der Germanistik wird von sich behaupten können, er oder sie hätte während des Studiums nie mit dem Begriff ´linguistic turn` (linguistische Wende) operieren müssen. Trotz der fast allgegenwärtigen Präsenz des Begriffs sieht sich der Student mit der beständigen Zurückhaltung einschlägiger Lexika konfrontiert, dem Linguistic turn einen eigenen Eintrag zu gewähren. Nachdem der Student beispielsweise Gero von Wilperts „ Sachw örterbuch der Literatur “ , Jan-Dirk Müllers „ Reallexikon der deutschen Literaturwissenschaft “ , Hadumod Bußmanns „ Lexikon der Sprachwissenschaft “ oder Peter Prechtls und Franz Peter Burkards „ Metzler Philosophie Lexikon “ unbefriedigt zuschlägt, wird er schließlich in Ansgar Nünnings „ Metzler Lexikon Literatur- und Kulturtheorie “ fündig:

Der Begriff [ 'linguistic turn' ] bezeichnet eine Reihe von sehr unterschiedlichen Entwicklungen im abendländischen Denken des 20. Jh.s. Allen gemeinsam ist eine grundlegende Skepsis gegenüber der Vorstellung, Sprache sei ein transparentes Medium zur Erfassung und Kommunikation von Wirklichkeit. Diese Sicht wird durch die Auffassung von Sprache als unhintergehbare Bedingung des Denkens ersetzt. Danach ist alle menschliche Erkenntnis durch Sprache strukturiert; Wirklichkeit jenseits von Sprache ist nicht existent oder zumindest unerreichbar. Wichtigste Folgen sind, daß Reflexion des Denkens, bes. die Philosophie, damit zur Sprachkritik wird und daß Reflexion sprachlicher Formen, auch der Lit., nur unter den Bedingungen des reflektierten Gegenstandes, eben der Sprache, geschehen kann.1

Innerhalb des theoretischen Diskurses meint ´linguistic turn` dementsprechend, dass vor allem dem geisteswissenschaftlichen Umgang mit jeglicher Form von Text eine kritische Reflektion über das Medium der Sprache vorangehen sollte. Diese Behauptung kann als grundlegende These dieser Arbeit angesehen werden. Sie gilt auch und insbesondere für den wissenschaftlichen Umgang mit Literatur.

Die Erörterung dieser Behauptung werde ich, wie bereits dem Titel zu entnehmen ist, mit der Unterstützung Jacques Derridas versuchen. Bevor ich es jedoch wage, es mit den Dimensionen des Titels aufzunehmen, beabsichtige ich auf die Zirkulationsbewegung einzugehen, die durch das initiiert wurde, was den Begriff ´linguistic turn` letztlich hervorgebracht hat. Die Schlüsselbegriffe dieser Arbeit (Theorie, Strukturalismus, diff é rence, Poststrukturalismus, différance, Dekonstruktion) sind von dieser Zirkulation in besonderem Maße beeinflusst.

Zunächst werde ich also auf die Früchte der linguistischen Wende Bezug nehmen, einerseits um die Anlagen der Dekonstruktion nachzuzeichnen, andererseits um das Argument für einen radikalen ´linguistic turn` bei Jacques Derrida vorzubereiten. So verstanden ist Derridas Argument ein nachträgliches Argument für eine bereits am Anfang des letzten Jahrhunderts einsetzende Veränderung im Denken. Wenngleich jedoch nicht darüber hinweggetäuscht werden soll, dass die Beschäftigung mit der Sprache in der Philosophie eine weitaus längere Tradition hat, als der vergleichsweise junge Begriff ´linguistic turn`.2

Im Zuge der Beschäftigung mit den Anlagen der Dekonstruktion bin ich keineswegs darum bemüht, den schon so oft unternommenen Versuch zu unternehmen, die verborgene Ordnung in der Unordnung mit Konturen zu versehen, sondern - im Gegenteil - zu zeigen, dass Konturen nur sfumato in das breiige Durcheinander der Theorienlandschaft eingetragen werden können.

2. Linguistische Wende

2.1 Literatur als Transportmedium

Sofern Literatur als Transportmedium, als Beförderer oder Behälter verstanden wird, als Aufbewahrungsort eines wie auch immer gearteten Inhalts, der sich durch absolute Loyalität zu einer Autorität auszeichnet, die außerhalb der Literatur selbst liegt, dann ist Kritik in Form der Beurteilung des „logistischen Vermögens“ möglich.3

Nach solchen Prämissen geht die Literaturgeschichte vor. Das Vergangene hält sie für aufbewahrenswert und versteht alle Dichtung vor dem außersprachlichen Hintergrund des jeweiligen historischen Kontextes. Methodisch korreliert sie mit der gewachsenen Tradition, Literatur setze sich aus einer Reihe fest verwurzelter Bedeutungen zusammen. Auf dieser Grundlage ist die Literaturgeschichte die (Ideen-)Geschichte der Bemühungen, zu verstehen, was der Literatur, sofern es sich im Einzelnen tatsächlich um Literatur handelt, a priori eingeschrieben ist. Das „Eingeschriebene“ ist Daseinsberechtigung. Der nicht fortwährend gleiche, doch aber immer existierende Gegenstand wird unterstellt und als sinn-, wert- oder gehaltvoll eingestuft. Erschöpfung findet er ausschließlich in der Exaktheit des Verständnisses.4

Die Wirkung der Geistes- und Ideengeschichte reicht bis in die Gegenwart und wahrscheinlich weit darüber hinaus. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts setzte jedoch eine Relativierung der maßgebenden Kategorien dieser „Geschichte“ ein. Die Ablehnung geistesgeschichtlicher und hermeneutischer Bedingungen des Verstehens mündete in der Ergänzung des „Geist“-Paradigmas durch die Kategorie der Struktur.5 Im Zuge des Wandels hat in der neueren Philosophie die Beschäftigung mit der Sprache stark zugenommen. Die Fokussierung zog die Übernahme linguistischer Analyseinventarien nach sich. In Folge der Neuartigkeit des Gegenstandes und der Art und Weise seiner Beschreibung postulieren viele Akademiker, allen voran der Philosoph Richard Rorty, den ´linguistic turn` in den Geisteswissenschaften.6 Obwohl der Begriff ´linguistic turn` älter ist als Rortys Essaysammlung „ The Linguistic turn: essays in philosophical method “, so war es trotzdem dieser Sammelband, der dem ´linguistic turn` eine breite und ungeteilte Aufmerksamkeit zukommen ließ.7

In seiner Introduction charakterisiert Rorty die Geschichte der Philosophie als eine Geschichte des Auflehnens der Jugend gegen die Methoden der Alten. „If nothing else, the battles fought during the revolution cause the combatants on both sides to repair their armor, and these repairs eventually amount to a complete change of clothes.”8 Auch die Sprachphilosophie ist so ein Ort, an dem immer wieder zwei oder mehr Seiten aufeinander treffen und an dem gegebenenfalls die alte Garderobe abgelegt werden muss. Sprachphilosophie und Philosophie überhaupt sind also einer andauernden Entwicklung verhaftet (die kritische Auseinandersetzung mit dem „contemporary consensus“9 ). Sie verdanken ihre wichtigsten Diskussionsgegenstände der aufsässigen Suche nach bisher unreflektierten Voraussetzungen des Consensus. Eine der bemerkenswertesten Entdeckungen der Philosophie der Neuzeit ist die Auffassung, dass die sprachanalytische Philosophie ihre Probleme zu lösen bzw. aufzulösen versucht „either by reforming language, or by understanding more about the language we presently use.”10 Diese Vorgehensweise der Sprachphilosophen setzt die kollektive Bewusstwerdung eines bis dahin weitgehend unbeachteten Problems voraus. Die Sprache trägt die Wirklichkeit und produziert diese zugleich.11

In der Literaturwissenschaft markiert dieser Paradigmenwechsel den Bruch mit der (Literatur-) Geschichte. Die Konvention, Sprache sei ein etabliertes Gefüge von Bedeutungen, wird durch die Idee, sie sei ein System der Zeichen und der Bezeichnung, ersetzt. Zeichentheoretische Untersuchungen fördern spezifische Strukturen und Ausformungen der Literatur zu Tage, deren Eigenartigkeit sich ausschließlich in zeichentheoretischer Fachsprache ausdrücken lässt. Die Rede ist von der Überführung eines linguistischen Instrumentariums in die Metasprache der Literatur, mit dessen Hilfe die Möglichkeit geschaffen wurde, der Referenzfunktion der Sprache Rechnung zu tragen. Bedeutungsträchtig an dieser Neuerung ist der Wortbestandteil `-funktion` in `Referenzfunktion`. Wo vorher noch von einer konkreten, sprachlichen Intuition die Rede war, geht man nun von einer abstrakten Funktion aus. ´Intuitiv verstehen` heißt: die sprachliche Entsprechung, die immer die eine ist, zu kennen und sie in ihr Bedeutungsumfeld einzuordnen, wie es die Wahrnehmung der Welt diktiert. Die Wahrnehmung der Welt ist sogleich die Erfahrung der Sprache. Bezeichnendes und Bezeichnetes sind in dieser Welt untrennbar miteinander verknüpft. Die Referenzfunktion erlöst die Sprache, die nicht in der Welt ist aus ihrer Starre. Sie kennzeichnet sie als System, mit dessen Hilfe jeder, wie auch immer geartete Bezug vorgenommen werden kann.12 Zeichentheoretische Annahmen gestehen dem literarischen Text so ein weitaus höheres Maß an Autonomie zu. Literatur wird, wenn sie sich, vorgegebenen oder eigenen Gesetzmäßigkeiten folgend, selbst zur Literatur erhebt, vom bloßen Mittel zum letztendlichen Zweck.13 Diese Autonomie im Sinne der linguistischen Wende, bzw. der Emanzipation vom Gegenstand, ist verantwortlich für die literaturtheoretische Tendenz zur Heterogenität.14

Aus erst später ersichtlichen Gründen kann allerdings die Kooperation von Lingustik und Literaturwissenschaft allein nicht verhindern, dass der linguistischen Wende auf halber Strecke die Luft ausgeht.

2.2 Literaturtheorie nach Jonathan Culler

Der aus der Literaturwissenschaft hervortretende Begriff der Literaturtheorie wird heute in der Gesamtheit der Diskurse sehr unterschiedlich gebraucht. Literaturtheorie dient als verschleierndes Modewort für alle nicht-historischen Theorieströmungen, bezeichnet als Oberbegriff spezielle Methoden der Literaturbetrachtung oder ist einer verbreiteten Überzeugung nach die prinzipielle Problematisierung dessen, was der Werkschaffende beachten muss, bzw. was sich von dem Beachteten implizit im literarischen Werk wiederfinden lässt.15 Jonathan Culler schlägt vor, Literaturtheorie aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Impuls für den Perspektivenwechsel ist, so Culler, der heterogene Status der theoretischen Diskussion sowie das Verständnis verschiedener Literaturkritiker, der Hauptzweck der Literaturtheorie bestünde einzig und allein in ihrer Eigenschaft als Staatsanwalt der Kritik. Culler zeigt, dass der Literaturtheorie eine viel grundlegendere Bedeutung zukommen sollte. Literaturtheorie als Gattungsbegriff für literaturtheoretische Arbeiten habe nicht annäherungsweise die Tragweite um die Gesamtheit der Beiträge und deren Beziehungen untereinander zu erfassen, da einige Beiträge nur implizit der Literatur geschuldet sind. Berücksichtigt man eine Auswahl der Autoren und Theoretiker, könne auch nicht einhellig von Philosophen, bzw. Philosophie die Rede sein. Einen treffenderen Gattungsbegriff als den Bestandteil ´Theorie` in Literaturtheorie scheint es seiner Meinung nach nicht zu geben. Zufrieden gibt sich Culler damit nicht. Unter dem Begriff ´Theorie` subsumiert er alle theoretischen Werke, die auf eine bestimmte Art und Weise funktionieren. Ihre Verfasser passieren die Grenzmarke einer Disziplin. Sie unternehmen alles was nützlich scheint, noch bevor sie überhaupt daran denken, ob z.B. die Übernahme einer Idee Kenntnisse im Besonderen oder Reife im Allgemeinen erfordern könnte. Gerade dadurch zeichnen sie sich aus. „Was wir als ‹Theorie› bezeichnen, sind Schriften, die die Kraft haben, das Vertraute fremdartig erscheinen zu lassen und die Leser dazu zu bringen, ihr eigenes Denken, ihr Verhalten und ihre Institutionen auf neue Art zu sehen. [Ihre Kraft rührt] nicht von den allgemein akzeptierten Vorgehensweisen einer bestimmten Disziplin her, sondern von der persuasiven Neuartigkeit ihrer Neubeschreibung.“16 Der Grund, weshalb Culler gerade der Literaturtheorie eine so enorme Bedeutung bezüglich der Bildung der Gattung Theorie beimisst, liegt in der prinzipiellen Offenheit der Literatur für jeden nur denkbaren bzw. noch nicht gedachten Gegenstand. Einer gewissen Logik folgend, ist es deshalb für den Literaturkritiker interessant, diejenige (fachfremde) Theorie zu bemühen, die eingehend und sehr detailliert analysiert, was in einem literarischen Werk gerade fokussiert wird.17

2.3 Strukturalismus

Die kritische Debatte der letzten Jahrzehnte ist durch die „heillose“ Unordnung miteinander unvereinbarer Standpunkte gekennzeichnet. Einzig über die Konfusion herrscht Konsens. Zu verdanken ist diese fast mystische Heterogenität, diese „moderne Bartholomäuskirmes“18, der Verschiedenheit strukturalistisch motivierten Denkens, die wiederum in einer ersten Instanz der Verwirrung auf die Schwammigkeit der Schlüsselbegriffe zurückzuführen ist. Strukturalismus beispielsweise weist wie der Begriff der Literaturtheorie die Affinität auf, mannigfache Definitionen zu produzieren. Die meisten Anwendungen des Begriffes können, unabhängig davon wie groß der Gewinn für die theoretische Debatte ist, überzeugend gerechtfertigt werden. Einige, z.B. jene, die das strukturalistische Element bei nur einem Autor suchen, sind stark eingeschränkt, andere, solche, die jede Art der theoretisierenden Kritik als strukturalistisch markieren, sehr weit gefasst. Welche am besten geeignet ist, hängt davon ab, welchem Zweck die Anwendung geschuldet ist. Nach Culler postuliert Strukturalismus all das, was die strukturale Bestimmtheit von Sinn thematisiert und sich der Tradition wiedersetzt, offen legen zu wollen, was sich der Autor bei seinem Text wohl gedacht haben mag. Den traditionellen Intentionalismus bedrohend liegt die Stärke strukturalistischen Denkens in der Kombination des taktischen Aufgebots theoretischer Kategorien. Diese Kategorien sind es, die die Verlagerung des literaturkritischen Interesses von Sinn, Wert und Bedeutung eines literarischen Textes zu den Bedingungen von Sinn, Wert und Bedeutung bewirken. Auf diese Weise greift der Strukturalismus die interpretatorische Sinnzentriertheit des literaturkritischen Geschäfts an. Die referentielle Bedeutung wird ihres vermeintlichen Ursprungs entzogen und zum nachgelagerten Ereignis der Sprache. So verstanden vereint der Strukturalismus in seinem Tenor sehr unterschiedliche Schriften, die sich linguistisch geprägt und paradigmatisch mit der Untersuchung des systemhaften Funktionierens von Sprache beschäftigen. Die Unterschiedlichkeit der Schriften manifestiert sich in der Divergenz ihrer Traditionen, Methoden und Zielsetzungen. Dieser Variation soll nun kraft einer differenzierteren Verwendung des Strukturalismusbegriffs Rechnung getragen werden.19

2.4 Poststrukturalismus

Vor allem in Frankreich und den USA fand im Strukturalismus eine Differenzierung der inneren Positionen statt. Strukturalistisches Denken diente nunmehr als Ausgangspunkt für anknüpfende Theorien, die der Idee geschuldet waren, das strukturalistische Funktionsprinzip zu demontieren.20 Um das Sammelsurium der Theorienvielfalt greifen zu können, erscheint es zunächst sinnvoller den Strukturalismus dem gegenüberzustellen, was allgemein hin als postrukturalistisch verstanden oder nicht verstanden wird, als ihn schlicht - und in diesem Sinne ist sicherlich auch die Dekonstruktion strukturalistisch - der herkömmlichen Interpretation entgegenzustellen. Strukturalisten versuchen die Systematisierung der Textelemente, einschließlich deren grundlegende Beziehungen zu allen anderen Textelementen, „aus denen die Form und die Bedeutung literarischer Werke ableitbar ist; Poststrukturalisten untersuchen die Art, wie ein solches Projekt durch die Arbeit der Texte selbst subvertiert wird.“21 Der Unterschied ist gravierend. Während die Einen die Gewissheit treibt, ihre Anstrengungen könnten, konsequent der Logik folgend, das Sein selbst vermessen, gehen die Anderen von der pauschalen Unmöglichkeit einer solchen Vermessung aus. Die logische Vorgehensweise mündet ihrer Meinung nach nicht in Klarheit, sondern in Paradoxie, Verwirrung und Chaos. Wo die Logik aussetzt, wird ihnen der erhabenste Einblick in die Funktionsweise von literarischer Sprache und Sprache allgemein gewährt. Und doch ist die in der Literatur vorangetriebene Unterscheidung zwischen Strukturalismus und Poststrukturalismus viel zu kategorisch. Wie Culler bemerkt, haben wir es gerade nicht mit reinen, einander ausschließenden Gegensätzen zu tun. So wie der Strukturalismus sich nicht in einer blinden Programmatik verbraucht, verbraucht sich auch der Poststrukturalismus nicht in der Aporie, da die Aporie, man könnte sagen, Effekt tiefer gelegener Gesetzmäßigkeiten ist.

[...]


1 Vgl. Nünning (Hrsg.): Metzler Lexikon. 1998 . S. 312.

2 Vgl. Gipper: Das Sprachapriori - Sprache als Voraussetzung menschlichen Denkens und Erkennens. 1987. S. 224.

3 Vgl. Schmitz: Zensor, Kunstrichter und inventive Kritik. In: Schmitz/ Egypttien/ Neukirchen (Hrsg.): Hat Literatur die Kritik nötig? 1989. S. 15.

4 Vgl. de Man: Der Widerstand gegen die Theorie. In: Kimmich/ Renner/ Stiegler (Hrsg.): Texte zur Literaturtheorie der Gegenwart. 1996. S. 314.

5 Vgl. Becker: Literatur- und Kulturwissenschaften. Ihre Methoden und Theorien. 2007. S. 45.

6 Vgl. Gipper: Das Sprachapriori - Sprache als Voraussetzung menschlichen Denkens und Erkennens. 1987. S. 224.

7 Vgl. Reese-Schäfer: Richard Rorty. 1991. S. 14.

8 Rorty (Hrsg.): The Linguistic turn: essays in philosophical method. 1967. S. 2.

9 Ebd.

10 Ebd., S. 3.

11 Vgl. ebd., S.1 f.

12 Vgl.: De Man: Der Widerstand gegen die Theorie. In Kimmich/ Renner/ Stiegler (Hrsg.): Texte zur Literaturtheorie der Gegenwart. 1996. S. 314 ff.

13 Vgl. Schmitz: Zensor, Kunstrichter und inventive Kritik. In Schmitz/ Egypttien/ Neukirchen (Hrsg.): Hat Literatur die Kritik nötig? 1989. S. 13 ff.

14 Vgl. Becker: Literatur- und Kulturwissenschaften. Ihre Methoden und Theorien. 2007. S. 45.

15 Vgl.: Von Wilpert, Gero: Sachwörterbuch der Literatur. 2001. S. 480.

16 Culler: Dekonstruktion - Derrida und die poststrukturalistische Literaturtheorie. 1999. S. 9 f.

17 Vgl. ebd., S. 7 ff.

18 Ebd., S. 15.

19 Vgl. ebd., S. 15 ff.

20 Vgl. Lepper/ Siegel/ Wennerscheid (Hrsg.): Jenseits des Poststrukturalismus? Eine Sondierung. 2005. S. 8.

21 Culler: Dekonstruktion - Derrida und die poststrukturalistische Literaturtheorie. 1999. S. 21.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten

Details

Titel
Das Argument für einen radikalen linguistic turn bei Jacques Derrida
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald  (Deutsche Philologie)
Note
1,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
34
Katalognummer
V175895
ISBN (eBook)
9783640970162
ISBN (Buch)
9783640970551
Dateigröße
525 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Dekonstruktion, Strukturalismus, différence, Poststrukturalismus, différance, Theorie, Derrida, Jacques, Saussure, linguistic, turn, Postmoderne, Ferdinand
Arbeit zitieren
Alexander Wloch (Autor), 2009, Das Argument für einen radikalen linguistic turn bei Jacques Derrida, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175895

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