PISA, TIMSS, IGLU (im Überblick)
International vergleichende Schulleistungsstudien in weltweiten Forschungskooperationen existieren bereits seit 40 Jahren. Diese Studien wurden eingeführt um die Arbeit in Einzelschulen zu optimieren, didaktische Modelle in die Schulpraxis einzuführen und die Schüler in Zukunft optimal fördern zu können. Die regelmäßigen und systematischen Schulleistungsstudien, die in Deutschland auf nationaler Ebene stattfinden, wurden seit ca.1990 eingeführt.
Die Studien gehen aus unterschiedlichen Forschungsorganisationen hervor: Eine der wichtigsten Organisationen ist die „International Association for the Evaluation of Educational Achievement“, kurz IEA. Aus dieser Forschungsorganisation gehen beispielsweise die TIMS- und die IGLU- Studie hervor. Die größte Konkurrenz der IEA ist die OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development).
Inhaltsverzeichnis
1. PISA, TIMSS, IGLU (im Überblick)
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen strukturierten Überblick über internationale Schulleistungsstudien wie TIMSS, PISA und IGLU, um deren Bedeutung für das deutsche Bildungsmonitoring und die daraus resultierenden bildungspolitischen Reformen aufzuzeigen.
- Historischer Kontext internationaler Schulleistungsstudien
- Methodik und Zielsetzung der TIMSS-Studie
- Analyse der PISA-Studie und deren Einfluss auf das deutsche Bildungssystem
- Vergleich der Leistungsniveaus zwischen Grundschule und Sekundarstufe
- Auswirkungen der Studienergebnisse auf schulstrukturelle Veränderungen und Bildungsstandards
Auszug aus dem Buch
PISA, TIMSS, IGLU (im Überblick)
International vergleichende Schulleistungsstudien in weltweiten Forschungskooperationen existieren bereits seit 40 Jahren. Diese Studien wurden eingeführt um die Arbeit in Einzelschulen zu optimieren, didaktische Modelle in die Schulpraxis einzuführen und die Schüler in Zukunft optimal fördern zu können. Die regelmäßigen und systematischen Schulleistungsstudien, die in Deutschland auf nationaler Ebene stattfinden, wurden seit ca.1990 eingeführt.
Die Studien gehen aus unterschiedlichen Forschungsorganisationen hervor: Eine der wichtigsten Organisationen ist die „International Association for the Evaluation of Educational Achievement“, kurz IEA. Aus dieser Forschungsorganisation gehen beispielsweise die TIMS- und die IGLU- Studie hervor. Die größte Konkurrenz der IEA ist die OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development).
Beginnend bei der Third International Mathematics and Science Study, kurz TIMSS, begann das Bildungsmonitoring in Deutschland. 1994/1995 wurde die Studie mit dem Ziel international vergleichende Indikatoren für mathematisch- naturwissenschaftliche Schüler/innen- Leistungen herauszufiltern, ins Leben gerufen. Die Studie wurde in drei verschiedenen Altersgruppen, Untersuchungskohorten, durchgeführt: Die erste Kohorte entspricht neunjährigen Schüler/innen, die die dritte und vierte Jahrgangsstufe der Grundschule besuchen. Sie werden in TIMSS I verzeichnet. Zur zweiten Kohorte gehören dreizehnjährige Schüler/innen der siebten und achten Klassen (Sekundarstufe I), welche in TIMSS II registriert sind. Die dritte Untersuchungskohorte gehört Schüler/innen an, die im letzten Jahr der Sekundarstufe II sind, d. h. auch Auszubildende und Schüler/innen an Berufsbildenden Schulen. Diese werden in der Studie TIMSS III erfasst.
Zusammenfassung der Kapitel
PISA, TIMSS, IGLU (im Überblick): Dieses Kapitel bietet einen grundlegenden Überblick über internationale Vergleichsstudien, erläutert die Zielsetzungen der TIMSS-, PISA- und IGLU-Untersuchungen und beschreibt die daraus resultierenden bildungspolitischen Konsequenzen für das deutsche Schulsystem.
Schlüsselwörter
Schulleistungsstudien, TIMSS, PISA, IGLU, Bildungsmonitoring, OECD, IEA, Leseverständnis, Mathematische Kompetenz, Naturwissenschaften, Bildungsstandards, Schulstruktur, Qualitätssicherung, Leistungsvergleich, KMK
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit dem Bildungsmonitoring durch internationale Schulleistungsstudien und deren Einfluss auf die Optimierung der Schulpraxis in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Studien, deren methodische Schwerpunkte sowie die Analyse der Ergebnisse in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Bedeutung von PISA, TIMSS und IGLU für das Verständnis und die Reform des deutschen Bildungssystems darzulegen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse und Zusammenfassung von Daten aus internationalen Vergleichsstudien und deren nationalen Erweiterungen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die spezifischen Ansätze der TIMSS- und PISA-Studien, deren Zyklus-Strukturen sowie die Ergebnisse zur Leistungsfähigkeit deutscher Schüler im internationalen Vergleich.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Bildungsmonitoring, internationale Vergleichsstudien, Kompetenzmessung und bildungspolitische Reformen gekennzeichnet.
Welche Rolle spielt die soziale Herkunft bei den Testergebnissen?
Die Studien verdeutlichen, dass die soziale Herkunft einen signifikanten Einfluss auf den Bildungserfolg hat, wobei Akademikerkinder in der Regel bessere Leistungen zeigen als Arbeiterkinder.
Warum wird die Effizienz an Grundschulen höher eingestuft als in der Sekundarstufe?
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Leistungsstreuung an Grundschulen geringer ist und die Kopplung an die soziale Herkunft weniger eng ausgeprägt ist als im späteren Verlauf der Schulkarriere.
Welche bildungspolitischen Konsequenzen wurden gezogen?
Als Konsequenz wurden Maßnahmen wie der Ausbau von Ganztagsschulen, die Einführung des Zentralabiturs und die Festlegung von Bildungsstandards durch die KMK umgesetzt.
Inwiefern beeinflussen diese Studien das öffentliche Bewusstsein?
Die Studien sollen nicht nur Lehrkräfte und Politik informieren, sondern das öffentliche Bewusstsein für die Notwendigkeit eines Umdenkens in der Qualitätssicherung des Schulwesens schärfen.
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- Luise Ostendoerfer (Author), 2009, PISA, TIMSS und IGLU im Überblick, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175927