Die empirische Sozialforschung steht seit jeher vor der Herausforderung, geeignete methodologische Zugänge für die Untersuchung komplexer Phänomene zu wählen. Dabei existiert eine Vielzahl unterschiedlicher Methoden, die jeweils spezifische Stärken und Grenzen aufweisen und in Bezug auf die Forschungsfrage unterschiedliche Eignungsprofile entfalten. Lange Zeit war die Methodendiskussion durch die Gegenüberstellung quantitativer und qualitativer Forschungsansätze geprägt, die sich sowohl in ihren grundlegenden Annahmen über Wissen und Erkenntnis als auch in ihren Vorgehensweisen unterscheiden. In den vergangenen Jahrzehnten haben sich jedoch zunehmend Konzepte etabliert, die diese Dichotomie zu überwinden suchen. Besonders hervorzuheben sind hierbei die Ansätze der Triangulation und der Mixed Methods (MM), die eine Verbindung verschiedener Zugänge anstreben und so ein differenzierteres Bild sozialer Wirklichkeit ermöglichen sollen. Beide Konzepte markieren damit eine wichtige Weiterentwicklung der Methodendiskussion und reagieren auf die gestiegene Komplexität empirischer Forschungsfragen.
Ziel dieser Arbeit ist es, die Konzepte MM und Triangulation in ihren zentralen Merkmalen, Gemeinsamkeiten und Unterschieden darzustellen und in ihrer Bedeutung für die empirische Sozialforschung kritisch einzuordnen. Zur Erreichung dieses Finalziels verfolgt die Arbeit zwei Modalziele: Erstens werden die theoretischen Grundlagen erarbeitet, indem die quantitativen und qualitativen Forschungsparadigmen mit ihren typischen Eigenschaften und Gütekriterien systematisch erläutert werden. Zweitens erfolgt darauf aufbauend eine detaillierte Erörterung der Ansätze MM und Triangulation.
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- Sebastian Hufe (Author), 2025, Mixed Methods und Triangulation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1759311