1 Einleitung
Im Wintersemester 2009/2010 steht nun mein letztes, zumindest das letzte verpflichtende, Unterrichtspraktikum während meines Lehramt-Studiums an. Da dieses Praktikum vorerst vermutlich die letzte Chance ist um Praxiserfahrungen zu sammeln, bevor das Referendariat beginnt, habe ich mir dementsprechend ein paar Ziele gesetzt und die Hoffnung, dass ich während des Praktikums eine produktive Zeit haben werde.
Da ich für die Schulpraktischen Studien II zu den Kaufmännischen Schulen eingeteilt wurde, hatte ich zunächst Bedenken, dass ich nicht genug Sportstunden sammeln würde bzw. dass ich Probleme damit haben werde, zwei motivierte Klassen zu finden, die für die Praktikumszeit zu mir passen. Mir wurde von einer Kommilitonin berichtet, die ihr Praktikum für das Fach Sport auch an den Kaufmännischen Schulen hatte, dass vergleichbar mit anderen Schulen und Gymnasien nur wenig Sportstunden in der Woche stattfinden und man keine große Auswahlmöglichkeit hat. Auf diesen Aspekt werde ich unter dem zweiten Punkt „Die Schule“ im Folgenden nochmal eingehen. Meine Erwartungen an das Praktikum sind sehr positiv. Da ich selber den Sportunterricht in meiner Schulzeit immer am meisten gemocht habe und das Fach auch sehr gerne studiere, habe ich die Hoffnung, auf offene und bewegungsfreudige Schüler zu stoßen. Auch wenn bei den Kaufmännischen Schulen sicher andere Fächer die größere Relevanz für die Schüler haben werden und andere Schwerpunkte gesetzt werden, habe ich dennoch die Hoffnung, dass der Sportunterricht motiviert stattfinden kann.
Ich habe
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Die Schule
3 Die Lerngruppe
4 Die Unterrichtseinheit
4.1. Planung
4.1.1. Rechtliche Grundlagen
4.1.2. Darstellung der allgemeinen Ziele, Inhalte und Methoden
4.1.3. Darstellung des geplanten Ablaufs
4.1.4. Lernkontrolle
4.2. Durchführung
4.3. Reflexion
4.3.1. Aufarbeitung des Unterrichtsverlaufes
4.3.2. Kritische Reflexion des Schwerpunktthemas
5 Planung, Durchführung und Reflexion einer ausgewählten Stunde
5.1. Planung
5.1.1. Konkrete Ziele, Inhalte und Methoden
5.1.2. Stundenverlauf
5.2. Durchführung
5.3. Reflexion
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Arbeit ist die kritische Planung, Durchführung und Reflexion von Sportunterrichtseinheiten während eines Schulpraktikums an berufsbildenden Schulen. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie Motivation und spielorientierte Ansätze in den Sportunterricht integriert werden können, um trotz räumlicher Gegebenheiten und heterogener Lerngruppen einen effektiven Lernprozess zu gestalten.
- Gestaltung und Anpassung von Unterrichtseinheiten im Fach Sport
- Methodik des spielorientierten Lernens am Beispiel von Badminton und Basketball
- Die Rolle der Lehrkraft als Motivator und Organisator in der Sporthalle
- Umgang mit komplexen Rahmenbedingungen und Differenzierung im Sportunterricht
- Reflexion über Motivationstheorien im schulischen Kontext
Auszug aus dem Buch
4.1.3. Darstellung des geplanten Ablaufs
In den Wochen vor der eigenen Durchführung ist mir aufgefallen, dass die Lehrer die Schüler befragen, worauf sie in der nächsten Sportstunde Lust haben. Die Lehrer gehen oft auf diese Wünsche ein, auch wenn die Sportart von dem eigentlich gewählten Kurs abweicht. Dennoch sollte die gewählte Sportart des Kurses zumindest für einige Wochen thematisiert werden.
Da die Schüler des Montags-Kurses schon mehrere Wochen zuvor Volleyball gespielt hatten, fragten sie mich, ob wir für die Unterrichtseinheit etwas anderes machen könnten. Ich entschied mich eine kleine Badminton-Einheit mit den Schülern durchzuführen, da ich selber im Wintersemester mit der Badminton-Vertiefung begonnen habe und aktuell viele gute Übungen parat hatte. Da die Schüler und der Lehrer einverstanden waren, sollte ich Montag, den 23.11.2009 mit der ersten Doppelstunde Badminton beginnen.
In vier Doppelstunden habe ich vor, den Schülern zunächst Übungen für die Ball- und Schlägergewöhnung zu liefern und sie mit verschiedenen Übungen ins Spielen kommen zu lassen. Anschließend sollte erst in den darauf folgenden Wochen näher auf Taktik und Technik Bezug genommen werden. Mein Anliegen dabei ist es, die Schüler in der ersten Doppelstunde nicht mit aufwändigen und spielaufhaltenden Techniken zu langweilen und ihnen den Spaß am Badminton zu nehmen. Ich entschied mich auf Basis des genetischen Lernens, welches im Sportstudium oft thematisiert wird, die richtige Technik und Taktik hauptsächlich aus dem Spielen heraus erschließen zu lassen und nur bei großen Abweichungen einzugreifen und zu verbessern.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Autorin beschreibt ihre Erwartungen, Ängste und Lernziele für das Unterrichtspraktikum im Fach Sport an einer Kaufmännischen Schule.
2 Die Schule: Dieser Abschnitt erläutert die Rahmenbedingungen des Sportunterrichts an berufsbildenden Schulen, inklusive organisatorischer Herausforderungen bezüglich Hallennutzung und Material.
3 Die Lerngruppe: Die gewählten Lerngruppen (Montags- und Mittwochskurs) werden hinsichtlich ihrer Motivation, Leistungsstärke und Altersstruktur vorgestellt.
4 Die Unterrichtseinheit: Hier werden die rechtlichen Grundlagen, die didaktische Planung einer Badminton-Einheit sowie deren Durchführung und Reflexion detailliert dargelegt.
5 Planung, Durchführung und Reflexion einer ausgewählten Stunde: Dieses Kapitel fokussiert die spezifische Planung einer Basketball-Stunde, inklusive des methodischen Vorgehens und einer anschließenden kritischen Reflexion.
6 Fazit: Das abschließende Kapitel resümiert die gewonnenen Praxiserfahrungen und die persönliche Entwicklung der Praktikantin in Bezug auf Flexibilität und soziale Kompetenz.
Schlüsselwörter
Sportunterricht, Schulpraktikum, Sportdidaktik, Badminton, Basketball, Motivation, Unterrichtsplanung, Reflexion, Berufsschule, Lehrerrolle, Spielorientierung, Methodik, Lehr-Lernkonzept, Koedukation, Bewegungsangebot
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert die Erfahrungen, Planungen und Reflexionen einer Lehramtsstudentin während ihres Sport-Unterrichtspraktikums an einer Kaufmännischen Schule.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der Gestaltung von Sportunterricht in Badminton und Basketball, der didaktischen Planung unter Berücksichtigung von Schülerwünschen sowie der Reflexion der eigenen Lehrerrolle.
Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?
Das Hauptziel ist das Sammeln von Praxiserfahrungen sowie die Erprobung methodischer Konzepte, um Schüler zu motivieren und einen abwechslungsreichen Sportunterricht zu gewährleisten.
Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zur Anwendung?
Die Arbeit basiert auf der Verknüpfung von fachdidaktischen Konzepten (wie dem genetischen Lehren) mit der eigenen praktischen Unterrichtserfahrung und deren anschließender kritischer Reflexion.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die konkrete Planung, Durchführung und Auswertung von Unterrichtseinheiten zu Badminton und Basketball sowie die theoretische Fundierung der Unterrichtsmotivation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Typische Schlagworte sind Sportdidaktik, Schulpraktikum, Unterrichtsmotivation, Spielorientierung und berufsbildende Schulen.
Wie flexibel gestaltet sich die Unterrichtsplanung in der Praxis?
Die Autorin verdeutlicht, dass Flexibilität essenziell ist, da unerwartete Hallenbelegungen, Materialknappheit oder veränderte Schülerbedürfnisse eine spontane Anpassung der Stundenplanung oft notwendig machen.
Welche Bedeutung hat die Motivation für den Sportunterricht?
Motivation wird als zentraler Faktor für einen erfolgreichen Sportunterricht angesehen, wobei die Autorin betont, dass Partizipation und die Berücksichtigung von Schülerinteressen das Engagement massiv steigern.
Was unterscheidet den Sportunterricht von anderen Fächern?
Laut der Autorin erlaubt der Sportunterricht eine lockerere Lernatmosphäre, da sich Schüler bewegen und interagieren können, was ihn von eher theorieorientierten Fächern abhebt.
Welche Herausforderung stellte die Hallennutzung dar?
Aufgrund der geteilten Hallenkapazitäten und der spezifischen Gegebenheiten (z.B. keine Basketballkörbe in bestimmten Hallen) musste die Autorin lernen, Materialien vorausschauend zu organisieren und Hallentausch-Optionen zu prüfen.
- Arbeit zitieren
- Luise Ostendoerfer (Autor:in), 2009, Praktikumsbericht - Unterricht im Fach Sport eines Gymnasiums, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175936