Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Computer Science - Internet, New Technologies

Dimensionen informationstechnischer Grundbildung in der allgemeinbildenden Schule

Title: Dimensionen informationstechnischer Grundbildung in der allgemeinbildenden Schule

Elaboration , 2003 , 33 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Kristin Jankowsky (Author)

Computer Science - Internet, New Technologies
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Zitat: Die amerikanische Soziologin Sherry Turkle hat Mitte der 70er Jahre, angesichts der
sich in den USA – und insbesondere in den amerikanischen Universitäten – ausbreitenden
Informationstechnik, ganz klar formuliert, wo die Reise hingeht: Homo sapiens sapiens betritt
einen neuen Abschnitt der Entwicklung, die Zeit des Homo sapiens informaticus beginnt.
1.1 Gesellschaft und Technik (Mittelstrass)
- Mittelstrass fragt, ob das rationale oder das technische Wissen des Menschen zuerst da war,
also ob zuerst homo sapiens (vernünftige Menschen) oder homo fabers (technische
Menschen) da waren – beides gehört zur Lebensform der Menschen: sein rationales und sein
technisches Wesen, denn das rationale Wesen des Menschen bringt auch sein technisches
Wesen zum Ausdruck und umgekehrt
- mit rationalen Wesen ist hier gemeint, dass der Mensch das Wesen ist, das sich Wissen
schafft und in seiner Lebensform auf Wissen angewiesen ist, fehlt ihm dieses Wissen wird der
Mensch orientierungslos oder von fremden Wissen abhängig
- mit technischen Wesen ist hier gemeint, dass Menschen sich Werkzeuge schaffen und darauf
angewiesen sind, z.B. weist er mit einem Streit zwischen Anaxagoras (Der Mensch ist das
klügste Wesen, weil er Hände hat) und Aristoteles (es ist die Klugheit des Menschen, der er
seine Hände verdankt) auf die technische Klugheit und seine technische Rationalität hin, denn
die Hand bspw. Ist ein Werkzeug, welches weitere Werkzeuge schafft – Technik ist also ein
Teil des Menschen, mit dem dieser aus der nichtmenschlichen Natur heraustritt
- der moderne Mensch macht sich also seine Welt, die stetig wächst
- Motor der modernen Welt, unserer Welt, ist der wissenschaftliche und der technische
Fortschritt
- allerdings, so stellt Mittelstrass weiterhin fest, seit der Mensch sich der Natur bemächtigt hat
und diese auf technischen Wegen verändert, hat er Angst, denn im vormodernen
Technikverständnis war die Technik Mittel zum Zweck, das Ziel bestand darin, sich die Natur
dienstbar zu machen, somit war mit der Entwicklung der Technik immer die Erreichung eines
erwünschten Zieles verbunden
- der Umschwung erfolgte durch die Industrialisierung zu Beginn des 20. Jahrhunderts, diese
war ein wichtiger Schritt von der vormodernen zur modernen Welt, da der Bezug zur Natur
oft aufgehoben wurde
- der Übergang erfolgte dennoch fließend und die moderne Welt trug den Namen Leonardo –
Welt
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Bildungstheoretischer Teil

1.1 Gesellschaft und Technik

1.2 Bildungsziele

1.3 Medienkompetenz

2. Curriculare Verankerung

2.1 Auftreten von informationstechnischer Bildung in der Schule und die Analyse von Modellversuchen

2.2 Einsatz und -möglichkeiten von informationstechnischer Bildung in der Schule

2.3 Empfehlungen und Probleme

2.4 Aktueller Stand in Berlin

3. Computerunterstützter Unterricht - Theorie, Empirie und Praxis

3.1 Potentiale und Begrenzungen beim Einsatz von Computer und Internet im Unterricht

3.2 Effizienz und Effektivität

3.3 Didaktischer Mehrwert und Begründung

4. Perspektiven

4.1 Konsequenzen

4.2 Möglichkeiten des Einsatzes

4.3 Verkopplung von Fach und Computer

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Dimensionen informationstechnischer Bildung in allgemeinbildenden Schulen. Ziel ist es, die didaktische Einordnung digitaler Medien, deren curriculare Verankerung sowie die Chancen und Grenzen computerunterstützten Lernens vor dem Hintergrund einer sich wandelnden Informationsgesellschaft kritisch zu analysieren.

  • Gesellschaftlicher Wandel und technische Bildung
  • Medienkompetenz als neue Bildungsanforderung
  • Analyse curricularer Modellversuche zur IT-Bildung
  • Effizienz und didaktischer Mehrwert digitaler Lernangebote
  • Integration von Informatik- und Kommunikationstechnologien in den Unterricht

Auszug aus dem Buch

3.3 Didaktischer Mehrwert und Begründung (Schulmeister/ Keress)

1. Begründungsmuster

- der Einsatz digitaler Medien im Unterricht führt keineswegs zu besseren Lösungen als konventioneller Unterricht, da unüberlegter Einsatz meist das Gegenteil bewirkt

- wodurch ein möglicher Mehrwert entstehen kann wird im Folgenden aufgezeigt

- die Begründung des Medieneinsatzes kann verschiedenen Sichtweisen zugeordnet werden

1. die technische Sicht: im Vordergrund steht die Entwicklung und Erprobung von Hard- und Software- Lösungen für Bildungszwecke, sie müssen allerdings erst didaktisch geprüft werden, dafür sind allerdings zu wenig Ressourcen da, deshalb sollten low tech Ansätze gefordert werden, die also schon marktgängig und zuverlässig in Funktionalität und Bedienbarkeit sind

2. die psychologische Sicht: die lern- und kognitionspsychologische Sicht konzentriert sich auf die Interaktion zwischen Lehrer und Medium im Lernprozess, im Mittelpunkt steht also die kognitive Funktion von Medien beim Lernen und die Frage, wie Medien eingesetzt werden können, um Lernprozesse zu unterstützen – die kognitive Funktion von Lehr- und Lernmedien besteht zunächst darin, Wissen zu präsentieren, um Sachverhalte entweder darzustellen (Veranschaulichung), oder didaktisch zu reduzieren (und damit zur kognitiven Organisation und Erinnerbarkeit beizutragen) – auch können Medien selbst Einfluss auf den Lernprozess nehmen, indem der Lernprozess unterstützt wird, mit linearen Medien (Film, Fernsehen) gesteuert oder mit interaktiven Medien geregelt wird

wird die Sichtweise hier derart verengt, besteht die Gefahr, dass Forderungen an die Medienkonzeption gestellt werden, die unter den in der Realität gegebenen Bedingungen nicht einlösbar sind

3. die ökonomische Sicht: hoher Kosteneinsatz gegenüber konventionellem Unterricht, frage ist, ob sich der Aufwand über die Zeit hin lohnt, da nicht sicher ist das der gewünschte Effekt eintritt, Frage ist nun wie der Aufwand und Ertrag optimiert

Zusammenfassung der Kapitel

1. Bildungstheoretischer Teil: Analysiert den technologischen Wandel der Gesellschaft und definiert daraus resultierende neue Bildungsziele sowie den Begriff der Medienkompetenz.

2. Curriculare Verankerung: Untersucht die Integration von IT-Bildung in bestehende Rahmenlehrpläne und analysiert verschiedene bundesweite Modellversuche sowie deren Umsetzungsprobleme.

3. Computerunterstützter Unterricht - Theorie, Empirie und Praxis: Beleuchtet das Potenzial des Computereinsatzes, bewertet dessen Effizienz und Effektivität und begründet den didaktischen Mehrwert digitaler Medien.

4. Perspektiven: Leitet notwendige Konsequenzen für die zukünftige Gestaltung von Unterricht ab und diskutiert praktische Einsatzmöglichkeiten sowie die Kopplung von Fachunterricht und Computer.

Schlüsselwörter

Informationstechnik, Medienkompetenz, Informatikunterricht, Digitalisierung, Bildungsziele, Computerunterstütztes Lernen, Mediendidaktik, Schulentwicklung, Wissensmanagement, Interaktivität, E-Learning, Curriculare Verankerung, Neue Medien, Schulpraxis, Lernsoftware

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen und praktischen Einordnung informationstechnischer Bildung in das allgemeinbildende Schulsystem.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die gesellschaftliche Bedeutung technischer Bildung, die curriculare Verankerung in Schulen, die didaktische Begründung von Medieneinsatz sowie die Bewertung von Effizienz und Lernwirksamkeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Mehrwert und die pädagogischen Voraussetzungen für eine sinnvolle Integration digitaler Medien in den Unterricht zu klären, statt Technologie nur um ihrer selbst willen einzuführen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Analyse bildungstheoretischer Ansätze, empirischer Modellversuche sowie mediendidaktischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche theoretische Grundlagen, curriculare Ansätze in den Bundesländern, empirische Erkenntnisse aus Modellversuchen und eine didaktische Reflexion des Medieneinsatzes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Medienkompetenz, Informationsgesellschaft, Computerunterstütztes Lernen (CuL), didaktische Innovation und Schulentwicklung charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die Nutzung von Computern in der Grundschule im Vergleich zur Sekundarstufe laut dieser Arbeit?

Der Text stellt fest, dass für die Grundschule in vielen Rahmenplänen keine konkreten Einsatzszenarien für Computer vorgesehen sind, während in der Sekundarstufe der Computer als Medium für fachspezifische Zugänge, etwa in der Geometrie oder bei Funktionen, diskutiert wird.

Warum betont die Autorin die Rolle des Lehrers bei der Einführung digitaler Medien?

Die Autorin argumentiert, dass der Computer den Lehrer nicht ersetzen kann. Der Erfolg hängt von der Qualifikation des Pädagogen ab, Medien verantwortungsvoll in den Lehr-Lernprozess zu integrieren, da unüberlegter Einsatz eher zu Ineffizienz führen kann.

Excerpt out of 33 pages  - scroll top

Details

Title
Dimensionen informationstechnischer Grundbildung in der allgemeinbildenden Schule
College
Humboldt-University of Berlin  (Pädagogik und Informatik)
Grade
1,0
Author
Kristin Jankowsky (Author)
Publication Year
2003
Pages
33
Catalog Number
V17594
ISBN (eBook)
9783638221344
Language
German
Tags
Dimensionen Grundbildung Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kristin Jankowsky (Author), 2003, Dimensionen informationstechnischer Grundbildung in der allgemeinbildenden Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17594
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  33  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint