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Ausbildungsreife: Unterschiedliche Sichtweisen des Problems und Lösungsansätze - dargestellt am Beispiel des selbstorganisierten Lernens

Titel: Ausbildungsreife: Unterschiedliche Sichtweisen des Problems und Lösungsansätze - dargestellt am Beispiel des selbstorganisierten Lernens

Bachelorarbeit , 2010 , 46 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Tewes Bosselmann (Autor:in)

Didaktik - BWL, Wirtschaftspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Genies fallen nicht vom Himmel. Sie müssen Gelegenheit zur Ausbildung und Entwicklung haben.“

Einen Zugang zur heutigen Arbeitswelt – in Form einer Ausbildung – zu finden, wird für junge Menschen immer schwieriger. Durch ständig noch dynamischer und komplexer werdende Arbeitsvorgänge steigen die Anforderungen an Schulabgänger, neben Schulbuchinhalten auch Transferwissen einzubringen. Dieser schnelllebige Entwicklungsprozess verhindert bei vielen jungen Leuten die Chance auf einen Berufseinstieg. Die Schule gibt kaum Gelegenheit zur Konstruktion eigener Gedankenprozesse, sondern vermittelt nur stupide vorgefertigtes Wissen. Kaum sind die ehemaligen Schüler im Berufsleben angekommen, ist ihr Erlerntes bereits veraltet. So führt der typische Entwicklungsverlauf der Jugendlichen ohne Ausbil-dungsplatz direkt in die Übergangssysteme oder in die Jugendarbeitslosigkeit. Um diesem belastenden Kreislauf für die Menschen, Betriebe und Sozialsysteme entgegenzuwirken, müssen die jungen Menschen schon in der Schule auf die gestiegenen Anforderungen im Arbeitsleben vorbereitet werden und die nötige Ausbildungsreife entwickeln. Denn für etwa ¾ aller Unternehmen ist die mangelnde Ausbildungsreife der Bewerber das größte Problem bei der Besetzung von freien Ausbildungsplätzen. Die Schule muss den Grundstein für einen erfolg-reichen Berufseinstieg legen.

In dieser Arbeit soll der Fragestellung nachgegangen werden, was unter Ausbildungsreife zu verstehen ist und welche Probleme hieraus zum einen für die Schulabgänger, zum anderen für die Unternehmen entstehen. Hierfür wird das selbstorganisierte Lernen als ein möglicher Lösungsansatz in der Schule dargestellt und untersucht, ob es tatsächlich geeignet ist, die Ausbildungsreife zu verbessern.

Der erste Teil der Arbeit geht auf die Entwicklungen des Ausbildungsmarktes von 2006 bis 2009 ein und schildert die derzeitige Situation. Danach wird ein Überblick über die Ursachen für die negative Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt gegeben und exemplarisch die verschiedenen Sichtweisen der Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände dargelegt. Im Anschluss wird die Begrifflichkeit „Ausbildungsreife“ näher erläutert und Abgrenzungen zu ähnlichen Begriffen vorgenommen. Hierbei werden die Probleme bei der Bestimmung der Ausbildungsreife und ihrer Kriterien dargestellt. Als letztes wird die Position der Wirtschaft erörtert sowie Gründe für die Entwicklung in Bezug auf mangelnde Ausbildungsreife genannt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 SITUATION UND PROBLEME AUF DEM AUSBILDUNGSMARKT

2.1 ENTWICKLUNG AUF DEM AUSBILDUNGSMARKT ZWISCHEN 2006 - 2009

2.2 PROBLEME AUF DEM AUSBILDUNGSMARKT EXEMPLARISCH DISKUTIERT AM BEISPIEL VON ARBEITGEBERVERBÄNDEN UND GEWERKSCHAFTEN

2.2.1 Demographischer Wandel

2.2.2 Konjunkturelle Lage

2.2.3 Ausbildungsreife

3 AUSBILDUNGSREIFE

3.1 DEFINITION

3.1.1 Formale Definition

3.1.2 Inhaltliche Definition

3.1.2.1 Ansatz der Wirtschaft

3.1.2.2 Ansatz des deutschen Gewerkschaftsbundes

3.1.2.3 Untersuchung des Max-Planck-Instituts

3.1.3 Abgrenzung zu anderen Begrifflichkeiten

3.1.3.1 Ausbildungsfähigkeit

3.1.3.2 Berufseignung

3.1.3.3 Vermittelbarkeit

3.2 VERSCHIEDENE SICHTWEISEN DES PROBLEMS MANGELNDER AUSBILDUNGSREIFE

3.2.1 Problem aus Sicht der Wirtschaft

3.2.2 Problem aus Sicht der Gewerkschaften

3.3 SCHWACHSTELLEN IM BILDUNGSSYSTEM UND IHRE URSACHEN

3.4 FOLGEKOSTEN FEHLENDER AUSBILDUNGSREIFE

4 INSTITUTIONELLER LÖSUNGSANSATZ AUF DER MAKROEBENE

4.1 AUSBILDUNGSPAKT

4.1.1 Kooperation zwischen Schule und Wirtschaft

4.1.2 Kriterienkatalog

4.2 PROBLEME BEI DER UMSETZUNG

5 METHODISCHER LÖSUNGSANSATZ AUF DER MESO- BZW. MIKROEBENE

5.1 DER KONSTRUKTIVISTISCHE GRUNDGEDANKE

5.1.1 Charakteristika des Konstruktivismus

5.1.2 Merkmale von konstruktivistischem Unterricht

5.2 BEGRIFFSKLÄRUNG: SELBSTORGANISIERTES LERNEN

5.3 GRUNDLAGEN DES SELBSTORGANISIERTEN LERNENS

5.4 FRAKTALE UNTERRICHTSORGANISATION FÜR SELBSTORGANISIERTES LERNEN

5.4.1 Einsatzmöglichkeiten und Ziele im Unterricht

5.4.2 Advance Organizer und Leistungsbeurteilung

5.4.3 Didaktisch-methodische Grundlagen

5.5 FÖRDERUNG VON SCHLÜSSELKOMPETENZEN DURCH SELBSTORGANISATION

6 SCHLUSSFOLGERUNGEN UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen der mangelnden Ausbildungsreife bei Schulabgängern und analysiert die daraus resultierenden Probleme für Jugendliche und Unternehmen. Ziel ist es, das selbstorganisierte Lernen als einen didaktischen Lösungsansatz auf Meso- und Mikroebene zu prüfen, um die Ausbildungsreife nachhaltig zu verbessern.

  • Entwicklung des Ausbildungsmarktes von 2006 bis 2009
  • Definitorische Abgrenzung der Ausbildungsreife
  • Institutionelle Lösungsansätze auf Makroebene (Ausbildungspakt)
  • Konstruktivistische Didaktik und selbstorganisiertes Lernen
  • Förderung von Schlüsselkompetenzen durch Unterrichtsgestaltung

Auszug aus dem Buch

3.1 Definition

Der Begriff der „Ausbildungsreife“ gilt als schwieriges Konstrukt, sodass auch unter Fachleuten eine einheitliche Definition umstritten ist. Es gibt große Meinungsverschiedenheiten darüber, wie Ausbildungsreife zu prüfen ist und welche Maßstäbe zur Bewertung angesetzt werden müssen. Außerdem entsteht aufgrund der fehlenden Definition eine oft falsche oder zweideutige Verwendung des Begriffes, wodurch eine sachliche Diskussion oft erschwert wird. In der Politik wird die Ausbildungsreife unnötig funktionalisiert und zum Spielball machtpolitischer Grabenkämpfe genutzt. Aufgrund der hieraus entstehenden subjektiven Betrachtungsweise der Ausbildungsreife, wird im Folgenden eine Unterteilung in formale und inhaltliche Gesichtspunkte unternommen. Auf diese Weise soll eine angemessene Objektivität für die Begrifflichkeit der „Ausbildungsreife“ ermöglicht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die Problematik des erschwerten Berufseinstiegs und Vorstellung des selbstorganisierten Lernens als potenzieller Lösungsansatz.

2 SITUATION UND PROBLEME AUF DEM AUSBILDUNGSMARKT: Analyse der Marktentwicklung von 2006 bis 2009 sowie Diskussion der gegensätzlichen Sichtweisen von Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften.

3 AUSBILDUNGSREIFE: Detaillierte Definition und Abgrenzung des Begriffs sowie Untersuchung der Ursachen für die mangelnde Ausbildungsreife im Bildungssystem.

4 INSTITUTIONELLER LÖSUNGSANSATZ AUF DER MAKROEBENE: Vorstellung des Ausbildungspakts zwischen Wirtschaft und Schulen als Lösungsstrategie und kritische Reflexion der Umsetzung.

5 METHODISCHER LÖSUNGSANSATZ AUF DER MESO- BZW. MIKROEBENE: Erörterung der konstruktivistischen Didaktik und des selbstorganisierten Lernens als Instrument zur Förderung von Schlüsselkompetenzen.

6 SCHLUSSFOLGERUNGEN UND AUSBLICK: Fazit über die Notwendigkeit konstruktivistischer Wege zur langfristigen Verbesserung der Ausbildungsreife und beruflichen Integration.

Schlüsselwörter

Ausbildungsreife, Ausbildungsmarkt, selbstorganisiertes Lernen, Konstruktivismus, Schlüsselkompetenzen, Bildungssystem, Berufseignung, Ausbildungspakt, Fachkräftemangel, Ausbildung, Kompetenzentwicklung, Unterrichtsgestaltung, Berufsvorbereitung, Ausbildungsfähigkeit, Didaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Problem der mangelnden Ausbildungsreife bei Schulabgängern in Deutschland und evaluiert das selbstorganisierte Lernen als eine Methode, um diesem Mangel entgegenzuwirken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Analyse des Ausbildungsmarktes, die begriffliche Klärung der Ausbildungsreife, die Rolle des Ausbildungspakts sowie die Anwendung konstruktivistischer Lehr-Lern-Methoden.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, was unter Ausbildungsreife zu verstehen ist und ob das selbstorganisierte Lernen ein geeigneter Ansatz ist, um die Ausbildungsreife von Schulabgängern im Unterrichtsalltag zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literatur- und konzeptbasierte Analyse, die statistische Daten der Bundesagentur für Arbeit mit pädagogischen und konstruktivistischen Theorien verknüpft.

Welche Inhalte werden schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung des Problems auf dem Ausbildungsmarkt, eine detaillierte Definition und Abgrenzung der Ausbildungsreife sowie die methodische Ausarbeitung des selbstorganisierten Lernens.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Ausbildungsreife, Konstruktivismus, Schlüsselkompetenzen, selbstorganisiertes Lernen und Berufseignung.

Welche Rolle spielt der demografische Wandel für die Ausbildungsreife?

Die Arbeit zeigt auf, dass der demografische Wandel zu einer Verschiebung der Altersstruktur führt, wodurch der Fachkräftemangel verschärft wird und die Integration jedes einzelnen Schulabgängers in den Arbeitsmarkt an Bedeutung gewinnt.

Inwiefern unterscheidet der Autor zwischen Ausbildungsreife und Berufseignung?

Die Ausbildungsreife bezieht sich auf allgemeine Voraussetzungen für den Einstieg in eine Ausbildung, während die Berufseignung spezifische Merkmale für eine bestimmte berufliche Tätigkeit oder Position voraussetzt.

Ende der Leseprobe aus 46 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ausbildungsreife: Unterschiedliche Sichtweisen des Problems und Lösungsansätze - dargestellt am Beispiel des selbstorganisierten Lernens
Hochschule
Universität Lüneburg
Note
2,3
Autor
Tewes Bosselmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
46
Katalognummer
V175983
ISBN (eBook)
9783640971510
Sprache
Deutsch
Schlagworte
unterschiedliche sichtweisen problems lösungsansätze beispiel lernens
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tewes Bosselmann (Autor:in), 2010, Ausbildungsreife: Unterschiedliche Sichtweisen des Problems und Lösungsansätze - dargestellt am Beispiel des selbstorganisierten Lernens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/175983
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Leseprobe aus  46  Seiten
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