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Die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung nach §53 HGrG

Titel: Die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung nach  §53 HGrG

Seminararbeit , 2011 , 27 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Richard Söldner (Autor:in)

BWL - Revision, Prüfungswesen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Gemeinschaftsunternehmen zwischen privater und öffentlicher Hand haben sich zu einem beliebten Instrument der öffentlichen Aufgabenerfüllung entwickelt. Es gibt eine
Vielzahl an Unternehmen, an denen die öffentliche Hand ganz oder mehrheitlich beteiligt ist, wenngleich sie als Gesellschaften des Privatrechts, in Form einer Gesellschaft
mit beschränkter Haftung (GmbH), oder einer Aktiengesellschaft (AG) in Erscheinung treten, wie bspw. die Stadtwerke Regensburg GmbH. Während private Unternehmen unter den nötigen Voraussetzungen verpflichtet sind, ihren Jahresabschluss von externen Prüfern zum Ende des Geschäftsjahres prüfen zu lassen, müssen öffentliche Unter-nehmen sich einer erweiterten Revision durch einen externen Abschlussprüfer unterzie-hen. Durch die besondere Stellung dieser Unternehmen, hinsichtlich ihrer Erfüllung einer öffentlichen Aufgabe, und der finanziellen Abfederung der Finanzen durch den Bür-ger, resultiert die Notwendigkeit von Prüfungshandlungen, welche über die Prüfung des
Rechnungswesens als Primärziel hinausgehen.

Folgend wird im Rahmen der erweiterten Abschlussprüfung nach §53 Haushaltsgrund-sätzegesetz (HGrG), die Prüfung nach der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung (OdG) nach Abs.1 Nr.1 betrachtet. Nachdem in einem ersten Schritt die wesentliche Bedeutung, Zielsetzungen und die Anwendung des §53 Abs.1 Nr.1 HGrG erläutert werden, liegt der Schwerpunkt der Arbeit auf der Darstellung und Darlegung der Prüfung der OdG anhand des Fragenkatalogs des vom Institut derWirtschaftsprüfer (IDW) entwickelten Prüfungsstandard (PS) 720. Abschließend erfolgt eine kritische Betrachtung hinsichtlich der Erfüllung der Zielsetzung der erweiterten Abschlussprüfung und ein kurzer Ausblick der Anwendung dieser Prüfung auf private Unternehmen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Erläuterungen zu §53 Abs.1 Nr. 1 HGrG

2.1. Bedeutung und Zielsetzung

2.2. Rechtsformen, Prüfungsträger und Prüfungsgegenstand

3. Prüfungshandlungen i. S. d. §53 Abs.1 Nr.1 HGrG nach IDW PS 720

3.1. Aufbau des IDW PS 720

3.2. Prüfung der Geschäftsführungsorganisation

3.3. Prüfung des Geschäftsführungsinstrumentariums

3.4. Prüfung der Geschäftsführungstätigkeit

4. Erfüllung der Zielsetzung der Prüfung i. S. d. §53 Abs.1 Nr.1 HGrG

5. Die Anwendbarkeit der Prüfung nach §53 Abs.1 Nr.1 HGrG bei privaten Unternehmen?

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die erweiterte Abschlussprüfung gemäß §53 Haushaltsgrundsätzegesetz (HGrG) mit Fokus auf die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung. Ziel ist es, die praktische Durchführung dieser Prüfung anhand des IDW-Prüfungsstandards 720 darzulegen und kritisch zu hinterfragen, ob die gesetzlich verankerte Zielsetzung durch das aktuelle Prüfungsdesign erreicht werden kann.

  • Grundlagen und Zielsetzung der Prüfung nach §53 HGrG
  • Struktur und Anwendung des IDW PS 720
  • Prüfung von Geschäftsführungsorganisation und -instrumentarium
  • Analyse der Geschäftsführungstätigkeit und Entscheidungsfindung
  • Kritische Würdigung der Wirksamkeit sowie Übertragbarkeit auf private Unternehmen

Auszug aus dem Buch

3.2. Prüfung der Geschäftsführungsorganisation

Nach POTTHOFF ist unter GeFü-Organisation zu verstehen, „…dass die Geschäftsführung als Institution eine Ordnung hat, in der Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung einerseits und die Zusammenarbeit bei mehreren Mitgliedern der GeFü andererseits geregelt ist.“ In den Fällen des §53 HGrG für die erwähnten Geschäftsformen des Privatrechts unter Punkt 2.2., geht es um die gesetzliche und satzungsmäßige Aufgabenverteilung und Besetzung von Führungsorganen, also Aufbauorganisation und Kooperation der GeFü. Es wird zwischen primärer und sekundärer GeFü unterschieden. Der primäre Teil befasst sich mit dem ordnungsgemäßen Ablauf der Geschäfte, der sekundäre ist hauptsächlich mit Überwachungsaufgaben betraut und hat je nach Rechtsform unterschiedliche Mitwirkungsrechte gegenüber der primären GeFü. Die Prüfung soll zwei wesentliche Felder umfassen. Zum einen, die Prüfung der Beziehungen des GeFü-Organs zu über- und untergeordneten Hierarchieebenen und Beziehungen innerhalb des Organs selbst, und zum anderen die Aufgabenverteilung auf und zwischen den jeweiligen Hierarchieebenen. Im Detail soll die Prüfung darauf abzielen, innere Strukturen, d.h. eine ordnungsgemäße Besetzung des Vorstandes/der Geschäftsführer und des Aufsichtsrates, Einklang mit Satzung und gesetzlichen Normen bei Veränderungen der Organe, oder die Beschlussfähigkeit bei der Entscheidungsfällung zu prüfen. Insbesondere bei der Investitionsentscheidung ist dieser Aspekt sehr wichtig, da bei öffentlichen Unternehmen mehrere Gremien mit eingebunden werden. Der Prüfer sollte sich aber nicht auf eine statische Analyse der Organisation an sich konzentrieren, sondern die generelle Arbeitsweise und die Wahrnehmung und Delegation von Führungsaufgaben der GeFü im Auge behalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der erweiterten Abschlussprüfung bei öffentlichen Unternehmen und Vorstellung der Forschungsziele.

2. Allgemeine Erläuterungen zu §53 Abs.1 Nr. 1 HGrG: Erläuterung der gesetzlichen Grundlagen, der Bedeutung für öffentliche Unternehmen sowie der beteiligten Prüfungsträger.

3. Prüfungshandlungen i. S. d. §53 Abs.1 Nr.1 HGrG nach IDW PS 720: Detaillierte Darstellung des IDW-Prüfungsstandards 720 und der spezifischen Prüfungsgebiete (Organisation, Instrumentarium, Tätigkeit).

4. Erfüllung der Zielsetzung der Prüfung i. S. d. §53 Abs.1 Nr.1 HGrG: Kritische Analyse, ob die angewandten Prüfungshandlungen tatsächlich zur Erreichung der gesetzlichen Zielvorgaben führen.

5. Die Anwendbarkeit der Prüfung nach §53 Abs.1 Nr.1 HGrG bei privaten Unternehmen?: Untersuchung zur Frage, ob das Prüfungsregime auf rein privatwirtschaftliche Unternehmen sinnvoll übertragen werden kann.

Schlüsselwörter

§53 HGrG, Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung, IDW PS 720, öffentliche Unternehmen, Abschlussprüfung, Geschäftsführungsorganisation, Finanzkontrolle, Risikomanagement, Überwachungsorgan, interne Revision, Unternehmensplanung, Wirtschaftlichkeit, Compliance, Finanzinstrumente, Abschlussprüfer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der erweiterten Abschlussprüfung gemäß §53 des Haushaltsgrundsätzegesetzes (HGrG) für Unternehmen, an denen die öffentliche Hand maßgeblich beteiligt ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Prüfung der Geschäftsführungsorganisation, das Instrumentarium der Geschäftsführung sowie die Prüfung der konkreten Geschäftsführungstätigkeit nach IDW PS 720.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die systematische Darlegung der Prüfungshandlungen zur Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung und eine kritische Auseinandersetzung mit deren Effektivität und Reichweite.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung des IDW-Prüfungsstandards 720, um ein Modell für die Durchführung der erweiterten Abschlussprüfung zu strukturieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, die detaillierte Darstellung des IDW PS 720 und die Analyse einzelner Prüfungsfragenkreise für die Geschäftsführung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung, der IDW PS 720, öffentliche Unternehmen und die Prüfung der Geschäftsführungsinstrumente.

Welche Bedeutung kommt dem IDW PS 720 bei der Prüfung zu?

Der IDW PS 720 fungiert als zentraler Prüfungsstandard, der durch einen Fragenkatalog definiert, wie die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung in Bezug auf Organisation, Instrumente und Tätigkeit geprüft werden soll.

Warum ist die Prüfung bei privaten Unternehmen kritisch zu sehen?

Die Prüfung ist stark auf die spezifischen Bedürfnisse und Kontrollinteressen der öffentlichen Hand zugeschnitten; eine pauschale Übertragung auf private Unternehmen ist aufgrund der anderen Zielsetzung und Governance kaum zielführend.

Wie unterscheidet sich die Prüfung bei öffentlichen von der bei privaten Unternehmen?

Öffentliche Unternehmen unterliegen aufgrund der Nutzung öffentlicher Gelder einer erweiterten Revision, die über die bloße Prüfung des Rechnungswesens hinausgeht, was bei privaten Unternehmen in dieser Form nicht gesetzlich vorgeschrieben ist.

Was bemängelt der Autor an der aktuellen Prüfungspraxis?

Der Autor weist darauf hin, dass die Prüfung primär eine ex-post Orientierung hat und somit nur bedingt dazu geeignet ist, zukunftsorientierte Unternehmensentwicklungen oder Risiken proaktiv abzusichern.

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung nach §53 HGrG
Hochschule
Universität Regensburg
Note
2,3
Autor
Richard Söldner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
27
Katalognummer
V176005
ISBN (eBook)
9783640971626
ISBN (Buch)
9783640972692
Sprache
Deutsch
Schlagworte
§53 Haushaltsgrundsätzegesetz HGrG Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung OdG Ordnungsmäßigkeitsprüfung Ordnungsmäßigkeit Geschäftsführung öffentliche Unternehmen gemischtwirtschaftliche Unternehmen Prüfung öffentlicher Unternehmen staatliche Unternehmen Geschäftsführungsinstrumentarium Geschäftsführungsorganisation Geschäftsführungstätigkeit IDW PS 720
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Richard Söldner (Autor:in), 2011, Die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung nach §53 HGrG, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176005
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  27  Seiten
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