Moderation und verschiedene Moderationstechniken an einem konkreten Beispiel


Hausarbeit, 2010
20 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Gliederung

1 Einleitung

2 Fallbeschreibung

3 Vorgehen bei der Vorbereitung
3.1. Organisatorische Vorbereitung
3.2. Inhaltliche Vorbereitung

4 Dramaturgie der Moderation

5 Kritische Situationen
5.1 Störung durch Handys
5.2 Teilnehmer kommt zu spät
5.3. Gruppe ist mit Methode nicht zufrieden

6 Nachbereitung

Abbildungskatalog

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung

Die heutige Art der Moderation entstand schon mit den Protesten der 68er und dientedem Zweck miteinander zu lernen. Im Mittelpunkt stand hier vor allem das Mitwirken allerTeilnehmer. Was bedeutete, dass alle Beteiligten dazu aufgerufen waren, selbst Interessezu entwickeln, ihre Gedanken vorzubringen und verantwortungsvoll mitzuentscheiden.

Der Grundgedankte der Moderations-Methoden, in einem Team von Betroffenen, Probleme zu lösen, sowie Themen und Ideen weiterzuentwickeln, ist heute gerade in der Geschäftswelt mehr denn je gefragt. Der Moderator übernimmt dabei in der Regel die Aufgabe, die Teilnehmer zu motivieren und den Problemlösungsprozess der Gruppe strukturiert voranzutreiben. (Brinker und Schuhmacher, 2003)

In nachfolgenden Ausführungen wird die Vorbereitungsdokumentation einer Moderation anhand eines ausgewählten Beispiels dargestellt.

2. Fallbeschreibung

2.1. Allgemeine Fakten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3. Vorgehen bei der Vorbereitung

3.1. Organisatorische Vorbereitung

Die Organisatorische Vorbereitung sollte anhand einer Checkliste durchgeführt werden,um sicher zu gehen alle wichtigen Punkte berücksichtigt zu haben. Diese Liste ist inAbbildung 1 zu finden. Sie beinhaltet unter anderem die Themenbereiche Termin- undZeitrahmenerstellung, sowie Orts- und Raumplanung. Beide Punkte sind in diesem Falldurch den Auftraggeber vorgegeben, Der Moderator sollte jedoch einen Zeitpuffer für zuspät kommende Teilnehmer einplanen. Der zugeordnete Raum sollte frühzeitig auf seineTauglichkeit überprüft werden, um notfalls Änderungen diesbezüglich Besprechen zu kön-nen. Eine Überlegung dabei ist, ob Methoden angewendet werden, in denen die Teil-nehmer als Kleingruppen konzentriert arbeiten müssen. Ist dies der Fall, sollte eventuell eingeeigneter Nebenraum gesucht werden. Die Moderatorin hat diesbezüglich die Vereinba-rung getroffen, wenn nötig zusätzlich einen kleineren Besprechungsraum nutzen zu kön-nen. Die Terminfestlegung und Einladungsverteilung wurde bereits durch die Controlling-Abteilung vorgenommen. Sie erhielt von allen oben genannten Teilnehmern eine Zusage.Bei einer Besichtigung sollte über eine geeignete Sitzordnung nachgedacht werden. Weiles bei der Veranstaltung vor allem um einen kreativen und regen Gedankenaustauschgeht und für die Arbeit nicht unbedingt ein Tisch benötigt wird, entscheidet sich der Mode-rator für einen Stuhlkreis. Der Moderator möchte vor allem eine Moderationswand bzw.Pinnwand, sowie eine Flip-Chart benutzen. Beide werden von der Firma Käfer bereitge-stellt. Auch ein voll ausgestatteter Moderationskoffer muss zur Veranstaltung bereit stehen.Auch für den Inhalt dieses Koffers ist eine Checkliste hilfreich. Diese ist im Anhang unterAbbildung 2 zu sehen. Die Controlling-Abteilung benötigt für ihre Präsentation einen Lap-top sowie einen Beamer. Um beides kümmern sie sich selbst. Andere Medien möchte derModerator in nicht einsetzen. Für die Mittagspause ist ein Besuch in der hauseigenen Kan-tine vorgesehen. Im Raum werden während der Sitzung kleine Snacks und alkoholfreieGetränke bereit stehen, an denen sich die Teilnehmer während der Pausen bedienenkönnen.

Am Tag der Moderation, sollte der Moderator schon mindestens eine Stunde früher, als dieTeilnehmer da sein, um das Vorhandensein aller Mittel zu überprüfen und den Raum ent-sprechend vorzubereiten. Vorbereitete Plakate können schon aufgehängt und Stifte ge-testet werden. Außerdem sollte der Moderator eine Kamera mit bringen, um später alleEntwicklungsschritte fotografisch festhalten zu können. Als hilfreich für die Organisation,auch während der Veranstaltung, erweist sich ein Ablaufplan. Dieser ist in Abbildung 10 zufinden. (Werner/Elbe, o.D.)

3.2. Inhaltliche Vorbereitung

Die inhaltliche Vorbereitung besteht aus zwei Phasen. Der erste ist die Klärung des Moderationsziels. Dies ist wichtig für die komplette Vorbereitung der Veranstaltung. In diesem Beispiel kann das Ziel so formuliert werden: Ziel der Moderationsveranstaltung ist es konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des Bestellprozesses im Delikatessenmarkt Parsdorf zu finden und festzulegen, um eine Steigerung der Kundenzufriedenheit zu erreichen.

Der zweite Schritt ist die Vorbereitung auf die Teilnehmer. Hier wird analysiert welche Mitarbeiter Teilnehmen, welche Aufgaben sie im Alltagsgeschäft erfüllen und ihre Einstellung sowie ihr Interesse zum Thema.

Die meisten Punkte wurden in den allgemeinen Fakten bereits abgeklärt. Der Moderator sollte also im Vorfeld Gespräche mit den teilnehmenden Mitarbeitern führen, um das jeweilige Interesse und ihre Erwartungen genauer kennen zu lernen und sich wenn möglich darauf einstellen zu können. (Werner/Elbe, o.D.)

3.3. Dramaturgie der Moderation

Die Dramaturgie der Moderation richtet sich immer nach dem Moderationszyklus, der aussechs unterschiedlichen Phasen besteht. Die erste Phase ist der Einstieg. Sie soll dazu die-nen, sich gegenseitig kennen zu lernen sowie eine positive und konstruktive Arbeitsatmo-sphäre zu schaffen. Außerdem sollen Arbeitsschritte und -methoden erklärt werden undeine sachliche Einführung in das eigentliche Thema erfolgen. Zudem soll das Ziel der Ver-anstaltung benannt werden. In der zweiten Phase werden Themen gesammelt, die imAusblick auf das Ziel, besprochen werden sollen. Die dritte Phase dient zur Festzulegungder Reihenfolge, in der diese Themen diskutiert und erarbeitet werden sollen. So entstehtein Vorgehensplan für die Veranstaltung. Die eigentliche kreative Bearbeitung findet dannin der vierten Phase statt. In der fünften Phase ist es das Ziel, die erarbeiteten Lösungen ineinen konkreten Maßnahmenplan einzufügen, damit jeder Teilnehmer weiß, was zum Er-reichen des Ziels getan werden muss und wer gegebenenfalls dafür verantwortlich ist. Dieletzte Phase bildet den Abschluss. Hier soll die Veranstaltung noch einmal reflektiert undbewertet werden. Die Aufgabe des Moderators ist es dann, die Ergebnisse fotografischfestzuhalten und den Teilnehmern sowie dem Auftraggeber zugänglich zu machen. (Zell,2011)

Die Einstiegsphase soll mit einer Vorstellungsrunde beginnen. Da sich noch nicht alle teil-nehmenden Mitarbeiter untereinander kennen, wird hierfür eine ‚Kennenlern-Matrix‘ ver-wendet. Diese hat den Vorteil, dass sie wenig Zeit benötigt. Der Moderator gibt eine visua-lisierte Matrix an einer Pinnwand vor, deren Überschriften sich an der Zielgruppe und demZiel der Veranstaltung orientieren. Eine Zeile sollte immer für einen persönlichen Bereich derTeilnehmer stehen, um ihnen zu vermitteln, dass es in der Veranstaltung nicht nur um die Sache, sondern auch um die betroffenen Menschen geht. (Seifert, 2003, S. 104) In diesem Fall verwendet der Moderator die Überschriften ‚Name‘ ‚Funktion‘ und ‚mich betrifft das heutige Thema, besonders weil…‘. Ein Beispiel der Matrix ist in Abbildung 3 zu finden. DerModerator begrüßt das Team, und heftet seine Karten unter die entsprechenden Über-schriften. Dann lässt er den Teilnehmern ein paar Minuten Zeit, um ihre Karten auszufüllen.Jeder der Anwesenden stellt sich vor und pinnt seine Karten in die jeweiligen Spalten. DieMatrix dient während der ganzen Veranstaltung als Orientierungshilfe für den Moderatorund die Teilnehmer. Dies nimmt ungefähr 10 Minuten in Anspruch. Um ein gutes Arbeitskli-ma zu schaffen, sowie die Wünsche und Erwartungen der Teilnehmer zu erfahren, verwen-det der Moderator ein 2 Dimensionales Koordinatenfeld, wie in Abbildung 4 dargestellt. Mitder Überschrift: Was erwarte ich von dieser Veranstaltung. Wobei die vertikale Achse mit‚verbesserter Kommunikation‘ und die horizontale Achse mit ‚konkrete Lösungen‘ benanntist. Jeder Teilnehmer kann seinen Klebepunkt auf die jeweilige Erwartungshaltung ankle-ben. (Götz, 2011) Nach der Vorstellung wird ein Regelkatalog für effektives Arbeiten undzur Vermeidung von Störungen aufgestellt. Die Regeln werden durch Zurufen der Teilneh-mer gesammelt, vom Team gemeinsam diskutiert und beschlossen und vom Moderatorauf einem Flip-Chart festgehalten, dann an einer freien Wand aufgehängt, damit sie wäh-rend der Veranstaltung für jeden sichtbar bleiben. Gerade in konfliktreichen Gruppenlohnt sich die Einführung einer Karte die von den Teilnehmern bei einem Regelverstoßhochgehoben werden kann. Der entsprechende Einwand kann dann vom Moderatoraufgegriffen werden. (Neuland AG, 2010) Um nun in das Thema einzuführen, stellt das Mit-glied der Controlling-Abteilung etwa 10 Minuten die Ergebnisse seiner Kundenzufrieden-heitsstudie vor und erläutert die sich daraus ergebende Problematik, für die in der Veran-staltung, konkrete Lösungen gefunden werden sollen. Hierfür sind ca. 10 Minuten einge-plant, mit einem Zeitpuffer von 5 Minuten für eventuelle Fragen und die Benennung desVeransaltungsziels. Danach erklärt der Moderator den Ablauf der Veranstaltung und hängteinen vorgefertigten Ablaufplan als Plakat an eine freie Wand. (Werner/Elbe, o.D.)

Für die Themensammlung muss festgestellt werden, welche Themen von den Teilnehmernbearbeitet werden sollen. Hierzu wird eine klassische Kartenabfrage verwendet. Der Mo-derator bittet die Teilnehmer, jeweils drei relevante Themen auf Moderationskarten zuschreiben. Regeln hierfür: Nur eine Ursache pro Karte, sowie groß und möglichst leserlichschreiben. Es wird ein Zeitrahmen von 5 Minuten vorgegeben. Die Karten werden vomModerator eingesammelt und vorgelesen. Hierbei können eventuell entstandene Fragenoder Unklarheiten zu einzelnen Ideen, mit den Teilnehmern geklärt werden. Die Kartenwerden dann, von der Gruppe selbst in Themenbereiche geordnet und vom Moderatoran eine Moderationswand gepinnt, anschließend ist es Aufgabe der Teilnehmer geeigneteÜberschriften für die einzelnen Themenbereiche zu finden. Diese werden dann vom Mode-rator auf einem sogenannten Themenspeicher festgehalten, der wie in Abbildung 5 vomModerator bereits auf einem Flip-Chart vorgegeben ist. (Werner/Elbe, o.D.)

[...]

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Moderation und verschiedene Moderationstechniken an einem konkreten Beispiel
Note
1,3
Autor
Jahr
2010
Seiten
20
Katalognummer
V176027
ISBN (eBook)
9783668681552
ISBN (Buch)
9783668681569
Dateigröße
763 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Moderation, Moderationstechniken
Arbeit zitieren
Ines Schmidt (Autor), 2010, Moderation und verschiedene Moderationstechniken an einem konkreten Beispiel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176027

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