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Rezension zu Manfred G. Schmidts "Das politische System Deutschlands. Institutionen, Willensbildung und Politikfelder."

Titel: Rezension zu Manfred G. Schmidts "Das politische System Deutschlands. Institutionen, Willensbildung und Politikfelder."

Rezension / Literaturbericht , 2010 , 11 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Tobi Remsch (Autor:in)

Politik - Politisches System Deutschlands
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Beim vorliegenden Werk handelt es sich um die Rezension des politikwissenschaftlichen Einführungswerkes "Das politische System Deutschlands" von Manfred G.Schmidt. Es entstand als Pflichtarbeit in einem Seminar des Moduls "Das politische System der BRD im europäischen Kontext" der Universität Potsdam.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Inhaltsangabe und Analyse

2.1 Das „Spielregelwerk“ der Politik

2.2 Zentrale Akteure des politischen Systems der BRD

3. Politikfelder

4. Bilanz

5. Bewertung

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die strukturierte Zusammenfassung und kritische Analyse des Standardwerkes von Manfred G. Schmidt über das politische System der Bundesrepublik Deutschland, wobei insbesondere die methodische Herangehensweise und die Erfüllung der selbstgestellten Ansprüche des Autors untersucht werden.

  • Analyse der Dimensionen "polity", "politics" und "policy"
  • Untersuchung des föderalen Systems und der Rolle der Judikative
  • Diskussion über die Macht der Interessenverbände
  • Bewertung der deutschen Politikfelder und der „Politik des mittleren Weges“

Auszug aus dem Buch

2.1 Das „Spielregelwerk“ der Politik

Schmidt beginnt mit einer Darlegung des grundlegenden Regelwerkes, das die Politik in der BRD zu beachten hat, nämlich des Grundgesetzes sowie des Wahlsystems.

In einem historischen Abriss schildert er zunächst Deutschlands langen „Weg nach Westen“ (S.20) und zur Demokratie, der von zahlreichen fundamentalen politischen Umbrüchen gesäumt war. Eine besondere Rolle im Prozess der Demokratisierung misst Schmidt dem Grundgesetz bei, gleichwohl seine Ausarbeitung denkbar schwierig gewesen sei. Der Parlamentarische Rat als verfassungsgebendes Organ musste nämlich einerseits die Interessen der poltischen Parteien und Landtage berücksichtigen und andererseits die Vorgaben der Siegermächte (vgl. S.23ff.).

Nachfolgend zählt der Autor die „grundlegenden Weichenstellungen“ und Vorgaben „der Architekten des Grundgesetzes“ (S.26) auf und bewertet ihre Umsetzung. Sie lauten: Rechtsstaat, Republik, Demokratie, Bundesstaat, Sozialstaat, und „offener Staat“. Sowohl empirische als auch normative Argumentationsstränge darlegend, wie die Kritik an der angeblich zu starken Judikative, kommt Schmidt insgesamt zu dem Ergebnis, dass diese fundamentalen Vorgaben umgesetzt worden seien und fällt ein positives Urteil über das Grundgesetz. (vgl. S.35-42).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Werk von Manfred G. Schmidt ein und erläutert den breiten Ansatz des Autors, das politische System Deutschlands durch die Verknüpfung von Institutionen, Prozessen und Inhalten zu erforschen.

2. Inhaltsangabe und Analyse: Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über die 19 Kapitel des Werkes und analysiert die wesentlichen Akteure sowie die zentralen institutionellen Rahmenbedingungen des politischen Systems.

2.1 Das „Spielregelwerk“ der Politik: Das Kapitel behandelt die historische Entstehung des Grundgesetzes sowie die theoretische Fundierung und Funktionsweise des deutschen Wahlsystems.

2.2 Zentrale Akteure des politischen Systems der BRD: Hier werden die wichtigsten politischen Akteure, insbesondere Wähler, Parteien und Verbände, in ihrem Verhalten und ihrem Einfluss auf das politische System beschrieben.

3. Politikfelder: Dieses Kapitel untersucht die historische Entwicklung verschiedener Politikbereiche und erläutert das Konzept der für Deutschland charakteristischen „Politik des mittleren Weges“.

4. Bilanz: Hier erfolgt eine zusammenfassende Bewertung der politischen Leistungen und Mängel, wobei insbesondere ungelöste Probleme und die Effizienz des legislativen Prozesses im Vordergrund stehen.

5. Bewertung: Das abschließende Kapitel würdigt das Werk als herausragendes politikwissenschaftliches Einführungswerk und übt gleichzeitig konstruktive Kritik an der fachsprachlichen Erläuterung.

Schlüsselwörter

polity, politics, policy, Grundgesetz, Wahlsystem, Parteiensystem, Verbändeherrschaft, Bundestag, Föderalismus, Politik des mittleren Weges, Bundesverfassungsgericht, Institutionen, Politikanalyse, Vetospieler, Demokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Rezension grundsätzlich?

Die Arbeit rezensiert Manfred G. Schmidts 2007 erschienenes Standardwerk „Das politische System Deutschlands“ und prüft dessen Anspruch, Institutionen, Prozesse und Inhalte gleichermaßen zu beleuchten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen das Regelwerk des Grundgesetzes, die Rolle der politischen Akteure (Wähler, Parteien, Verbände), die föderale Struktur und die Ausgestaltung verschiedener Politikfelder.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Analyse der Struktur und des Inhalts des rezensierten Werkes sowie die Beantwortung der Frage, ob der Autor seine wissenschaftlichen Ansprüche in der Umsetzung erfüllen konnte.

Welche methodische Herangehensweise wird verwendet?

Der Rezensent verwendet einen deskriptiv-analytischen Ansatz, der die theoretischen Ausführungen Schmidts mit eigenen Überlegungen und aktueller politischer Empirie abgleicht.

Welche Schwerpunkte liegen auf dem Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse der "polity"-Komponenten, die Macht der Verbände, die Arbeitsweise des Bundestages und die ökonomisch begründete "Politik des mittleren Weges".

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die wichtigsten Schlagworte sind das triadische Politikmodell (polity, politics, policy), Vetospielertheorie, Parteienwettbewerb und der föderale Polyzentrismus.

Wie bewertet der Rezensent Schmidts These zur Verbändeherrschaft?

Der Rezensent äußert Zweifel an Schmidts Schlussfolgerung, dass die BRD kein Verbändestaat sei, da die enge Verflechtung von Parteien und Interessengruppen (besonders bei der SPD) auf einen indirekt stärkeren Einfluss hindeutet.

Welche Rolle nimmt das Bundesverfassungsgericht laut der Analyse ein?

Das Gericht wird als Wächter der Verfassung mit prägendem Einfluss beschrieben, wobei kritisch hinterfragt wird, ob durch dessen starke Stellung ein „Regieren durch Richter“ entstehen könnte.

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Details

Titel
Rezension zu Manfred G. Schmidts "Das politische System Deutschlands. Institutionen, Willensbildung und Politikfelder."
Hochschule
Universität Potsdam
Veranstaltung
Das politische System der BRD im europäischen Kontext
Note
2,0
Autor
Tobi Remsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
11
Katalognummer
V176086
ISBN (eBook)
9783640978052
ISBN (Buch)
9783640978304
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Das politische System Deutschlands Manfred G. Schmidt Rezension Schmidt politisches System politisches System der BRD Potsdam Universität Potsdam schriftliche Rezension politisches System Deutschlands
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tobi Remsch (Autor:in), 2010, Rezension zu Manfred G. Schmidts "Das politische System Deutschlands. Institutionen, Willensbildung und Politikfelder.", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176086
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  11  Seiten
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