Social Software in Unternehmen


Seminararbeit, 2011

15 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
1.2. Aufbau der Arbeit

2. Enterprise 2.0 - Social Software im Unternehmen
2.1. Social Software-Anwendung
2.2. Social Software im Wissensmanagement

3. Fallstudie: Podcast in der Vertriebsschulung bei der Adam Opel AG
3.1. Ausgangssituation
3.2. Konzept und Ziele
3.3. Umsetzung
3.4. Ergebnisse

4. Potentiale und Grenzen von Social Software für das Wissensmanagement

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 : Ablaufkonzept des Opel-Podcast-Service

Abbildung 2 : Beurteilung des Projekts nach der Pilotphase

1. Einleitung

1.1. Problemstellung und Zielsetzung

Das ,,Wissen" stellt in der heutigen Zeit für die Unternehmen eine zunehmend wettbewerbsrelevante Ressource dar. Eine Mehrzahl der Manager schätzt, dass der Produktionsfaktor Wissen mehr als die Hälfte der Wertschöpfung ausmacht, die Produktivität durch Wissensmanagement um die Hälfte erhöht werden könnte und Unternehmen nur die Hälfte des ihnen zur Verfügung stehenden Wissens auch nutzen.[1] So sind die Unternehmen vor dieser Herausforderung gestellt, die ihnen zur Verfügung stehenden Informationen auszuwerten, in ihren Wissensbestand zu transferieren und zu nutzen. Social Software Anwendungen ermöglichen Unternehmen eine verbesserte Interaktionsmöglichkeit einen intensiveren Kommunikations- und Informationsaustausch.[2]

Ziel dieser Arbeit ist die Darstellung von dem Einsatz von Social Software Anwendungen im Unternehmen für das Wissensmanagement.

1.2. Aufbau der Arbeit

In der Einleitung (erstes Kapitel) werden die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit sowie die Vorgehensweise dargelegt. In der Literatur wird das Thema Web 2.0 ausführlich besprochen und diese gelten für diese Arbeit als Vorraussetzung und werden nicht weiter behandelt. Im zweiten Kapitel wird Social Software im Unternehmen betrachtet. Hierfür werden die Anwendungen sowie Social Software im Wissensmanagement erläutert. Welche die Grundlage für das spätere Praxisbeispiel bilden. Im vierten Kapitel erfolgt eine Fallstu- die des Automobilherstellers Adam Opel AG. Diese beschreibt die Lösung, mit der die Weiterqualifikation von Mitarbeitern in der Opel-Händlerorganisation durch den Einsatz von Social Software den Anforderungen: höhere Aktualität, Transfersicherung und Nach- haltigkeit des Trainings besser gerecht wird. Es werden Ziele und Konzept erläutert sowie die Umsetzung und Erfolge von Podcast für das Wissensmanagement eingesetzt wurde. Auf dieser Grundlage werden im fünften Kapitel weitere Potenziale entwickelt sowie die Grenzen aufgezeigt. Im letzteren Kapitel werden die Aspekte punktuell noch mal erklärt. Daraus Erfolgt eine Ausblick und ein Resümee der behandelten Thematik.

2. Enterprise 2.0 - Social Software im Unternehmen

Der Begriff Social Software sowie die Abgrenzung zum Begriff Web 2.0 ist in der Literatur nicht klar definiert. Beide Begriffe werden teilweise synonym verwendet, jedoch ist Social Software eher als eine Teilmenge von Web 2.0 zu sehen.[3] Unter „Social Software“ versteht man allgemein webbasierte Anwendungen, die Informations-, Kommunikation-, Identitätsund Beziehungsmanagement unterstützen.[4] Enterprise 2.0 ist die Adaption von Social Software Anwendungen innerhalb von oder zwischen Unternehmen und ihren Partnern o- der Kunden.[5] Social Software eignet sich im Unternehmen besonders für: Wissens- und Informationsteilung, Verbesserung der Kommunikation und Informationstransparenz, Verbesserung der Zusammenarbeit von Global verteilten Teams und Experten, gemeinsames erstellen von Dokumenten, Sammlung und Bearbeitung von Best Practices, Einfaches Content Management, Publishing und Informationssammlungen.[6]

2.1 Social Software-Anwendungen

Social Software Anwendungen sind multifunktional, das heißt nicht nur auf einen Zweck spezialisiert, sondern können flexibel an verschiedene Aufgaben angepasst werden.[7] Für ein weiteres Verständnis dieser Arbeit werden hier nur die Ausrichtung Informationsmanage- ment erklärt. Diese ermöglicht des Finden, Bewerten und Verwalten von Informationen.[8] Wikis werden üblicherweise als Informations- und Koordinationsplattformen in Unterneh- men eingesetzt. Mehrere Autoren können gemeinschaftlich nicht nur texte lesen, sondern auch beliebig von seinen Nutzern bearbeitet werden.[9] Aus diesem Grund sind Wikis hilf- reich, um das Wissen verschiedener Autoren, die z.B. in einem international aufgestellten Unternehmen global verteilt arbeiten, unabhängig von den Wissensträgern zu bündeln. Bei einer hohen Zahl von kompetenten Autoren können Aktualisierungen und Korrekturen zü- gig erfolgen (sog. Wisdom of the Crowds, Kollektive Intelligenz), so dass die einzelnen Artikel grundsätzlich hohe Aktualität besitzen können. Im Rahmen von Projekten kann z.B. das Projektmanagement erleichtert werden, indem vom Brainstorming über die Projekt- durchführung bis hin zur Evaluation alle Schritte in einem Wiki dokumentiert werden.[10]

Weblog/Blog, im Unternehmen sind in der Regel persönliche Werkzeuge des Informati- onsmanagements, die aus dem subjektiven Blickwinkels eines Autors geschrieben sind. Ein Blog kann aber auch von mehreren Blog-Autoren. Weblogs sind dabei meist Bottom-up getrieben, das heißt sie setzen auf die unmittelbare Kommunikation einzelner, die dadurch in Diskursen mitwirken, mit Kollegen direkt in Kontakt treten etc. Sie ergänzen so auch die traditionelle Top-down-Kommunikation im Unternehmen, und ermöglichen die einfache und schnelle Distribution von Inhalten - gerade durch einzelne Mitarbeiter.[11]

Podcast, bezeichnet das Produzieren und Anbieten von Mediendateien über das Internet. Ein einzelner Podcast[12] ist somit eine Serie von Medienbeiträgen, die über einen RSS Feed automatisch bezogen werden können, die sich unabhängig von Sendezeit auch mobil konsumieren lassen.[13] Die Stärken von Podcast für den Wissenstransfer liegt vor allem für international agierende Unternehmen liegt in diesen Eigenschaften großes Potenzial wenn es darum geht, effizienten Wissenstransfer zu betreiben.[14]

2.2 Social Software im Wissensmanagement

Wissensmanagement ist die systematische Planung, Umsetzung und Steuerung von Maß- nahmen, mit denen Daten, Informationen, Wissen und die Erfahrungen von Mitarbeitern identifiziert, erfasst, entwickelt, verteilt, bewahrt und genutzt werden.[15] Social Software ist ein innovativer Ansatz, Wissensmanagement neu zu gestalten. Durch neue Technologien, mehr aber noch durch die Adoption neuer Prinzipien und Methoden, ergeben sich sowohl Herausforderungen als auch neue Möglichkeiten.[16] Gegenüber anderen Werkzeugen zur Kommunikationsunterstützung oder zum Wissensmanagement bietet So- cial Software bessere Möglichkeiten impliziertes und Best Practices unternehmensweit ver- fügbar zu machen.[17] Sie ermöglicht u. a. die Verbesserung von Prozessen der Wissensar- beit. Social Software erhöht zudem die Sichtbarkeit und damit das organisatorische Poten- zial informeller Strukturen. Im Idealfall ist es möglich, die Bündelung von bisher unverbundenen Mitarbeitern, Gedanken, Ideen und Informationen zu erreichen.[18] Anwendungen wie Wikis, Weblogs, Social Networking-Plattformen etc. besitzen den Vorteil für das organisatorische Wissensmanagement, dass diese mit anderen Informations- und Kommunikationstechnologischen (IKT)-Werkzeugen kombiniert werden können.[19]

3. Fallstudie: Podcast in der Vertriebsschulung bei der Adam Opel AG

1863 gründete Adam Opel (1837-1895) in Rüsselheim eine Produktion zur Fertigung von Nähmaschinen. Heute ist die Adam Opel AG ein deutscher Automobilhersteller, der seit seiner Umwandlung in eine Aktiengesellschaft im Jahre 1929 (von 2005 bis Ende 2010 GmbH) zum US-amerikanischen Automobilkonzern General Motors (GM) gehört. Das Unternehmen besitzt Werke zur Fahrzeughersteller in Rüsselsheim, Bochum, Kaiserslautern, Eisenach und an weiteren Standorten in Europa. Am Traditionsstandort in Rüsselsheim sitzt neben der Unternehmenszentrale auch das Internationale Entwicklungszentrum (ITEZ).[20]

3.1 Die Ausgangssituation

Wie die meisten Automobilunternehmen so verfügt auch Opel über ein mehrstufiges Vertriebssystem und vielfach unabhängiger Partner.[21]

Die klassische Lösung für Vertriebsschulungen bildeten hier die Präsenztrainings, die zu schulenden Mitarbeiter müssen in der Regel erst zur Veranstaltung anreisen, während der Schulungszeit fallen sie für das Unternehmen aus. Oft zeigt sich, dass die durch den Arbeitsausfall verursachten Kosten sogar höher waren als die eigentlichen Investitionen für die Schulung. Aus diesem Grund wurde versucht, nicht zu viele Präsenztrainings durchzuführen, um diesen Arbeitsausfall zu begrenzen. Klar ist aber auch, dass die Verkaufsleistung der Handelsorganisation steigt, wenn mehr geschult wurde. Nachschulungen für einzelne neue Automodelle, spezielle Kampagnen oder Technologien, neue Verkaufsprogramme oder Entwicklungen beim Mitbewerber erfordern eigentlich eine „Permanentschulung“.

[...]


[1] Vgl. Kalmring (2004), S. 2.

[2] Vgl. Bruhn et. al. (2008), S. 6 f.

[3] Vgl. Hippner (2006), S. 6.

[4] Vgl. Koch et.al. (2009), S. 12.

[5] Vgl. McAfee (2008), S. 18 in Buhse et. al.

[6] Vgl. Burg et. al. (2006), S. 28; Koch (2009), S. 76.

[7] Vgl. Koser (2008), S. 14.

[8] Vgl. Koch et.al. (2009), S. 12.

[9] Vgl. Ebenda, S. 37.

[10] Vgl. Stobbe (2010), S. 9.

[11] Vgl. Koser (2008), S. 14.

[12] Auf Deutsch: Ein Hörstück

[13] Vgl. Koch et. al. (2009), S. 34.

[14] Vgl. Haimerl et.al. (2008), S. 32.

[15] Vgl. Beck (2007), S. 159.

[16] Vgl. Koser (2008), S. 13.

[17] Vgl. McAfee (2009), S. 15. in Koch et. al.

[18] Vgl. Stobbe (2010), S. 8.

[19] Vgl. Koser (2008), S. 14.

[20] Vgl. Hatz et. al. (2009), S. 225.

[21] Vgl. Puttfarcken (2008), S. 878 f. in Back et. al.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Social Software in Unternehmen
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie und Management gemeinnützige GmbH, Hochschulstudienzentrum Hamburg
Veranstaltung
Information & Knowledge Management
Note
1,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
15
Katalognummer
V176092
ISBN (eBook)
9783640972005
ISBN (Buch)
9783640973019
Dateigröße
498 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Social Software, Enterprise 2.0, Opel, Wissensmanagement, Poscast, Knowledge management, Social Media, Unternehmensschulung, Web 2.0, Praxisbeispiel, Fallstudien, Interne, Unternehmenskommunikation, wiki, Blog, Best practice
Arbeit zitieren
Elisabeth Lu (Autor), 2011, Social Software in Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176092

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