Das "Wissen" stellt in der heutigen Zeit für die Unternehmen eine zunehmend wettbewerbsrelevante Ressource dar. Eine Mehrzahl der Manager schätzt, dass der Produktionsfaktor Wissen mehr als die Hälfte der Wertschöpfung ausmacht, die Produktivität durch Wissensmanagement um die Hälfte erhöht werden könnte und Unternehmen nur die Hälfte des ihnen zur Verfügung stehenden Wissens auch nutzen. So sind die Unternehmen vor dieser Herausforderung gestellt, die ihnen zur Verfügung stehenden Informationen auszuwerten, in ihren Wissensbestand zu transferieren und zu nutzen. Social Software Anwen- dungen ermöglichen Unternehmen eine verbesserte Interaktionsmöglichkeit einen intensiveren Kommunikations- und Informationsaustausch.
Ziel dieser Arbeit ist die Darstellung von dem Einsatz von Social Software Anwendungen im Unternehmen für das Wissensmanagement.
In der Einleitung (erstes Kapitel) werden die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit sowie die Vorgehensweise dargelegt. In der Literatur wird das Thema Web 2.0 ausführlich besprochen und diese gelten für diese Arbeit als Vorraussetzung und werden nicht weiter behandelt. Im zweiten Kapitel wird Social Software im Unternehmen betrachtet. Hierfür werden die Anwendungen sowie Social Software im Wissensmanagement erläutert. Welche die Grundlage für das spätere Praxisbeispiel bilden. Im vierten Kapitel erfolgt eine Fallstu- die des Automobilherstellers Adam Opel AG. Diese beschreibt die Lösung, mit der die Weiterqualifikation von Mitarbeitern in der Opel-Händlerorganisation durch den Einsatz von Social Software den Anforderungen: höhere Aktualität, Transfersicherung und Nachhaltigkeit des Trainings besser gerecht wird. Es werden Ziele und Konzept erläutert sowie die Umsetzung und Erfolge von Podcast für das Wissensmanagement eingesetzt wurde. Auf dieser Grundlage werden im fünften Kapitel weitere Potenziale entwickelt sowie die Grenzen aufgezeigt. Im letzteren Kapitel werden die Aspekte punktuell noch mal erklärt. Daraus Erfolgt eine Ausblick und ein Resümee der behandelten Thematik.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1. Problemstellung und Zielsetzung
1.2. Aufbau der Arbeit
2. Enterprise 2.0 - Social Software im Unternehmen
2.1. Social Software-Anwendung
2.2. Social Software im Wissensmanagement
3. Fallstudie: Podcast in der Vertriebsschulung bei der Adam Opel AG
3.1. Ausgangssituation
3.2. Konzept und Ziele
3.3. Umsetzung
3.4. Ergebnisse
4. Potenziale und Grenzen von Social Software für das Wissensmanagement
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einsatz von Social-Software-Anwendungen im Kontext des betrieblichen Wissensmanagements. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie webbasierte Werkzeuge die Wissensarbeit unterstützen, die interne Kommunikation verbessern und den Wissenstransfer in Unternehmen optimieren können, wobei ein besonderer Fokus auf der praktischen Anwendung durch Fallbeispiele liegt.
- Grundlagen von Social Software und Enterprise 2.0
- Integration von Social Software in das Wissensmanagement
- Praktische Umsetzung von Podcasting zur Vertriebsschulung
- Nutzenanalyse und Erfolgsmessung von Wissensmanagement-Projekten
- Potenziale und Herausforderungen bei der Einführung neuer Technologien
Auszug aus dem Buch
3.1 Die Ausgangssituation
Wie die meisten Automobilunternehmen so verfügt auch Opel über ein mehrstufiges Vertriebssystem und vielfach unabhängiger Partner. Die klassische Lösung für Vertriebsschulungen bildeten hier die Präsenztrainings, die zu schulenden Mitarbeiter müssen in der Regel erst zur Veranstaltung anreisen, während der Schulungszeit fallen sie für das Unternehmen aus. Oft zeigt sich, dass die durch den Arbeitsausfall verursachten Kosten sogar höher waren als die eigentlichen Investitionen für die Schulung. Aus diesem Grund wurde versucht, nicht zu viele Präsenztrainings durchzuführen, um diesen Arbeitsausfall zu begrenzen. Klar ist aber auch, dass die Verkaufsleistung der Handelsorganisation steigt, wenn mehr geschult wurde. Nachschulungen für einzelne neue Automodelle, spezielle Kampagnen oder Technologien, neue Verkaufsprogramme oder Entwicklungen beim Mitbewerber erfordern eigentlich eine „Permanentschulung“. Natürlich wurden die Händler mit Informationen in Papier und digitaler Form versorgt, aber es bleibt offen, was davon wirklich gelesen wurde.
Im Autohandel zeigt sich ein Dilemma des Wissensmanagements Erfolgswissen ist nicht zentral lagerbar, um im Bedarfsfall abgerufen zu werden. Besonders erfolgreiche Ansätze, die in einem Autohaus ausprobiert werden, fließen nicht zu allen anderen. Außerdem muss die Vermittlung von Erfolgswissen schnell, fast in Echtzeit erfolgen: Startet z.B. ein Mitbewerber eine Werbekampagne mit neuen Finanzierungsoptionen und ein Opel Vertriebsberater hat ein funktionierendes, praxiserprobtes Verkaufsargument dagegen, muss dieses direkt vermittelt werden.
Sowohl der Mutterkonzern GM als auch Opel nutzen Social Software für die Außen Kommunikation wie bspw. Podcast, die sich an den Endkonsumenten richten. Oder Blogs wurden verwendet, z.B. bei der Vorbereitung der Markteinführung neuer Modelle.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz von Wissen als Wettbewerbsfaktor ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit, den Einsatz von Social Software im Wissensmanagement zu untersuchen.
2. Enterprise 2.0 - Social Software im Unternehmen: In diesem Kapitel werden Begriffe wie Social Software und Enterprise 2.0 erläutert sowie spezifische Anwendungen wie Wikis, Weblogs und Podcasts im Unternehmenskontext beschrieben.
3. Fallstudie: Podcast in der Vertriebsschulung bei der Adam Opel AG: Dieses Kapitel analysiert anhand eines konkreten Praxisbeispiels bei der Adam Opel AG, wie Podcasting zur effizienten Weiterqualifizierung und zum Wissenstransfer in einer Händlerorganisation genutzt wird.
4. Potenziale und Grenzen von Social Software für das Wissensmanagement: Hier werden die erweiterten Möglichkeiten der Kombination verschiedener Social-Software-Tools diskutiert sowie die Anforderungen an Standards und Nutzerkompetenzen hervorgehoben.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet den Einsatz von Social Software als innovative, kosteneffiziente Methode zur Stärkung des Wissensmanagements in Unternehmen.
Schlüsselwörter
Social Software, Wissensmanagement, Enterprise 2.0, Podcast, Wiki, Weblog, Wissenstransfer, Adam Opel AG, Vertriebsschulung, Zusammenarbeit, Informationsmanagement, Web 2.0, Kompetenzentwicklung, Digital Natives, Wissensarbeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Integration moderner Social-Software-Anwendungen in die Wissensmanagement-Prozesse von Unternehmen und untersucht deren Nutzen für die interne Kommunikation und Weiterbildung.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Schwerpunkte sind die Definition von Social Software, deren Einsatzmöglichkeiten zur Optimierung von Wissensprozessen sowie die praktische Analyse von Podcasting in der Händlerqualifizierung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Darstellung und Bewertung des Einsatzes von Social-Software-Werkzeugen, um den Wissenstransfer in Organisationen effizienter und nachhaltiger zu gestalten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und eine detaillierte Fallstudienanalyse des Podcast-Projekts bei der Adam Opel AG.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert verschiedene Social-Software-Tools, deren Rolle im Wissensmanagement sowie die konkrete Implementierung, Konzeption und die Ergebnisse des Opel-Podcast-Services.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Social Software, Wissensmanagement, Enterprise 2.0, Podcast, Wissenstransfer und betriebliche Weiterbildung beschreiben.
Warum wurde bei der Adam Opel AG ein Podcast eingeführt?
Um Präsenzschulungen zu ergänzen, Kosten für den Arbeitsausfall der Mitarbeiter zu senken und eine schnellere Verbreitung von erfolgsrelevantem Wissen innerhalb der Händlerorganisation zu gewährleisten.
Welche Rolle spielt die sogenannte "Voting-Machine" bei Opel?
Sie dient dazu, die Händler aktiv in die Themenfindung der Podcast-Sendungen einzubeziehen, um sicherzustellen, dass die Inhalte den aktuellen Bedürfnissen und Interessen der Zielgruppe entsprechen.
Wie bewerten die Anwender den Podcast-Einsatz bei Opel?
Die Akzeptanz ist sehr hoch: 89% der Hörer beurteilten das Projekt mit „sehr gut“ oder „gut“ und die meisten halten es für ein geeignetes Mittel zur Schulung.
- Citation du texte
- Elisabeth Lu (Auteur), 2011, Social Software in Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176092