In der folgenden Ausarbeitung stehen die cartesische Skepsis und der Zweifel nach Descartes im Fokus. Zunächst wird die philosophische Position des Skeptizismus in Grundzügen dargestellt. Darauf folgt die Auseinandersetzung mit der Grundlegung Descartes´ cartesischen Skepsis in der ersten Meditation, wobei auf Descartes´ skeptische Hypothesen sowie auf die damit verbundene Funktion seiner cartesischen Skepsis eingegangen werden soll. Zum Vergleich wird sodann eine der typischen Positionen des Skeptizismus herangezogen – die pyrrhonische Skepsis. Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden skeptischen Positionen sollen darauf folgend gegenübergestellt werden.
Dass es sich bei der cartesischen Skepsis nach Descartes nicht um eine Position des Skeptizismus im eigentlichen Sinne handelt und dass Descartes nicht als Skeptiker einzustufen ist, wird dabei als grundlegendes Vorkenntnis angenommen. Die Unterscheidung der cartesischen Skepsis zur pyrrhonischen dient einerseits dazu, zu zeigen, inwiefern sich die cartesische Funktion genau von einer typischen skeptizistischen Position unterscheidet und wie Descartes durch seine cartesische Skepsis den Skeptizismus sogar überwindet. Andererseits soll durch die Untersuchungen der Arbeit gezeigt werden, dass die cartesische Skepsis entgegen der ersten intuitiven Annahme im Vergleich zum Skeptizismus die radikalere Position darstellt.
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- Anonym (Autor:in), 2022, René Descartes´ cartesische Skepsis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1761333