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Vom Wort zum Bild: Probleme der Literaturverfilmung am Beispiel von B. Schlinks "Der Vorleser" und S. Daldrys gleichnamiger Verfilmung

Title: Vom Wort zum Bild: Probleme der Literaturverfilmung am Beispiel von B. Schlinks "Der Vorleser" und S. Daldrys gleichnamiger Verfilmung

Pre-University Paper , 2010 , 24 Pages , Grade: 13 Punkte (entspricht 1)

Autor:in: Markus Schmid (Author)

Didactics for the subject German - Literature, Works
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Die meisten von uns kennen das Problem:
Wir lesen einen Roman, sind davon total begeistert und beschließen, uns die Verfilmung des Buches im Kino anzusehen.
Nachdem man den Film gesehen hat stellt man dann ernüchternd fest, dass die filmische Adaption nicht mit unseren Vorstellungen zusammen passen. Woran liegt das?

Das nachfolgende Werk versucht, die Probleme der Literaturverfilmung beispielhaft an S. Schlinks "Der Vorleser" und S. Daldrys gleichnamiger Hollywood-Verfilmung zu erläutern.

Im ersten Teil der Arbeit wird allgemein auf Begrifflichkeiten wie "Adaption" etc eingegangen. Eine Typologie der Adaptionsformen (nach Helmut Kreuzer) findet ebenso Verwendung wie André Bazins "Plädoyer für die Adaption von Literatur".
Im zweiten Teil wird zuerst der Roman analysiert (Inhalt, Interpretation sowie die vielfältigen Motive der Buchvorlage), anschließend wird zum Vergleich zw. Buch und Film u.a. die Erzählstrukturen, Kürzungen, Änderungen und Hinzufügungen analysiert. Die Unterschiede zwischen Roman und Verfilmung stehen somit im Vordergrund.
Ebenfalls wird eine Filmsequenz hinsichtlich ihrer stilistischen Mittel analysiert.
abschließend wird Daldrys Verilmung einer kritischen Beurteilung unterzogen.

Eine sehr interessante und umfassende Arbeit, die sich intensiv mit den beiden unterschiedlichen Medien Buch und Film auseinandersetzt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Enttäuschung nach Betrachtung von verfilmten Bestsellern

2 Probleme der Literaturverfilmung am Beispiel von Bernhard Schlinks „Der Vorleser“ und Stephen Daldrys gleichnamiger Verfilmung

2.1 Theoretische Grundlagen der Adaptionsproblematik

2.1.1 Der Begriff Adaption

2.1.2 Typologie der Adaptionsformen nach Helmut Kreuzer

2.1.3 André Bazin und sein „Plädoyer für die Adaption von Literatur“

2.2 Vergleich von Schlinks Roman „Der Vorleser“ und Daldrys Hollywoodverfilmung

2.2.1 Inhalt der literarischen Vorlage

2.2.2 Interpretation des Romans

2.2.2.1 Das Motiv des Vorlesens

2.2.2.2 Michaels Träume und Begegnungen mit dem Haus in der Bahnhofsstraße

2.2.2.3 Homers Odyssee und Michaels vergleichbares Schicksal

2.2.3 Erzählperspektiven in Buch und Film

2.2.4 Ergänzung der Adaption um Rahmenhandlung

2.3 Unterschiede zwischen dem Roman und der filmischen Adaption

2.3.1 Kürzungen im Film

2.3.2 Änderungen in der Verfilmung

2.3.3 Hinzufügungen zum Filmwerk

2.4 Analyse der 31. Filmsequenz in „Der Vorleser“

3 Versuch einer abschließenden Beurteilung von Daldrys Adaption von „Der Vorleser“

4 Persönliche Erfahrungen mit „Der Vorleser“ und seiner filmischen Umsetzung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen und Probleme, die bei der filmischen Adaption der literarischen Vorlage „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink durch den Regisseur Stephen Daldry entstanden sind. Dabei wird analysiert, wie sich filmische Umsetzung und Romanvorlage unterscheiden, welche Erzählstrategien gewählt wurden und wie diese die Wirkung auf das Publikum beeinflussen.

  • Grundlagen der Adaptionsproblematik und filmtheoretische Einordnungen
  • Vergleich von Handlungsstrukturen, Motiven und Erzählperspektiven
  • Analyse der Transformation vom Text zum Bild
  • Untersuchung technischer Mittel wie Kameraführung und Montage
  • Kritische Würdigung der filmischen Eigenständigkeit und Werktreue

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Typologie der Adaptionsformen nach Helmut Kreuzer

Kreuzer beschreibt eine synchrone Typologie der Adaptionsformen, die im Folgenden nach steigender Werktreue geordnet werden.

Zunächst wäre die Adaption als Aneignung von literarischem Rohstoff zu nennen. Hierbei folgt die Verfilmung im Hinblick auf die Figurenkonstellation und der Handlung dem Original kaum, größtenteils wird die literarische Vorlage völlig ignoriert und das Geschehen wird komplett anders dargestellt.

Helmut Kreuzer fordert daher, die Verfilmung anfänglich erst ohne Betrachtung des Vorbilds zu untersuchen, um sich somit unabhängig ein Urteil über den Film bilden zu können. Zu dieser Art der Adaption gehören oft Abenteuerfilme, aber auch anspruchsvolle Werke wie Josef von Sternbergs „Der blaue Engel“, nach dem Vorbild von Heinrich Manns „Professor Unrat“, zählen zur Adaption als Aneignung von literarischem Rohstoff.

Zum zweiten Adaptionstypen, den Kreuzer kennzeichnet, gehören meist Verfilmungen von Kinder- und Jugendbüchern. Man spricht hier von einer Adaption als Illustration. Die Zielsetzung ist hier, Literatur einfach zu bebildern. Somit ist dieser Adaptionstypus der Werktreue verpflichtet und ignoriert aber die Eigengesetzlichkeit der Medien Film und Literatur außer Acht. Oft wirken gerade Literaturverfilmungen dieses Typs langweilig, weil filmspezifische Mittel zu selten oder gar nicht berücksichtigt werden.

Den dritten Typus, den Kreuzer definiert, nennt er Transformation. Hierbei soll bei der Verfilmung ein möglichst paralleles Werk entstehen. Bei der Transformation soll nicht nur der Inhalt in den Film übertragen werden, vielmehr soll die Beziehung zwischen Form und Inhalt der Vorlage erkannt und in das neue Medium, also den Film übertragen werden. Diese Übertragung kann aber auch zu Schwierigkeiten führen, da das bewegte Bild ein ganz anderes Zeichensystem aufweist als ein geschriebener Text. Dabei fordert Helmut Kreuzer nicht, dass Gespräche aus der Vorlage wortgetreu in den Film übertragen werden. Seiner Meinung nach können die Dialoge sogar geändert werden, um auf diese Weise den Film näher an das literarische Vorbild zu bringen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Enttäuschung nach Betrachtung von verfilmten Bestsellern: Einführung in die Problematik der Adaption von Bestsellern und die Erwartungshaltung des Publikums.

2 Probleme der Literaturverfilmung am Beispiel von Bernhard Schlinks „Der Vorleser“ und Stephen Daldrys gleichnamiger Verfilmung: Theoretische Herleitung der Adaptionsproblematik und detaillierte Analyse der Umsetzung des Romans im Film.

3 Versuch einer abschließenden Beurteilung von Daldrys Adaption von „Der Vorleser“: Kritische Reflexion über die Qualität und die künstlerische Eigenständigkeit der Verfilmung im Vergleich zum Roman.

4 Persönliche Erfahrungen mit „Der Vorleser“ und seiner filmischen Umsetzung: Abschlussbetrachtung mit persönlichem Fazit des Autors zur Rezeption der Vorlage und des Films.

Schlüsselwörter

Literaturverfilmung, Bernhard Schlink, Der Vorleser, Stephen Daldry, Adaption, Werktreue, Roman, Film, Erzählperspektive, Analphabetismus, Holocaust, Schuld, Filmsequenz, Transformation, Literatur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die filmische Umsetzung des Romans „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink durch den Regisseur Stephen Daldry unter Berücksichtigung literaturtheoretischer Aspekte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Unterschiede zwischen Roman und Film, die Problematik der Adaption, die erzählerische Gestaltung sowie die moralische Auseinandersetzung mit Schuld und Verantwortung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu zeigen, wie der Regisseur mit den Schwierigkeiten einer Literaturadaption umgegangen ist und welche filmischen Mittel er einsetzte, um die Geschichte in ein anderes Medium zu übertragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine film- und literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die unter anderem auf den Typologien von Helmut Kreuzer und den Thesen von André Bazin basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen, einen detaillierten Vergleich von Inhalt und Interpretation, eine Analyse der Erzählperspektiven sowie die Untersuchung von Kürzungen, Änderungen und Hinzufügungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Literaturverfilmung, Adaption, Werktreue, Schuldproblematik, Transformation und mediale Eigengesetzlichkeit.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Analphabetismus im Film?

Der Autor arbeitet heraus, dass der Analphabetismus der Protagonistin Hanna eine zentrale Rolle spielt, da er sowohl ihr Handeln beeinflusst als auch ihre gesellschaftliche Isolation und spätere Schuld miterklärt.

Warum wird die 31. Filmsequenz gesondert analysiert?

Diese Sequenz dient als Fallbeispiel, um zu zeigen, wie durch spezifische Kameraeinstellungen, Montage und Musik die beklemmende Atmosphäre der KZ-Gedenkstätte für den Zuschauer erfahrbar gemacht wird.

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Details

Title
Vom Wort zum Bild: Probleme der Literaturverfilmung am Beispiel von B. Schlinks "Der Vorleser" und S. Daldrys gleichnamiger Verfilmung
Grade
13 Punkte (entspricht 1)
Author
Markus Schmid (Author)
Publication Year
2010
Pages
24
Catalog Number
V176136
ISBN (eBook)
9783640973668
ISBN (Book)
9783640973323
Language
German
Tags
Schlink Bernhard Probleme Literaturverfilmung Adaption Facharbeit Buch und Film Transformation Stephen Daldry Vom Wort zum Bild Literaturverfilmung Hanna Schmitz Michael Deutsch Helmut Kreuzer Interpretation Inhaltsangabe Der Vorleser Filmanalyse Der Vorleser Film Verfilmung Der Vorleser Film Analyse Der Vorleser
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Schmid (Author), 2010, Vom Wort zum Bild: Probleme der Literaturverfilmung am Beispiel von B. Schlinks "Der Vorleser" und S. Daldrys gleichnamiger Verfilmung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176136
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