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Straßennamen im Deutschunterricht

Am Beispiel der Freiburger Straßennamen

Título: Straßennamen im Deutschunterricht

Trabajo Escrito , 2011 , 27 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Haris Imamovic (Autor)

Didáctica de la asignatura Alemán - Pedagogía, Lingüística
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In den Namen von Straßen und Plätzen spiegelt sich die Geschichte einer Stadt wider. In Straßennamen finden sich bedeutende Persönlichkeiten, welche die Geschichte der Stadt geprägt haben. Aber, auch alte Flurbezeichnungen, die mit der Zeit aus dem Bewusstsein verschwunden wären, werden in Straßennamen wach gehalten. Die Wahl eines Namens für eine Straße, sollte mehr sein als eine zukünftige Adresse. Der Straßenname prägt auch den Charakter einer Straße und ist ein Stück Identifikation mit dem Namensgeber.
In Freiburg entscheidet seit langem der Gemeinderat über Straßenbenennungen. Der Maßstab nach welchem die Straßen ihren Namen bekamen hat sich im Lauf der Zeit immer wieder verändert. Heute hat jeder die Möglichkeit, formlos beim Stadtarchiv einen Namensvorschlag einzureichen. Jedoch sollte die vorgeschlagene Person einen Bezug zu Freiburg habe, sie sollte staatlicher Verfolgung zum Opfer gefallen sein und die vorgeschlagene Person, sollte vorzugsweise weiblichen Geschlechts sein. Denn nur zwanzig Prozent aller Straßen in Freiburg tragen den Namen einer Frau. Ohne die neuen Stadtteile Rieselfeld und Vauban wären es sogar drei Prozent.
Die Namensgebung im Mittelalter und früherer Neuzeit folgte anderen Kriterien. Bereits im Mittelalter existierten Straßennamen in der Stadt, die sich überwiegend auf die Topographie, bezogen. Namen wie Gerberau, Fischerau, Holzmarkt und die Salzstraße, die bis heute in Freiburg existieren, erinnern uns daran.
In späteren Jahrhunderten wurden in Deutschland Straßen nach Personen benannt. Vorzugsweise nach Monarchen welche die Deutsche Geschichte geprägt haben. Mit zunehmender Zeit, spiegelte sich auch aber die Stadtgeschichte in den Straßennamen wider.
Zur Zeit des Nationalsozialismus kam es zu großen Umbenennungskampagnen im Bereich der Straßennamen in Deutschland. Die meisten Straßen wurden nach nationalistischen Märtyrern, Politikern und Wegbereitern umbenannt. Auch in Freiburg wurden etliche Straßen umbenannt. Zwar wurden nach dem zweiten Weltkrieg die meisten Straßen von der französischen Militärregierung umbenannt, jedoch sind einige Straßennamen erhalten geblieben. Das so genannte Heldenviertel, mit seinem Straßennamen aus dem Jahr 1934, ist bis heute in Freiburg politisch umstritten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hauptteil

2.1 Was sind Straßennamen?

2.2 Rechtschreibungen der Straßennamen

2.3 Straßennamen im Mittelalter in Freiburg

2.4 Die Epoche der Kriege

2.5 Straßennamen von 18.- bis Anfang des 20. Jh. in Freiburg

2.6 Straßennamen während der Weimarerrepublik in Freiburg

2.7 Straßennamen Freiburgs während dem Nationalsozialismus

2.8 Straßennamen von 1945 bis heute in Freiburg

3 Schluss

3.1 Fazit

4 Anhang

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die historische Entwicklung der Straßennamen in Freiburg und analysiert, wie politische Einflüsse, Zeitgeist und gesellschaftliche Veränderungen die Benennung von Straßen über Jahrhunderte hinweg geprägt haben.

  • Wandel der Kriterien für Straßenbenennungen vom Mittelalter bis in die Moderne.
  • Einfluss politischer Systeme, insbesondere der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus.
  • Die Rolle der Stadtgeschichte und bedeutender Persönlichkeiten in der Namensgebung.
  • Strukturelle Vergleiche zur Straßenbenennung im nationalen Kontext.
  • Gegenwärtige Bestrebungen zur geschlechtergerechten und identitätsstiftenden Benennung.

Auszug aus dem Buch

2.3 Straßennamen im Mittelalter in Freiburg

Wie bereits im vorherigen Kapitel erwähnt wurde, entstanden Straßennamen ab dem Mittelalter in Deutschland. Dies hängt unmittelbar mit der Gründung von Städten zusammen. Im Spätmittelalter kam es zu einem Überangebot der landwirtschaftlichen Produkte und einem großen Mangel an Arbeitskräften in den Städten. Die Auslöser waren Pestwellen die über Europa hereinbrachen und die Bevölkerung in den neu gegründeten Städten dahinrafften. Die Landflucht war die Folge dieser Ereignisse. Auch der Slogan „Stadtluft macht frei“ begünstigte den unaufhaltsamen Aufstieg der Städte. Leibeigene die sich ein Jahr und ein Tag in einer Stadt aufhielten, wurden von ihren Diensten gegenüber ihrer Dienstherren befereiet. Die Bevölkerungszahlen nahmen in den Städten drastisch zu, neue Häuser, Kanalisation, Wasserversorgung und auch neue Straßen mussten gebaut werden. Um sich in einer immer größeren Stadt orientieren zu können, fingen die Menschen an, den Gassen in ihrer Stadt Namen zu geben. Der Begriff „Straße“ taucht erst später im 18. Jh. auf. Bei der Vergabe von Straßennamen im Mittelalter spielt die Topologie eine wichtige Rolle. Die Menschen orientierten sich dabei an Handwerkszünften (Gerbergasse, Schustergasse), Bevölkerungsgruppen, (Judengasse, Hugenottengasse), Gebäuden (Klostergasse), oder der jeweiligen Funktion (Wassergasse) der damaligen Straße.

Ähnliche Verhältnisse lassen sich auch in Freiburg nachweisen. Noch heute gibt es in Freiburg Straßennamen wie Münzgasse, Augustinergasse, oder die Salzstraße, die an die Zeit des Mittelalters erinnern. Zu Beginn des 12. Jh. wird Freiburg, von Konrad von Zähringen das Marktrecht verliehen. Der Markt und die neue Stadt, werden in der Nähe von wichtigen Handelswegen errichtet. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist diese Siedlung in der Nähe der heutigen Salzstraße und Kaiser– Joseph- Straße errichtet worden. Die Verleihung des Marktrechts an Freiburg, gilt auch bis heute, als das offizielle Gründungsdatum.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Straßenbenennung als historisches Spiegelbild und Identifikationsmerkmal einer Stadt.

2 Hauptteil: Detaillierte Analyse der zeitgeschichtlichen Entwicklung der Straßennamen in Freiburg, von den topographisch bedingten Namen des Mittelalters bis hin zur politisch instrumentalisierten Benennung während des Nationalsozialismus.

3 Schluss: Zusammenfassendes Fazit über die Bedeutung von Straßennamen als historisches Zeugnis und die Gestaltungsmöglichkeit durch die Bürger.

4 Anhang: Auflistung der verwendeten Literatur, Internetquellen und des Abbildungsverzeichnisses.

Schlüsselwörter

Freiburg, Straßennamen, Namensforschung, Stadtgeschichte, Mittelalter, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Umbenennung, Stadtplanung, Identifikation, Hodonymie, Straßenbenennung, Zeitgeschichte, Urbanisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Geschichte der Straßennamen in der Stadt Freiburg und wie sich diese über die Jahrhunderte hinweg verändert haben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die mittelalterliche Orientierung, die Auswirkung von kriegerischen Epochen, sowie den massiven Einfluss politischer Systeme auf die Straßenbenennung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Straßennamen als historisches Dokument dienen und welchen Kriterien die Namensvergabe in verschiedenen Epochen unterlag.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Methode unter Auswertung von Archivunterlagen, Zeitungsberichten und stadtgeschichtlicher Literatur.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der chronologischen Entwicklung, insbesondere auf der politisch geprägten Namensvergabe in der Weimarer Republik und dem Nationalsozialismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Freiburg, Straßennamen, Namensforschung, Stadtgeschichte, Nationalsozialismus und Urbanisierung.

Wie unterschied sich die Namensgebung im Mittelalter von der heutigen Praxis?

Im Mittelalter orientierten sich Straßennamen meist an topographischen Merkmalen, Funktionen oder Handwerkszünften, während heute eine planmäßige Benennung nach Personen oder Orten unter sozialen Gesichtspunkten stattfindet.

Warum wird das „Heldenviertel“ in Freiburg kritisch betrachtet?

Die Namen im Heldenviertel beziehen sich auf den Ersten Weltkrieg und wurden während des Nationalsozialismus unter faschistischen Kriterien vergeben, was bis heute zu politischer Debatte führt.

Final del extracto de 27 páginas  - subir

Detalles

Título
Straßennamen im Deutschunterricht
Subtítulo
Am Beispiel der Freiburger Straßennamen
Universidad
University of Education Freiburg im Breisgau  (Fakultät III)
Curso
Namenforschung
Calificación
2,0
Autor
Haris Imamovic (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
27
No. de catálogo
V176211
ISBN (Ebook)
9783640973729
ISBN (Libro)
9783640973415
Idioma
Alemán
Etiqueta
Straßennamen Freiburg Geschichtsunterricht Deutschunterricht
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Haris Imamovic (Autor), 2011, Straßennamen im Deutschunterricht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176211
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