Kontoumstellung auf Electronic-Banking (Unterweisung Bankkaufmann / -kauffrau)


Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 2011

11 Seiten


Leseprobe

Disposition

I. Rahmenbedingungen
1. Adressat
2. Ort
3. Zeitpunkt
4. Dauer

II. Didaktische Analyse
1. Thema
2. Lernziele
3. Schlüsselkompetenzen
4. Einzelne Lernschritte

III. Methodische Analyse
1. Methodische Festlegung
2. Medieneinsatz

IV. Ablaufplan der Unterweisung

V. Lernerfolgskontrolle

Literaturverzeichnis

I. Rahmenbedingungen

1. Adressat

Bei der Adressatenanalyse handelt es sich um die Feststellung der Lernvoraussetzungen der Zielgruppe.[1] Es wird dabei zuerst der Ist-Stand festgestellt wie z.B. die Qualifikation, die Motivation und das Potenzial des Auszubildenden. Vorliegend findet die Unterweisung mit einem Auszubildenden statt. Daher beschränkt sich die Zielgruppe auf eine Person, die nun nachfolgend kurz untersucht wird.

Name: Hr. Müller

Alter: 21 Jahre

Geschlecht: Männlich

Ausbildungsberuf: Bankkaufmann

Ausbildungsstand: Zweites Ausbildungshalbjahr

Vorbildung: Allgemeine Hochschulreife

Fachliche Kenntnisse: Theoretischer Unterricht in der Berufsschule zu dem Thema Electronic-Banking. Praktische Erfahrungen in Kundengesprächen am Schalter, insbesondere zum Prozessablauf wie ein Konto auf Electronic-Banking umgestellt wird.

Leistungsfähigkeit: Hr. Müller zeigt sich rhetorisch und sprachlich gewandt. Er ist fähig sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren und aufgenommene Informationen zu behalten.

Motivation: Hr. Müller hat bisher großes Interesse an den Ausbildungsinhalten gezeigt und ist gegenüber Kunden und Vorgesetzten sehr aufgeschlossen. Er erhofft sich durch die Unterweisung mehr selbstständiges Arbeiten im Alltag.

2. Ort

Die Wahl des Ausbildungsortes soll gewährleisten, dass das Unterweisungsgespräch ansprechend gestaltet und nicht unterbrochen wird, sowie einen realen Kontext bietet. Insofern wird ein vom Kundenschalter etwas abgesetztes Beratungszimmer gewählt. In Abstimmung mit einem Kollegen wird das Telefon auf diesen umgestellt. Das Beratungszimmer ist angenehm temperiert und mit ergonomisch geformten Stühlen ausgestattet, was ein gutes Arbeiten im Sitzen ermöglicht. Der Raum wird durch ein großes Fenster mit Tageslicht beleuchtet und ist mit einem PC ausgestattet. Der PC soll einen Testzugang zum Electronic-Banking ermöglichen.

3. Zeitpunkt

Für die Unterweisung wird an einem Donnerstag ein fester Termin für den darauffolgenden Dienstag um 09:15 Uhr vereinbart. Die Terminplanung ermöglicht die mentale Vorbereitung sowohl des Auszubildenden als auch des Ausbilders. Es wird ein Dienstag gewählt, weil der Einstieg in die Arbeitswoche bereits stattgefunden hat. Die Gedanken konzentrieren sich nicht auf das Wochenende oder die Aufgaben, die eventuell letzte Woche nicht erledigt werden konnten. Als Zeitpunkt für die Unterweisung wird 09:15 Uhr vereinbart. Dieser befindet sich zwischen 8 und 10 Uhr in der Phase, in der vormittags das Maximum der physiologisch bedingten Leistungsfähigkeit erreicht wird.[2] Dort ist die Aufnahme- und Konzentrationsfähigkeit sehr hoch und die täglichen Routinearbeiten dürften bereits erledigt sein. Ferner deckt diese Zeitspanne die gesamte Dauer der geplanten Unterweisung ab und lässt neben den geplanten Unterweisungspunkten Freiraum für Ergänzungen und weitere offene Fragen.

Bereits im Vorfeld wurde außerdem ein Kundentermin für den nächsten Tag, also Mittwoch, 09:15 Uhr vereinbart, der das Unterweisungsthema nochmals thematisiert. Er dient dazu durch Wiederholung des Erlernten das neue Wissen und die erlangten Kenntnisse zu festigen.

4. Dauer

Die Unterweisung hat einen veranschlagten Zeitraum von ungefähr 15 Minuten. Damit soll erreicht werden, dass auf Grund der kurzen Dauer die Konzentrationsfähigkeit erhalten bleibt und Hr. Müller trotz der kurzen Dauer die Informationen verinnerlichen kann.

II. Didaktische Analyse

1. Thema

Hr. Müller soll als Auszubildender gemäß Ausbildungsrahmenplan im ersten Ausbildungsjahr innerhalb von zwei bis vier Monaten Fertigkeiten und Kenntnisse über den nationalen Zahlungsverkehr (§ 3 Nr. 3.2) erhalten. Der nationale Zahlungsverkehr umfasst

- Kunden bei der Wahl der Zahlungsart beraten
- beim Barzahlungsverkehr unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften und der Organisation des ausbildenden Unternehmens mitwirken
- die Bearbeitung von Zahlungsverkehrsaufträgen an Beispielen erläutern
- rechtliche Bestimmungen und vertragliche Vereinbarungen bei der Abwicklung des Zahlungsverkehrs anwenden
- Kunden über kartenbezogene Dienstleistungen beraten sowie Zahlungs- und Kreditkarten anbieten und das Thema der Unterweisung
- Produkte des ausbildenden Unternehmens im Rahmen des Electronic-Banking[3] darstellen (§ 3 Nr. 3.2 f).

Es erfolgt demgemäß eine eindeutige Zuordnung des Themas durch Benennung im Ausbildungsrahmenplan. Weiterhin tangiert es partiell weiter gefasste Ausbildungspunkte.

Dieser Themenkomplex wurde ebenso durch die Kulturministerkonferenz im Lernfeld 2: „Konten führen“ aufgegriffen, dort ist Electronic-Banking unter Punkt 2 „Inländischer Zahlungsverkehr“ einzuordnen. Die Lerneinheit ist auch hier im ersten Ausbildungsjahr vorgesehen.

Der betriebliche Ausbildungsplan wurde nach den sachlichen und zeitlichen Vorgaben des Ausbildungsrahmenplanes erstellt. Zur Vermittlung der oben angegebenen Kenntnisse wird der Auszubildende in einer mittelgroßen Zweigstelle des Kreditinstitutes eingesetzt. Parallel dazu werden theoretische Kenntnisse in der Berufsschule an durchschnittlich eineinhalb Wochentagen vermittelt.

Das ausgesuchte Themengebiet für die Unterweisung ist im alltäglichen Kundenkontakt ein häufiges Gesprächsthema. Gerade in Bezug auf die Weiterentwicklung im Bankensektor ist das Thema von besonderer Bedeutung. Ferner bietet es dem Auszubildenden die Möglichkeit seine Fachkompetenz unter Beweis zu stellen und erleichtert den Einstieg in folgende Beratungsgespräche.

2. Lernziele

Richtlernziel: Nationaler Zahlungsverkehr

Groblernziel: Produkte des ausbildenden Unternehmens im Rahmen des Electronic Banking darstellen.

Operationalisierte Feinlernziele:

Der Auszubildende soll in der Lage sein, selbständig eine Rahmenvereinbarung über die Teilnahme am Electronic-Banking ausfüllen. Der Verhaltensteil eines Lernziels lässt sich in drei Verhaltensbereiche untergliedern.[4] Bei der Vermittlung dieses Feinlernziels sollen die Verhaltensbereiche auf nachfolgend dargestellte Weise angesprochen werden.

Kognitiv: Die Sicherheitsvorkehrungen des Electronic-Banking kennen und erklären können. Das Tätigkeitsfeld und Funktionsumfang des Electronic-Banking nennen und erläutern können.

Psychomotorich: Die Electronic-Banking-Vereinbarung zügig und sorgsam Ausfüllen.

Affektiv: Positive Einstellung zu den vielzähligen Möglichkeiten die Electronic-Banking ermöglicht. Die Bereitschaft Kunden Bedenken gegen die Sicherheitsvorkehrungen zu nehmen.

[...]


[1] (Niegemann, Dogmagk, Hessel, Hein, Hupfer, & Zobel, 2008)

[2] (Metzig & Schuster, 2006)

[3] (Metzger, Prof. Dr. Lackes, Dr. Siepermann, & Prof. Dr. Kollmann)

[4] (Riedl, 2004)

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Kontoumstellung auf Electronic-Banking (Unterweisung Bankkaufmann / -kauffrau)
Autor
Jahr
2011
Seiten
11
Katalognummer
V176246
ISBN (eBook)
9783640980161
ISBN (Buch)
9783640980413
Dateigröße
565 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Online-Banking, Electronic-Banking, Unterweisung, Unterweisungsentwurf, ADA, Bankkaufmann, Entwurf, Konto, Internet, Vereinbarung
Arbeit zitieren
Jens Stieler (Autor), 2011, Kontoumstellung auf Electronic-Banking (Unterweisung Bankkaufmann / -kauffrau), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176246

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Kontoumstellung auf Electronic-Banking (Unterweisung Bankkaufmann / -kauffrau)



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden