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Jean-Jacques Rousseau Leben und Wirken eines Denkers im Spiegel des Gesellschaftsvertrags und Émile

Title: Jean-Jacques Rousseau Leben und Wirken eines Denkers im Spiegel des Gesellschaftsvertrags und Émile

Seminar Paper , 2003 , 29 Pages , Grade: gut-sehr gut

Autor:in: Jürg Fausch (Author)

Philosophy - Philosophy of the 17th and 18th Centuries
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Summary Excerpt Details

Jean-Jacques Rousseau gehörte zu den bedeutendsten politischen Denkern der Aufklärung. Mit dem Werk „Du contract social ou du principes du droit politique“ entwickelte Rousseau eine auf der Vertragstheorie basierende Staatsphilosophie, welche für die Französische Revolution, die Demokratie, wie auch für das Denken anderer Philosophen von grosser Bedeutung war. Rousseau war keineswegs nur ein Staatstheoretiker. Grossen Einfluss auf die Pädagogik hatte der Erziehungsroman „Émile ou de l’éducation“. Darin forderte Rousseau die Anlagen und Fähigkeiten in den verschiedenen Altersphasen der Kindheit zu wecken und entwickeln zu lassen.

Jean-Jacques Rousseau was one of the most important political philosophers of the Enlightenment. With the work “Du contract social ou du principes du droit politique“ he developed a state philosophy which is based on the contract theory. The work was of great importance for the French Revolution, the democracy and the thinking of other philosophers. Rousseau was not only a state theoretician. The educating novel „Émile ou l’éducation” had large influence on the education. There in Rousseau demanded to wake and develope the talents and abilities in the different age phases of childhood.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Geschichtlicher Hintergrund

1.1 Das Jahrhundert der Aufklärung

1.2 Die Situation in Frankreich

1.3 Bedeutende Staatstheoretiker der Aufklärung

2 Jean-Jacques Rousseau – Bürger von Genf

2.1 Jugend am Genfersee

2.2 Madame de Warens – Jahre der Wanderschaft

2.3 Paris – Im Kreis der Aufklärer

2.4 Erste Erfolge als Schriftsteller

2.5 Verfolgung und Flucht nach England

2.6 Lebensabend in Frankreich

3 Politische Denker der Neuzeit vor Rousseau

3.1 Thomas Hobbes

3.2 John Locke

4 Der Gesellschaftsvertrag

4.1 Aufbau

4.2 Das Staatsphilosophische Denken Rousseaus

4.3 Der Mensch und die Natur

4.4 Vertragsgedanke und Souveränität

4.5 Der Gemeinwille (volonté générale)

4.6 Kritik am Gesellschaftsvertrag

4.7 Folgen von Rousseaus Staatsphilosophie

5 Émile oder über die Erziehung

5.1 Aufbau

5.2 Bildungspolitik des 18. Jahrhunderts

5.3 Das Prinzip der negativen Erziehung

5.4 Erziehung während der Adoleszenz

5.5 Erziehung von Mädchen

5.6 Kritik am Werk und Folgen für die Pädagogik

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit untersucht das Leben und Wirken von Jean-Jacques Rousseau, wobei der Fokus insbesondere auf seiner staatsphilosophischen Theorie im "Gesellschaftsvertrag" sowie seinem pädagogischen Hauptwerk "Émile" liegt. Ziel der Arbeit ist es, Rousseaus Denken in den Kontext der Aufklärung einzuordnen, sein Verständnis von Volkssouveränität und Erziehung zu analysieren und kritisch zu hinterfragen, welchen Einfluss diese Ideen auf die Zeitgeschichte und nachfolgende Generationen hatten.

  • Biografische Entwicklung Rousseaus und prägende Lebensstationen
  • Vergleichende Analyse politischer Denker der Neuzeit (Hobbes, Locke, Rousseau)
  • Analyse der Kernelemente des Gesellschaftsvertrags und des Gemeinwillens
  • Darstellung der Grundprinzipien der pädagogischen Theorie in "Émile"
  • Kritische Reflexion und Wirkungsgeschichte der behandelten Werke

Auszug aus dem Buch

Der Gemeinwille (volonté générale)

Wie aus den vorhergehenden Ausführungen bereits erkennbar, lässt der Gesellschaftsvertrag keinerlei Unterwerfung des Volkes unter einen einzigen Machthaber zu. Die Grundidee des „volonté générale“ besteht darin, dass er als „gemeinsames Ich“ zu verstehen ist, das aus sämtlichen stimmberechtigten Bürgern besteht, die etwas Gemeinsames wollen.

Jeder Staatsbürger besitzt das Recht mit Mitbestimmung und ist zugleich Untertan. Deshalb lehnte Rousseau auch die Vertretung des Volkswillens durch Parteien und Parlamente ab, da vom Staat nur das angeordnet werden soll, was jeder einzelne angeordnet haben will.

Rousseau stellt sich im 3. Kapitel des 2. Buches die Frage, ob der Gemeinwille irren kann. In seinen Ausführungen zu dieser Thematik ist er sich dem Konflikt zwischen den Interessen des Einzelnen und der Allgemeinheit durchaus bewusst: „Aus dem Vorhergehenden folgt, dass der Gemeinwille immer auf dem rechten Weg ist und auf das öffentliche Wohl abzielt: woraus allerdings nicht folgt, dass die Beschlüsse des Volkes immer gleiche Richtigkeit haben“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Geschichtlicher Hintergrund: Umreißt die geistige Stimmung der Aufklärung im 18. Jahrhundert und die sozio-ökonomische Situation in Frankreich, die den Boden für die politischen Forderungen Rousseaus bereitete.

2 Jean-Jacques Rousseau – Bürger von Genf: Zeichnet den Lebensweg Rousseaus von seiner Kindheit in Genf über seine Zeit als Wanderer und Sekretär bis hin zu seinen Erfolgen als Schriftsteller und seinem fluchtgeprägten Lebensabend nach.

3 Politische Denker der Neuzeit vor Rousseau: Beleuchtet die Staatstheorien von Thomas Hobbes und John Locke, um den intellektuellen Hintergrund und die Abgrenzungsmöglichkeiten für Rousseaus eigene Thesen aufzuzeigen.

4 Der Gesellschaftsvertrag: Analysiert den Kern von Rousseaus Staatsphilosophie, insbesondere das Konzept des Gemeinwillens, die Volkssouveränität und die Kritik daran sowie deren historische Folgen.

5 Émile oder über die Erziehung: Diskutiert Rousseaus pädagogisches Programm, das den Menschen als von Natur aus gut betrachtet und eine Erziehung fordert, die sich an der natürlichen Entwicklung des Kindes orientiert.

Schlüsselwörter

Jean-Jacques Rousseau, Aufklärung, Gesellschaftsvertrag, Gemeinwille, Volkssouveränität, Erziehung, Émile, Naturzustand, Staatsphilosophie, Politik, Pädagogik, Freiheit, Vernunft, politische Theorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit behandelt das Leben und die zentralen philosophischen sowie pädagogischen Konzepte von Jean-Jacques Rousseau im Kontext der Aufklärung.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Rousseaus Staatstheorie im "Gesellschaftsvertrag" und seiner Erziehungstheorie, die in "Émile" dargelegt wird.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Rousseaus Wirken kritisch aufzuarbeiten und die Bedeutung seiner Ideen für die Entwicklung moderner Staatsverständnisse und pädagogischer Ansätze zu verdeutlichen.

Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?

Es handelt sich um eine geisteswissenschaftliche Literaturanalyse, die auf primären Quellen von Rousseau und ergänzender Sekundärliteratur zu seinem Lebenswerk basiert.

Was sind die Inhalte des Hauptteils?

Der Hauptteil ist gegliedert in eine biografische Einordnung, einen Vergleich mit den Staatstheorien von Hobbes und Locke sowie eine detaillierte Analyse der Thesen aus dem "Gesellschaftsvertrag" und "Émile".

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gemeinwille (volonté générale), Volkssouveränität, natürliche Erziehung und das aufklärerische Denken definiert.

Wie bewertet Rousseau die politische Rolle des Bürgers?

Rousseau sieht jeden Bürger als aktiven Teilhaber am Staatsgeschehen, der sowohl Mitbestimmungsrechte besitzt als auch dem Gemeinwillen unterworfen ist, wobei er parteipolitische Repräsentation ablehnt.

Warum ist Rousseaus Erziehungskonzept in "Émile" umstritten?

Kritikpunkte sind unter anderem die teilweise Ausgrenzung gesellschaftlicher Einflüsse, die Rolle der Religion und die Ablehnung von Strafen, sowie die ambivalente Haltung zur Erziehung von Mädchen im Vergleich zu Jungen.

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Details

Title
Jean-Jacques Rousseau Leben und Wirken eines Denkers im Spiegel des Gesellschaftsvertrags und Émile
College
Hochschule Liechtenstein  (Fachbereich Wirtschaftswissenschaften)
Course
Denken, Handeln, Sein II
Grade
gut-sehr gut
Author
Jürg Fausch (Author)
Publication Year
2003
Pages
29
Catalog Number
V17628
ISBN (eBook)
9783638221566
Language
German
Tags
Jean-Jacques Rousseau Leben Wirken Denkers Spiegel Gesellschaftsvertrags Denken Handeln Sein
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jürg Fausch (Author), 2003, Jean-Jacques Rousseau Leben und Wirken eines Denkers im Spiegel des Gesellschaftsvertrags und Émile, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17628
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