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Der Atomausstieg in Deutschland

Eine Untersuchung anhand der Parteiendifferenzthese und des Vetospielertheorems

Titel: Der Atomausstieg in Deutschland

Bachelorarbeit , 2010 , 50 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Michael Heintz (Autor:in)

Politik - Politisches System Deutschlands
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach der Bundestagswahl 1998 kam es in der Bundesrepublik Deutschland zu einem historischen Regierungswechsel. Erstmals wurde eine amtierende Bundesregierung (CDU /FDP) komplett abgewählt und durch eine völlig neue Regierungskoalition (SPD/Grüne ) ersetzt. Somit wurde erstmals die Bundesregierung aus Parteien gebildet, die beide den Ausstieg aus der Atomenergie forderten. Folglich hatte diese neue Bundesregierung in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben, dass der Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie innerhalb der Legislaturperiode umfassend und unumkehrbar gesetzlich geregelt wird. Im Juni 2000 wurde durch den Atomkonsens, einer Vereinbarung zwischen der rot-grünen Bundesregierung und den Energieversorgungsunternehmen, der Atomausstieg in der Bundesrepublik besiegelt.
Die Arbeit untersucht ob ein Zusammenhang zwischen der Parteizusammensetzung der Bundesregierung und dem Atomausstieg belegt werden kann. Hierzu werden Bundestagswahlprogramme und Koalitionsverträge analysiert.
In einem zweiten Schritt werden die entscheidenden Akteure des Atomausstiegs im Bezug auf ihr Vetopotential untersucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 THEORETISCHER RAHMEN

2.1 Parteiendifferenzthese

2.2 Das Vetospielertheorem

3 BESCHREIBUNG DES ATOMAUSSTIEGS ÜBER KONSENSVERHANDLUNGEN

4 ANALYSE ANHAND DER PARTEIDIFFERENZTHESE UND DES VETOSPIELERTHEOREMS

4.1 Anwendung der Parteiendifferenzthese

4.1.1 Quantitative Analyse der Bundestagswahlprogramme 1980 - 2009

4.1.2 Qualitative Analyse der Bundestagswahlprogramme 1980 - 2009

4.1.3 Schlussfolgerung

4.2 Anwendung des Vetospielertheorems

4.2.1 Identifizierung der Vetospieler beim Atomausstieg

4.2.2 Der Atomausstieg aus Sicht des Vetospielertheorems

4.2.3 Schlussfolgerung

4.3 Öffentliche Meinung zur Atomenergie

5 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, warum es in Deutschland im Jahr 2000 zum politischen Atomausstieg kam. Mithilfe der Parteiendifferenzthese und des erweiterten Vetospielertheorems wird analysiert, inwieweit die parteipolitische Zusammensetzung der Regierung und die spezifischen Interaktionsmuster zwischen den relevanten Vetospielern für diese energiepolitische Entscheidung ausschlaggebend waren.

  • Analyse der energiepolitischen Positionen in Bundestagswahlprogrammen (1980-2009)
  • Untersuchung der Konsensverhandlungen zwischen Bundesregierung und Energiekonzernen
  • Anwendung des Vetospielertheorems zur Erklärung von Politikwandel
  • Bewertung der Rolle öffentlicher Meinung bei energiepolitischen Entscheidungen
  • Diskussion der Handlungsspielräume von Koalitionsparteien

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Identifizierung der Vetospieler beim Atomausstieg

Innerhalb der Koalition von SPD und den Grünen herrschte Einigkeit über das Ziel des Atomausstiegs. Lediglich in der Frage der Geschwindigkeit gab es Differenzen. Die SPD forderte einen „schnellstmöglichen“ und die Grünen einen „sofortigen Ausstieg“ (Raschke 2001, S. 170).

Durch die Vereinbarung der Bundesregierung mit den EnVU wurden zunächst der Bundestag und der Bundesrat umgangen. Dass es sich hierbei faktisch um eine Entparlamentarisierung handelte, soll an dieser Stelle nur erwähnt werden ohne es näher vertiefen zu können. Bei der Einarbeitung der Inhalte in das Atomgesetz und bei der letztendlichen Verabschiedung dieses Gesetzes wirkten zwei Faktoren. 1. Der Konsens sollte aus Sicht der Regierungsparteien nicht gefährdet werden und wurde somit von beiden Parteien im Bundestag unterstützt. 2. Das Atomgesetz war kein durch den Bundesrat zustimmungspflichtiges Gesetz und die Opposition aus CDU und FDP verfügte im Bundesrat nicht über die notwendige Mehrheit, um ein suspensives Veto (GG, Art. 77 Abs. 4) herbeizuführen. Somit wurden beim Atomausstieg die institutionellen Vetospieler „neutralisiert“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Dieses Kapitel führt in den historischen Regierungswechsel 1998 und den darauf folgenden Atomausstieg ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit.

2 THEORETISCHER RAHMEN: Hier werden die Parteiendifferenzthese und das Vetospielertheorem als theoretische Grundlage der Analyse erläutert und kritisch hinterfragt.

3 BESCHREIBUNG DES ATOMAUSSTIEGS ÜBER KONSENSVERHANDLUNGEN: Dieser Abschnitt skizziert den Verlauf und die Zielsetzungen der Verhandlungen zwischen der rot-grünen Bundesregierung und den Energieversorgungsunternehmen.

4 ANALYSE ANHAND DER PARTEIDIFFERENZTHESE UND DES VETOSPIELERTHEOREMS: In diesem Hauptteil werden die Parteiprogramme sowie die Akteurskonstellationen und ihre Machtverhältnisse bei den Verhandlungen detailliert untersucht.

5 FAZIT: Das letzte Kapitel fasst die Forschungsergebnisse zusammen und leitet eine These zur Wahrscheinlichkeit von Politikwandel nach Regierungswechseln ab.

Schlüsselwörter

Atomausstieg, Parteiendifferenzthese, Vetospielertheorem, Atomkonsens, Energiepolitik, Bundestagswahlprogramme, Bundesregierung, Koalitionsverträge, Politikwandel, Regierungskoalition, Energieversorgungsunternehmen, Reformfähigkeit, Handlungsspielraum, Politische Agenda, Konsensverhandlungen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Ursachen und den politischen Prozess, der im Jahr 2000 zum Atomausstieg in Deutschland führte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Energiepolitik der Parteien, der Einfluss von Wahlprogrammen auf das Regierungshandeln und die Machtdynamiken zwischen politischen Akteuren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet: Warum kam es in Deutschland im Jahr 2000 zum Atomausstieg und welche Rolle spielten dabei Parteien und Vetospieler?

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin führt eine Einzelfallstudie durch, die auf der Parteiendifferenzthese und dem erweiterten Vetospielertheorem basiert, ergänzt durch eine qualitative und quantitative Analyse von Wahlprogrammen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Positionen der vier untersuchten Parteien über den Zeitraum 1980-2009 analysiert und die Dynamik der Konsensverhandlungen mit den Energiekonzernen als Vetospieler beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Atomausstieg, Parteiendifferenzthese, Vetospielertheorem, Energiepolitik und Konsensverhandlungen stehen im Zentrum der Untersuchung.

Warum spielt die SPD eine so dominante Rolle bei den Konsensverhandlungen?

Die Analyse zeigt, dass die SPD die Führungsrolle übernahm, um einen entschädigungsfreien Ausstieg zu sichern, während die Grünen aufgrund ihres hohen Zielwerts für den Ausstieg bereit waren, inhaltliche Kompromisse einzugehen.

Welche Rolle spielte die öffentliche Meinung für den Ausstieg?

Die Untersuchung ergab, dass die öffentliche Meinung ambivalente Signale sendete und keinen zwingenden Handlungsdruck erzeugte, was darauf hindeutet, dass der Ausstieg eher parteipolitisch und ideologisch motiviert war.

Ende der Leseprobe aus 50 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Atomausstieg in Deutschland
Untertitel
Eine Untersuchung anhand der Parteiendifferenzthese und des Vetospielertheorems
Hochschule
FernUniversität Hagen
Veranstaltung
Politik- und Verwaltungswissenschaft
Note
1,7
Autor
Michael Heintz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
50
Katalognummer
V176330
ISBN (eBook)
9783640975549
ISBN (Buch)
9783640974986
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Atomausstieg Vetospieler Parteiendifferenz Atomkonsens Parteilager Wählerpräferenzen Atomenergie Umweltpolitik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Heintz (Autor:in), 2010, Der Atomausstieg in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176330
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Leseprobe aus  50  Seiten
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