Bei der Betrachtung gängiger Ratgeber für Fantasiereisen fällt auf, dass von Fantasiereise-Seminarleiter/innen manchmal ein ganzes Unterkapitel dem Thema gewidmet ist, wie man Teilnehmende davon überzeugt, gerne eine Fantasiereise machen zu wollen. Misslingt diese, wird in manchen Ratgebern vermutet, dass die Teilnehmenden sich nicht genug auf die Übung eingelassen hätten. Diese Arbeit widerspricht dem Patient/innen verorteten Misslingen von Fantasiereisen.
Zunächst geht es um die Einordnung der Fantasiereise als Imaginatives Verfahren im Abgrenzung zu ähnlichen Methoden. In einer quantitativen Studie werden einfach verfügbare Fantasiereisen auf ihre Motive und Stilistik untersucht. Aus dieser Analyse heraus wird vorgeschlagen, eine mehr Propositionen ansprechende Fantasiereise als kreativtherapeutische Methode auszuprobieren: die romanhafte bzw. erzählerische Fantasiereise.
Diese neu konzipierte Form der Fantasiereise wird im Rahmen der Arbeit praktisch erprobt und anschließend qualitativ ausgewertet. Die Arbeit untersucht damit, wie eine erzählerische Gestaltung von Fantasiereisen dazu beitragen kann, neue Zugänge zu imaginativen Verfahren in der Kreativtherapie zu eröffnen.
- Arbeit zitieren
- Caroline Königs (Autor:in), 2026, Die romanhafte Fantasiereise, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1763352