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"Sozialstaat Österreich"

Das Volksbegehren 2002 aus sozialstaatstheoretischer Perspektive

Title: "Sozialstaat Österreich"

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 5 Pages , Grade: 1

Autor:in: Claudia Liebeswar (Author)

Politics - Region: Western Europe
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Das Volksbegehren "Sozialstaat Österreich", im Zuge dessen die Verankerung sozialstaatlicher Elemente in der österreichischen Verfassung gefordert wurde, wird unter Beachtung institutionen-, konflikt- und interessenszentrierter Ansätze aus einem sozialstaatstheoretischen Standpunkt beleuchtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zielsetzung und theoretischer Hintergrund

2.1 Der konfliktzentrierte Ansatz sozialer Bewegungen

2.2 Der institutionenzentrierte Ansatz

2.3 Analyse der institutionellen Einbettung

3. Synthese und Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Volksbegehren „Sozialstaat Österreich“ aus dem Jahr 2002 aus sozialstaatstheoretischer Perspektive. Ziel ist es, die Beweggründe der Initiatoren sowie den Entwicklungsverlauf des Begehrens anhand verschiedener politikwissenschaftlicher Theorieansätze zu analysieren und zu erklären, warum das Ziel einer verfassungsrechtlichen Verankerung sozialstaatlicher Elemente trotz hoher Unterstützung nicht erreicht wurde.

  • Analyse des Volksbegehrens „Sozialstaat Österreich“ von 2002
  • Anwendung des konfliktzentrierten Ansatzes sozialer Bewegungen
  • Diskussion des institutionenzentrierten Ansatzes (endogene und exogene Faktoren)
  • Untersuchung des Einflusses der Europäischen Union auf nationale Sozialstaatspolitik
  • Kritische Reflexion über die Möglichkeiten und Grenzen direktdemokratischer Instrumente

Auszug aus dem Buch

Sozialstaatstheoretische Analyse des Volksbegehrens

Ohne Zweifel lässt sich die Bedeutung, die dem Begehren von Initiatoren- und Unterstützerseite beigemessen wurde, durch den interessen- und konfliktzentrierten Ansatz der sozialen Bewegungen nachvollziehen. Jener betont demokratische Prozesse als grundlegend für die Entstehung und Ausgestaltung eines Sozialstaats. Durch jene nämlich können Gruppeninteressen ökonomisch benachteiligter und marginalisierter Schichten artikuliert und schließlich durchgesetzt werden. Dies ist umso bedeutsamer, als ein kapitalistisches System aufgrund der Profitorientierung der Akteure und der Veränderung des Arbeitskräftebedarfs zwangsläufig „Wandel, Fluktuation und Arbeitslosigkeit“ (Piven/Cloward, 1971/77: S.76) beinhaltet, was, in Verbindung mit spezifischen Ereignissen und Krisen, periodisch verheerende Ausmaße annehmen kann. Dies ist, um Revolten zu vermeiden, durch staatliche Unterstützung zu bekämpfen.

Die Initiatoren und Unterstützer glaubten offensichtlich an die vom Volk ausgehende Macht und die Notwendigkeit sozialstaatlichen Eingreifens, was deutlich mit dem Ansatz sozialer Bewegungen korrespondiert. Jedoch muss einschränkend auch gesagt werden, dass jene staatliche Fürsorge durchaus auch den Effekt haben kann, dass Arbeitnehmer unter Druck gesetzt werden, sind wohlfahrtsstaatliche Unterstützungen doch zwangsweise an bestimmte Bedingungen gekettet, welche in der Vergangenheit zwar national und temporal unterschiedlich, stets aber vorhanden waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die historische Ausgangslage des Volksbegehrens „Sozialstaat Österreich“ von 2002 ein und erläutert dessen Zielsetzung sowie die Rolle der Initiatoren.

2. Zielsetzung und theoretischer Hintergrund: Hier werden die zentralen theoretischen Ansätze, wie der konfliktzentrierte und der institutionenzentrierte Ansatz, vorgestellt, um das Volksbegehren in einen sozialstaatstheoretischen Kontext zu setzen.

3. Synthese und Fazit: Das abschließende Kapitel führt die theoretischen Perspektiven zusammen und bewertet die Ursachen für das Scheitern des Volksbegehrens sowie die Rolle institutioneller Rahmenbedingungen.

Schlüsselwörter

Sozialstaat, Österreich, Volksbegehren, Sozialstaatstheorie, soziale Bewegungen, Institutionalismus, Sozialverträglichkeitsprüfung, Europäische Union, direkte Demokratie, Verfassungsrecht, Umverteilung, Neoliberalismus, politische Partizipation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das österreichische Volksbegehren „Sozialstaat Österreich“ von 2002 aus verschiedenen sozialstaatstheoretischen Blickwinkeln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Spannung zwischen gesellschaftlichem Engagement, staatlichem Institutionengefüge und dem Einfluss supranationaler Strukturen wie der Europäischen Union.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Beweggründe der Initiatoren zu verstehen und theoretisch zu erklären, warum die geforderte Verfassungsänderung nicht erfolgreich war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoriegeleitete Fallanalyse, bei der das Volksbegehren mit Ansätzen der sozialen Bewegungen sowie institutionenzentrierten Theorien abgeglichen wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem konfliktzentrierten Ansatz und dem institutionenzentrierten Modell zur Deutung des Volksbegehrens.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Sozialstaat, direkte Demokratie, institutionelle Analyse, politische Partizipation und die europäische Integration.

Welche Rolle spielt die Europäische Union bei der Argumentation der Initiatoren?

Die Initiatoren sahen in der neoliberalen Ausrichtung der EU und den damit verbundenen Sparzwängen eine wesentliche Bedrohung für den österreichischen Sozialstaat.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Initiatoren im Vergleich zu klassischen sozialen Bewegungen?

Die Autorin weist darauf hin, dass die Initiatoren eher aus akademischen Kreisen stammten, was eine Diskrepanz zu den klassischen Modellen von Piven und Cloward aufzeigt, die auf ärmere, marginalisierte Schichten fokussieren.

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Details

Title
"Sozialstaat Österreich"
Subtitle
Das Volksbegehren 2002 aus sozialstaatstheoretischer Perspektive
College
University of Vienna
Grade
1
Author
Claudia Liebeswar (Author)
Publication Year
2011
Pages
5
Catalog Number
V176337
ISBN (eBook)
9783640974436
Language
German
Tags
sozialstaat volksbegehren perspektive
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Liebeswar (Author), 2011, "Sozialstaat Österreich", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176337
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