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Zum Schreibprozess - wie entwickelt sich das Schreiben?

Titel: Zum Schreibprozess - wie entwickelt sich das Schreiben?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2009 , 16 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Barbara Conrady (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ich gehe genauer auf die Frage ein, wie sich das Schreiben entwickelt. Das Augenmerk liegt dabei auf den Phasen, die das Kind in seinem Erwerbsprozess durchläuft, welche in Modellen zusammengefasst werden. Ich erläutere, in wieweit diese Erkenntnisse für Lehrer interessant sein können und wie sie eine individuelle Förderung ermöglichen. Es werden verschiedene Modelle vorgestellt. Als Grundlage dient das „3-Phasen-Modell“ von Uta Frith. Als Vertiefung dieses Modells folgen die Schreibentwicklungstabelle von Valtin und das Stufenmodell von Gerheid Scheerer-Neumann. Als konkretes Anwendungsbeispiel stelle ich einen Beobachtungskalender vor. Mit diesem können Lehrer die Schreibentwicklung der Kinder festhalten und so das Kind präzise und individuell fördern. Das Ziel dieser schriftlichen Ausarbeitung ist es, die Chancen sowie die Grenzen eines solchen Modells aufzuzeigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. 3-Phasen-Modell des Schriftspracherwerbs nach Uta Frith

1.1. Logographische Phase

1.2. Alphabetische Phase

1.3. Orthographische Phase

2. Entwicklungsmodelle

2.1. Schreibentwicklungstabelle nach Valtin

2.2. Stufenmodell der Rechtschreibentwicklung von Scheerer-Neumann

2.3. Vergleich der Schreibentwicklungstabelle und dem Stufenmodell

3. Beobachtungskalender

4. Chancen und Grenzen der Modelle

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den menschlichen Schreibprozess und dessen Entwicklung bei Kindern, um Lehrkräften fundierte Erkenntnisse für eine individuelle pädagogische Förderung zu vermitteln. Im Zentrum steht die Analyse wissenschaftlicher Entwicklungsmodelle, deren Anwendung in der Praxis sowie das Aufzeigen von Möglichkeiten und Limitationen bei der Beurteilung von Lernständen.

  • Phasen des Schriftspracherwerbs nach Uta Frith
  • Vergleichende Analyse der Modelle von Valtin und Scheerer-Neumann
  • Instrumente zur Prozessbeobachtung im Grundschulalltag
  • Bedeutung individueller Lernvoraussetzungen und Motivation
  • Pädagogische Chancen und Grenzen bei der Nutzung von Stufenmodellen

Auszug aus dem Buch

1.3. Orthographische Phase

Die letzte Phase ist die orthographische Phase. Das Kind verbindet beide Phasen und erkennt so direkt die Wörter. Es nimmt größere Einheiten, Silben und Morpheme, innerhalb eines Wortes wahr. Dadurch wird das Lesetempo gesteigert, da bekannte Wörter nicht neu gelesen werden müssen.

In dieser Phase kann eine Übergeneralisierung vorkommen. Bekannte Rechtschreibregeln werden auch da angewandt, wo das Kind diese Regeln meint zu erkennen. Zum Beispiel wird – obwohl das Kind vorher die Wörter richtig schrieb – dann „Menschen“ zu „Mennschen“ oder „Foto“ zu „Fotho“.

Hier ist ein Fortschritt in der Aneignung und Erkennung von Prinzipien unserer Sprache erkennbar.

Auch Erwachsene befinden sich in der orthographischen Phase und lernen neu dazu. Beim erlernen von schwierigen Wörtern, zum Beispiel chemischen Verbindungen, ließt der Erwachsene erst einmal stockend.3 Er befindet sich somit in der alphabetischen Phase, bis er diese Wörter ein paar mal gelesen hat. Damit befindet er sich erneut in der orthographischen Phase.

Zusammenfassung der Kapitel

1. 3-Phasen-Modell des Schriftspracherwerbs nach Uta Frith: Das Kapitel erläutert das Grundlagenmodell, welches den Schriftspracherwerb in die logographische, alphabetische und orthographische Phase unterteilt.

2. Entwicklungsmodelle: Hier werden detaillierte Vertiefungen des Frith-Modells durch Renate Valtin und Gerheid Scheerer-Neumann vorgestellt und miteinander verglichen.

3. Beobachtungskalender: Dieses Kapitel stellt ein praktisches Instrument zur systematischen Erfassung und Kontrolle des individuellen Lernfortschritts im Schulalltag vor.

4. Chancen und Grenzen der Modelle: Abschließend werden die Anwendbarkeit, die pädagogischen Möglichkeiten sowie die Herausforderungen bei der Nutzung dieser Modelle in der schulischen Praxis kritisch reflektiert.

Schlüsselwörter

Schriftspracherwerb, Schreibprozess, Uta Frith, Renate Valtin, Scheerer-Neumann, Rechtschreibentwicklung, Beobachtungskalender, Alphabetische Phase, Orthographische Phase, Logographische Phase, Lernförderung, Grundschule, Lautanalyse, Graphem-Phonem-Verbindung, Schreibstrategie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung des Schreibprozesses bei Kindern und der Frage, wie diese Entwicklung wissenschaftlich beschrieben und im Schulalltag gezielt gefördert werden kann.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen sind die Phasenmodelle des Schriftspracherwerbs, der Vergleich gängiger wissenschaftlicher Ansätze und die praktische Anwendung von Beobachtungsinstrumenten zur individuellen Unterstützung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Lehrern durch die Vorstellung etablierter Modelle eine Orientierungshilfe zu bieten, um den Schreibprozess von Kindern besser zu verstehen und präzise begleiten zu können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und dem Vergleich bestehender Entwicklungsmodelle, ergänzt durch die Vorstellung eines Beobachtungsinstruments für die Praxis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des 3-Phasen-Modells nach Uta Frith, die detaillierte Beschreibung der Modelle von Valtin und Scheerer-Neumann sowie die Vorstellung des Beobachtungskalenders.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Schriftspracherwerb, Schreibentwicklung, Phasenmodelle, Rechtschreibstrategien und individuelle Förderung charakterisiert.

Warum spielt die Unterscheidung der Phasen eine Rolle für Lehrkräfte?

Die Unterscheidung der Phasen ermöglicht es Lehrkräften, den aktuellen Entwicklungsstand eines Kindes objektiv einzuschätzen und darauf aufbauend eine passgenaue Förderung anzubieten.

Was ist die Besonderheit des Beobachtungskalenders?

Der Beobachtungskalender dient als Checkliste mit fünf Zäsuren über das Schuljahr hinweg, die es erlaubt, den Lernfortschritt kontinuierlich festzuhalten und mit den Kindern zu reflektieren.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zum Schreibprozess - wie entwickelt sich das Schreiben?
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Note
1,7
Autor
Barbara Conrady (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
16
Katalognummer
V176379
ISBN (eBook)
9783640976553
ISBN (Buch)
9783640996711
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erstlesen-Erstschreiben; Schreibprozess;
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Barbara Conrady (Autor:in), 2009, Zum Schreibprozess - wie entwickelt sich das Schreiben?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176379
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Leseprobe aus  16  Seiten
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