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Fernsehserien und Identifikation

Eine Studie am Beispiel von "OC California"

Titel: Fernsehserien und Identifikation

Seminararbeit , 2009 , 42 Seiten , Note: 1

Autor:in: Anna Mehofer (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Oft wurde in den letzten Jahren, und auch schon davor, die klassische Fernsehserie als Instanz der „Persönlichkeitsbildung“/„Identifikation“ thematisiert. Vor allem die Wirkung auf jugendliche Rezipienten stand zur Debatte. Meist geschah dies mit kritischem oder gar verächtlichem Unterton, da Serien an sich nicht gerade ein hohes Ansehen unter den Fernsehangeboten genießen. Trivial und einfach gestrickt seien sie, heißt es. Das Erkenntnisinteresse dieser Arbeit richtet sich auf die Faszination der Fernsehserie: Warum genießen gerade die „klassisch gestrickten“ (durch spezifische Merkmale als solche definierten) Serien derart hohe Einschaltquoten? Das bedeutet vor allem: Wie gelingt es ihnen, die emotionalen und psychischen Bedürfnisse der Zuseher nach Identifikation zu erfüllen? Um diese Frage zu beantworten, wird sich das Forschungsdesign am viel zitierten Uses-and-Gratifications- Ansatz orientieren. Dieser geht von einem aktiven Publikum aus, das den Medienkonsum nach eigenen Bedürfnissen ausrichtet. Als Beispiel wird die Jugendserie „O.C. – California“ (im englischen Original „The O.C.“) herangezogen werden. Sie ist repräsentativ für das Genre der Fernsehserie mit dramatischem Inhalt (Definition siehe unten), weil sie inhaltlich alle für eine Befragung relevanten Merkmale aufweist. Bei Betrachtung der Forschungsergebnisse wird noch genauer auf die Frage eingegangen werden, warum sich die Identifikation bei den Geschlechtern unterscheidet. Um die Gründe hierfür zu klären, wird eine theoretische Komponente der Cultural Studies, nämlich der soziale Konstruktivismus, in die Arbeit mit einfließen und – vor allem hinsichtlich ihrer Voraussetzung eines passiven Publikums – kritisch beleuchten. Zuletzt wird sich diese Arbeit der These widmen, warum es trotz technischer Neuerungen und den Angeboten auf youtube nicht zu dem oftmals prophezeiten Untergang der Fernsehserie kommen wird. Vorausgesetzt wird in allen Fällen, dass sich die Wirkung und Funktion der Fernsehserie über die Jahre ihres Bestehens kaum verändert hat; lediglich der Zugang ist ein anderer geworden (mehr Leute besitzen einen Fernseher etc.).

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

1.1) Erkenntnisinteresse, theoretische Orientierung sowie ein erster Ausblick auf die inhaltliche Zusammensetzung der Arbeit

1.2) Kommunikationswissenschaftliche Relevanz des Themas

1.3) Begriffsdefinitionen

1.31) Was unter einer Serie zu verstehen ist

1.32) Was ist ein Genre? Gibt es die „typische Serie“ überhaupt?

1.33) Das Forschungsobjekt – Erste Definition der relevanten Merkmale

1.34) Das Publikum

2) Theoretische Hinführung zu den Forschungsfragen: Stand der Forschung

2.1) Zum Wesen des Uses-and-Gratifications-Ansatzes

2.2) Die soziale Identität

2.3) Der Symbolische Interaktionismus als Basis für das Prinzip der Identifikation

2.4) Spannung als Anlass für intensives Involvement und als Qualitätsmerkmal

2.5) Beziehungen zu Serienfiguren als ein auf emotionaler Identifikation basierender Prozess /Eigentliche Empathie als Form der Identifikation

2.51) Identifikationsbegriff vs. Involvement

2.52) Voraussetzungen für und Arten von Involvement

2.53) Identifikation vs. Empathie, oder: Warum Empathie eine Art der Identifikation ist

3) Die Forschungsfrage

4) Die Hypothesen

5) Geplante Vorgehensweise & Operationalisierung der Variablen

5.1) Vorgehensweise

5.2) Einige Worte zur Operationalisierung der Begriffe

6) Das Forschungsdesign

6.1) Umstände der Untersuchung

6.2) Indikatoren für die Variablen

6.3) „Aufschlüsselung“ der Testfragen

6.31) Demographische Daten

6.32) Die Variable Häufigkeit

6.33) Die Variable Ähnlichkeit

6.34) Die Variable Sympathie

6.35) Die Variable Spannung

6.36) Die Variable Auseinandersetzung

6.4) Bemerkung zu den Fragen und den dazu gehörigen Skalen

6.5) Der Weg von den Daten zum Ergebnis

7) Auswertung und erste Interpretation der Daten

7.1) Die Antworten in Tabellenform

7.2) Statistische Auswertung mit Interpretation

8) Korrelationen und ihre Bedeutung

8.1) Mögliche Fehlerquellen

8.2) Fans und Nicht-Fans

8.3) Andere Korrelationen

8.4) Fehlende Korrelationen

8.5) Bedeutung der Korrelationen

9) Blick auf die Geschlechterdifferenzen

9.1) Interpretation der Ergebnisse nach dem Faktor Geschlecht

9.2) Zwei Sichtweisen aus dem Bereich der Cultural Studies

10) Warum die Serie überleben wird

11) Zusammenfassung der Arbeit und Schlusswort

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Faszination von Fernsehserien am Beispiel von „O.C. – California“ und analysiert, wie diese Serien die emotionalen und psychischen Bedürfnisse der Zuseher nach Identifikation erfüllen. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Faktoren in welchem Maße für die Intensität der Identifikation ausschlaggebend sind, wobei theoretische Ansätze wie der Uses-and-Gratifications-Ansatz, soziale Identität und der Symbolische Interaktionismus sowie der Einfluss des Geschlechts beleuchtet werden.

  • Identifikationsprozesse zwischen Zusehern und Serienfiguren
  • Einfluss von Spannung und emotionaler Involvierung (Empathie)
  • Rolle der sozialen Identität und Gruppenzugehörigkeit
  • Geschlechtsspezifische Unterschiede im Sehverhalten und Identifikationsgrad
  • Methodische Operationalisierung mittels schriftlicher Befragung

Auszug aus dem Buch

1.33) Das Forschungsobjekt – Erste Definition der relevanten Merkmale

Eine kleine Vorbemerkung zum folgenden Abschnitt: Leider ist es im Rahmen dieser Seminararbeit nur schwerlich möglich, allen abseits des Mainstreams befindlichen Untergenres die Analyse zukommen zu lassen, die ihnen gebührt. Das Forschungsobjekt wird – wie schon vorhin angedeutet – die „klassische“, nach eindeutigem Handlungsmuster gestrickte Serie oder Soap sein.

Die folgenden Kategorien erschienen, hält man sich an die Einteilung von Plake, als besonders wichtig für eine gelungene und vor allem publikumswirksame Serie.

Formal:

 Regelmäßigkeit in der Ausstrahlung

 Gleichbleibende, relativ kurze Sendedauer, spezielle Sendezeit

 Wiederkehrende Muster (Titelsong, Vorspann, Personen…)

Inhaltlich:

 Humor: Selten kommen allzu ernste oder nachdenklich stimmende Serien gut an; die Menschen wollen unterhalten werden, zwischen ernsten Inhalten gibt es oft „auflockernde Szenen“.

 Romantik: Essentieller Bestandteil schon bei Disney-Filmen; auch in „erwachsenengerechten“ Serien unentbehrlich. Tritt in Erscheinung, wenn Verliebte am Strand im Sonnenuntergang flanieren, beim Candlelight-Dinner bei unter Arkaden sitzen und sich ewige Liebe schwören. Es seien hier nur einige sehr plakative Formen erwähnt, es gibt natürlich auch subtilere Spielweisen der Romantik.

 Schwierigkeiten/traurige Elemente/Konflikte: Sind essentiell, weil sie Spannung aufbauen und den Zuseher um das Wohl der Protagonisten bangen lassen. Tragische Ereignisse beispielsweise erzeugen Mitgefühl und bringen dem Zuseher Personen und Handlung näher.

 „Realitätsnähe“: Die Handlung spielt sich meist in einem Umfeld ab, mit dem sich die Zuseher identifizieren können. Auch die vorgestellten Charaktere sind „alltägliche Typen“. Meist sind sie moralisch schwer einzuordnen. Das Wort Realitätsnähe ist hier unter Anführungszeichen gesetzt, weil die beschriebenen Schicksalsschläge zwar theoretisch möglich wären, aber im realen Leben kaum in derselben Dichte auftreten wie in Fernsehserien. (Vgl. Plake, 2002: 152,153)

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Dieses Kapitel erläutert das Erkenntnisinteresse, die theoretische Orientierung sowie die Relevanz des Themas und definiert zentrale Begriffe wie Serie, Genre und Publikum.

2) Theoretische Hinführung zu den Forschungsfragen: Stand der Forschung: Hier werden theoretische Grundlagen wie der Uses-and-Gratifications-Ansatz, soziale Identität, der Symbolische Interaktionismus und das Konzept der Spannung als Basis für Identifikation dargelegt.

3) Die Forschungsfrage: Das Kapitel formuliert die zentrale Forschungsfrage nach den Faktoren, die für die Intensität der Identifikation ausschlaggebend sind.

4) Die Hypothesen: Hier werden fünf konkrete Hypothesen aufgestellt, die den Zusammenhang zwischen Identifikation und Faktoren wie Spannung, Ähnlichkeit, Sympathie, Sehhäufigkeit und geistiger Auseinandersetzung beschreiben.

5) Geplante Vorgehensweise & Operationalisierung der Variablen: Dieses Kapitel beschreibt die methodische Vorgehensweise der Befragung und wie die abstrakten Begriffe operationalisiert werden.

6) Das Forschungsdesign: Hier werden die Rahmenbedingungen der Untersuchung, die Testfragen und die Indikatoren zur Messung der Variablen detailliert aufgeschlüsselt.

7) Auswertung und erste Interpretation der Daten: Dieser Teil präsentiert die Ergebnisse der Umfrage in Tabellenform und bietet eine statistische Interpretation der Daten.

8) Korrelationen und ihre Bedeutung: Hier werden Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Variablen untersucht, etwa zwischen Fans und Nicht-Fans oder Sympathie und Empathie.

9) Blick auf die Geschlechterdifferenzen: Dieses Kapitel analysiert spezifische Korrelationen zwischen dem Geschlecht der Befragten und deren Sehverhalten sowie Identifikationsmustern.

10) Warum die Serie überleben wird: Eine Einschätzung zur Zukunft der Fernsehserie angesichts technologischer Neuerungen.

11) Zusammenfassung der Arbeit und Schlusswort: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Untersuchung zusammen und schließt mit einem Ausblick.

Schlüsselwörter

Fernsehserien, Identifikation, Uses-and-Gratifications-Ansatz, Empathie, Spannung, Soziale Identität, O.C. California, Zuschauerverhalten, Geschlechterdifferenzen, Cultural Studies, Serienfans, Involvement, Medienrezeption, Realitätsnähe, Symbolischer Interaktionismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit untersucht die Faszination von klassischen Fernsehserien und die Identifikationsprozesse von Zusehern mit Serienfiguren am Beispiel von „O.C. – California“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die psychologischen Mechanismen der Identifikation, die Bedeutung von Spannung und Empathie im Serienkontext sowie der Einfluss von sozialen Faktoren und Geschlecht auf das Sehverhalten.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage lautet, welche Faktoren (wie Spannung, Ähnlichkeit oder Sympathie) in welchem Maße ausschlaggebend für die Intensität der Identifikation von Zusehern mit Serienprotagonisten sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer empirischen, schriftlichen Befragung einer Zielgruppe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, deren Daten anschließend statistisch ausgewertet und interpretiert wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Konzepte (wie der Uses-and-Gratifications-Ansatz) dargelegt, die Hypothesen entwickelt, das Forschungsdesign erläutert und die gewonnenen Daten umfassend auf Korrelationen analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Fernsehserien, Identifikation, Empathie, Spannung, soziale Identität, Medienrezeption und Fan-Kultur charakterisieren.

Welche Bedeutung hat das Geschlecht in dieser Studie?

Die Studie identifiziert geschlechtsspezifische Unterschiede im Sehverhalten: Frauen zeigen tendenziell eine höhere Empathie, stärkere Aufmerksamkeit und ein höheres Maß an Auseinandersetzung mit der Serie im Alltag als Männer.

Wie korreliert der Status als „Fan“ mit anderen Faktoren?

Fans zeichnen sich durch eine höhere Sehhäufigkeit, stärkere Empathie, höhere Aufmerksamkeit und ein größeres Interesse an Folgekommunikation über die Serie aus als Nicht-Fans.

Warum wird „O.C. – California“ als Beispiel herangezogen?

Die Serie wird als repräsentativ für das Genre der dramatischen Fernsehserie angesehen, da sie inhaltlich alle Merkmale aufweist, die für die geplante Befragung und Identifikationsanalyse relevant sind.

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Details

Titel
Fernsehserien und Identifikation
Untertitel
Eine Studie am Beispiel von "OC California"
Hochschule
Universität Wien  (Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaften)
Veranstaltung
Step 5 Forschungs-Proseminar
Note
1
Autor
Anna Mehofer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
42
Katalognummer
V176423
ISBN (eBook)
9783640976669
ISBN (Buch)
9783640976300
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fernsehserien Identifikation Involvement Empathie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Mehofer (Autor:in), 2009, Fernsehserien und Identifikation, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176423
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  42  Seiten
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