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Compliance bei Finanzdienstleistungsinstituten und Complianceprüfung nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes

Titel: Compliance bei Finanzdienstleistungsinstituten und Complianceprüfung nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes

Bachelorarbeit , 2009 , 51 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Philipp Dunkerbeck (Autor:in)

BWL - Revision, Prüfungswesen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Bachelorarbeit von Philipp Dunkerbeck mit dem Thema „Compliance in Unternehmen unter besonderer Berücksichtigung der Compliance bei
Finanzdienstleistungsinstituten sowie der Complianceprüfung nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes“, gewinnt vor dem Hintergrund der jüngsten spektakulären Entwicklungen in deutschen und ausländischen Unternehmen durch die Verletzung von Compliance Vorschriften (Siemens, Deutsche Bahn AG, ENRON, Lehmann) sowie durch die allgemeinen Entwicklungen der Finanzkrise, die nicht zuletzt über Fehler oder Nichtanwendung von Compliance hervorgerufen wurde, an Aktualität.
Die Arbeit zeigt mit einer Einführung in die allgemeinen Compliancegrundsätze dem Leser die historische Entwicklung und den gegenwärtigen Stand der Meinung auf.
Hierbei werden sowohl Begriffsdefinitionen erläutert als auch die Notwendigkeiten und Vorteile einer funktionierenden Complianceorganisation dargestellt.
Es werden nicht nur gesetzliche Notwendigkeiten dargestellt, sondern auch auf übrige durch Gesellschaftsrecht und Arbeitsrecht etc. begründete Notwendigkeiten eingegangen.
Im Anschluss wird anhand der spezialgesetzlichen Regelungen für Finanzinstitute hier namentlich Wertpapierdienstleistungsinstituten, aufgezeigt welche Organisationspflichten bestehen um in Folge auch die diese betreffenden Prüfungsvorschriften aufzuzeigen.
Es werden an hand der spezialgesetzlichen Regelungen auch allgemeingültige Grundsätze für die übrige Unternehmenspraxis übertragen.
Im weiteren erhält der Leser einen Einblick inwieweit bestehende
Compliancevorschriften modifiziert werden können und welche Möglichkeiten hierzu bei Klein- und Mittleren Unternehmen bestehen .

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Aufbau der Arbeit

2 Compliance in Unternehmen

2.1 Allgemeines

2.1.1 Ursprung

2.1.2 Rechtliche Definition

2.2 Notwendigkeiten und Vorteile

2.2.1 Notwendigkeiten

2.2.2 Vorteile

2.3 Folgen bei Verstoß gegen Compliance

2.3.1 Rechtliche Folgen

2.3.2 Wirtschaftliche Folgen

2.4 Compliance-Instanz

2.4.1 Geschäftsführung

2.4.1.1 Leitungsverantwortung

2.4.1.1.1 Legalitätsverantwortung

2.4.1.1.2 Organisationsverantwortung

2.4.1.2 Delegation

2.4.1.3 Aufsicht als Leitungsverantwortung

2.4.2 Aufsichtsrat

2.4.3 Interner Compliancebeauftragter

2.4.4 Compliance-Comitee

2.4.5 Externer Compliance-Beauftragter

3 Compliance bei Finanzdienstleistungsinstituten

3.1 Einleitung

3.2 Anwendung

3.3 Zielpersonen

3.3.1 Finanzdienstleistungsinstitute

3.3.2 Wertpapierhandelsunternehmen

3.3.3 Wertpapierdienstleistungsunternehmen

3.4 Art der Dienstleistung

3.4.1 Finanzdienstleistungen

3.4.2 Wertpapierdienstleistungen

3.4.3 Wertpapiernebendienstleistungen

3.5 Organisationsverpflichtung bei Wertpapierdienstleistungsunternehmen gem. § 33 WpHG

3.5.1 Organisationspflichten § 25 a KWG

3.5.1.1 Risikomanagement

3.5.1.1.1 Risikomanagement gem. § 25 a Abs. 1 KWG

3.5.1.1.2 Zusammenwirken zwischen Compliancesystem und Risikomanagementsystem

3.5.2 Organisationspflichten gem. § 33 WpHG

3.5.2.1 Mittel, Verfahren und Compliance gem. § 33 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 WpHG

3.5.2.1.1 Mittel und Verfahren

3.5.2.1.2 Compliance

3.5.2.2 Kontinuität und Regelmäßigkeit gem. § 33 Abs. 1 S. 2 Nr. 2 WpHG

3.5.2.3 Interessenkonfliktsteuerung § 33 Abs. 1 S. 2 Nr. 3 WpHG

3.5.2.3.1 Analyse der Interessenkonflikt Bereiche gem. § 13 Abs. 1 WpDVerOV

3.5.2.3.2 Dokumentation der Interessenkonflikte gem. § 13 Abs. 1 Nr. 1 WpDVerOV

3.5.2.3.3 Interessenkonfliktmanagement gem. § 13 Abs. 2 und 3 WpDVerOV

3.5.2.4 Beschwerdemanagement gem. § 33 Abs. 1 S. 2 Nr. 4 WpHG

3.5.2.5 Unterrichtung der Geschäftsleitung gem. § 33 Abs. 1 S. 2 Nr. 5 WpHG

3.5.2.6 Überwachung und Bewertung gem. § 33 Abs. 1 S. 2 Nr. 6 WpHG

3.5.2.7 Verlagerung gem. § 33 Abs. 2 und 3 WpHG

4 Prüfung der Organisationspflichten nach § 33 WpHG gem. § 36 WpHG

4.1 Einleitung

4.2 Prüfungspflicht

4.3 Prüfungsdurchführung

4.3.1 Fachliche Eignung des Prüfers

4.3.2 Prüferbestellung, Prüfungs- und Berichtszeitraum

4.3.2.1 Prüferbestellung

4.3.2.2 Prüfungs- und Berichtszeitraum

4.3.3 Art und Umfang der Prüfung

4.3.4 Besonderheiten der Prüfung der Organisationspflichten nach § 33 WpHG

4.3.4.1 Prüfung Aufbau und Ablauforganisation

4.3.4.2 Prüfung der internen Revision

4.3.4.3 Prüfung Auslagerung gem. § 33 Abs. 2 WpHG

4.3.4.4 Prüfung des Beschwerdemanagement

4.3.4.5 Prüfung des Complaince-Konzeptes

4.3.4.6 Prüfung der Mitarbeiterauswahl- und Schulung

4.3.5 Prüfungsfeststellung

4.3.6 Prüfungsbericht

4.3.6.1 Allgemeine Anforderungen

4.3.6.2 Besondere Anforderungen an den Prüfungsbericht

5 Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Umsetzung von Compliance-Systemen in Unternehmen, insbesondere bei Finanzdienstleistern unter Berücksichtigung des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG), um Haftungsrisiken für Leitungsorgane zu minimieren und rechtssicheres Handeln zu gewährleisten.

  • Allgemeine Grundlagen, Ursprung und rechtliche Definition von Compliance.
  • Rechtliche und wirtschaftliche Konsequenzen bei Verstößen gegen Compliance-Vorgaben.
  • Organisatorische Aufgaben der Geschäftsführung und Anforderungen an Compliance-Instanzen.
  • Spezifische Organisationspflichten für Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierdienstleistungsunternehmen.
  • Anforderungen an die jährliche Prüfung der Organisationspflichten nach § 36 WpHG.

Auszug aus dem Buch

2.4 Compliance-Instanz

Um eine funktionierende Complianceorganisation gewährleisten zu können, ist es unabdingbar Unternehmensinstanzen und -werkzeuge zu installieren, die die Funktion des Compliancesystems gewährleisten. Diese müssen aktiv versuchen, gesetzwidriges Verhalten zu verhindern und Problemfelder mit hohem Risikopotenzial zu lokalisieren, bevor diese zu Verstößen werden, oder von behördlicher Seite aufgedeckt werden, um eine Schadensminimierung zu bewirken. Hierbei reicht es nicht aus, durch Unternehmensbroschüren oder Anschläge auf das Wohlverhalten im Bezug auf die gesetzlichen und unternehmensinternen Regelwerke hinzuweisen. Die Ausgestaltung von Complianceinstanzen kann je nach Branchenzugehörigkeit, Unternehmensgröße, Internationalisierungsgrad, Börsennotierung oder Konzernstruktur bei jedem Unternehmen unterschiedlich ausfallen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit sowie den Aufbau der Untersuchung.

2 Compliance in Unternehmen: Erläutert die Grundlagen, rechtliche Definitionen, Folgen bei Verstößen und die verschiedenen Compliance-Instanzen.

3 Compliance bei Finanzdienstleistungsinstituten: Detaillierte Analyse der speziellen Organisationspflichten und Anforderungen im Bereich der Finanzdienstleistungen.

4 Prüfung der Organisationspflichten nach § 33 WpHG gem. § 36 WpHG: Behandelt die Anforderungen an die jährliche Prüfung der Compliance-Organisation.

5 Zusammenfassung: Fasst die Kernergebnisse der Arbeit zusammen.

Schlüsselwörter

Compliance, WpHG, Finanzdienstleistungsinstitute, Leitungsverantwortung, Risikomanagement, Organisationspflichten, § 33 WpHG, Compliancebeauftragter, Unternehmensführung, Haftungsrisiken, Compliance-Instanz, Rechtskonformität, Interessenkonflikte, Aufsichtsrat, Wirtschaftsprüfung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Konzept der Compliance in Unternehmen, wobei ein besonderer Fokus auf Finanzdienstleistungsinstitute und die Anforderungen des Wertpapierhandelsgesetzes gelegt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die rechtliche Verankerung von Compliance-Systemen, die Aufgaben der Geschäftsleitung, die spezifischen regulatorischen Pflichten für Wertpapierdienstleister und die Durchführung gesetzlich vorgeschriebener Prüfungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen Compliance-Strukturen einrichten können, um Haftungsrisiken für die Leitungsorgane zu vermeiden und gleichzeitig eine rechtssichere Unternehmensführung zu gewährleisten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor führt eine umfassende Analyse der einschlägigen Gesetzestexte (insbesondere WpHG, KWG, AktG) sowie der aktuellen Fachliteratur und einschlägiger Rechtsprechung durch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Compliance, die speziellen Pflichten für den Finanzsektor und die detaillierten Anforderungen an die externe Prüfung der Organisationspflichten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Compliance, WpHG, Risikomanagement, Organisationspflichten und Haftungsminimierung.

Wie unterscheidet sich die Compliance-Verantwortung in einer AG gegenüber einer GmbH?

Während bei der AG der Vorstand eigenverantwortlich handelt, unterliegt der Geschäftsführer einer GmbH einer stärkeren Weisungsgebundenheit gegenüber der Gesellschafterversammlung, wobei die Sorgfalts- und Treuepflichten in der Grundstruktur vergleichbar sind.

Welche Rolle spielt der Compliancebeauftragte in Finanzdienstleistungsunternehmen?

Er fungiert als interne Instanz zur Überwachung, Beratung der Mitarbeiter und Dokumentation der Compliance-Aktivitäten, um sicherzustellen, dass das Unternehmen regulatorische Anforderungen erfüllt.

Warum ist eine regelmäßige Prüfung nach § 36 WpHG erforderlich?

Die Prüfung dient dazu, die Angemessenheit und Wirksamkeit der eingerichteten Compliance-Systeme zu verifizieren und sicherzustellen, dass das Unternehmen die gesetzlichen Organisationspflichten kontinuierlich einhält.

Können Compliance-Funktionen an externe Dienstleister ausgelagert werden?

Ja, eine Auslagerung ist grundsätzlich möglich, allerdings dürfen Kernbereiche der Leitungsfunktion nicht delegiert werden, und die Gesamtverantwortung verbleibt bei der Geschäftsleitung des Unternehmens.

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Details

Titel
Compliance bei Finanzdienstleistungsinstituten und Complianceprüfung nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes
Hochschule
Hochschule Fresenius; Köln
Note
1,3
Autor
Philipp Dunkerbeck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
51
Katalognummer
V176505
ISBN (eBook)
9783640978250
ISBN (Buch)
9783640978335
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Compliance Risikomanagement Wirtschaftsprüfung WpHG KWG Prüfung Compliance Compliance Finanzdienstleister
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philipp Dunkerbeck (Autor:in), 2009, Compliance bei Finanzdienstleistungsinstituten und Complianceprüfung nach den Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176505
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  51  Seiten
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