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Kindheit und Kindsein in Frankreich Anfang des 21. Jahrhunderts

Eine Untersuchung am Beispiel des Films "Azur et Asmar" von Michel Ocelot

Titel: Kindheit und Kindsein in Frankreich Anfang des 21. Jahrhunderts

Bachelorarbeit , 2008 , 53 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Gerborg Böde (Autor:in)

Französische Philologie - Landeskunde und Kultur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Kindheit und Kindsein wird in unterschiedlichen Kulturen unterschiedlich verstanden. Erwachsene geben in vielfältiger Weise ihre Einstellungen und Haltungen an Kinder weiter. Wie sie Kindheit und Kindsein wahrnehmen, spielt dabei eine wichtige Rolle. Was Kindern zugemutet werden kann und soll, was sie verstehen können und müssen, welches Weltbild sie sich aneignen sollen, welche Aufgaben ihnen in der Gemeinschaft zufallen und welche moralischen Grundpfeiler der Gesellschaft sie verinnerlichen müssen, sind kulturell verschiedene Ansichten.
In dieser Arbeit soll untersucht werden, wie Kindheit und Kindsein in der französischen Gesellschaft gesehen wird. Dahingehend werden Aspekte aufgezeigt, die zu Kindheit und Kindsein gehören, aus Sicht der Erwachsenen in der französischen Gesellschaft. Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit ist das Medium Kinderkinofilm, da Filme, ähnlich wie Bücher, eine besonders prägende Form der Ideenvermittlung von Erwachsenen an Kinder sein können. Anhand von Kinderkinofilmen lässt sich untersuchen, was Kindern zugemutet wird, was man ihnen zutraut, und welche Themen, Werte, Ideale, Moralvorstellungen und Lebensentwürfe vermittelt werden sollen.
Kinoerlebnisse können in der Kindheit besonders intensiv sein, denn die kindliche Wahrnehmung ist eine ganz andere, als die von Erwachsenen. Kinder greifen auf einen geringeren Erfahrungsschatz zurück, der sie die Grenzen zwischen Realität und Fantasie noch durchlässiger erleben lässt, als es bei Erwachsenen der Fall ist. Aus diesem Grund sind Kinder eher bereit sich von einer Handlung hinwegtragen zu lassen, und sie nehmen die in den Filmen transportierten Ideen und Vorstellungen der Erwachsenen viel intensiver auf und verinnerlichen sie leichter.
Die Auseinandersetzung mit Kinderfilm im theoretischen Sinn scheint in Frankreich nicht so verbreitet. Der Film Azur et Asmar bietet ein sehr gutes Beispiel für einen erfolgreichen französischen Kinderfilm, der aktuelle Thematiken der französischen Gesellschaft aufwirft: Toleranz, Rassismus, Migration, Interkulturalität, Stereotype und Vorurteile. Gleichzeitig bietet er Lösungsvorschläge und spiegelt moralische Grundwerte und Weltbilder wieder, über deren öffentliche Vermittlung an Kinder in der französischen Gesellschaft Konsens herrscht. An seinem Beispiel soll das Thema Kindheit und Kindsein in Frankreich Anfang des 21. Jahrhunderts beleuchtet werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Ansichten zu Kindheit und Kindsein in Frankreich

2. Ein Einblick in das Medium Kinderfilm

2.1 Deutsche Überlegungen zur Definition von Kinderfilm

2.2 Kinderfilm in Frankreich

2.3 Altersempfehlungen und -beschränkungen hinsichtlich Film in Frankreich

2.4 Das goldene Zeitalter des französischen Animationsfilms

3. Filmanalyse am Beispiel von Michel Ocelots Azur et Asmar

3.1 Handlung

3.2 Intentionen des Filmemachers Michel Ocelot

3.3 Aktualität der Thematik(en) in Azur et Asmar

3.4 Ansichten des Auslandes zu Azur et Asmar

Fazit: Azur et Asmar als Türöffner für eine Erziehung zur Interkulturalität?

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verständnis von Kindheit und Kindsein in der französischen Gesellschaft am Beispiel des Animationsfilms "Azur et Asmar" des Regisseurs Michel Ocelot. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Medium Kinderfilm dazu beitragen kann, komplexe gesellschaftliche Themen wie Migration, Toleranz und Interkulturalität bereits für ein junges Publikum zugänglich und begreifbar zu machen.

  • Wissenschaftliche Einordnung des Begriffs "Kinderfilm" in Deutschland und Frankreich.
  • Analyse der kindlichen Wahrnehmung und der Rolle von Film als Vermittler gesellschaftlicher Werte.
  • Detaillierte Filmanalyse unter den Aspekten Identität, Migration und Überwindung von kulturellen Grenzen.
  • Untersuchung der Rezeption und der internationalen Resonanz auf "Azur et Asmar".
  • Diskussion über das Potenzial von Filmen als Instrument der interkulturellen Erziehung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Handlung

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die beiden Jungen Azur und Asmar, die zusammen in einem französischsprachigen Teil Europas aufwachsen. Ihre gesellschaftliche Position ist klar getrennt. Azurs Vater ist ein reicher Schlossherr, der seinen Sohn von einer nordafrikanischen Amme großziehen lässt. Sein heller Teint, das flachsblonde Haar und die azurblauen Augen lassen Azur, nach Meinung der Leute, wie einen Engel erscheinen. Asmar, der Sohn der Amme Jenane, hat hingegen einen dunklen Teint, braune Augen und schwarzes Haar. Trotz dieser optischen Unterschiede ähneln sich die Jungen jedoch in Gestalt und Physiognomie.

Azur wächst in den ersten Jahren bei Jenane und Asmar auf. Ihm bringt Jenane die gleiche mütterliche Liebe entgegen wie ihrem leiblichen Sohn Asmar. Beiden erzählt sie von einer verzauberten Fee, der Fee der Dschinn, die in Jenanes Land gefangen gehalten wird. Diese Fee wacht über die Dschinn, die Geister oder Dämonen aus der arabischen Sagenwelt. Vor langer Zeit wurde sie in einen kristallenen Käfig gesperrt, der im Berg, in der Schwarzen Klippe verborgen ist. Der Prinz, der die Fee erlösen will, muss ein Fabelwesen zähmen, den scharlachroten Löwen, oder den Vogel Sajmourh, um zur schwarzen Klippe zu gelangen. Er muss drei magische Schlüssel finden, die ihm im Inneren der Klippe drei Tore öffnen. Die letzte Prüfung besteht darin den richtigen Eingang zur Höhle der Fee zu finden, denn von zweien führt einer in die Grotte der Schatten, welche den sicheren Tod bedeutet. Diese Geschichte beeindruckt Azur und Asmar und jeder beschließt die Fee zu erlösen, wenn er erwachsen sei.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die Thematik der Kindheitswahrnehmung und die Bedeutung des Mediums Film als Ideenträger für Kinder.

1. Ansichten zu Kindheit und Kindsein in Frankreich: Darstellung der historischen und soziologischen Entwicklung des Kindheitsbegriffs in Frankreich unter Einbeziehung bedeutender Theoretiker wie Ariès und Dolto.

2. Ein Einblick in das Medium Kinderfilm: Untersuchung der Begriffsdefinitionen des Kinderfilms und der Spezifika der französischen Kinderfilmproduktion.

3. Filmanalyse am Beispiel von Michel Ocelots Azur et Asmar: Zentrale Analyse des Films hinsichtlich seiner Handlung, der Intentionen des Regisseurs, der behandelten Identitätsthemen und der internationalen Rezeption.

Fazit: Azur et Asmar als Türöffner für eine Erziehung zur Interkulturalität?: Zusammenfassende Bewertung der Rolle des Films als kulturelles Medium, das Toleranz und Verständnis über gesellschaftliche Grenzen hinweg fördern kann.

Schlüsselwörter

Azur et Asmar, Michel Ocelot, Kinderfilm, Frankreich, Interkulturalität, Migration, Identitätsbildung, Kindheit, Toleranz, Animationsfilm, Stereotype, Vorurteile, Kulturtransfer, Gesellschaft, Erziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Darstellung und Konstruktion von Kindheit in Frankreich und untersucht, wie der Animationsfilm "Azur et Asmar" genutzt wird, um interkulturelle Themen an Kinder zu vermitteln.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeitsschwerpunkte liegen auf den Bereichen Migration, Identitätskonzepte, der Überwindung von Vorurteilen und der Rolle von Toleranz in einer multikulturellen Gesellschaft.

Was ist die primäre Zielsetzung der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, inwieweit moderne Kinderfilme als Instrumente dienen können, um gesellschaftliche Werte und interkulturelle Kompetenzen an die nächste Generation weiterzugeben.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewendet?

Die Autorin kombiniert eine theoretische Fundierung soziologischer Kindheitskonzepte mit einer detaillierten inhaltlichen Filmanalyse und zieht dabei Interviews sowie zeitgenössische Pressestimmen heran.

Was wird im umfangreichen Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Handlung und filmischen Mittel von "Azur et Asmar", diskutiert die Intentionen des Regisseurs Ocelot und erörtert, wie Migration und kulturelle Grenzen im Film thematisiert werden.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Interkulturalität, Identitätsbildung, Migration, Kinderfilm und kulturelle Toleranz definieren.

Welche Rolle spielen die kulturellen Grenzen in "Azur et Asmar"?

Die Grenzen fungieren als Hindernisse, deren Überwindung durch die Protagonisten eine zentrale Entwicklungsphase darstellt, um die Vielfalt der Welt zu begreifen und Vorurteile abzubauen.

Wie bewertet der Autor die Wirkung der arabischen Sprache im Film?

Die Verwendung der arabischen Sprache wird als bewusste ästhetische Entscheidung gewertet, die beim Zuschauer ein Gefühl der Fremdheit erzeugen und damit einen Lernprozess über die Offenheit gegenüber fremden Kulturen anstoßen soll.

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Details

Titel
Kindheit und Kindsein in Frankreich Anfang des 21. Jahrhunderts
Untertitel
Eine Untersuchung am Beispiel des Films "Azur et Asmar" von Michel Ocelot
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Romanistik)
Note
1,7
Autor
Gerborg Böde (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
53
Katalognummer
V176529
ISBN (eBook)
9783640978618
ISBN (Buch)
9783640978816
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kindheit kindsein frankreich anfang jahrhunderts eine untersuchung beispiel films azur asmar michel ocelot
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Gerborg Böde (Autor:in), 2008, Kindheit und Kindsein in Frankreich Anfang des 21. Jahrhunderts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176529
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  53  Seiten
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