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Kritische Bewertung des Deutschen Corporate Governance Kodex

Titel: Kritische Bewertung des Deutschen Corporate Governance Kodex

Hausarbeit , 2011 , 17 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Oliver Lüdemann (Autor:in)

BWL - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Kapital ist die Basis unserer Wirtschaft. Eigen- oder Fremdkapitalgeber sind entscheidene Akteure. Sie stellen unserer Wirtschaft das Kapital zur Verfügung. Damit sie Unternehmen Kapital zur Verfügung stellen, bedarf es Vertrauen in ein Unternehmen, dessen Leistungskraft und die Unternehmensführung. Vertrauen ist ein wichtiger Faktor für alle Stakeholder. Corporate Governance Systeme sollen Vertrauen in Unternehmen entwickeln und erhalten. Dieses Vertrauen wird gelegentlich durch prominente Unternehmen erschüttert, die eine gesteigerte Medienpräsenz erlangen, weil sie sich nicht an die gültigen gesetzlichen und moralischen Rahmenbedingungen gehalten haben. Der Grund dafür ist zumeist Opportunismus einzelner Akteure, die Auswirkungen oftmals verheerend für ein Unternehmen, eine Branche oder sogar die gesamte Wirtschaft. Somit ist Corporate Governance ein wichtiges Thema in der Praxis und den Wirtschaftswissenschaften.
Der Begriff Corporate Governance entstand in den 1980er Jahren, die eigentliche Problemstellung ist jedoch um ein vielfaches älter. Für Corporate Governance gibt es keine einheitliche Definition, sie wird u.a. als „Unternehmensüberwachung“ oder „Unternehmensführung und -kontrolle“ übersetzt. Die inhaltliche Schnittmenge beschreibt jedoch immer dieselbe prinzipielle Problemstellung.
Diese Hausarbeit stellt sich zur Aufgabe, die Entwicklung des Deutschen Corporate Governance Kodex aufzuzeigen und diskutiert, anhand von Literatur, die die Inhalte dieses Instruments.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Problemstellung

3. Historische Entwicklung von Corporate Governance in Deutschland

4. Der Deutsche Corporate Governance Kodex

4.1 Inhalt des DCGK

4.2 Aufgabe des DCGK

4.3 Kritik am DCGK

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) auseinander, beleuchtet dessen historische Entwicklung und diskutiert anhand einschlägiger Literatur sowohl die Aufgaben des Kodex als auch die in der Wissenschaft geäußerte Kritik an seiner Ausgestaltung und Wirksamkeit.

  • Historische Entwicklung der Corporate Governance in Deutschland
  • Funktionsweise und Zielsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodex
  • Analyse der Prinzipal-Agenten-Theorie im Kontext der Unternehmensführung
  • Diskussion der kritischen Standpunkte zur Wirksamkeit und Adressierung des DCGK
  • Bedeutung von Transparenz, Integrität und Stakeholder-Orientierung

Auszug aus dem Buch

4.3 Kritik am DCGK

Die Tatsache, dass der Deutsche Corporate Governance Kodex seine Daseinsberechtigung hat, ist unbestritten. Jedoch werden zuweilen einzelne Sachverhalte kritisiert und Schwachstellen aufgezeigt. Anhand aktueller Literatur arbeite ich im Folgenden relevante Standpunkte, in der Diskussion um den DCGK, heraus.

Coombes und Watson haben bei einer Umfrage unter Kapitalgebern ermittelt, dass „Three-quarters of the investors say that board practices are at least as important as investement performance when they evaluate companies for investment. [...] Over 80 per cent of the investors say that they would pay more for the shares of a well-governed company than for those of a poorly governed one with a comparable financial performance.”38 Kapitalgeber, als Adressaten des DCGK, würdigen gelebte Corporate Governance durch eine erhöhte Zahlungsbereitschaft. Der Druck für die Manager wird erhöht, eine gute Corporate Governance in ihren Unternehmen zu etablieren. Coombes und Watson untersuchten mit der Ergebnis,“…that approximately half of European investors, and over sixty per cent of US investors had decided not to invest in a company, or reduced their investment, because of what they regarded as poor governance practices.”39

Coombes und Watson unterstreichen die Relevanz von Corporate Governance Kodex Systemen für die Gewinnung von Kapitalgebern.40 Nach Stiglbauer41 nimmt die Compliancequote zum DCGK stetig zu.

Der DCGK schließt bei der Rechnungslegung und Abschlussprüfung die Lücke zwischen der internen und externen Corporate Governance. Dies geht über Maßgaben der Unternehmensverfassung hinaus. Hopt beurteilt diesen Sachverhalt positiv, da bisherige Vorgaben aus Unternehmensverfassung oder interne Corporate Governance lediglich das AktG und das Innenverhältnis von Unternehmungen betrafen.42

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung von Corporate Governance als Vertrauensanker für Stakeholder ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Entwicklung und Inhalte des DCGK zu diskutieren.

2. Problemstellung: Dieses Kapitel erläutert das ökonomische Basisproblem der Prinzipal-Agenten-Theorie und die daraus resultierenden Informationsasymmetrien zwischen Kapitalgebern und Management.

3. Historische Entwicklung von Corporate Governance in Deutschland: Es wird die gesetzliche Historie von Unternehmenskontrolle in Deutschland aufgezeigt, beginnend beim Publizitätsgesetz über das BiRiLiG bis hin zum KonTraG und dem BilMoG.

4. Der Deutsche Corporate Governance Kodex: Dieses Kapitel analysiert den Aufbau, die Zielsetzungen und die kritischen Diskurse um den DCGK, inklusive seiner Funktion als "Soft Law".

5. Fazit: Das Fazit resümiert die Notwendigkeit von Corporate Governance Systemen, weist auf deren Schwächen hin und betont die zunehmende Bedeutung von wertebasierten Ansätzen und Global Governance.

Schlüsselwörter

Corporate Governance, DCGK, Prinzipal-Agenten-Theorie, Unternehmensführung, Transparenz, Kapitalgeber, Aufsichtsrat, Shareholder, Compliance, Stakeholder, Unternehmensverfassung, Integrität, Soft Law, Risikomanagement, Global Governance

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Bedeutung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) für die deutsche Unternehmenslandschaft und nimmt eine kritische Bewertung dieses Instruments vor.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die historische Entwicklung der Unternehmensüberwachung, die theoretischen Grundlagen der Prinzipal-Agenten-Problematik sowie die Diskussion um Transparenz und Anlegerschutz.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Entwicklung des DCGK nachzuzeichnen und die Inhalte sowie die wissenschaftliche Kritik an diesem Instrument differenziert zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der kritischen Auseinandersetzung mit theoretischen Ansätzen und empirischen Studien zur Corporate Governance.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Herleitung der gesetzlichen Regelungen, die Darstellung der Struktur des DCGK und die Diskussion kontroverser Ansätze, etwa durch den Vergleich mit "New Corporate Governance".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Corporate Governance, Transparenz, Prinzipal-Agenten-Theorie, DCGK, Compliance, Stakeholder-Orientierung und Anlegerschutz.

Was versteht man in diesem Kontext unter dem Prinzip "Comply or Explain"?

Es beschreibt die Verpflichtung von Vorstand und Aufsichtsrat, jährlich zu erklären, welche Empfehlungen des Kodex eingehalten wurden und welche nicht – wobei Abweichungen öffentlich begründet werden müssen.

Inwiefern wird der DCGK als "Soft Law" bezeichnet?

Der Kodex wird als Soft Law eingestuft, da er primär auf Empfehlungen und Anregungen basiert, die nicht zwingend gesetzlich bindend, aber für börsennotierte Gesellschaften im Rahmen der Entsprechenserklärung von hoher praktischer Relevanz sind.

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Details

Titel
Kritische Bewertung des Deutschen Corporate Governance Kodex
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie und Management gemeinnützige GmbH, Hochschulstudienzentrum Hamburg
Veranstaltung
Verantwortliches Handeln in Gesellschaften und Unternehmen
Note
2,0
Autor
Oliver Lüdemann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
17
Katalognummer
V176536
ISBN (eBook)
9783640979189
ISBN (Buch)
9783640979530
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Corporate governance Kodex Codex Diskussion Bewertung kritische Beurteilung Wieland Regierungskommission Aktiengesetz Deutscher citizenship compliance
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Oliver Lüdemann (Autor:in), 2011, Kritische Bewertung des Deutschen Corporate Governance Kodex, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176536
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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