Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Soziale Arbeit / Sozialarbeit

Soziale Arbeit im Hospiz

Titel: Soziale Arbeit im Hospiz

Hausarbeit , 2011 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Julia Timmer (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der modernen Gesellschaft ist das Thema Tod ein nicht zu verachtender Teil des gesellschaftlichen Lebens. Durch mediale Berichterstattungen wird der Mensch fast täglich mit dem Tod anderer Menschen konfrontiert, welche durch Kriege, Hunger oder Krankheit ungewollt aus dem Leben treten. Auch in virtuellen Erlebniswelten, beispielsweise in Filmen oder Computerspielen, deren Akteure häufig einen dramatischen Exitus erleiden, wird der Umgang mit sterbenden Menschen thematisiert. Dieser Umgang mit dem Tod betrifft jedoch das Sterben fremder Personen und nicht die Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit. Bezogen auf das eigene Lebensende ist eine Verdrängung der Todesthematik erkennbar, welche sich durch das gesamte gesellschaftliche Leben zieht. So ist es zum Beispiel nicht üblich den herannahenden Tod zu thematisieren oder bereits Kinder mit dem Sterben zu konfrontieren. Für eine Vielzahl von Menschen, egal welchen Alters, stellt der Tod, welcher das Ende des eigenen Lebens markiert, zugleich etwas Sinnloses dar. Aus diesen Gründen werden der Tod und das Sterben gesellschaftlich meist tabuisiert und die Sterbenden in dieser Phase des Lebens im Unsicheren gelassen. Dabei ist insbesondere in einer solchen menschlichen Grenzsituation eine Unterstützung der Betroffenen von großer Bedeutsamkeit. Diese Unterstützung ist Aufgabe der Hospizbewegung und der sozialen Arbeit in der Sterbebegleitung.
In dieser Hausarbeit werden Handlungsräume der sozialen Arbeit im Bereich der Hospizarbeit dargestellt, wobei im Vorfeld gesagt werden muss, dass diese soziale bzw. sozialpädagogische Arbeit nicht ausschließlich von studierten Sozialpädagogen, sondern ebenso von ehrenamtlichen Mitarbeitern ausgeübt wird. Dennoch stellt sich die Frage, welchen besonderen Stellenwert die sozialpädagogische Fachdisziplin für die Hospizarbeit hat. Um diese Frage beantworten zu können, wird zu Beginn auf die Situation von Sterbenden in der heutigen Gesellschaft eingegangen und ebenfalls der Begriff der Sterbebegleitung erläutert. Dieser Ausführung folgt die Beschreibung hospizialer Strukturmerkmale, um sich mit dem Aufbau und der Funktion von Hospizen vertraut zu machen. Auf diesen Grundlagen aufbauend werden die Zielgruppen der Hospizarbeit näher betrachtet, sowie spezifische Probleme und sozialpädagogische Handlungsmöglichkeiten dargelegt. Zum Ende werden die Besonderheiten der Sozialpädagogik in diesem Bereich erläutert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sterben

2.1 Sterbebegleitung

2.2 Bedeutungen des Sterbens

3. Hospiz – Strukturmerkmale

3.1 Was ist ein Hospiz?

3.2 Aufnahmekriterien

3.3 Multiprofessionalität und Ehrenamt

4. Soziale Arbeit im Hospiz

4.1 Adressaten

4.1.1 Der Sterbende

4.1.2 Die Angehörigen

4.1.3 Die Trauernden

4.2 Besondere Aspekte der Sozialpädagogik

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Handlungsräume der Sozialen Arbeit im Kontext der Hospizbewegung, um den spezifischen Stellenwert sozialpädagogischer Fachdisziplin bei der Begleitung Sterbender und deren Angehöriger aufzuzeigen.

  • Gesellschaftliche Tabuisierung von Tod und Sterben
  • Strukturelle Merkmale und Aufbau von Hospizeinrichtungen
  • Multiprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Ehrenamt und Profession
  • Psychosoziale Bedürfnisse von Sterbenden, Angehörigen und Trauernden
  • Spezifische sozialpädagogische Kompetenzen in der Sterbebegleitung

Auszug aus dem Buch

3.1 Was ist ein Hospiz?

Wie einführend in Kapitel 2 bereits erörtert, ist der letzte Lebensweg oftmals vom sozialen Umfeld des Sterbenden abhängig, welches jedoch, davon geht die Hospizbewegung aus, beeinflusst werden kann. Dadurch, dass Sterben, Tod und Trauer aus der Gesellschaft immer mehr ausgegliedert werden, entwickelte sich bereits in den 1980er Jahren die deutsche Hospizbewegung. Der Kern dieses Hospizgedankens ist darin zu sehen, dass das Sterben in das Leben und somit in den Alltag zurückgeholt wird, um dadurch die Würde des menschlichen Lebens bis zuletzt zu gewähren. Ziel der Hospizarbeit ist es daher, Sterbende und unheilbar Erkrankte darin zu unterstützen, ihre restliche Lebenszeit möglichst beschwerdearm und gemäß ihrer persönlichen Wünsche und Fähigkeiten zu gestalten. Diese Unterstützung findet, wenn möglich, bestenfalls im häuslichen Umfeld oder in dafür geeigneten Institutionen statt. Nur wenn eine Sterbebegleitung durch ambulante Tätigkeiten nicht gewährleistet werden kann, weil zum Beispiel Angehörige nicht vorhanden oder aber überfordert sind oder es dem ausdrücklichen Wunsch des Sterbenden entspricht, seine letzten Lebenstage in einem stationären Hospiz zu verbringen, ist ein Aufenthalt in eben diesem vorgesehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gesellschaftliche Tabuisierung des Todes und definiert die Zielsetzung der Arbeit, die Rolle der Sozialen Arbeit innerhalb der Hospizbewegung zu explorieren.

2. Sterben: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Sterbebegleitung und analysiert die Verdrängung des Todesgedankens in der modernen Gesellschaft als Ursache für soziale Notlagen.

3. Hospiz – Strukturmerkmale: Hier werden die Grundidee der Hospizbewegung sowie die verschiedenen Formen der Hospizarbeit, wie ambulante Dienste, stationäre Hospize und Palliativstationen, detailliert beschrieben.

4. Soziale Arbeit im Hospiz: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen Bedürfnisse der Zielgruppen (Sterbende, Angehörige, Trauernde) und erörtert die besonderen Kompetenzen von Sozialpädagogen in diesem Feld.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der Hospizarbeit für die Enttabuisierung des Sterbens zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer stärkeren Professionalisierung der Sozialpädagogik in diesem Bereich.

Schlüsselwörter

Hospizbewegung, Sterbebegleitung, Soziale Arbeit, Sozialpädagogik, Sterben, Tod, Palliativmedizin, Ehrenamt, Multiprofessionalität, Angehörigenarbeit, Trauerbegleitung, psychosoziale Betreuung, Netzwerkkompetenz, Lebensqualität, Hospiz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Handlungsräumen und der Bedeutung der Sozialen Arbeit im Rahmen der Hospizbewegung und Sterbebegleitung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der gesellschaftlichen Wahrnehmung des Todes, der Struktur von Hospizen sowie der psychosozialen Unterstützung von Sterbenden und deren Angehörigen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den spezifischen Stellenwert und die Handlungsmöglichkeiten der sozialpädagogischen Fachdisziplin innerhalb der Hospizarbeit herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur, um die Rolle von Sozialpädagogen und ehrenamtlichen Kräften im Hospizkontext zu systematisieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturtheoretische Betrachtung von Hospizen und eine detaillierte Analyse der Bedürfnisse der Zielgruppen sowie der besonderen professionellen Stärken von Sozialpädagogen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Hospizbewegung, Sterbebegleitung, Sozialpädagogik, Multiprofessionalität und psychosoziale Betreuung.

Warum ist das Ehrenamt in der Hospizbewegung so wichtig?

Das Ehrenamt bildet die Basis der Hospizarbeit, da es eine hohe Beziehungsnähe ermöglicht und ohne dieses Engagement die flächendeckende Sterbebegleitung, insbesondere in ambulanten Diensten, nicht leistbar wäre.

Welche spezifische Rolle nimmt der Sozialpädagoge im Hospiz ein?

Sozialpädagogen fungieren als Generalisten mit hoher Netzwerkkompetenz, die zwischen den Betroffenen und dem medizinischen System vermitteln und zur Selbsthilfe befähigen.

Inwiefern beeinflusst das Modell des "offenen Bewusstheitskontexts" die Arbeit im Hospiz?

Ein offener Bewusstheitskontext ist zwingende Voraussetzung für Soziale Arbeit, da nur durch ehrliche Kommunikation über den Krankheitsprozess eine optimale Versorgung und Stärkung des Selbstwertgefühls möglich ist.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Soziale Arbeit im Hospiz
Hochschule
Universität Trier
Note
1,3
Autor
Julia Timmer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
20
Katalognummer
V176585
ISBN (eBook)
9783640979301
Sprache
Deutsch
Schlagworte
soziale Arbeit Hospiz Sozialarbeit Ehrenamt Multiprofessionalität Sterbebegleitung sterben Tod
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Julia Timmer (Autor:in), 2011, Soziale Arbeit im Hospiz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176585
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  20  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum