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Die Rolle von Frauen in Piratengesellschaften

Titel: Die Rolle von Frauen in Piratengesellschaften

Seminararbeit , 2011 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Christl Hinte (Autor:in)

Kulturwissenschaften - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Unsere Vorstellung von der Piraterie ist maßgeblich von romantischen Südsee-Romanen und der Adaption dieser literarischen Stoffe durch die Traumfabrik Hollywood geprägt. Dort wimmelt es
geradezu von bärtigen Unholden die mit ihren Säbeln rasseln, einbeinigen Piratenfürsten mit Papageien auf ihren Schultern und natürlich auch dem gerechten und guten Befreier, dem Erretter
der gekidnappten Jungfrauen, der die Freiheit zwar liebt, sich aber dennoch in den Dienst seines Königs stellt, um Recht und Ordnung auf den Weltmeeren aufrecht zu erhalten. Inwieweit dieses
Bild auf der Realität fußt, soll nicht Thema dieser Arbeit sein, doch ist festzustellen, dass das Bild welches von Frauen jener Zeit in jenen Gegenden oft gezeigt wird, zu großen Teilen der
Wirklichkeit entspricht. Die Besiedlung der Karibik und die Errichtung von Stützpunkten war eine Aufgabe die ausschließlich Männern zukam. Fanden Frauen ihren Weg in diese Gewässer, dann vornehmlich um als Prostituierte den männlichen Siedlern „Gesellschaft“ zu leisten. Dies deckt sich
ziemlich genau mit dem populären Bild von Piraten auf Landgängen, die sich die leichten Mädchen in den Hafenspelunken über die Schulter werfen und als Verlustierungsobjekt davon tragen.
Allerdings gab es auch andere professionelle Aufgaben für Frauen in Piratengesellschaften, als die der Prostitution. Sie wurden Verbündete, Freunde, Geschäftsführer und mitunter auch selbst Piraten. Der folgende Text soll diesen Werdegang etwas genauer beschreiben. Aufgrund der spärlichen Quellenlage wird es hierbei jedoch populärwissenschaftlich bleiben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Aufgaben von Frauen in Piratengesellschaften

3. Gründe für ein Leben als Pirat

4. Beispiele

4.1. Grace O'Malley

4.2. Cheng I Sao

4.3. Mary Read und Anne Bonny

5. Zusammenfassung

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Frauen in Piratengesellschaften und analysiert die Hintergründe sowie Motivationen für ein Leben außerhalb gesellschaftlicher Normen. Ziel ist es, die Entwicklung weiblicher Karrieren in einem historisch männlich dominierten Umfeld anhand ausgewählter Biografien nachzuzeichnen.

  • Soziale und wirtschaftliche Rollen von Frauen im Umfeld der Piraterie.
  • Motivationen für den Eintritt in das Leben als Pirat.
  • Biografische Analyse prominenter Piratinnen wie Grace O'Malley und Cheng I Sao.
  • Die historische Bedeutung von Transvestie und weiblicher Selbstbehauptung.
  • Differenzierung zwischen Legendenbildung und historisch belegbaren Fakten.

Auszug aus dem Buch

4.2. Cheng I Sao

Auch in Asien wurde dem illegalen Geschäft der Piraterie rege nachgegangen, wobei weibliche Piraten hier durchaus häufiger anzutreffen waren, als irgendwo sonst in der Welt. Die erfolgreichste Piratin dieser Region, die lange das Südchinesische Meer bis runter nach Malaysia beherrschte, ist unbestritten die Witwe Cheng, oder Cheng I Sao, eine ehemalige Prostituierte aus Kanton.

Cheng I Sao wird im Jahre 1775 in Guangdong, zu deutsch „Kanton“ geboren. Wie fast allen weiblichen Piraten wird auch ihr eine herausragende Schönheit und Grazie, gepaart mit großen Mut und einem unbändigen Durst nach Abenteuern, nachgesagt. Die Validität dieser Aussage lässt sich heute natürlich nicht mehr zweifelsfrei belegen.

Im Jahr 1801 umwirbt sie der berühmt-berüchtigte Pirat Cheng I, und Cheng I Sao willigt in die Heirat ein, unter der Bedingung, dass er das ganze Geschäft mit ihr teilt. Zusammen errichten die beiden einen Zusammenschluss von Piraten, der in seiner Größe einer Armee gleichkam.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Kulisse des 18. Jahrhunderts ein und umreißt die populärwissenschaftliche Zielsetzung der Arbeit bezüglich der Rolle von Frauen in der Piraterie.

2. Aufgaben von Frauen in Piratengesellschaften: Hier wird dargelegt, dass Frauen über die Rolle der Prostituierten hinaus als Händlerinnen und Unterstützerinnen in Piratengesellschaften agierten und oft eine wirtschaftlich wichtige Funktion innehatten.

3. Gründe für ein Leben als Pirat: Dieses Kapitel analysiert die Beweggründe von Frauen, selbst als Piraten aktiv zu werden, wobei soziale Beschränkungen und der Wunsch nach Freiheit als zentrale Faktoren identifiziert werden.

4. Beispiele: Anhand von drei Fallbeispielen wird das Leben berühmter Piratinnen detailliert beleuchtet, wobei deren spezifische Karrieren und gesellschaftliche Anpassungsstrategien im Fokus stehen.

5. Zusammenfassung: Der abschließende Teil resümiert die vielfältigen Funktionen von Frauen in Piratengesellschaften und ordnet ihr Handeln in den Kontext einer frühen Emanzipation ein.

6. Literatur: Auflistung der verwendeten Quellen, Internetressourcen und Bildnachweise, die der Arbeit zugrunde liegen.

Schlüsselwörter

Piraterie, Weibliche Piraten, Grace O'Malley, Cheng I Sao, Anne Bonny, Mary Read, Goldenes Zeitalter der Piraterie, Transvestie, Emanzipation, Geschichte, Karibik, Südchinesisches Meer, Seefahrt, Frauengeschichte, Historische Biografien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Existenz und den Rollen von Frauen in verschiedenen Piratengesellschaften sowie ihren persönlichen Lebenswegen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die wirtschaftliche Unterstützung der Piraterie durch Frauen an Land, die Beweggründe für ein Leben als Piratin sowie biografische Details bekannter historischer Persönlichkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Gründe für ein Leben in der Piraterie zu skizzieren und die Karrieren weiblicher Piraten anschaulich nachzuvollziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Aufgrund der spärlichen Quellenlage verfolgt die Arbeit einen populärwissenschaftlichen Ansatz, der sich auf eine Zusammenfassung von Legenden, Mythen und verfügbaren historischen Fakten stützt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung allgemeiner Aufgaben von Frauen in Piratengesellschaften, die Motivationen für eine Laufbahn als Piratin und detaillierte Porträts von Grace O'Malley, Cheng I Sao sowie Mary Read und Anne Bonny.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Piraterie, weibliche Piraten, Emanzipation und die spezifischen Namen der untersuchten historischen Figuren.

Warum war Transvestie bei den Piratinnen verbreitet?

Die Verkleidung als Mann war oft notwendig, um gesellschaftlichen Zwängen zu entkommen, Diskriminierung an Bord zu vermeiden und in einer exklusiv männlichen Domäne überleben zu können.

Welche Bedeutung hatte Cheng I Sao für die asiatische Piraterie?

Cheng I Sao war eine der erfolgreichsten Piratinnen der Geschichte, die eine massive Flotte befehligte und eine organisierte Struktur mit einem strengen Verhaltenskodex etablierte.

Wie unterschieden sich die Karrieren von Anne Bonny und Mary Read?

Beide begannen ihre Laufbahn in der Karibik und agierten als Team, wobei sie durch ihre Unerschrockenheit und die teils notgedrungene Verkleidung als Männer bekannt wurden.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Rolle von Frauen in Piratengesellschaften
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald  (Geschichte)
Note
1,3
Autor
Christl Hinte (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
14
Katalognummer
V176593
ISBN (eBook)
9783640978687
ISBN (Buch)
9783640978908
Sprache
Deutsch
Schlagworte
rolle frauen piratengesellschaften
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christl Hinte (Autor:in), 2011, Die Rolle von Frauen in Piratengesellschaften, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176593
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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