Der Wille zum Nichts als Diskurs in der Popmusik. Tocotronic und das Konzept der „Kapitulation“ (2007)

Eine Analyse von Liedtexten


Hausarbeit (Hauptseminar), 2008

29 Seiten, Note: 1.0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärung „Hamburger Schule“

3. Das ironische Bandkonzept

4. Frühe Lyrik - zwei Auswahlbeispiele
4.1 „Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein“
4.2 „Let There Be Rock”

5. „Kapitulation“
5.1 Das tocotronische Manifest
5.2 Die Schönheit des Untergangs - „MEIN RUIN“
5.3 „Fuck it all“ - Der Titelsong „KAPITULATION“
5.4 Ausflug in die Glückseligkeit - „AUS MEINER FESTUNG“
5.5 Von Zauberern und Chiffren - „DEIN GEHEIMER NAME“
5.6 Bartlebys Nachlass - „SAG ALLES AB“
5.7 Die Staubzucht als Kunst - „LUFT“
5.8 „Kein Wille triumphiert“ - „EXPLOSION“

6. Schlussbetrachtung

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Der Germanistik stellt sich nach Moritz Baßler1 bei der Analyse von deutschen Popsongs ein methodisches Problem. Für Baßler ist eine lediglich textimmanente Interpretation des herkömmlichen deutschen Pop-Songs nicht ausreichend um das Wesentliche des Werkes zu fassen, da Musik und Text separat betrachtet keine aussagekräftigen Eigenständigkeiten besitzen. Vielmehr ist die Symbiose aus Musik und Text, besonders in der Pop-Musik, von enormer Wichtigkeit. Ferner ist der semiotische Hintergrund von üblicher Popmusik nicht die Hochkultur der literarischen oder musikalischen Tradition, sondern die Popkultur anglo-amerikanischen Ursprungs. Baßler zur Folge fand allerdings durch die musikalischen Strömungen des Punk, des New Wave, der Neuen Deutschen Welle und der Hamburger Schule ein Paradigmenwechsel statt. Der deutsche, popmusikalische Diskurs pflegte fortan einen neuartigen Umgang mit den übermächtigen anglo-amerikanischen Vorbildern. Keine Imitation oder Verabschiedung, sondern ein expliziter und reflektierter Umgang mit den dominanten Pop-Paradigmen schlägt sich im Zuge der Entwicklung nieder. Diese neue Identität des deutschen Pop-Songs rechtfertigt eine literaturwissenschaftliche Analyse, auch ohne dabei tiefer in die Materie des anglo-amerikanischen Popsongs oder der Musikwissenschaft einzudringen.

Die deutsche Pop-Rock-Band „Tocotronic“2 ist neben weiteren Vertretern der sogenannten Hamburger Schule ein zweckdienliches Beispiel für eine ergiebige, literaturwissenschaftliche Analyse. „Tocotronic“ intellektualisierten den deutschen PopSong im Verlauf der Bandgeschichte zunehmend. In Folge dessen basiert der semiotische Hintergrund der Texte neben popkulturellen Verweisen auch auf der Hochkultur der literarischen und philosophischen Tradition. Weiterhin nähert sich die Lyrik von „Tocotronic“ aufgrund ihrer selbstreflexiven und intertextuellen Ausrichtung der Literatur der Postmoderne an und findet betreffs der verwendeten Ironie Verwandtschaften in der deutschen Pop-Literatur.

Schwerpunkt dieser Hausarbeit ist die Analyse ausgewählter und repräsentativer Lyrik des Musikalbums „Kapitulation“3 von „Tocotronic“. Ein besonderes Interesse gilt dabei der Frage nach einem übergeordneten Konzept. Zu diesem Zweck sollen voranstehend der Begriff der Hamburger Schule und das von Grund auf ironische Bandkonzept erläutert werden. Es folgen zwei spezifische Beispiele früherer Song-Lyrik um die Textbildungsstrategien von „Tocotronic“ einleitend zu beschreiben.

2. Begriff der „Hamburger Schule“

Die sogenannte Hamburger Schule, in Anlehnung an den Begriff der Frankfurter Schule, benennt eine deutsche Rock-Pop-Musik-Bewegung, die ihre Anfänge in den späten 80er Jahren und ihre Hochphase in den frühen 90er Jahren hatte. Deutsche Musikbands knüpften an das Erbe des New Wave und des Punk an und verfolgten das Ziel, Liedtexte diskursiv auszurichten. Daher wurde die Hamburger Schule auch als Diskurs-Rock bezeichnet. Die wichtigsten und auch kommerziell erfolgreichsten Vertreter waren beispielsweise die Bands „Blumfeld“, „Die Sterne“ und „Tocotronic“. Die entsprechenden Gruppierungen der Hamburger Schule sahen sich als einen wichtigen Teil eines gesellschaftlichen Diskurses, in dem es zu klären galt, inwieweit Popmusik als Sozialisationsmedium Inhalte zu transportieren vermag.4 Ferner war die Schaffung eines realpolitischen Bewusstseins und eine aufgeklärte und humanistische Ausrichtung der Anspruch an die Liedtexte, so dass die Hamburger Schule neben den künstlerischen Aspekten auch als teilweise linksorientierte, politische Bewegung zu betrachten ist.5 Im Verlauf der Hochphase der Hamburger Schule konnte sich der Popsong schließlich in einem grenzüberschreitenden, zunehmend intellektualisierten Diskurs positionieren. Textuelle Verweise auf die hohe Kunst und Kultur wurden mit Pop-Verweisen vermengt und eine „Demokratie der Zeichen“6 eingeführt.7 Die Einflüsse der „Hamburger Schule“ sind vorwiegend linksliberalen Ursprungs bezüglich der literarischen und philosophischen Postmoderne.8 „Tocotronic“ kommentierten dieses Pop-Prinzip in dem Lied „Ich bin neu in der Hamburger Schule“9 selbstironisch mit den Worten: […] „Scheint mir die Hamburger Schule eine Eliteschule zu sein / […] / Vielleicht werde ich nie meinen Abschluss machen / Denn hier gibt es ja immer Applaus“. Das Ende der 90er Jahre war auch zugleich das Ende der Hamburger Schule, da aufgrund der musikalischen und textlichen Weiterentwicklung der entsprechenden Bands kaum noch von einem einheitlichen Musikstil gesprochen werden kann. Folglich verlor der Genrebegriff der Hamburger Schule zunehmend an Bedeutung.10

3. Das ironische Bandkonzept

Um die Lyrik von Tocotronic angemessen zu analysieren, bedarf es der Kenntnis des zu Grunde liegenden, selbstironischen Konzepts, auf das die Band seit Beginn ihrer Entstehung zurückgreift. Das Konzept besteht aus verschiedenen Bereichen der öffentlichen Inszenierung. Neben den Texten ist es vor allem das Aussehen der Bandmitglieder, insbesondere die Art der teils feminin anmutenden Einheitsfrisuren und der charakteristische Kleidungstil. Letzterer besteht aus Cordhosen, Retro- Trainingsjacken und engen T-Shirts mit Botschaften. Hinzu kommt die anfängliche Gestaltung der Cover und Booklets im Stile von Polaroid-Fotos. Verknüpft wurde dieses äußere Erscheinungsbild mit einem generellen erhabenen, dandyhaften Auftreten der Band in der Öffentlichkeit, wie beispielsweise in Interviews. Alles in allem kann von einem absichtlich selbstironisierten Konzept gesprochen werden, bei dem sich die spezifischen Charakteristika der Jugendlichkeit und eines inszenierten Dilettantismus mit Intellektualität und einem Anti-Rock-Habitus, welcher der stereotypischen Vorstellung von der maskulinen Rockmusikszene entgegengesetzt ist, verbinden. In den veröffentlichten Gesprächen und Diskussionen zwischen Christian Kracht, Eckhart Nickel, Alexander v. Schönburg und Benjamin v. Stuckrad-Barre sind „Tocotronic“ aufgrund ihres Konzepts Gegenstand einer Diskussion:

„BENJAMIN V. STUCKRAD-BARRE In Hamburg findet die Selbstironisierung aber auch in ihrer pervertiertesten Form statt: sich durch Styles zu brechen. […] Das objektive Urteil, daß ein orangebrauner Synthetikpullunder immer beschissen aussah und aussieht, in den Wind zu schlagen und sich dann mit einer zu engen Trainingsjacke und mit zu kurzen Cordhosen auf eine Hafentreppe zu setzen. […]“. „JOACHIM BESSING Und die solchermaßen schlimmst eingekleideten Menschen, Menschen, die alle aussehen wie die Hamburger Band Tocotronic, halten diesen grausamen Pudel-Club am Leben. […] Ich muss es leider so sagen: Die Wurzel aller Ironie liegt in der sogenannten Hamburger Musikszene begraben. […] Ich meine damit […] Tocotronic […]“11

In diesen zum Teil kritischen Gesprächsausschnitten sprechen die zu Wort kommenden Personen nochmals genau das Wesentliche des Bandkonzepts an, nämlich die Selbstironisierung. Diese ist zurückzuführen auf die Brechung des eigenen Stils. „Tocotronic“ durchbrechen die gängigen Klischees der Rockszene durch ihre spezifische, konzeptuelle Inszenierung. Die von „Tocotronic“ verfolgte Strategie der konstruierten aber ironisch gebrochenen Authentizität lehnt sich in ihrer Grundstruktur an den Punk und den New Wave an, was insbesondere die Verwendung von Ironie oder des vorgetäuschten Dilettantismus betrifft.12

4. Frühe Lyrik - zwei Auswahlbeispiele

4.1 „Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein“

„Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein“13 avancierte in den 90er Jahren fälschlicherweise als eine Art inoffizielle Hymne der orientierungslosen Jugend.14 Das Lied artikuliert durch seinen Titel, der auch als Refrain fungiert, oberflächlich den Wunsch nach einer Gemeinschaft. Diese gewollte Gemeinschaft soll sich durch Verlässlichkeit und lautstarke Agitation in Form eines Straßenlaufs oder Protestes definieren: „Ich möchte mich auf euch verlassen können / Lärmend mit euch durch die Straßen rennen“. Als Mittel der Kommunikation innerhalb der Gruppierung und nach außen hin dienen Handbewegungen, die an speziellen Konnotationen verknüpft sind: „Jede unsere Handbewegungen / Hat einen besonderen Sinn / Weil wir eine Bewegung sind“. Der Wunsch nach Zugehörigkeit wird allerdings in den nächsten, umgangssprachlich formulierten Zeilen inhaltlich relativiert beziehungsweise sogar ironisch gebrochen: „Jetzt müssen wir wieder in den Übungsraum / Oh Mann, ich hab überhaupt kein Bock / Oh Mann, ich hab schon was Besseres vor“. Der Wunsch des lyrischen Ichs nach Partizipation an einer Jugendbewegung kann nicht ernst gemeint sein, da die Band offen betont, zurück in den Übungsraum gehen zu müssen. Erläutern übungsraum Die Band ist noch in einer frühen Phase der Selbstfindung. Dieser Umstand des Daseins der Bandmitglieder als Amateure oder Dilettanten verhindert quasi das Vorliegen einer Legitimation, ernsthafte Aussagen treffen zu können. Die ironische Brechung lässt insbesondere das Kommunikationsmittel der speziellen Handbewegung, welche an sich schon klischeehaft anmutet, sonderlich persifliert wirken. Ferner passt das Konzept der Eingliederung in eine Bewegung und die einhergehende Anpassung nicht in das ansonsten unangepasste, sich verweigernde Konzept von „Tocotronic“. Es liegt hier also Ironie in reinster Form vor. Das lyrische ich will nicht Teil einer Jugendbewegung sein. „Tocotronic“ verwenden in diesem Lied die simulationsironische Figur der Impersonation.15 Das lyrische Ich verkörpert eine Rolle, die im diametralen Widerspruch zur seiner wahren Gesinnung steht. Der parolenhaft artikulierte Titel ist eine Scheinaffirmation zur Partizipation.

4.2 „Let There Be Rock”

Der Titel des Liedes, „Let There Be Rock“, welcher wiederum zugleich als sloganhafter Refrain fungiert, ist ein offenes Zitat der gleichnamigen Rockhymne von „AC/DC“16. Im Original predigen „AC/DC“ durch die wiederholt auftretenden, biblischen Worte „let there be“ die Rockmusik. Durch die Einbringung des textlichen Zitats, zu verstehen als ironischer Kommentar, wird das Predigen der Rockmusik als einzig wahre Pseudoreligion oder Ideologie an den Pranger gestellt. Im Text heißt es: „Die Ausbeutung des Menschen / Erreicht eine neue Qualität“. Das Predigen der Rockmusik ist ein anti-aufklärerischer und ausufernder Akt. Er beraubt dem Rezipienten eine autonome Meinungsbildung. Eine zweite, musikalische Auffälligkeit ist die Verwendung der Fanfare aus dem Lied „The Final Countdown“17 der retrospektiv zu belächelnden Hair-Metal-Band18 „Europe“. Das musikalische Zitat erweitert die Kritik der Rockkultur als solcher, an dessen Zerfall ebenso die Rezipienten beteiligt sind: Diesbezüglich heißt es im Lied: „Ich höre Dich sagen / Mehr leise als laut / Das haben sich die Jugendlichen / Selbst aufgebaut“. Die Zeilen können zudem als Seitenhieb auf Fankultur von „Tocotronic“ und die Assimilation der Texte, wie beispielsweise bei dem Lied „Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein“ interpretiert werden. Diese kritischen Aspekte sind desgleichen im offiziellen Musikvideo ersichtlich.19 „Tocotronic“ präsentieren sich, entgegen ihres eigentlichen Stils, in maskulinem Schwarz und Leder gekleidet und spielen mit pinken Gitarren. Der Titel des Liedes wird in einer Szene klischeehaft als flammende Einblendung gezeigt. Im Lied heißt es weiterhin: „Und alles was wir hassen / Seit dem ersten Tag / Wird uns niemals verlassen / Weil man es eigentlich ja mag“. „Tocotronic“ thematisieren nun ein affektives Dilemma, indem sie der Faszination dessen, was sie parodieren, Rechnung tragen. „Tocotronic“ gehen davon aus, dass sie schon immer Teil der Rockkultur waren. Ein triumphaler Spott oder eine kritische Distinktion ist prinzipiell nicht möglich. Die verspottende Nachahmung ist von vorn herein zum Scheitern verurteilt. „Let There Be Rock“ ist also nicht ironisch gemeint, sondern durch die bewusste Revidierung der zunächst rein parodistisch anmutenden Bezüge, ist zu konstatieren, dass „Tocotronic“ für die Rockmusik als solche einstehen, jedoch die Pervertierung der Rockkultur desavouieren. Neben der Distanzierung von gängigen Rock-Klischees enthält „Let there Be Rock“ nach genauerer Analyse demnach auch einen Diskurs über die Problematik der Artikulation von Ironie und Parodie.

5. „Kapitulation“

5.1 Das tocotronische Manifest

„Kapitulation. Das Schönste Wort in deutscher Sprache. […] Wie Töne die Tonleiter hinauf, so gleiten die Silben die Zunge hinab.“ Mit diesen seltsamen Worten beginnt das Manifest von „Tocotronic“, dass zwei Wochen vorab der Veröffentlichung des Albums „Kapitulation“ auf der offiziellen Homepage von „Tocotronic“ als Audiodatei veröffentlicht wurde.20 Offensichtlich an diesen Zeilen ist der positiv hervorgehobene Lautklang des Wortes „Kapitulation“. Es folgt eine semantische Umdeutung des eigentlich negativ besetzten Begriffs. Die Aufgabe wird zum „Triumph“ glorifiziert:

„Vielmehr als das ordinäre Scheitern ist die Kapitulation vor allem dies: ein Zerfall, ein Fall, eine Befreiung, eine Pracht, eine Hingabe. Die endgültige Unterwerfung. Die größte aller Niederlagen und gleichzeitig unser größter Triumph.“

Schließlich erscheint die Kapitulation als positiv konnotiert. Die erwünschte Einsicht in die Handlung der Kapitulation ist als Folge eines Erweckungserlebnisses oder eine Reise zu verstehen:

„Mit der Gitarre in der Hand und dem Lorbeerkranz auf der Stirn sind wir tief in die Unterwelt gereist, und auf die allerschönste Art und Weise daraus hervorgegangen. Unser Besuch in der Vorhölle war die Voraussetzung für das Gelingen unserer Vorhaben.“

Spätestens diese Zeilen lassen den Rezipienten aufhorchen und erahnen, dass das Vorhaben, welches die Mitteilung der Kapitulation als Lebensprämisse ist, nicht ganz ernst gemeint sein kann. Es zu explizit mit Eigenlob und Selbstbeweihräucherung behaftet. Das Bild der triumphierenden Musiker mit den Gitarren und Lorbeerkränzen auf symbolisch überladener, mythischer Entdeckungsreise in die „Unterwelt“ und die Vorhölle eines Dantes21 erscheint zu abwegig, auch wenn es metaphorisch als Blick in die Abgründe der Gesellschaft oder als Erfahren menschlicher Extremsituationen aufgelöst werden kann.

[...]


1 Moritz Baßler: Watch out for the American subtitles! Zur Analyse deutschsprachiger Popmusik vor angelsächsischem Paradigma. In: Pop-Literatur. Ed. Text + Kritik. Hrsg. Heinz Ludwig Arnold. München 2003. S.279 -292.

2 Gegründet wurden „Tocoronic“ 1994 in Hamburg. Zur weiteren Bandgeschichte siehe die offizielle Homepage: http://www.tocotronic.de/blick_zurueck/; zugegriffen am 08.09.2008

3 Erschienen am 06.07.2007 unter Vertrieb der Universal Music GmbH.

4 Vgl. dazu: Sascha Seiler: „Das einzig wahre Abschreiben der Welt“. Pop-Diskurse in der deutschen Literatur nach 1960. Göttingen 2006. S. 266.

5 Vgl. dazu: Björn Fischer: Die Lyrik der späten Hamburger Schule (1992-1999). Eine intermediale Untersuchung. München 2007. S.18.

6 Seiler: Pop-Diskurse in der deutschen Literatur nach 1960, S. 273.

7 Seiler: Pop-Diskurse in der deutschen Literatur nach 1960, S. 272-273.

8 Fischer: Die Lyrik der späten Hamburger Schule (1992-1999), S.28.

9 Erschienen auf dem Musikalbum „Nach der verlorenen Zeit“ von 1995.

10 Fischer: Die Lyrik der späten Hamburger Schule (1992-1999), S. 87-89.

11 Tristesse Royale. Das popkulturelle Quintett mit Joachim Bessing, Christian Kracht, Eckhart Nickel, Alexander v. Schönburg und Benjamin v. Stuckrad-Barre. Berlin 1999. S.28

12 Vgl. dazu: Martin Büsser: „Ich steh auf Zerfall“. Die Punk und New Wave Rezeption in der deutschen Literatur. In: Pop-Literatur. Ed. Text + Kritik. Hrsg. Heinz Ludwig Arnold. München 2003. S. 149-157. S.150.

13 Erschienen auf dem Musikalbum „Digital ist besser“ von 1995.

14 Fischer: Die Lyrik der späten Hamburger Schule (1992-1999). S. 31.

15 Zum Begriff der rhetorischen Figur Impersonation siehe: Wolfgang G. Müller: Ironie, Lüge, Simulation, Dissimulation und verwandte rhetorische Termini. In: Zur Terminologie der Literaturwissenschaften. Hrsg. Christian Wagenknecht. Würzburg 1986. S. 189-208. S. 199.

16 Erschienen auf dem gleichnamigen Musikalbum von 1977.

17 Erschienen auf dem gleichnamigen Musikalbum von 1986.

18 Der etwas denunzierende Begriff des Hair Metals beschreibt unter anderen Rockgruppen der Achtziger Jahre, welche sich besonders durch einfältige Songs und Chartkompatibilität, sowie durch lange, toupierte und frisierten Haare und das extrem ausgeprägte Benutzen von Make-Up auszeichnen. Vgl. dazu: http://en.wikipedia.org/wiki/Rock_music; zugegriffen am 15.10.2008.

19 Siehe: http://www.tocotronic.de/videothek/let-there-be-rock/; zugegriffen am 11.10.2008

20 Nach Veröffentlichung des Albums wurde diese Audiodatei jedoch von der Homepage (www.tocotronic.de) genommen und existiert nur noch auf der Schallplattenversion der Singleauskopplung „Sag Alles Ab“. Problematisch bei der Hinzuziehung des Manifestes ist der Umstand, dass diese nur als Audiodatei besteht und es keine textliche Form gibt. Daher sind die folgenden Zitate eigenständig transkribiert. Das mindert jedoch nicht die Relevanz für die Analyse des Gesamtalbums, da das Manifest als begleitender und erklärender Paratext verstanden werden muss. Zum Paratext siehe: Gérard Genette: Paratexte. Das Buch vom Beiwerk des Buches. Frankfurt/M 2003.

21 Die „Vorhölle“ ist eine Anspielung auf Dantes „Divina Commedia“. Siehe: Dante Alighieri: Die Göttliche Komödie. Stuttgart 2007.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten

Details

Titel
Der Wille zum Nichts als Diskurs in der Popmusik. Tocotronic und das Konzept der „Kapitulation“ (2007)
Untertitel
Eine Analyse von Liedtexten
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Neuere Deutsche Literatur- und Medienwissenschaft)
Note
1.0
Autor
Jahr
2008
Seiten
29
Katalognummer
V176722
ISBN (eBook)
9783640981205
ISBN (Buch)
9783640981229
Dateigröße
547 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tocotronic, Kapitulation, Dirk von Lowtzow, Popmusik, Ironie, Manifest, Subversion, Konzeptalbum
Arbeit zitieren
M.A. Jonas Kirstein (Autor), 2008, Der Wille zum Nichts als Diskurs in der Popmusik. Tocotronic und das Konzept der „Kapitulation“ (2007), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176722

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