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Parteien und Parteimitgliedschaft: Krise oder Wandel der Parteiendemokratie?

Title: Parteien und Parteimitgliedschaft: Krise oder Wandel der Parteiendemokratie?

Term Paper , 2009 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl.-Pol. Martin Reiher (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Die deutschen Parteien scheinen auf den ersten Blick betrachtet in einer tiefen Krise zu stecken. Nicht nur, dass die Mitgliederzahlen stetig schrumpfen und sich hier trotz groß angelegter Mitgliederwerbekampagnen keine Trendumkehr einstellen lässt, auch die Bindungskraft vor allem der beiden großen Volksparteien SPD und CDU lässt immer mehr nach.

Ob diese Krisenstimmung der tatsächlichen Lage der Parteien gerecht wird und wie sich diese auf eine veränderte Form der Parteimitgliedschaft auswirkt, soll in dieser Arbeit untersucht werden. Basis der Untersuchung wird die Frage sein, ob es sich bei den oben angerissenen Problemen tatsächlich um eine Krise der Parteien handelt oder ob das deutsche Parteiensystem einen strukturellen Wandel durchlebt, wie er sich auch in der übrigen Gesellschaft findet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlegende Definitionen

2.1 Parteien

2.2 Parteienentwicklung

2.3 Parteiensystem

3. Krise oder Wandel der Parteien?

3.1 Verschärfte Konkurrenz um Wähler

3.2 Wandel der politischen Kommunikation

3.3 Sinkende Mitgliedszahlen der Parteien

4. Wandel der Parteimitgliedschaft

4.1 Die reformierte Mitgliederpartei

4.2 Abkehr von den Mitgliederparteien

4.3 Neuer Typus von Parteimitgliedern?

4.3.1 Verlagerung zu ressourcenstarken Bürgern

4.3.2 Parteizugehörigkeit als Karriereschritt

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob die aktuellen Herausforderungen der deutschen Parteienlandschaft, wie sinkende Mitgliederzahlen und abnehmende Bindungskraft, als eine fundamentale Krise der Parteiendemokratie zu werten sind oder ob sich das System in einem strukturellen Wandel befindet.

  • Analyse der Ursachen für den Parteienwandel
  • Untersuchung der Rolle der Parteimitgliedschaft
  • Vergleich der Modelle "reformierte Mitgliederpartei" und "professionalisierte Wählerpartei"
  • Einfluss der politischen Kommunikation auf die Parteien
  • Sozialstrukturelle Veränderungen der Parteimitglieder

Auszug aus dem Buch

Verschärfte Konkurrenz um Wähler

Was einigen Autoren bisher als Symptom der Parteienkrise galt, wollen andere mittlerweile als Ursache des Parteienwandels verstanden haben: Die Treue der Wähler zu ihren Parteien hat rapide abgenommen. Damit sind die Parteien gezwungen, sich viel stärker als bisher um ihre Wähler zu kümmern und diese wieder an sich zu binden. Dadurch kommt es auch zu einer veränderten Kommunikation zwischen Partei und Wählern, die nachhaltig zum Wandel der Partei beitragen kann.

Während die Volksparteien SPD und CDU/CSU in den 1960er Jahren immer um die 80% der Wähler stimmen auf sich vereinigen konnten und dieser Wert in den 1970er Jahren bis auf über 90% anstieg, sank die Bindungskraft der beiden Volksparteien in Folge stetig ab und erreichte mit der Bundestagswahl 2005, bei der bei Parteien zusammen nur 69,4% der Stimmen erreichten, ihren bisherigen Tiefpunkt (siehe Grafik20).

Schaut man in die Bundesländer und hier besonders in die neuen Bundesländer wird das Bild noch deutlicher. Bei den jeweils letzten Landtagswahlen erreichten die beiden Volksparteien in den neuen Bundesländern zusammen nur noch Werte zwischen 50 und 60%.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die scheinbare Krise der deutschen Parteien anhand sinkender Mitgliederzahlen und abnehmender Wählerbindung sowie die daraus resultierende Forschungsfrage nach einem möglichen strukturellen Wandel.

Grundlegende Definitionen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Begriffe "Partei", "Parteienentwicklung" und "Parteiensystem", um ein fundiertes Verständnis für die anschließende Analyse zu schaffen.

Krise oder Wandel der Parteien?: Hier werden die Triebkräfte des Parteienwandels wie die Konkurrenz um Wähler, veränderte politische Kommunikation und der Mitgliederschwund diskutiert, um die Krisenthese kritisch zu hinterfragen.

Wandel der Parteimitgliedschaft: Das Kapitel analysiert die Veränderung der Parteimitgliedschaft hin zu einer stärkeren Instrumentalisierung und beschreibt die Konzepte der reformierten Mitgliederpartei im Gegensatz zur professionalisierten Wählerpartei.

Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Parteien sich eher in Richtung modernisierter Mitgliederparteien entwickeln werden, um ihre Rolle in der Demokratie zu behaupten.

Schlüsselwörter

Parteien, Parteiendemokratie, Parteienkrise, Parteienwandel, Parteimitgliedschaft, Mitgliederpartei, Wählerpartei, politische Kommunikation, Parteienentwicklung, Parteiensystem, Wahlverhalten, Parteibindung, Politische Beteiligung, Ressourcen, Parteienfinanzierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die aktuelle Lage der deutschen Parteien, insbesondere das Spannungsfeld zwischen einer behaupteten "Parteienkrise" und einem vollziehenden strukturellen Wandel.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die rückläufigen Wähler- und Mitgliederzahlen, der Einfluss moderner Kommunikation, der Wandel der Beitrittsmotivationen sowie die Entwicklung neuer Parteitypen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, ob die aktuellen Probleme der Parteien ein Ende der Parteiendemokratie einleiten oder lediglich eine Anpassung an veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und wertet aktuelle Umfragen sowie theoretische Konzepte zur Parteienforschung aus.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den Triebkräften des Wandels, wie der Konkurrenz um Wählerstimmen, der professionalisierten Mediennutzung und der sich wandelnden sozialen Zusammensetzung sowie Motivation der Parteimitglieder.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Parteien, Parteienwandel, Mitgliederpartei, Wählerpartei, Parteiendemokratie und Partizipation.

Wie unterscheidet sich die "reformierte Mitgliederpartei" von der "professionalisierten Wählerpartei"?

Während die Mitgliederpartei auf breite gesellschaftliche Integration setzt, fokussiert sich die Wählerpartei auf mediale Professionalisierung und den Wahlerfolg durch eine spezialisierte Parteielite.

Warum ist das Thema "Parteienfinanzierung" oder "Karriere" für neue Mitglieder relevant?

Moderne Parteimitglieder sehen die Zugehörigkeit zunehmend als Mittel zum Zweck zur Realisierung persönlicher Ambitionen oder als Instrument zur Durchsetzung spezifischer politischer Ziele.

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Details

Title
Parteien und Parteimitgliedschaft: Krise oder Wandel der Parteiendemokratie?
College
University of Potsdam
Course
Seminar Eliten und Elitenforschung
Grade
1,3
Author
Dipl.-Pol. Martin Reiher (Author)
Publication Year
2009
Pages
22
Catalog Number
V176747
ISBN (eBook)
9783640981427
ISBN (Book)
9783640981601
Language
German
Tags
Elite Eliteforschung Parteimitglieder Parteiensystem Mitgliederpartei
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Pol. Martin Reiher (Author), 2009, Parteien und Parteimitgliedschaft: Krise oder Wandel der Parteiendemokratie?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176747
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