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Datierungen in Schriftquellen des 16.-19. Jahrhunderts

Eine diachrone Untersuchung von Datierungsformen in Urkunden, Akten und Briefen des Digitalen Schriftkunde Archivs des Staatsarchivs Bayerns

Titel: Datierungen in Schriftquellen des 16.-19. Jahrhunderts

Hausarbeit , 2026 , 18 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Entwicklung von Datierungsformen in deutschsprachigen Schriftquellen vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. Grundlage bildet ein Korpus von 42 datierten Urkunden, Akten und Briefen aus dem Digitalen Schriftkunde Archiv des Staatsarchivs Bayern. Analysiert werden die sprachlichen und graphischen Formen der Tages-, Monats- und Jahresangaben sowie deren Wandel im diachronen Vergleich. Die Untersuchung zeigt eine Entwicklung von großer formaler Vielfalt hin zu zunehmend vereinheitlichten Datierungsmustern und macht damit Prozesse der sprachlichen Standardisierung anhand eines bislang wenig beachteten Bereichs historischer Schriftlichkeit sichtbar

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlage

3. Korpus und Methodik

4. Linguistische Analyse

4.1 16. Jahrhundert

4.2 17. Jahrhundert

4.3 18. Jahrhundert

4.4 19. Jahrhundert

5. Fazit/Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht anhand handschriftlicher Quellen des Digitalen Schriftkunde Archivs des Staatsarchivs Bayerns die diachrone Entwicklung und formale Gestaltung von Datierungsangaben zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert. Im Mittelpunkt steht die Forschungsfrage, auf welche Weise Tage, Monate sowie Jahre in Urkunden, Akten und Briefen bezeichnet wurden und inwiefern sich über vier Jahrhunderte hinweg eine zunehmende Vereinheitlichung und Standardisierung der Datierungsmuster nachweisen lässt.

  • Diachrone Analyse von Datierungsformen in bayerischen Schriftquellen vom 16. bis zum 19. Jahrhundert
  • Graphematische und diplomatische Einordnung von Tages-, Monats- und Jahresangaben
  • Wandel von lateinischen und religiös gebundenen Zeitangaben hin zu normierten Formulierungen
  • Verwendung arabischer versus römischer Ziffern sowie Abkürzungsmuster in Kanzleischriften
  • Bedeutung von Kanzleivermerken wie Präsentationsdaten (Präsentatum) und Actum-Nennungen

Auszug aus dem Buch

3. Korpus und Methodik

Im Folgenden werden das der Arbeit zugrunde liegende Untersuchungskorpus sowie das methodische Vorgehen dargestellt. Zunächst wird das untersuchte Material hinsichtlich Herkunft, Umfang und Aufbereitung beschrieben. Anschließend wird erläutert, nach welchen Kriterien die Datumsnennungen ausgewertet und diachron vergleichend untersucht wurden.

Für das Korpus der vorliegenden Arbeit wurden alle Quellen des 16. – 19. Jahrhunderts aus dem Digitalen Archiv „Digitale Schriftkunde“ des Staatsarchivs Bayern berücksichtigt, die eine explizite Datierung enthalten. Insgesamt weisen 42 der 77 dort verfügbaren Dokumente dieses Zeitraums eine Datierung auf, die wie folgt auf die einzelnen Jahrhunderte entfallen. Im 16. Jahrhundert enthalten neun von 20 Quellen konkrete Datierungen, während sich für das 17. Jahrhundert in sechs von insgesamt 13 verfügbaren Quellen Datumsnennungen finden lassen. Von den 22 Quellen des 18. Jahrhunderts verfügen zwölf über Datierungen und im 19. Jahrhundert treten sogar in 15 der 22 Dokumente Datierungen auf. Die untersuchten Dokumente wurden für die Analyse nach Jahrhunderten geordnet.

Gegenstand der Untersuchung sind nicht die einzelnen Dokumente in ihrer Gesamtheit, sondern die in ihnen enthaltenen Datierungen, also Nennungen des Datums. Analysiert wurden also jene Textstellen in den Quellen, in denen ihr Tag, Monat und/oder Jahr genannt werden. Bei Quellen, die mehrere Datierungen enthalten, da sie beispielsweise über ein vergangenes Ereignis berichten (z.B. Nr. 38) oder ein Actum beinhalten, wurde in der Untersuchung ihr Ausstellungsdatum (Datum) untersucht.

Die Auswahl des Materials ergibt sich aus dem Untersuchungsziel der Arbeit. Da die Fragestellung auf die diachrone Entwicklung von Datumsnennungen zielt, wurde ein Korpus gewählt, das Textquellen aus mehreren Jahrhunderten umfasst und damit einen zeitlichen Vergleich ermöglicht. Hierfür eignet sich das Digitale Schriftkunde Archiv besonders, weil es handschriftliche Quellen aus unterschiedlichen Zeitstufen zugänglich macht und durch die bereitgestellten Entzifferungen und Transkriptionen die Analyse des Materials deutlich erleichtert.

Kapitelübersicht

1. Einleitung: Das einleitende Kapitel führt in die funktionale und formale Rolle von Datumsangaben in historischen Dokumenten ein und formuliert die forschungsleitende Hypothese einer fortschreitenden Vereinheitlichung vom 16. bis zum 19. Jahrhundert.

2. Theoretische Grundlage: Hier werden die theoretischen Schnittstellen zwischen der Diplomatik als Urkunden- und Aktenlehre sowie der historischen Graphematik und den Standardisierungsprozessen der deutschen Schriftsprache dargelegt.

3. Korpus und Methodik: Dieses Kapitel erläutert die Zusammenstellung der 42 datierten Quellen aus dem Staatsarchiv Bayern und beschreibt das vergleichende Verfahren zur Erfassung von Tages-, Monats- und Jahresbezeichnungen.

4. Linguistische Analyse: Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte empirische Untersuchung der Datierungsbestandteile vom 16. bis zum 19. Jahrhundert und dokumentiert die Entwicklung von Schreibvarianten, Ziffernsystemen und Kanzleizusätzen.

5. Fazit/Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die Befunde zusammen, bestätigt die Hypothese der zunehmenden Standardisierung und formuliert methodische Einschränkungen sowie Perspektiven für weiterführende graphematische Forschungen.

Schlüsselwörter

Datierung, Diplomatik, Historische Graphematik, Schriftquellen, Urkundenlehre, Staatsarchiv Bayern, Sprachgeschichte, Standardisierung, Frühneuhochdeutsch, Aktenkunde, Monatsbezeichnungen, Zeitrechnung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit widmet sich der sprachgeschichtlichen und diplomatischen Betrachtung von Datumsangaben in historischen Archivalien Bayerns und zeichnet deren formalen Wandel vom 16. bis zum 19. Jahrhundert nach.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Untersuchung behandelt?

Zu den Kernbereichen zählen die historische Graphematik, die Kanzleipraxis der Frühen Neuzeit und des 19. Jahrhunderts, die Urkunden- und Aktenlehre (Diplomatik) sowie der schriftsprachliche Normierungsprozess im Deutschen.

Was ist das primäre Ziel bzw. die forschungsleitende Frage der Studie?

Das Ziel besteht darin, systematisch aufzuzeigen, wie Tage, Monate und Jahre formuliert wurden und inwieweit sich die Annahme bestätigen lässt, dass frühe, stark variierende Datierungsformen schrittweise standardisierten Mustern wichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung angewandt?

Es wird eine diachrone, vergleichende Korpusanalyse genutzt, bei der 42 datierte Dokumente jahrhundertweise segmentiert, graphematisch analysiert und nach Tag-, Monats- und Jahreskomponenten typologisiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil gliedert sich nach vier Jahrhunderten (16. bis 19. Jahrhundert) und analysiert für jede Periode gesondert die graphische und sprachliche Ausprägung von Tagesziffern, Monatsnamen und Jahreszahlen in Text und Tabellenform.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Prägende Fachbegriffe sind Datierung, historische Graphematik, Diplomatik, Schriftkunde, Standardisierung, Urkunden, Akten, Präsentatum und Zahlenschreibung.

Welche typischen Merkmale weisen Datierungen im 16. Jahrhundert auf?

Im 16. Jahrhundert zeigt sich die größte Variationsbreite mit lateinischen Ziffern, Verweisen auf christliche Feiertage (z. B. Trinitatis), Kanzleiformeln wie „Anno Domini“ sowie dem Weglassen der Hunderter- und Tausenderstellen bei Jahreszahlen.

Welche Funktion hat der Zusatz „Präsentatum“ in den untersuchten Schriftstücken?

Das Präsentatum verzeichnet als Kanzleivermerk den formalen Tag des Eingangs bzw. der Vorlage eines Schriftstücks bei einer Behörde und tritt im Korpus ab dem späten 18. und vor allem im 19. Jahrhundert gehäuft auf.

Zu welchem Ergebnis kommt die Arbeit bezüglich des diachronen Wandels?

Die Hypothese wird bestätigt: Während im 16. Jahrhundert eine hohe Varianz aus religiösen Festtagen, lateinischen Namen und Abkürzungen herrschte, setzt sich bis zum 19. Jahrhundert eine weitgehend einheitliche Schreibung mit arabischen Ziffern und ausgeschriebenen deutschen Monatsnamen durch.

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Details

Titel
Datierungen in Schriftquellen des 16.-19. Jahrhunderts
Untertitel
Eine diachrone Untersuchung von Datierungsformen in Urkunden, Akten und Briefen des Digitalen Schriftkunde Archivs des Staatsarchivs Bayerns
Hochschule
Universität Regensburg
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2026
Seiten
18
Katalognummer
V1767804
ISBN (PDF)
9783389206812
ISBN (Buch)
9783389206829
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Historische Sprachwissenschaft Syntax diachron Datierung Schriftquellen Sprachwandel Standardisierung Graphematik Diplomatik Urkunden Akten Briefe 16.–19. Jahrhundert
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2026, Datierungen in Schriftquellen des 16.-19. Jahrhunderts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1767804
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Leseprobe aus  18  Seiten
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