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Industrial – Die Vertonung des Krieges

Titel: Industrial – Die Vertonung des Krieges

Seminararbeit , 2009 , 9 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Luciana K.haotica (Autor:in)

Soziologie - Medien, Kunst, Musik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Angehörige von Randgruppen sind Menschen, die sich anders verhalten, anders aussehen, andere Neigungen oder Wertvorstellungen haben als die Mehrheit der Gesellschaftsmitglieder. Sie weichen in irgendeiner Art und Weise von geltenden Normen und Regeln ab und werden von der Mehrheit an den Rand der Gesellschaft gedrängt.“1

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit einer Randgruppe, die sich aufgrund musikalischer Vorlieben bewusst vom Rest der Gesellschaft absondert: die Gothic-Szene. Nur ein kleiner Teil der Gesellschaft konsumiert diese Musik, die zudem selten bis gar nicht im Radio gespielt wird. Deshalb bezeichnet man sie als Randgruppenmusik. Zur Gothic-Szene in Deutschland zählen etwa 50’000 Anhänger.2 Im Folgenden werde ich diese Szene näher vorstellen. Dabei gehe ich zunächst auf die Geschichte sowie den Begriff „Gothic“ ein bis ich schließlich einige relevante Musikstile vorstelle. Anschließend beschäftige ich mich näher mit dem sogenannten Industrial und werde die Frage erörtern, warum man besonders dieses Genre unter dem Begriff Randgruppenmusik einordnen kann.
Während der erste Teil meiner Arbeit vorwiegend auf Literaturrecherchen beruht, fließen im Kapitel „Industrial“ meine eigenen Beobachtungen mit ein.

1 Internet: Hewener 1988.
2 Vgl. Meisel 2005: 5.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Geschichte der Gothic-Szene

3. Der Begriff „Gothic“

4. Ausgewählte Musikstile der Szene

5. Industrial

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Musikgenre „Industrial“ im Kontext der Gothic-Szene, um zu analysieren, warum dieser Stil von der Mehrheitsgesellschaft als Randgruppenmusik wahrgenommen wird und inwieweit er gesellschaftliche Krisen sowie Kriegsthematiken verarbeitet.

  • Entstehungsgeschichte der Gothic-Szene aus der Punkbewegung
  • Differenzierung musikalischer Subgenres innerhalb der Szene
  • Kulturelle Bedeutung und Ästhetik des Industrial
  • Analyse der Wirkung von Industrial als Ausdruck gesellschaftlicher Provokation
  • Verhältnis von Industrial zur Darstellung von Gewalt und Krieg

Auszug aus dem Buch

5. Industrial

Auf das Genre Industrial werde ich im Folgenden etwas genauer eingehen. Anhand der Komponenten Atmosphäre, Kleidung, Musik, Tanz und Liedtexte werde ich erörtern, warum dieser Musikstil für andere gesellschaftliche Gruppen eine abschreckende Wirkung hat und somit als Randgruppenmusik klassifiziert werden kann. Ein Teil der nachfolgenden Darstellungen beruht auf meinen eigenen Erfahrungen.

Am Beispiel des Clubs „Fabrix“ in Werdau bei Zwickau (Sachsen) lässt die Atmosphäre eines für Industrial ausgelegten Tanzbereiches sehr gut beschreiben. Im „Fabrix“ findet samstags alle vierzehn Tage die Veranstaltung „La Danse Macabre“ statt. Es gibt drei verschiedene Bereiche mit jeweils unterschiedlichen Musikrichtungen: Area 1 (Futurepop, Electro, EBM), Area 2 (Gothic, Dark Wave, Neofolk) und Sector 3 (Industrial, Noise). Während die beiden „Areas“ durch einen breiten Durchgang miteinander verbunden sind, ist der „Sector“ durch eine Tür von den anderen Tanzflächen abgetrennt. Betritt man diesen Bereich, dauert es ein paar Sekunden bis sich die Augen an die extremen Lichtverhältnisse gewöhnen: Grelle Blitze durchzucken den sonst komplett abgedunkelten Raum, sodass man Probleme hat einen Fuß vor den anderen zu setzen. An den Wänden sind ein paar rote Neonröhren angebracht. Der Großteil des „Sectors“ dient als Tanzfläche. Auf der linken Seite befindet sich hinter schwarzen Gitterstäben das DJ-Pult. Aus den Boxen dringt Musik in einer Lautstärke, die bis an die Schmerzgrenze reicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema der Randgruppenmusik und Vorstellung der Zielsetzung sowie des methodischen Vorgehens der Arbeit.

2. Die Geschichte der Gothic-Szene: Darstellung der Ursprünge der Szene in der britischen Punkbewegung der 1970er Jahre und deren Entwicklung über den Post-Punk bis hin zur Etablierung eigener Ästhetiken.

3. Der Begriff „Gothic“: Erläuterung der etymologischen Herkunft des Begriffs aus der Literatur des 18. Jahrhunderts und dessen Adaption für die Musikszene.

4. Ausgewählte Musikstile der Szene: Überblick über die musikalische Vielfalt, insbesondere Gothic-Rock, Dark Wave, Synthie Pop und EBM.

5. Industrial: Detaillierte Betrachtung der Ästhetik, der musikalischen Merkmale und der gesellschaftskritischen bzw. provokativen Komponente des Industrial-Genres.

6. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung der Entwicklung des Industrial als eigenständige Szene und Ausblick auf die Relevanz des Themas.

Schlüsselwörter

Industrial, Gothic-Szene, Randgruppenmusik, Punk, Dark Wave, EBM, Musikgeschichte, Subkultur, Gesellschaftskritik, Kriegsverarbeitung, Ästhetik, Provokation, Tanzkultur, Synthesizer, Lärmmusik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Industrial-Musik und deren Rolle innerhalb der Gothic-Szene als Ausdrucksform, die durch bewusste Abgrenzung und Provokation als „Randgruppenmusik“ wahrgenommen wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die historische Genese der Gothic-Szene, die Definition der Szene-Begrifflichkeiten, die Einordnung verschiedener Musikstile sowie die spezifische Ästhetik und inhaltliche Ausrichtung des Industrial.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu erörtern, warum Industrial eine abschreckende Wirkung auf Außenstehende hat und wie diese Musik als Spiegel gesellschaftlicher Missstände, insbesondere durch die Thematisierung von Krieg, fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse sowie ergänzenden eigenen Beobachtungen des Autors in einem spezifischen Club-Kontext.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Historie, die Definition des Begriffs „Gothic“, die Vorstellung relevanter Musikstile und eine tiefgehende Analyse der Industrial-Kultur hinsichtlich Atmosphäre und inhaltlicher Gestaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Industrial, Gothic-Szene, Subkultur, Provokation und gesellschaftliche Randgruppen definiert.

Warum wird Industrial als „Vertonung des Krieges“ bezeichnet?

Der Autor führt an, dass Industrial-Künstler gezielt Lärm-Elemente und kriegsbezogene Textinhalte nutzen, um Schrecken und Gewalt künstlerisch zu verarbeiten und die Gesellschaft mit den unangenehmen Realitäten des Krieges zu konfrontieren.

Welche Rolle spielt die „Fabrix“-Erfahrung für die Arbeit?

Das Fallbeispiel des Clubs „Fabrix“ dient dazu, die spezifische Atmosphäre – bestehend aus extremer Lautstärke, abgedunkelten Räumen und einer bewussten Abgrenzung – plastisch und erlebbar zu beschreiben.

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Industrial – Die Vertonung des Krieges
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Institut für Ethnologie)
Veranstaltung
Randgruppenmusik
Note
1,3
Autor
Luciana K.haotica (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
9
Katalognummer
V176813
ISBN (eBook)
9783640982394
ISBN (Buch)
9783640982240
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Industrial Gothic Krieg Punk Wumpscut
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Luciana K.haotica (Autor:in), 2009, Industrial – Die Vertonung des Krieges, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176813
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Leseprobe aus  9  Seiten
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