Die vorliegende Arbeit zur Wormser Stadtgeschichte konzentriert sich auf drei Themenschwerpunkte.
Zunächst soll am Beispiel der konfliktreichen Regierungszeit Heinrichs IV. untersucht werden, welche Faktoren das Aufkommen bürgerlichen Selbstbewusstseins begünstigten und förderten und welche Folgen die aktive politische Stellungnahme der Wormser Bürger für die weitere Entwicklung der Stadt hatte.
In diesem Zusammenhang soll ferner die Bedeutung der Zollfreiheitsurkunde von 1074 untersucht werden und zwar sowohl hinsichtlich der Stadtentwicklung, als auch bezüglich der Geschichte der Juden. Gerade der letzte Punkt soll ausführlicher behandelt werden, da sich hier, aufgrund unterschiedlicher Interpretationen in der Literatur, interessante Fragestellungen ergeben. Dazu sollen die verschiedenen Interpretationen gegenübergestellt werden.
Schließlich soll noch das Judenprivileg von 1090 erläutert werden, weil es nicht nur für die Wormser Juden wichtig war, sondern später auch für die Rechtsstellung aller Juden im Reich bedeutsam wurde.
- Arbeit zitieren
- Sonja Wiegand (Autor:in), 1997, Bürgerschaft und Judengemeinde von Worms zur Zeit Heinrichs IV., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1768282