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Deutschland: Zur Besteuerung von Seeleuten an Bord von Schiffen im internationalen Verkehr 2011

Grundsätze der Steuerpflicht und Werbungskosten

Titel: Deutschland: Zur Besteuerung von Seeleuten an Bord von Schiffen im internationalen Verkehr 2011

Skript , 2011 , 36 Seiten

Autor:in: Dipl. Finanzwirt (FH), MITax, Steuerberater Rüdiger Urbahns (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Achtung: 5. Auflage 2015 ist bereits erhältlich:
ISBN eBook: 978-3-656-90290-4
ISBN Buch: 978-3-656-90291-1

Dies ist die zweite Auflage 2011 dieses erfolgreichen kleinen Ratgebers für Seeleute und Personal die an Bord von Schiffen tätig werden. In Deutschland unterliegt die Besteuerung von Seeleuten an Bord von Schiffen im internationalen Verkehr einigen Besonderheiten. Zum einen betrifft dies die Frage ob Seeleute – insbesondere beschränkt steuerpflichtige Seeleute – überhaupt in Deutschland mit ihrer Heuer (anteilig) steuerpflichtig sind. Zum anderen betrifft dies die ggf. als Werbungskosten absetzbaren Reisekosten, insbesondere Verpflegungsmehraufwendungen, von Seeleuten. Hier haben sich seit 2005 zum Teil erhebliche Änderungen ergeben. Die Grundsätze hierzu werden nachfolgendend unter Beachtung aktueller Rechtsprechung und Literatur kurz und prägnant anhand zahlreicher Beispiele dargestellt.

The taxation of ship crews on board of ships in international traffic is subject to specific requirements in Germany. On the one hand this concerns the question whether sailors - in particular ship crews without tax residency in Germany – are taxable with their salary in Germany. On the other hand this concerns the question which expenses are deductible from such income if taxable in Germany. This script provides practical insight in German language on the basis of numerous examples. Information in English languages can be provided by the author on request.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. VORWORT ZUR ERSTEN AUFLAGE

2. ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

3. ZUR STEUERPFLICHT VON SEELEUTEN AN BORD VON SCHIFFEN IM INTERNATIONALEN VERKEHR

3.1. NATIONALES STEUERRECHT

3.1.1. FLAGGENRECHT, STAATSGEBIET UND STEUERLICHER INLANDSBEGRIFF

3.1.2. DER STEUERRECHTLICHE INLANDSBEGRIFF

3.1.3. SCHAUBILD: SEEGRENZEN DES STAATSGEBIETES (HANDELSSCHIFFFAHRT)

3.1.4. SCHAUBILD FLAGGENRECHT UND BESCHRÄNKTE STEUERPFLICHT

3.1.5. BEISPIEL 1

3.1.6. EXKURS: GEWÖHNLICHER AUFENTHALT AUF DEM SEESCHIFF?

3.2. INTERNATIONALES STEUERRECHT

3.3. GRAFIK: UNBESCHRÄNKTE UND BESCHRÄNKTE STEUERPFLICHT

3.3.1. BEISPIEL 2:

3.4. RÜCKFALLKLAUSELN

3.4.1. BEISPIEL 3

3.5. HINWEISE ZUR DEUTSCHEN DBA-POLITIK

3.5.1. BULGARIEN DBA 2010

3.5.2. ALBANIEN DBA 2010

3.5.3. MALAYSIA DBA 2010/URUGUAY DBA 2010

3.5.4. UK DBA 2010

3.5.5. ZYPERN DBA 2011

3.5.6. BEISPIEL 4

3.6. PRAKTISCHE ASPEKTE DER VERANLAGUNG BESCHRÄNKT STEUERPFLICHTIGER

3.7. GESTALTUNGSOPTIONEN

3.8. BEISPIEL 5

4. AKTUELLE ENTWICKLUNGEN ZU DEN WERBUNGSKOSTEN VON SEELEUTEN AUF HOCHSEESCHIFFEN

4.1. REISEKOSTENGRUNDSÄTZE

4.1.1. FAHRTKOSTEN

4.1.1.1. BEISPIEL 6

4.1.1.2. BEISPIEL 7

4.2. VERPFLEGUNGSMEHRAUFWENDUNGEN

4.2.1. DIE ENTSCHEIDUNG DES FG NIEDERSACHSEN 2010

4.2.2. HÖHE DES TAGEGELDES

4.2.2.1. FÜR UNTER DEUTSCHER FLAGGE FAHRENDE SCHIFFE

4.2.3. ZEITRAUM

4.2.4. BEISPIEL 8 (KEINE DREIMONATSFRIST)

4.2.5. BEISPIEL 9 (KEINE DREIMONATSFRIST)

4.2.6. BEISPIEL 10 (BEISPIELHAFTE ZUSAMMENSTELLUNG VERPFLEGUNGSMEHRAUFWENDUNGEN FÜR SCHIFFSREISE)

4.3. TELEFONKOSTEN ALS WERBUNGSKOSTEN?

5. SONSTIGE PUNKTE VON INTERESSE

5.1. STEUERFREI ZUSCHLÄGE FÜR SONNTAGS-, FEIERTAGS- UND NACHTARBEIT (SFN ZUSCHLÄGE)

5.2. BEITRÄGE ZUR SEEMANNSKASSE

6. ANHANG

6.1. AUSZUG AUS DEM SCHREIBEN DES BUNDESFINANZMINISTERIUMS V. 21.7.2005, BSTBL I S. 821, TZ. 2.2, 3.3 BETREFFEND § 50D ABS. 8 ESTG

6.2. SENATSVERWALTUNG FÜR FINANZEN BERLIN, ERLASS V. 22.05.2009, III A – S 1301 – 1/2007 - BESTEUERUNG VON EINKÜNFTEN AUS NICHTSELBSTÄNDIGER ARBEIT AN BORD VON KREUZFAHRTSCHIFFEN NACH DEN DBA MIT ITALIEN UND GROßBRITANNIEN

6.3. VERF. OFD HANNOVER V. 18.07.2006, S 1301 – 426/6 – STO 112, BESATZUNGSMITGLIEDER VON SEESCHIFFEN IM INTERNA TIONALEN VERKEHR - BESCHLUSS VOM 26. APRIL 2005 - I B 86/04

6.4. SCHREIBEN BETR. BESCHRÄNKTE STEUERPFLICHT VON BORDPERSONAL INLÄNDISCHER FLUGGESELLSCHAFTEN; BERICHT DER BUNDESREGIERUNG V. 19. APRIL 2006 - BMF IV C 8-S 2300-10/06

Zielsetzung & Themen

Das Ziel dieses Ratgebers ist es, Seeleuten und steuerlichen Beratern einen fundierten Überblick über die komplexen Grundsätze der Besteuerung von Seeleuten in der internationalen Schifffahrt zu geben, insbesondere im Hinblick auf unbeschränkte und beschränkte Steuerpflicht sowie die steuerliche Geltendmachung von Werbungskosten.

  • Steuerpflicht von Seeleuten an Bord von Schiffen (nationales vs. internationales Recht)
  • Bedeutung des Flaggenrechts und des steuerlichen Inlandsbegriffs
  • Anwendung von Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) und deren Auswirkungen
  • Geltendmachung von Fahrtkosten und Verpflegungsmehraufwendungen als Werbungskosten
  • Sonderregelungen wie SFN-Zuschläge und Beiträge zur Seemannskasse

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Flaggenrecht, Staatsgebiet und steuerlicher Inlandsbegriff

Bei Tätigkeiten an Bord eines Schiffes im Rahmen der beschränkten Steuerpflicht tritt als erschwerendes Tatbestandsmerkmal der Umstand hinzu, dass sich der Ort der Ausübung auf nicht stationäre Verkehrsmittel bezieht.

Bei Schiffen unterscheidet die herrschende Meinung daher danach, unter welcher Flagge und in welchem Territorium das Schiff fährt, auf dem eine nichtselbständige Arbeit ausgeübt wird, um Besteuerungsrechte zuzuordnen.

Diese Unterscheidung lässt sich wie folgt durchführen:

Die Tätigkeit von beschränkt steuerpflichtigen Seeleuten auf einem unter deutscher Flagge fahrendem Schiff wird im Inland ausgeübt (und ist dann dort grundsätzlich (anteilig) steuerpflichtig), wenn und insoweit sich das Schiff während seiner Seereise innerhalb der maritimen Eigengewässer Deutschlands (Häfen, Wasserstraßen, Küstenmeer) bewegt, sowie in Territorien, die zu keinem Staatsgebiet gehören (Internationale bzw. Hohe See); sie wird im Ausland ausgeübt, soweit sich das Schiff in maritimen Eigengewässern fremder Staaten befindet (Häfen, Wasserstraßen, Küstenmeer). Es liegt in der Natur der Sache, dass eine genauen Zuordnung nicht immer einwandfrei möglich ist und ggf. im Schätzungswege erfolgen muss. Will man nicht jeweils eine detaillierte und zeitaufwendige Zerlegung anhand des Seefahrtbuches des betroffenen Schiffes vornehmen, so sind durch die betroffenen Seeleute zumindest Aufzeichnungen und schematische Zerlegungen der jeweiligen Schiffsrouten vorzulegen.

Bei einem unter ausländischer Flagge fahrenden Schiff verhält es sich demnach genau umgekehrt, und lediglich die Tätigkeit, die innerhalb der maritimen Eigengewässer Deutschlands (Häfen, Wasserstraßen, Küstenmeer) ausgeübt wird, gilt als eine im Inland ausgeübte Tätigkeit. Schließt die Route des Schiffes bereits gedanklich die Durchquerung deutschen Territoriums aus, also etwa die Route Antwerpen-Havanna, so ist die Tätigkeit in Deutschland mangels (anteiliger) Ausübung im Inland bei beschränkter Steuerpflicht insgesamt nicht steuerbar.

Zusammenfassung der Kapitel

3. Zur Steuerpflicht von Seeleuten an Bord von Schiffen im internationalen Verkehr: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der Steuerpflicht für Seeleute, unterscheidet zwischen unbeschränkter und beschränkter Steuerpflicht und analysiert die Bedeutung von Flaggenrecht und DBA-Regelungen.

4. Aktuelle Entwicklungen zu den Werbungskosten von Seeleuten auf Hochseeschiffen: Hier werden die absetzbaren Kosten für Seeleute, wie Fahrtkosten und Verpflegungsmehraufwendungen, unter Berücksichtigung aktueller BFH-Rechtsprechung und der weggefallenen Dreimonatsfrist detailliert dargestellt.

5. Sonstige Punkte von Interesse: Das Kapitel behandelt ergänzende steuerliche Aspekte, insbesondere die Steuerfreiheit von Zuschlägen für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit sowie die steuerliche Einordnung von Beiträgen zur Seemannskasse.

6. Anhang: Der Anhang enthält wichtige Dokumente wie BMF-Schreiben und Erlasse verschiedener Finanzbehörden, die die Anwendung der erläuterten Steuerregeln in spezifischen Praxisfällen untermauern.

Schlüsselwörter

Seeleute, internationale Schifffahrt, Steuerpflicht, unbeschränkte Steuerpflicht, beschränkte Steuerpflicht, Flaggenrecht, Doppelbesteuerungsabkommen, Werbungskosten, Verpflegungsmehraufwendungen, Fahrtkosten, SFN-Zuschläge, Seemannskasse, Ansässigkeitsstaat, Geschäftsleitungsstaat, Lohnsteuer.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Das Dokument dient als steuerlicher Ratgeber für Seeleute und Berater, der die komplexen Regelungen zur Besteuerung von Heuer und die Geltendmachung von Werbungskosten für Seeleute im internationalen Verkehr strukturiert darstellt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die steuerliche Unterscheidung zwischen unbeschränkter und beschränkter Steuerpflicht, die Auswirkung des Flaggenrechts auf die Steuerbarkeit, die Anwendung bilateraler Doppelbesteuerungsabkommen und die korrekte steuerliche Behandlung von Reisekosten sowie SFN-Zuschlägen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Vermittlung der steuerlichen Grundsätze, unter denen Seeleute in Deutschland besteuert werden, und die Bereitstellung von Lösungsansätzen für die steuerliche Optimierung bei der Abgabe von Einkommensteuererklärungen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten juristischen Analyse aktueller Gesetzgebung, Finanzverwaltungserlassen und maßgeblicher BFH-Rechtsprechung, illustriert durch zahlreiche Fallbeispiele aus der Praxis.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die steuerliche Einordnung der Tätigkeit an Bord (nationales vs. internationales Recht) und einen umfassenden Praxisteil zur steuerlichen Abzugsfähigkeit von Kosten bei Hochseeschiff-Tätigkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Seeleute, internationale Schifffahrt, Doppelbesteuerungsabkommen, Werbungskosten, Verpflegungsmehraufwendungen und Flaggenrecht.

Wie wirkt sich die Rechtsprechung zur "Dreimonatsfrist" konkret auf Seeleute aus?

Durch das aktuelle BFH-Urteil ist die Dreimonatsfrist für den Abzug von Verpflegungsmehraufwendungen bei Fahrtätigkeiten auf Schiffen nicht mehr anzuwenden, was eine unbegrenzte Geltendmachung für den gesamten Zeitraum einer Schiffsreise ermöglicht.

Worin liegt der steuerliche Unterschied bei der Flaggenwahl eines Schiffes?

Die Wahl der Flagge (deutsch vs. ausländisch) bestimmt maßgeblich, ob das Schiff als deutsches Inland gilt und welche Verpflegungspauschalen (inländisch vs. ausländisch) bei der Geltendmachung als Werbungskosten angesetzt werden dürfen.

Können Telefonkosten als Werbungskosten abgesetzt werden?

Dies ist rechtlich strittig. Während das Finanzgericht Niedersachsen diese in einem Fall ablehnte, wurden sie in anderen Kontexten teils zugelassen; der Autor empfiehlt daher eher die Gestaltung als steuerfreie Arbeitgeberleistung.

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Deutschland: Zur Besteuerung von Seeleuten an Bord von Schiffen im internationalen Verkehr 2011
Untertitel
Grundsätze der Steuerpflicht und Werbungskosten
Autor
Dipl. Finanzwirt (FH), MITax, Steuerberater Rüdiger Urbahns (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
36
Katalognummer
V176934
ISBN (eBook)
9783640987412
ISBN (Buch)
9783640987566
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schiff Bord Steuer Seeleute Verpflegungspauschalen Reisekosten DBA internationaler Verkehr Crews Kreuzfahrten Kapitän Erster Offizier Nautischer Offizier SFN Zuschläge Ships international traffic taxation board travel allownance tax declaration Einkommensteuererklärung
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GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dipl. Finanzwirt (FH), MITax, Steuerberater Rüdiger Urbahns (Autor:in), 2011, Deutschland: Zur Besteuerung von Seeleuten an Bord von Schiffen im internationalen Verkehr 2011, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176934
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Leseprobe aus  36  Seiten
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