Im Rahmen der Vorlesung "Zeiten und Räume zum Lernen und Leben" haben wir uns mit den strukturellen Rahmenbedingungen, sowie dem theoretischen Hintergrund des Themas Lernen, besonders in unterschiedlichen Lebensphasen und Lebensbereichen, beschäftigt.
In dieser Arbeit versuchen wir, das in der Vorlesung gelernte anhand des Films
"Club der toten Dichter" zu veranschaulichen und zu verdeutlichen.
Wir haben uns dazu entschieden keine bis ins letzte Detail ausgeführte, in sich geschlossene Inhaltsangabe des Films anzufertigen. Stattessen werden wir so oft als möglich versuchen, den Film als konkretes Beispiel anzuführen, wann immer ein in der Vorlesung behandeltes Thema dort ersichtlich wird bzw. behandelt wird.
Hierbei handelt es sich unter anderem um Lern/Lehrkonzepte und - methoden, strukturelle Bedingungen, den stets voranschreitenden Wertewandel und Erwartungsdruck, aber auch Motivation, Selbstorganisation und Kompetenzentwicklung, um nur einige Beispiele zu nennen.
Dennoch halten wir es für wichtig, eine Kurzübersicht des Films zu geben, vor allem um dem zeitlichen Verlauf desselben folgen zu können und einen Eindruck von den im Film auftauchenden Figuren zu erhalten.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Inhaltsangabe des Films "Club der toten Dichter"
Werte
Der Bildungsbegriff
Die neue Lernkultur
Selbstmanagement - Lernmotivation
Die Dimensionen und Formen des Lernens
Bildungsvoraussetzungen
Fazit
Literatur, Quellenangaben
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit nutzt den Film "Der Club der toten Dichter" als Fallbeispiel, um theoretische Konzepte aus der Vorlesung "Zeiten und Räume zum Lernen und Leben" zu veranschaulichen und kritisch zu hinterfragen, wobei insbesondere das Spannungsfeld zwischen konservativen Bildungsstrukturen und dem Streben nach individueller Selbstentfaltung analysiert wird.
- Analyse von Lehr- und Lernkonzepten in konservativen Institutionen
- Untersuchung des gesellschaftlichen Wertewandels und Erwartungsdrucks
- Bedeutung von Selbstorganisation und Lernmotivation
- Reflexion über Perspektivenwechsel und pädagogische Freiheit
- Diskussion über soziale Ungleichheit und Bildungsvoraussetzungen
Auszug aus dem Buch
Die neue Lernkultur
„Lernkultur in der Schule bezeichnet somit die Gesamtheit der Lern- und Entwicklungspotentiale, die über das Zusammenwirken der Mitglieder in Interaktions- und Kommunikationsprozessen auf unterrichtlicher, kollegialer und organisatorischer Ebene arrangiert werden. Lernkultur ist somit ein Rahmen, innerhalb dessen sich manches entwickeln kann, anderes wiederum nicht.“ (Spannring, 2009/10)
Die alte Lernkultur, wie die der Welton Academy gibt sich der Illusion „gelernt werde nur, was gelehrt worden sei“(Spannring, 2009/10) hin und behindert so die Aneignungskompetenzen der Schüler. Lernkultur beinhaltet auch den Begriff der Schulkultur. Durch den Prozess der Interaktion zwischen Lehrenden und den Lernenden, in dem Fall die Schüler, werden Wahrnehmungsmuster, Verhaltensmuster und Umgangsmuster andauernd reproduziert.
Die Welton Academy veranschaulicht diese Reproduktion sehr gut, denn durch die 100 jährige Tradition die auf den vier Grundpfeilern basiert, geschieht dies ständig. Die Lehrer fühlen sich den Schülern überlegen, denn sie geben den Schülern vor, was sie zu wissen haben. Den Lehrenden ist es ziemlich egal, ob sie den Stoff verstanden haben, oder wie sie sich das Wissen aneignen.
Im Film verdeutlicht eine Szene die Auflehnung der Schüler gegen die vier Grundpfeiler, indem die Burschen jene Werte mit den Worten: „Travestie, Ekel, Dekadenz und Lethargie“ verhöhnen.
Erst Keating schafft es, diese alte Lernkultur aufzubrechen und versucht andere Aneignungstheorien deutlich zu machen.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Diese Arbeit verknüpft die theoretischen Inhalte der Vorlesung "Zeiten und Räume zum Lernen und Leben" mit dem Film "Der Club der toten Dichter".
Inhaltsangabe des Films "Club der toten Dichter": Es wird ein Überblick über die Handlung gegeben, insbesondere über die konservative Welton Academy und den Einfluss des Lehrers John Keating.
Werte: Dieses Kapitel thematisiert den Wertewandel und hinterfragt die Authentizität starrer, institutionell vorgegebener Werte.
Der Bildungsbegriff: Es wird definiert, wie Bildung als Aneignung von Welt verstanden wird und wie konservative Schulsysteme diesen Prozess einschränken können.
Die neue Lernkultur: Hier wird der Kontrast zwischen reproduktivem Lernen und moderneren Ansätzen wie dem "Lernberater" aufgezeigt.
Selbstmanagement - Lernmotivation: Das Kapitel beleuchtet die Bedeutung von Eigenverantwortung und Selbstmotivation im Kontext wachsender Anforderungen.
Die Dimensionen und Formen des Lernens: Es wird zwischen Wissen-Lernen und Können-Lernen differenziert sowie das Konzept des lebenslangen Lernens vorgestellt.
Bildungsvoraussetzungen: Die soziale Ungleichheit und das Konzept des kulturellen Kapitals nach Bourdieu werden hier analysiert.
Fazit: Das Fazit stellt fest, dass der Film trotz seines Alters aktuelle Probleme des Bildungssystems widerspiegelt und kleine Impulse für Veränderungen aufzeigt.
Literatur, Quellenangaben: Auflistung der verwendeten theoretischen Quellen und Medien.
Schlüsselwörter
Bildung, Lernen, Lernkultur, Wertewandel, Welton Academy, John Keating, Selbstmanagement, Motivation, Kompetenzentwicklung, Lebenslanges Lernen, Chancengleichheit, Kulturelles Kapital, Bourdieu, Pädagogik, Individualität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert pädagogische Konzepte und Lernformen anhand des Films "Der Club der toten Dichter" im Kontext der Vorlesung "Zeiten und Räume zum Lernen und Leben".
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind Bildungsbegriffe, Lernkulturen, der Wertewandel in der Gesellschaft, Motivation sowie die strukturellen Ungleichheiten im Bildungssystem.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, theoretische Ansätze aus der Vorlesung durch konkrete Szenen und Verhaltensweisen der Charaktere aus dem Film zu veranschaulichen und ihre heutige Relevanz zu prüfen.
Welche wissenschaftlichen Perspektiven oder Methoden werden verwendet?
Die Arbeit nutzt soziologische und pädagogische Ansätze, insbesondere Theorien von Pierre Bourdieu zum kulturellen Kapital und Wilhelm von Humboldts Bildungsbegriff.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Abschnitte zu Lernformen, Selbstmanagement und Bildungsvoraussetzungen, die jeweils mit Beispielen aus der Handlung des Films unterlegt werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Bildung, Lernkultur, Wertewandel, Kompetenzentwicklung und Chancengleichheit.
Wie bewerten die Autoren die Rolle von John Keating?
Keating wird als Inspiration gesehen, der durch unkonventionelle Methoden Schülern hilft, ihr eigenes Potenzial und ihre Individualität zu entdecken.
Warum wird die Welton Academy im Text oft kritisch betrachtet?
Die Schule wird als konservative Institution beschrieben, die durch starre Traditionen und Druck die individuelle Persönlichkeitsentfaltung der Schüler behindert.
- Arbeit zitieren
- Thomas Lechleitner (Autor:in), 2001, Bildung im Film "Der Club der toten Dichter", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/176941