In dieser Hausarbeit wird auf die geschichtliche Entwicklung der Erwachsenenbildung eingegangen. Diese werden chronologisch geordnet erwähnt und in ihrer Funktion beschrieben. Wolfgang Seitter macht in seiner Arbeit „Geschichte der Erwachsenenbildung“ deutlich, dass eine einheitliche festgeschriebene Geschichte der Erwachsenenbildung nicht existiert (vgl. Seitter, W. 2000 S. 7). Dieser Meinung schließe ich mich nur zum Teil an, nachdem ich mich vorab mit diesem Thema befasst habe. Schon aufgrund der eigentlichen Unstrukturiertheit oder der Vielfältigkeit der Erwachsenenbildung ist es nicht einfach die historische Entwicklung der Erwachsenenbildung darzustellen. Trotzdem ist es mir gelungen einen allgemeinen Überblick über die Institutionen der Erwachsenenbildung aufzuzeigen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung
2. Erwachsenenbildung- allgemeiner Überblick
3. Geschichte der Erwachsenenbildung
4. Fazit
5. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die komplexe und oft unstrukturierte historische Entwicklung der Erwachsenenbildung in Deutschland chronologisch aufzuarbeiten und ihre institutionellen Rahmenbedingungen zu beleuchten, um ein grundlegendes Verständnis für die Transformation des Weiterbildungssektors zu schaffen.
- Definition und systemische Einordnung der Erwachsenenbildung
- Strukturanalyse der Träger und Institutionen
- Chronologischer Überblick der historischen Entwicklung seit dem 19. Jahrhundert
- Einfluss politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen auf die Bildungslandschaft
- Diskussion der Rollenverteilung zwischen Staat, Wirtschaft und Individuum
Auszug aus dem Buch
3. Geschichte der Erwachsenenbildung:
Die Geschichte der Erwachsenenbildung lässt sich leider nur sehr schlecht und nicht umfassend genug beschreiben. Viele Wissenschaftler, wie Werner Lenz sind der Meinung, dass dies an den vielfältigen Formen der Erwachsenenbildung, welche sich entwickelt haben und der Schwierigkeit die Erwachsenenbildung abzugrenzen, liegt (vgl. Lenz, W. 1979 S.15). Doch Werner Lenz hat es geschafft in „Grundlagen der Erwachsenenbildung“ einen guten und allgemeinen Überblick über die Geschichte der Erwachsenenbildung in Deutschland zu geben. Deshalb habe ich mich in diesem Teil der Arbeit vermehrt auf seine Kenntnisse über diesen Themenbereich bezogen.
Auch wenn es nun keine richtigen, fassbaren Ansätze für die Geschichte der Erwachsenenbildung zu geben scheint, ist die Betrachtung von unterschiedlichen Autoren und ihren Ansichten sehr interessant. So kann man die Erwachsenenbildung oder doch eher den Begriff der Bildung (griech. „paideia“) schon im fünften Jahrhundert vor Christus im griechischen Denken finden (vgl. Lenz, W. 1979 S.16). Werner ist der Meinung, dass die Erwachsenenbildung ihre Ansätze im 16. Jahrhundert hat, wenn man die Schriften von Luther und Erasmus betrachtet (vgl. Lenz, W. 1979 S.16). Wie schon hier zu erkennen ist, ist man unterschiedlicher Meinung und kann sich demnach auch nur schwer festlegen. Trotzdem ist es interessant und wichtig, unterschiedliche Meinungen einzuholen, wann die Geschichte der Erwachsenenbildung ihren Ursprung haben könnte.
Die ersten Ansätze der institutionalisierten Erwachsenenbildung fanden bereits im 19. Jahrhundert statt. Erwachsenen wurde die Möglichkeit gegeben, sich durch Schriften weiterzubilden. Dies geschah meist in sogenannten Lesekabinetten, Lesevereine, Büchereien Volksschriftvereinen (vgl. Lenz, W. 1979 S.16). Somit sind dies die ersten öffentlichen Institutionen der Erwachsenenbildung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung: Die Arbeit führt in die Thematik der geschichtlichen Entwicklung der Erwachsenenbildung ein und verdeutlicht die Schwierigkeit, eine einheitliche Chronologie dieses vielschichtigen Feldes zu erstellen.
2. Erwachsenenbildung- allgemeiner Überblick: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Erwachsenenbildung und analysiert das dreigliedrige Gefüge aus Trägern, Einrichtungen und Veranstaltungen sowie die Rolle der verschiedenen Nachfrager.
3. Geschichte der Erwachsenenbildung: Es erfolgt eine chronologische Betrachtung der Entwicklung von den ersten Ansätzen im 19. Jahrhundert über die Weimarer Republik und den Nationalsozialismus bis hin zur Nachkriegszeit und den bildungspolitischen Reformen der 70er bis 90er Jahre.
4. Fazit: Das Fazit resümiert die staatliche Steuerung der Erwachsenenbildung und plädiert für eine stärkere Verantwortung der Nutzer und der Wirtschaft bei gleichzeitiger Wahrung des entwicklungsfördernden Spielraums.
5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Online-Quellen zur Untermauerung der Arbeit.
Schlüsselwörter
Erwachsenenbildung, Weiterbildung, Bildungsgeschichte, Volkshochschule, Institutionen, Träger, Qualifizierung, Bildungsreform, Strukturplan, lebenslanges Lernen, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Nachkriegszeit, staatliche Steuerung, Wirtschaftswachstum.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Hausarbeit widmet sich der geschichtlichen Entwicklung der Erwachsenenbildung in Deutschland und der Analyse ihrer institutionellen Strukturen über verschiedene Zeitepochen hinweg.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Definition der Erwachsenenbildung, die Rolle der Akteure (Staat, Betriebe, Individuen) sowie die historische Genese der Bildungsangebote seit dem 19. Jahrhundert.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, eine „postulierte Chronologie“ der Erwachsenenbildung zu entwerfen und trotz der inhärenten Vielfältigkeit und Unstrukturiertheit des Feldes einen fundierten Überblick zu bieten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, wobei sich der Autor intensiv mit einschlägigen Standardwerken und Fachpublikationen auseinandersetzt, um die historische Entwicklung aufzuarbeiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche und strukturelle Einführung sowie einen umfassenden historischen Abriss, der von den Anfängen der Volksbildung bis zu den Privatisierungstendenzen der 1990er Jahre reicht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Erwachsenenbildung, Institutionen, Bildungsgeschichte, staatliche Steuerung und berufliche Weiterbildung geprägt.
Wie unterscheidet der Autor zwischen Erwachsenenbildung und Weiterbildung?
Der Autor greift die Debatte auf, ob beide Begriffe synonym verwendet werden oder ob Weiterbildung als betriebsbezogener Teilbereich der Erwachsenenbildung zu verstehen ist, wobei er die begriffliche Unschärfe in der Literatur betont.
Welche Bedeutung kommt der Humboldtakademie für die Geschichte der Erwachsenenbildung zu?
Die 1878 gegründete Humboldtakademie wird als erste Volkshochschule in Deutschland identifiziert, in der der Kerngedanke der Vermittlung von wissenschaftlichen Erkenntnissen erstmals institutionell verankert wurde.
Warum wird im Fazit kritisch über die staatliche Steuerung geurteilt?
Der Autor warnt davor, dass eine zu starke staatliche Steuerung falsche Wege einschlagen könnte und plädiert stattdessen dafür, dass der Markt und die Nutzer die Angebotsqualität durch ihre Nachfrage selbst steuern sollten.
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- Johannes Keller (Author), 2008, Geschichte der Erwachsenenbildung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177015