Wareneingangskontrolle (Unterweisung Fachmann / Fachfrau für Systemgastronomie)

Für die Ausbildereignungsprüfung AdA, Fassung 2011


Unterweisung / Unterweisungsentwurf, 2011

13 Seiten, Note: 2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Rahmenbedingung
1.1 Beschreibung des Auszubildenden
1.2 Unterweisungsdauer
1.3 Ort der Unterweisung
1.4 Zu verwendende Arbeitsmittel

2 Sachanalyse

3 Didaktische Analyse
3.1 Unterweisungsthema

4 Lernziele
4.1 Richtlernziele
4.2 Groblernziele
4.3 Feinlernziele
4.3.1 Kognitiver Bereich
4.3.2 Psychomotorischere Bereich
4.3.3 Affektiver Bereich
4.3.4 Schlüsselqualifikationen

5 Planung und Durchführung der Ausbildungseinheit
5.1 Auswahl der Lehrmethode
5.2 Unterweisungsabläufe
5.2.1 Stufe Eins: Vorbereitung
5.2.2 Stufe Zwei: Vorführung und Erklärung
5.2.3 Stufe Drei: Nachmachen lassen, Erklären lassen der Arbeitsschritte
5.2.4 Stufe Vier: Übung und Erfolgskontrolle

6 Lernerfolgskontrolle und Maßnahme bei Misserfolg

Anhänge:
Muster: Lieferschein
Muster: Meldeschein bei Lieferabweichung
Muster: Flussdiagramm des gesamten Ablaufes Unterweisungsentwurf Tabellarisch (mit Zeitplan)

1 Rahmenbedingung

1.1 Beschreibung des Auszubildenden

Die Auszubildende Andrea Mustermann ist 17 Jahre alt. Sie hat die Realschule im Land Niedersachsen erfolgreich abgeschlossen und befindet sich derzeit im achten Monat des 1. Ausbildungsjahres zur Fachfrau für Systemgastronomie.

Durch eigene Beschreibungen besitzt die Auszubildende einen großen Freundes- und Bekanntenkreis. Dieser setzt sich aus den verschiedensten Nationalitäten zusammen.

Andrea Mustermann sehr Kontaktfreudig. Sie geht offen und freundlich auf Menschen zu. Im ersten Ausbildungshalbjahr wurden der Auszubildenden alltägliche Tätigkeiten in der Systemgastronomie vermittelt, welche sie strebsam erlernt hat. Sie hat den Umgang mit Gästen und erste Tätigkeiten der Büroorganisation erlernt. Der richtige Umgang mit Lieferdokumenten wurde ihr bereits vermittelt. Ebenfalls ist Ihr das Warensortiment grob vertraut.

1.2 Unterweisungsdauer

Die heutige Unterweisung soll um 8.15 Uhr stattfinden. Die Leistungsaufnahme ist um diese Uhrzeit bereits gut ausgeprägt. Gleichzeitig findet montags um diese Uhrzeit die übliche Warenannahme im Betrieb statt. Es stehen reale Arbeitsmittel zur Verfügung.

Durch frühzeitige Klärung mit den Mitarbeitern der Warenannahme wurden Kartons zur Unterweisung ausgewählt welche nicht umgehend für den Betriebsablauf benötigt werden. Es ist ein Zeitraum von 15 ʹ 20 Minuten für die Unterweisung vorgesehen, falls anschließend auftretende Fragen oder Verständnisprobleme entstehen, kann sich der Zeitraum etwas hinauszögern.

1.3 Ort der Unterweisung

Als Lernort für die Unterweisung wurde die Betriebliche Warenannahmestelle gewählt. Hier befindet sich ein Tisch zum öffnen und kontrollieren der Waren. Der Tisch steht für die Zeit der Unterweisung frei zur Verfügung. Um der Auszubildenden ein möglichst konzentriertes lernen zu ermöglichen sind die Mitarbeiter gebeten worden während der Unterweisung andere Arbeiten zu erledigen.

1.4 Zu verwendende Arbeitsmittel

Die für die Unterweisung benötigten Arbeitsmittel: x Tisch

- Sicherheitsmesser (Cuttermesser)
- Kartons aus der Warenlieferung
- Übungslieferschein/ Lieferdokumente

2 Sachanalyse

In der Warenannahme müssen direkt für den Betrieb wichtige Tätigkeiten durchgeführt werden. In einem ersten Schritt muss bei der Anlieferung von Ware durch einen Mitarbeiter in Anwesenheit des Fahrers geprüft werden, ob die Adresse des Empfängers stimmt, die Anzahl der Packstücke richtig ist und die Verpackung äußerlich unbeschädigt ist.

Zur Überprüfung der Adresse und der Anzahl der Packstücke dienen die Paketaufkleber sowie der Lieferschein. Wird Mängelfreiheit festgestellt, wird die Empfangsbestätigung für den Lieferanten unterschrieben.

Wird jedoch festgestellt, dass ein falscher Empfänger auf der Ware eingetragen ist, wird die Annahme der Lieferung verweigert.

Stimmt die Anzahl der gelieferten Kartons nicht oder ist die äußere Verpackung beschädigt, wird dies auf dem Lieferschein für beide Parteien vermerkt und vom Fahrer bestätigt.

Besteht bedenken, dass der Inhalt nicht frei von Schäden ist, sollte die Ware unverzüglich geöffnet und der Inhalt überprüft werden. Wird ein Mangel, der durch fehlerhaften Transport entstanden sein kann, festgestellt wird dieses ebenfalls dokumentiert.

Nach Annahme der Ware ist die Anwesenheit des Fahrers nicht mehr notwendig.

Im Anschluss wird eine Qualitätskontrolle durchgeführt. Hier wird geprüft ob die gelieferte Ware der Bestellung in der Qualität und Identität entspricht.

Sollte die Ware falsch oder mit einem Mangel geliefert worden sein, erfolgt eine schriftliche Dokumentierung und Benachrichtigung an den Lieferanten (Mängelrüge), um mögliche Rechtsansprüche zu wahren.

Ist die Ware fehlerfrei kann sie eingelagert werden. Falls beschädigte Ware vorhanden ist, wird diese bis zur Klärung des Sachverhaltes aufbewahrt.

3 Didaktische Analyse

3.1 Unterweisungsthema

In der Ausbildung zum Fachmann für Systemgastronomie soll die Auszubildende eingehende Waren aus der Warenannahme auf ihre Übereinstimmung und Unversehrtheit überprüfen. Neben der Kontrolle auf Übereinstimmung mit den Lieferdokumenten fällt auch die Kontrolle auf eventuelle Mängel an.

Im Falle von Mängeln müssen Abweichungen dokumentiert werden und falls erforderlich Korrekturmaßnahmen veranlasst werden.

-Das Einlagern der Güter ist nicht Bestandteil dieser Unterweisung. Auf einen elektronisch unterstützten Wareneingang wird in der Unterweisung nicht eingegangen.

Laut Verordnung über die Berufsausbildung zum Fachmann für Systemgastronomie/

Fachfrau für Systemgastronomie in § 4 Ausbildungsberufsbild Nr. 11 Warenwirtschaft unter

4 Lernziele

4.1 Richtlernziele

Das Richtlernziel dient der Auszubildenden dazu Kenntnisse in einem Teil der Warenwirtschaft zu erlernen und dieses Wissen selbstständig anwenden zu können.

4.2 Groblernziele

Die Auszubildende soll:

-erlernen die Kartonage fachgerecht zu öffnen x Lieferdokumente sichten und lesen
-die gelieferten Güter anhand der Lieferdokumente prüfen
-die Problematik und Gefahren bei der Warenannahme erkennen
-den Wareneingang im Ablauf der Warenwirtschaft wiedergeben können

4.3 Feinlernziele

Die Auszubildende soll:

- selbstständig Wareneingangskontrollen mit geringen Liefermengen durchführen können
- die Wichtigkeit von Wareneingangskontrollen erkennen und eigenständig wiedergeben können
- erlernen welche Problematik bei der Warenannahme entstehen kann

Um die Feinlernziele der Auszubildenden kontrollieren zu können soll diese mit eigenen Worten zwei Dinge nennen können, was bei der Annahme von Gütern zu beachten ist. Sie sollte eine Warenannahme mit der Wareneingangskontrolle aus Ihrem Gedächtnis heraus wiedergeben können. Die Auszubildende sollte in der Lage sein die Lieferung auf Übereinstimmung mit den Lieferdokumenten zu überprüfen, hierbei sollte Sie Abweichungen selbstständig erkennen und dokumentieren können.

Es sollten zwei Probleme genannt werden die eventuell auftreten können, falls die Kontrolle nicht oder Mangelhaft durchgeführt wird.

Am Ende der Unterweisung soll die Auszubildende den Zusammenhang des Wareneingangs im gesamten betrieblichen Ablauf kurz wiedergeben können.

4.3.1 Kognitiver Bereich

Die Auszubildende soll nach erfolgter Unterweisung selbstständig in der Lage sein, zu wissen welche Punkte bei der Wareneingangskontrolle zu beachten sind.

Bei auftretenden Fehlern soll die Auszubildende in der Lage sein diese zu berichtigen.

4.3.2 Psychomotorischere Bereich

Der psychomotorische Bereich wird bei dieser Unterweisung nur gering angesprochen. Die Auszubildende soll den richtigen Umgang mit den gelieferten Kartons erlernen. Hierbei stehen die Handhabung und das ordnungsgemäße Öffnen der Kartons, um die im Karton befindlichen Waren nicht zu beschädigen, im Vordergrund.

4.3.3 Affektiver Bereich

Durch die heutige Unterweisung soll die Bereitschaft zur selbstständigen Arbeit der Auszubildenden gefördert und unterstützt werden. Die hohe Verantwortung des Wareneingangs für den Betrieb soll bewusst werden. Der Arbeitsablauf der Wareneingangskontrolle soll ͣselbstverständlich͞ werden um diese später allein ausführen zu können.

4.3.4 Schlüsselqualifikationen

Die Unterweisung hat die Aufgabe Schlüsselqualifikationen zu fördern. Sie soll die Aufmerksamkeit bzw. Konzentrationsfähigkeit des Auszubildenden f]ördern und festigen. Weiterhin soll das Mitdenken angeregt werden und das sorgfältige und systematische Arbeiten gefördert werden.

5 Planung und Durchführung der Ausbildungseinheit

5.1 Auswahl der Lehrmethode

Als Lehrmethode für diesen Unterweisungsentwurf wurde die Vier-Stufen-Methode gewählt. Auszubildende lernen erfahrungsgemäß besonders gut, wenn dabei auch praktisch gehandelt werden kann. Während das Lehrgespräch primär den kognitiven und affektiven Lernbereich anspricht lässt diese Methode zusätzlich das erlernen anhand des motorischen Einsatzes zu. Es wird erwartet, dass die Auszubildenden durch die gewählte Methode ein gutes Verständnis sowie Motivation für das Unterweisungsthema aufbringen. Durch Nachmachen des Ausbilders soll die Möglichkeit entstehen praktische Verfahrensweisen zu erkennen und später selbstständig anzuwenden. Aufgrund des kurzen Zeitraums für die Unterweisung ist die Leittextmethode gegenüber der Vier-Stufen-Methode im Nachteil, da Auszubildende im ersten Lehrjahr noch einen geringen Wissensstand haben und so ein erhöhter Zeitbedarf und Arbeitsaufwand erforderlich wäre. Da die Umsetzung der Theorie in die Praxis ein wesentliches Lernziel dieser Unterweisung sein soll ist eine reine Demonstration gegenüber der Vier-Stufen-Methode ebenfalls im Nachteil da der psychometrische Lernbereich nicht beachtet werden würde, dieser jedoch den gesamten Lernprozess unterstützt.

5.2 Unterweisungsabläufe

5.2.1 Stufe Eins: Vorbereitung

- Für die Unterweisung muss der Arbeitsplatz sauber und geordnet sein.
- Der Lernort sollte von anderen Mitarbeitern während der Unterweisung möglichst gemieden werden um ein ruhiges Umfeld für ungestörtes Lernen zu schaffen. x Die vollständigen Arbeitsmittel zur Durchführung der Unterweisung müssen bereitgestellt sein.
- Der Ausbilder muss gut informiert und vorbereitet sein. Er muss den Lernstoff gliedern, den Arbeitsablauf planen und eventuelle Teilabschnitte festlegen.
- Der Ausbilder muss eine lernfördernde und spannungsfreie Situation schaffen.
- Um Kenntnislücken vorzubeugen soll vor der Unterweisung der Ausbildungsstand des Auszubildenden festgestellt und gegebenenfalls vervollständigt werden.

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Wareneingangskontrolle (Unterweisung Fachmann / Fachfrau für Systemgastronomie)
Untertitel
Für die Ausbildereignungsprüfung AdA, Fassung 2011
Hochschule
Industrie- und Handelskammer Bremerhaven
Veranstaltung
AdA / Ausbildung der Ausbilder
Note
2
Autor
Jahr
2011
Seiten
13
Katalognummer
V177030
ISBN (eBook)
9783640985333
ISBN (Buch)
9783640985616
Dateigröße
693 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Vollständiger Unterweisungsentwurf inklusive Arbeitsunterlagen (Fassung 2011)
Schlagworte
AdA, Ausbildereignungsprüfung, Ausbilderderausbilder, IHK Prüfung, Unterweisungsentwurf, Systemgastronomie, Fachmann der Systemgastronomie, Wareneingangskontrolle
Arbeit zitieren
Tim Boosch (Autor), 2011, Wareneingangskontrolle (Unterweisung Fachmann / Fachfrau für Systemgastronomie), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177030

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Wareneingangskontrolle (Unterweisung Fachmann / Fachfrau für Systemgastronomie)



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden