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Kindheit im Mittelalter

Title: Kindheit im Mittelalter

Presentation (Elaboration) , 2002 , 12 Pages

Autor:in: Susanne Linsel (Author)

Pedagogy - History of Pedagogy
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Summary Excerpt Details

Philipe Ariès
- die Gesellschaft hatte vom Heranwachsenden nur schwach entwickelte Vorstellungen
- die Dauer der Kindheit war auf das jüngste Kindesalter beschränkt, d.h. die Periode, in
der das Kind nicht ohne fremde Hilfe auskommen konnte, übergangslos gehörte es zu
den Erwachsenen
- es gab keine Etappen der Jugend
- das Verhältnis zwischen Kind und Eltern beruhte auf einem Lehrverhältnis, es lernte
Dinge, indem es den Eltern bei der Arbeit half
- wenn das Kind starb, störte es die Leute nicht wirklich, es würde dann bald durch ein
neues ersetzt werden können
- im 17. Jh. ist man nicht auf die Idee gekommen zwischen Kindheit und Pubertät eine
Grenze zu ziehen, aus der Kindheit trat man heraus, in dem man aus dem
Abhängigkeitsverhältnis heraustrat
- die Kindheit betreffenden Wörter werden oft für Menschen niedrigeren Standes
benutzt „Los Kinder an die Arbeit“
- im 11. Jh. Sind Kinder kleine Erwachsene; Ausdruck und die übrigen Merkmale
unterscheiden sich in nichts von denen der Erwachsenen (Kind wird oft mit der
Muskulatur eines Erwachsenen dargestellt)
- die Vorstellung, dass man mehrere Kinder haben wollte, um wenigstens das eine oder
andre am Leben zu erhalten, war tief verwurzelt, man konnte sich nicht zu sehr an
etwas binden, das man als potentiellen Verlust betrachtete; die Gleichgültigkeit war
eine Konsequenz der Demographie der Epoche
- mit der Christianisierung im 17 Jh. Kam eine neue Einstellung gegenüber der Kindheit
zum Vorschein [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Generelle Auffassung von Kindheit

2. Erziehung im Kindesalter

2.1 Das Wickeln

2.2 das Ammenwesen

2.3 Generelle Erziehungsmethoden [ Strafen, Einschüchterung, (sexuelle) Misshandlungen]

2.4 Kindesmord und Unfälle

2.5 Die Kleidung

2.6 Das Spiel

3. Die öffentliche Kleinkinderziehung

3.1 Das Schulwesen

3.2 Disziplinmaßnahmen im Schulwesen

4. Vorstellung von Familie

4.1 Formen der Familie

4.1.1 Der Bauernhaushalt

4.1.2 Der Handwerkerhaushalt

4.1.3 Der Heimarbeiterhaushalt

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die historischen Bedingungen und die Wahrnehmung von Kindheit im Mittelalter, wobei der Fokus auf Erziehungspraktiken, den familiären Strukturen und dem gesellschaftlichen Stellenwert des Kindes liegt. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die Sichtweise auf Kinder durch die Jahrhunderte gewandelt hat und welche drastischen Erziehungsmethoden zur Anwendung kamen.

  • Historische Auffassung von Kindheit und Jugend
  • Erziehungspraktiken, Disziplinierung und körperliche Misshandlungen
  • Die Rolle des Ammenwesens und der Kindersterblichkeit
  • Strukturen verschiedener Haushaltstypen (Bauern, Handwerker, Heimarbeiter)
  • Einfluss der Christianisierung und der gesellschaftlichen Arbeitsteilung

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Wickeln

es herrschte die Ansicht, dass Kinder sich in gottlose Geschöpfe verwandeln, wenn man sie nicht wickelte

sie könnten verbogen oder gekrümmt werden

sie werden gewickelt, damit sie nicht missgebildet werden können

sie werden gewickelt, weil sie sich sonst die Ohren abreißen, die Augen auskratzen oder ihre Genitalien berühren

Mütter sahen dem Geschrei der Kinder beim Wickeln teilnahmslos zu, sie verstanden es nicht

das Wickeln bildete den zentralen Bestandteil der ersten Jahre eines Kindes

Sie glaubten sonst würde es wie Tiere auf dem Boden herumkrabbeln

Zusammenfassung der Kapitel

1. Generelle Auffassung von Kindheit: Dieses Kapitel erläutert, dass das Kind im Mittelalter oft als kleiner Erwachsener wahrgenommen wurde, dem es an einem bewussten Status als eigene Lebensphase fehlte.

2. Erziehung im Kindesalter: Hier werden die körperlich belastenden und teils grausamen Erziehungsmethoden beschrieben, darunter das straffe Wickeln, das Ammenwesen und die Anwendung physischer Gewalt.

3. Die öffentliche Kleinkinderziehung: Dieses Kapitel analysiert das mittelalterliche Schulwesen, das durch einen hohen Grad an Disziplinierung, körperliche Züchtigungen und fehlende Altersdifferenzierung gekennzeichnet war.

4. Vorstellung von Familie: Der letzte Abschnitt differenziert die unterschiedlichen häuslichen Lebensverhältnisse von Bauern-, Handwerker- und Heimarbeiterfamilien und deren Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes.

Schlüsselwörter

Kindheit, Mittelalter, Erziehungsmethoden, Wickeln, Ammenwesen, körperliche Züchtigung, Familienstruktur, Sozialgeschichte, Kindheitsforschung, Philippe Ariès, Lloyd deMause, historische Pädagogik, Disziplinierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die historischen Lebensbedingungen und die gesellschaftliche Wahrnehmung von Kindern im Mittelalter sowie deren Auswirkungen auf die Erziehung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Themen umfassen die Auffassung von Kindheit, die Erziehungspraktiken, die schulische Erziehung und die verschiedenen Ausprägungen des Familienlebens.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Darstellung der historischen Entwicklung des Kindheitsbegriffs und der meist sehr harten Erziehungsnormen, die Kinder in dieser Epoche prägten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse bedeutender Historiker und Soziologen wie Philippe Ariès, Lloyd deMause und Heidi Rosenbaum.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Erziehungspraktiken, der schulischen Disziplinierung und der sozioökonomischen Bedingungen innerhalb verschiedener Haushaltstypen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kindheit, Mittelalter, Erziehungsmethoden, Ammenwesen und Sozialstruktur.

Welche Rolle spielten Ammen in der mittelalterlichen Erziehung?

Ammen waren für wohlhabende Familien essenziell, wobei jedoch teils missbräuchliche Praktiken oder Vernachlässigung bei den Kindern der Familien auftraten.

Warum wurden Kinder im Mittelalter häufig gewickelt?

Das Wickeln diente der Korrektur der körperlichen Haltung und sollte verhindern, dass sich die Kinder selbst verletzten oder sich wie „Tiere“ am Boden bewegten.

Excerpt out of 12 pages  - scroll top

Details

Title
Kindheit im Mittelalter
College
University of Münster  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Course
Geschichte der Pädagogik
Author
Susanne Linsel (Author)
Publication Year
2002
Pages
12
Catalog Number
V17703
ISBN (eBook)
9783638222020
Language
German
Tags
Kindheit Mittelalter Geschichte Pädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Linsel (Author), 2002, Kindheit im Mittelalter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17703
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