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Erziehung im Nationalsozialismus

Título: Erziehung im Nationalsozialismus

Tesis (Diplomatura) , 2003 , 25 Páginas , Calificación: 2.3

Autor:in: Mareike Speck (Autor)

Pedagogía - Historia de la pedagogía
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Nach der Machtergreifung im Jahre 1933 besaß die NSDAP die Erziehungshoheit in Deutschland. Hitler formulierte seine Pädagogik kurz nach der Machtergreifung folgendermaßen: "Meine Pädagogik ist hart. Das Schwache muss weggehämmert werden. In meinen Ordensburgen wird eine Jugend heranwachsen, vor der sich die Welt erschrecken wird. Eine gewalttätige, herrische, unerschrockene Jugend will ich. Schmerzen muss sie ertragen... Mit Wissen verderbe ich mir die Jugend."
Der Sinn aller deutschen Erziehung war demnach das deutsche Volk, seine Größe, sein Leben und seine Veredelung. Die Familie galt als Keimzelle des deutschen Volkes, hatte jedoch, wie sich im Verlaufe der nationalsozialistischen Herrschaft zeigen sollte, keine tragende Rolle im Erziehungsgeschehen. Der Dienst im "Bund Deutscher Mädel" oder der "Hitler Jugend" galt als bedeutsamste Sozialisationsinstanz neben Schule und Familie. In diesen Institutionen zeigen sich die geschlechtsspezifischen Erziehungsprämissen deutlich. In der vorliegenden Arbeit möchte ich die Erziehungsziele der Nationalsozialisten und die Methoden mit denen sie durchgesetzt wurden aufzeigen. Anschließend werde ich mich mit den verschiedenen Sozialisationsinstanzen, Schule, HJ und BDM, und ihrer jeweiligen Bedeutung für die Erziehung befassen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Pädagogische Theorien im NS-Staat

2.1 Hitlers Erziehungsvorstellungen

2.2 Ernst Krieck und sein völkischer Erziehungsstaat

2.3 Alfred Baeumler und seine politische Pädagogik

3. Schule im Dritten Reich

3.1 Die Vereinheitlichung des Schulsystems

3.2 Die Umerziehung der Lehrer

3.3 Neue Lehrpläne und Richtlinien

4. Die Hitler Jugend

4.1 Entwicklung und Struktur der Hitler Jugend

4.2 Funktion und Maßnahmen der Hitler Jugend

4.3 Der Bund Deutscher Mädel

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Erziehungsziele und methodischen Ansätze im Nationalsozialismus, um aufzuzeigen, wie das Bildungswesen politisch instrumentalisiert und zur ideologischen Indoktrination der Jugend genutzt wurde. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Analyse der zentralen Erziehungsinstitutionen, um die Mechanismen staatlicher Verzweckung von Erziehung offenzulegen.

  • Pädagogische Grundpositionen führender NS-Ideologen
  • Gleichschaltung und Transformation des Schulwesens
  • Methoden der Indoktrination und Lehrerausbildung
  • Struktur, Funktion und Einfluss der Hitler Jugend und des Bundes Deutscher Mädel

Auszug aus dem Buch

2.1 Hitlers Erziehungsvorstellungen

„Was früher vorübergehend zwei Jahre lang eine Schulung der Nation war, um dann im Leben und durch die politische Tätigkeit der Parteien wieder verloren zu gehen, das wird jetzt treuen Händen übergeben und aufbewahrt werden für das deutsche Volk. Dann wird sich erst der Kreis der Erziehung unseres Volkes schließen. Der Knabe, er wird eintreten in das Jungvolk, und der Pimpf er wird kommen zur Hitlerjugend, und der Junge der Hitlerjugend, er wird dann einrücken in die SA, in die SS und die anderen Verbände, und die SA-Männer und die SS-Männer werden eines Tages einrücken zum Arbeitsdienst und von dort zur Armee; und der Soldat des Volkes wird zurückkehren wieder in die Organisationen der Bewegung, der Partei, in die SA und SS, und niemals mehr wird unser Volk dann so verkommen, wie es einst leider verkommen war!“ (Domarus, 1965, 723; zit. aus Steinhaus, 1981, 48).

Dieses Zitat Hitlers zeigt, dass die traditionelle Zuordnung des Begriffes Erziehung zu den Lebensphasen Kindheit und Jugend aufgehoben wurde. Das Leben im Dritten Reich war eine nicht abreißende Erziehungskette, die die Erwachsenen nicht ausschloss, sondern impliziert, dass jeder als erziehungsbedürftig und lebenslang unmündig galt. Durch die Erziehung bezweckte man die totale Beeinflussung des Volkes, man sollte zu einem überzeugten Nationalsozialisten heranwachsen. Die Frage der weiblichen Erziehung schloss Hitler aus seinen Überlegungen weitgehend aus, von größerer Bedeutung war für ihn die Erziehung der Jungen. Die Mädchen mussten in ihrer Erziehung auf ihre spätere Rolle als Mutter vorbereitet werden, dies geschah unter anderem in der Schule und vor allem im „Bund Deutscher Mädel“ (vgl. Lingelbach, 1987, 31).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den hohen Stellenwert der Erziehung im Nationalsozialismus und stellt die Forschungsfrage zur staatlichen Zweckentfremdung des Bildungswesens.

2. Pädagogische Theorien im NS-Staat: Dieses Kapitel analysiert die ideologischen Grundlagen der Erziehung durch die Betrachtung der Standpunkte von Adolf Hitler, Ernst Krieck und Alfred Baeumler.

3. Schule im Dritten Reich: Hier werden die strukturelle Gleichschaltung des Schulsystems, die Indoktrination der Lehrerschaft sowie die inhaltliche Neuausrichtung der Lehrpläne behandelt.

4. Die Hitler Jugend: Dieser Abschnitt befasst sich mit der Entwicklung und totalitären Funktion der Hitler Jugend sowie der geschlechtsspezifischen Erziehung im Bund Deutscher Mädel.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und ordnet das nationalsozialistische Erziehungssystem als Musterbeispiel totalitärer Pädagogik kritisch ein.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Erziehung, Erziehungsstaat, Indoktrination, Hitler Jugend, Bund Deutscher Mädel, Schule, Ideologie, Pädagogik, Gleichschaltung, Körperertüchtigung, Rassenkunde, Volksgemeinschaft, Totalitarismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Erziehungssystem während der Zeit des Nationalsozialismus und untersucht, wie dieses gezielt zur ideologischen Formung der Jugend eingesetzt wurde.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themen umfassen die pädagogischen Lehren der NS-Chefideologen, die strukturelle Umgestaltung des Schulwesens und die Rolle von Jugendorganisationen wie der Hitler Jugend.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie das deutsche Bildungswesen verstaatlicht und zur politischen Instrumentalisierung einer ganzen Generation zweckentfremdet wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die pädagogische Fachliteratur und zeitgenössische Quellen auswertet, um die Erziehungspraxis zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Ansätze der NS-Ideologie, die Veränderungen in Schule und Lehrplan sowie die umfassende Bedeutung von HJ und BDM als Sozialisationsinstanzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen neben der NS-Pädagogik auch Begriffe wie Gleichschaltung, Körperertüchtigung, Rassenideologie und totale Beeinflussung.

Welche Rolle spielte die Familie laut der Autorin?

Die Arbeit stellt heraus, dass die Familie im nationalsozialistischen Erziehungskonzept keine tragende Rolle spielte, sondern von staatlichen Institutionen zunehmend entmachtet wurde.

Warum war die intellektuelle Bildung für das NS-Regime zweitrangig?

Die Arbeit argumentiert, dass eine umfassende intellektuelle Bildung eine Gefahr für das Regime dargestellt hätte, da sie zum Hinterfragen politischer Gegebenheiten hätte anregen können.

Final del extracto de 25 páginas  - subir

Detalles

Título
Erziehung im Nationalsozialismus
Universidad
University of Duisburg-Essen  (Pädagogik)
Calificación
2.3
Autor
Mareike Speck (Autor)
Año de publicación
2003
Páginas
25
No. de catálogo
V17705
ISBN (Ebook)
9783638222044
ISBN (Libro)
9783638691192
Idioma
Alemán
Etiqueta
Erziehung Nationalsozialismus
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Mareike Speck (Autor), 2003, Erziehung im Nationalsozialismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17705
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