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Das mythische Element in J. K. Rowlings Harry Potter

Title: Das mythische Element in J. K. Rowlings Harry Potter

Seminar Paper , 2003 , 37 Pages , Grade: 1

Autor:in: Katarina Michaele Raker (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

„Das mythische Element in J.K. Rowling´s „Harry Potter“ – dem Titel dieser
Arbeit ist bereits zu entnehmen, dass wir uns in den folgenden Ausführungen
mit der Frage nach mythologischen Strukturen und literarischen Anlehnungen
aus der antiken Mythologie in Harry Potter beschäftigen werden. Es steht sicher
außer Frage, dass Mythen in der bislang vierbändigen Harry-Potter-Reihe1 eine
große Rolle spielen, und dass sich die Autorin zur inhaltlichen Gestaltung ihrer
Werke einer Vielzahl an mythischen Elementen bedient. Wir werden im
Rahmen dieser Arbeit einige von ihnen hinsichtlich ihrer Herkunft, ihrer
Umgestaltung und ihrer Einbettung in Rowling´s Texte herausarbeiten und
erörtern. Daneben interessiert und aber vor allem auch noch die Frage, wie
diese Elemente auf den Leser wirken und inwieweit sie zur Faszination der
Harry-Potter-Reihe beitragen. Wie werden dieser Frage nachgehen und
mögliche Interpretationen aufzeigen.
Es gibt bis heute keine eindeutige Definition des Begriffs Mythos. Ursprünglich
stammt er aus dem griechischem und bedeutet Wort, Rede, Erzählung und
Fabel. Die in verschiedenen Lexika Büchern zur Mythologie beschriebenen
Begriffsdefinitionen weichen allerdings mitunter stark voneinander ab. Eine
recht neutrale Möglichkeit findet sich in der Microsoft Encarta: „Der Mythos ist
eine Erzählung mit einem religiös - weltanschaulichen Gehalt, im Allgemeinen
eine Legende, die den Ursprung der grundlegenden Umstände und Voraussetzungen einer Kultur allegorisch beschreibt und schildert.“2 Die
Schwierigkeit einer eindeutigen Definition liegt vermutlich darin, dass der
Begriff Mythos im heutigen Sprachgebrauch sowohl für die Werke der antiken
Mythologie verwendet wird, sich aber in zunehmendem Maße auch auf
sogenannte moderne Mythen bezieht. Diese haben dann nur für einen
begrenzten Zeitrahmen eine Bedeutung für den Menschen. Als Beispiel für einen antiken Mythos könnte man Prometheus aus der
griechischen Mythologie anführen. Wie viele andere antike Mythen hat der
Prometheus-Mythos im Laufe der Jahrhunderte seine Bedeutung und
Faszination für den Menschen nie verloren und tritt bis heute immer wieder in
modifizierter Form auf. [...]

1 Bislang in deutscher Sprache erschienen:
1998: Harry Potter und der Stein der Weisen
1999: Harry Potter und die Kammer des Schreckens
1999: Harry Potter und der Gefangene von Askaban
2000: Harry Potter und der Feuerkelch
2 Microsoft Encarta 99 Enzyklopädie. Mythologie

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Mythen – Was sind das?

2 Die mythische Grundstruktur in Harry Potter

2.1 Das besondere Kind

2.2 Gegensatz zwischen Gut und Böse

3 Die mythischen Wesen in Harry Potter

3.1 Der Ianuskopf

3.2 Das Einhorn

3.3 Der Phönix

3.4 Der dreiköpfige Hund

3.5 Die Zentauren

4 Die mythischen Namen in Harry Potter

4.1 Argus Filch

4.2 Minerva Mc Gonagall

4.3 Circe

4.4 Hermine Granger

4.5 Penelope Clearwater

4.6 Cassandra

5 Das mythische Element als Beitrag zur Faszination von „Harry Potter“?

6 Abschließende Überlegungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung mythischer Strukturen und antiker literarischer Anlehnungen in J. K. Rowlings „Harry Potter“-Reihe, um zu ergründen, inwiefern diese Elemente die Faszination der Bücher auf die Leserschaft maßgeblich beeinflussen.

  • Analyse mythologischer Grundstrukturen in der Kinderliteratur.
  • Untersuchung mythischer Wesen (z. B. Einhorn, Phönix, dreiköpfiger Hund) und deren Einbettung.
  • Deutung der sprechenden Namen und deren antike Ursprünge.
  • Psychologische Betrachtung der Faszination durch Archetypen und das kollektive Unbewusste.
  • Erörterung der politischen und gesellschaftlichen Dimensionen mythischer Motive.

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Ianuskopf

Ianus ist in der antiken Mythologie der „römische Gott der Tore und jeden Anfangs, mit zwei Gesichtern,...“ Dieser Ianuskopf ist in der Mythologie zu einem „Sinnbild der Zwiespältigkeit“ geworden. „[Denn] um das wahre Wesen von Menschen zu erkennen, muss man sie von allen Seiten ansehen.“

Diese notwendige Betrachtung der Personen von allen Seiten ist auch bei Professor Quirrell sinnvoll. Zunächst scheint der Lehrer für die Verteidigung gegen die dunklen Künste ein sehr schüchterner und leicht zu verunsichernder Lehrer zu sein. Er schafft es sogar so weit, dass Harry und seine Freunde versuchen, ihn in seinen Stunden durch ein Lächeln aufzumuntern und Mut zu geben. Dabei ahnen sich freilich noch nicht, dass eigentlich er derjenige ist, den Harry am meisten zu fürchten hat. Erst in der Szene, in der Harry auf dem Weg zu dem Stein der Weisen ist, erkennt er die wahre Absicht von seinem Lehrer. Quirrell klärt ihn auf, und verkündet seine Zugehörigkeit zu Lord Voldemort indem er zu ihm sagt: „Ich traf ihn [Voldemort] bei meiner Reise um die Welt. Damals war ich noch ein einfältiger junger Mann, mit dem Kopf voller lächerlicher Vorstellungen über Gut und Böse. Lord Voldemort hat mir gezeigt, wie falsch ich dachte. Es gibt kein Gut und Böse, es gibt nur Macht, und jene, die zu schwach sind, um nach ihr zu streben...Seit damals bin ich sein treuer Diener, auch wenn ich ihn viele Male enttäuscht habe. Er musste sehr streng mit mir sein.“

Zusammenfassung der Kapitel

Mythen – Was sind das?: Definition des Begriffs Mythos sowie Einordnung von antiken und modernen Mythen in den gesellschaftlichen Kontext.

Die mythische Grundstruktur in Harry Potter: Untersuchung zentraler Motive wie das „besondere Kind“ und der fundamentale Kampf zwischen Gut und Böse.

Die mythischen Wesen in Harry Potter: Analyse verschiedener Fabelwesen wie Ianuskopf, Einhorn, Phönix, dreiköpfiger Hund und Zentauren hinsichtlich ihrer Vorbilder.

Die mythischen Namen in Harry Potter: Deutung der sprechenden Eigennamen verschiedener Charaktere und deren Verbindung zur klassischen Mythologie.

Das mythische Element als Beitrag zur Faszination von „Harry Potter“?: Synthese der Ergebnisse zur Frage, wie Mythen psychologische Tiefenwirkung entfalten und die Faszination der Reihe bedingen.

Abschließende Überlegungen: Fazit der Arbeit, das die zentrale Rolle mythologischer Elemente für die Aktualität und Popularität der Harry-Potter-Bücher unterstreicht.

Schlüsselwörter

Harry Potter, Mythologie, Antike, J. K. Rowling, Archetypen, Phönix, Einhorn, Zentauren, Carl Gustav Jung, Faszination, Literaturwissenschaft, Sprechende Namen, Gut und Böse, Kindheitsmythos, Unbewusstes.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Vorhandensein und die Funktion mythischer Elemente, Motive und Namen in J. K. Rowlings Harry-Potter-Reihe.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Das Spektrum reicht von der klassischen Mythologie und den damit verknüpften Wesen über die Namensetymologie bis hin zur tiefenpsychologischen Wirkung von Mythen auf Leser.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, warum Mythen in der modernen Literatur fortbestehen und wie sie zur anhaltenden Faszination der Harry-Potter-Bücher beitragen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es erfolgt eine qualitative Textanalyse, die literarische Inhalte mit mythologischen Quellen vergleicht und psychologische Theorien (insb. C. G. Jung) hinzuzieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil analysiert mythische Wesen wie den dreiköpfigen Hund (Kerberos) oder den Phönix sowie die Symbolik sprechender Namen wie Argus Filch oder Minerva McGonagall.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Wichtige Begriffe sind Archetypen, das kollektive Unbewusste, literarische Modifizierung und die Kompensation komplexer Realität durch imaginäre Welten.

Wie interpretieren Sie das „Einhorn“-Motiv bei Rowling?

Das Einhorn wird als Symbol für Reinheit und Unschuld betrachtet; dessen Tötung durch Voldemort unterstreicht die absolute Boshaftigkeit des Antagonisten und markiert den Verlust der idealen Balance.

Welche Bedeutung hat der „Ianuskopf“ für die Figur Quirrell?

Der Ianuskopf dient als Metapher für die Zwiespältigkeit und die verborgenen „Schattenseiten“ des Charakters, wobei das hinter dem Turban verborgene Gesicht Voldemorts die doppelte Identität Quirrells verdeutlicht.

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Details

Title
Das mythische Element in J. K. Rowlings Harry Potter
College
University of Vechta  (Germanistik)
Course
Seminar: 'Tief ist der Brunnen der Vergangenheit'. Das mythische Element in der Literatur.
Grade
1
Author
Katarina Michaele Raker (Author)
Publication Year
2003
Pages
37
Catalog Number
V17713
ISBN (eBook)
9783638222105
Language
German
Tags
Element Rowlings Harry Potter Seminar Brunnen Vergangenheit” Element Literatur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katarina Michaele Raker (Author), 2003, Das mythische Element in J. K. Rowlings Harry Potter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/17713
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