"Innerhalb von nur etwa 30 Jahren hat China es geschafft, sich vom Autoritären Sozialismus zu einer weltmarktorientierten Nation zu wandeln."
Heute ist China ein Land, das vor wirtschaftlicher Kraft nur so strotzt.
Doch bis Mitte der 1960iger Jahre ging es in allen Bereichen steil bergab. China hat erst seit dem Ende der Ära Mao Zedongs einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt.
Diese Facharbeit widmet sich obengenanntem Thema und fokussiert wirtschaftliche Entwicklungen in der Amtszeit Deng Xiaopings.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
2. Informationen zur Geographie und Demographie Chinas
2.1 Geographie
2.1.1 Lage
2.1.2 Relief
2.1.3 Klima
2.1.4 Böden
2.1.5 Bodenschätze
2.2 Demographie
2.2.1 Bevölkerungsverteilung und Entwicklung
2.2.2 Kultur
3. Der wirtschaftliche Umbruch während und nach der Ära Mao Zedongs
3.1 Mao Zedong und die chinesische Wirtschaft
3.2 Machtwechsel nach dem Tod Mao Zedongs
3.3 Deng Xiaopings Reformen
4. Chinas wirtschaftlicher Stand heute
4.1 Die drei Sektoren
4.1.1 Landwirtschaft
4.1.2 Industrie
4.1.3 Dienstleistung
4.2 Infrastruktur (Teilaspekte)
4.3 Allgemeine Grunddaten
4.3.1 Export und Import
4.3.2 Arbeitskräftepotential
4.3.3 Jüngste wirtschaftliche Entwicklung
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert den rasanten wirtschaftlichen Wandel der Volksrepublik China von der Ära Mao Zedongs bis in die Gegenwart. Dabei wird untersucht, wie sich das Land vom autoritären Sozialismus zu einer marktorientierten Wirtschaftsmacht entwickelt hat und welche gesellschaftlichen sowie infrastrukturellen Faktoren diesen Prozess begleiten.
- Historische Einordnung des chinesischen Wirtschaftssystems unter Mao Zedong.
- Analyse der Reformpolitik unter Deng Xiaoping und die Öffnung zum Weltmarkt.
- Strukturanalyse der drei Wirtschaftssektoren (Landwirtschaft, Industrie, Dienstleistung).
- Bewertung der Rolle Chinas in der globalen Weltwirtschaft und bei der Bewältigung der Finanzkrise.
- Demographische Rahmenbedingungen und Herausforderungen wie die Ein-Kind-Politik.
Auszug aus dem Buch
3.1 Mao Zedong und die chinesische Wirtschaft
Nachdem der Herrscher Chinas, Mao Ze Dong, nach dem zweiten Weltkrieg ein autokratisches sozialistisches System aufgebaut hatte, litt ein Großteil der chinesischen Bevölkerung unter den neuen, harten Lebensbedingungen. Maos Idee vom „Großen Sprung nach vorn“ (1958) hatte zum Ziel, die chinesische Wirtschaftskraft zu steigern, die Industrialisierung voranzutreiben und zugleich China als neue Führungsposition der sozialistischen Staaten zu etablieren. Des Weiteren sollte mit den Reformen die Grundlage für den Schritt in eine kommunistische Gesellschaft gelegt werden.
Der Kommunist Mao Ze Dong (im Folgenden als „Mao“ bezeichnet) führte Regelungen ein, die den Tagesablauf eines jeden chinesischen Arbeiters genau regelten. Zum einen rief er die Volkskommunen ins Leben, die jeweils bis zu 5000 bäuerliche Haushalte umfassten. Im Zuge der von Mao veranlassten Landneuverteilung wurden Grundherren enteignet und den Volkskommunen ein bestimmter Bereich Land zugewiesen. In „kollektiver Zwangsarbeit“ wurden von den „Blauen Ameisen“ (=Arbeiter im blauen Mao-Anzug) der Volkskommunen viele kleine, nicht koordinierte, lokale Projekte angegangen.
Der erwünschte Erfolg blieb aus - im Gegenteil: Als Folge von großen Missernten durchlebte das chinesische Volk die „drei bitteren Jahre“ (1959 bis 1961), eine durch Hungersnöte geprägte Zeitspanne, die etwa 40 Millionen Opfer forderte. „Der Versuch, die Industrieproduktion ohne Rücksicht auf Qualität und Nachfrage und ohne Abstimmung untereinander sprunghaft zu steigern, bewirkte einen drastischen Einbruch der gesamten Wirtschaftstätigkeit und insbesondere der Landwirtschaft.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorwort: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation, das Thema des wirtschaftlichen Aufstiegs Chinas und die Hintergründe des omnipräsenten Labels "Made in China" zu erforschen.
2. Informationen zur Geographie und Demographie Chinas: Dieses Kapitel liefert eine grundlegende Übersicht über die physische Geographie, das Klima, die Bodenschätze sowie die demographische Struktur und kulturelle Identität Chinas.
3. Der wirtschaftliche Umbruch während und nach der Ära Mao Zedongs: Es wird der Übergang von der autokratischen Ära Mao Zedongs hin zur Reform- und Öffnungspolitik unter Deng Xiaoping detailliert nachgezeichnet.
4. Chinas wirtschaftlicher Stand heute: Eine detaillierte Analyse der heutigen Wirtschaftsstruktur, unterteilt in Sektoren, Infrastruktur und Kennzahlen wie Export/Import und Arbeitskräftepotential.
5. Fazit: Die Arbeit resümiert den Wandel Chinas zur marktorientierten Weltwirtschaftsmacht und bewertet die zukünftigen sozialen und ökonomischen Perspektiven des Landes.
Schlüsselwörter
China, Wirtschaft, Mao Zedong, Deng Xiaoping, Reformpolitik, Volkskommune, BIP, Globalisierung, Exportnation, Infrastruktur, Dienstleistungssektor, Arbeitskräftepotential, Marktwirtschaft, Schwellenland, Made in China
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung Chinas vom autoritären System der Ära Mao Zedongs hin zu einer führenden marktorientierten Wirtschaftsnation im globalen Kontext.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung unter Mao, die wirtschaftlichen Reformen seit 1978, die Sektorenanalyse der chinesischen Wirtschaft sowie geographische und demographische Einflüsse auf den Wohlstand.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den wirtschaftlichen Aufstieg Chinas nachvollziehbar zu machen und die Gründe für den enormen globalen Einfluss des Landes zu ergründen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung statistischer Wirtschaftsdaten, um historische Zusammenhänge mit aktuellen ökonomischen Zuständen zu verknüpfen.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der geographischen Voraussetzungen, eine historische Analyse der politischen Transformation und eine detaillierte Sektorenanalyse der modernen chinesischen Wirtschaft.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Wirtschaftswachstum, Reform- und Öffnungspolitik, Volkskommunen, globale Exportnation und der demographische Wandel in China.
Welche Rolle spielte der "Große Sprung nach vorn" für die chinesische Wirtschaft?
Dieses politische Vorhaben führte zu massiven gesellschaftlichen Verwerfungen und einer schweren Hungersnot, die das Scheitern der radikalen zentralistischen Planung unter Mao verdeutlichte.
Wie hat China die Finanzkrise 2008/2009 bewältigt?
Dank einer schnellen Alarmbereitschaft und der staatlichen Kontrolle über den Bankensektor sowie gezielter Investitionsprogramme konnte China die Krise erfolgreich überwinden und agierte weiterhin als Konjunkturlokomotive.
- Arbeit zitieren
- Johannes Schäfer (Autor:in), 2011, Chinas wirtschaftlicher Aufstieg seit dem Ende der Ära Mao Zedongs bis heute, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/177158